Volle Fokussierung habe ich normalerweise nur beim Motorradfahren, wobei ich knapp 18.000km und mehr im Jahr auf Zwei Rädern verbringe.
Volle Fokussierung am Motorrad bedeutet, daß man knapp an der Grenze des eigenen Könnens fährt, was die vollkommen ungeteilte Aufmerksamkeit erzwingt. Das ist der schönste Bereich, in dem man ein Motorrad bewegen kann, finde ich. Für mich waren so ein paar morgendliche Stunden am Limit die beste Methode, vor der Arbeit meinen Kopf frei von störenden Gedanken zu bekommen.
Aber man entwickelt sich weiter. Es kommt irgendwann der Punkt wo man die Grenzen der eigenen Maschine entspannt ausnutzen kann. Dann schleichen sich wieder Gedanken aus dem Alltag auch bei bei sehr zügigem Fahren ein. Damit ist man abgelenkt und es wird plötzlich wieder gefährlich, weil man von einer Kurve überrascht wird.