Da hier parallel zum Stand des Vereins auch über kommerzielle Stände zum Ableisten der Pflichtschießstunden mit erlaubnispflichtigen Waffen diskutiert wird, möchte ich darauf hinweisen, dass das nicht überall zum Erfolg führen muss. Zum einen Verlangen bedürfnisausstellende Verbände von Vereinen, die Waffen befürworten, die auf ihren eigenen Ständen nicht geschossen werden können, teilweise Nachweise für Mietzeiten in anderen Schießstätten (falls man einen Verein findet, der einem direkt als erste Waffe nen großes Kaliber befürwortet, was hier beim Gewehr wahrscheinlich weniger relevant ist), zum anderen bestätigen manche Vereine den Bedürfnisantrag nur aufgrund bei ihnen abgeleistete Trainingsstunden. Auch das gilt es vorher zu klären.
Wie auch einen weiteren möglichen Fallstrick, nämlich dass es nicht nur auf die Mitgliedschaft im Verein sondern auch auf die Meldung als Mitglied beim befürwortenden Verband ankommt. Manche Vereine warten damit ein wenig, um abzuführende Beiträge zu sparen, was dem Neuling dann später auf die Füße fällt. Man sollte sich da frühzeitig rückversichern, dass diese Verbandsmeldung auch zeitnah nach der Vereinsaufnahme erfolgt. Sollte selbstverständlich sein, ist es aber nicht, wie ich gerade in der Nachbarschaft bei einem Fall erlebt habe.
Und als letztes zum Thema "beginnen mit Druckluft": Bei uns im Verein ist für aufnahmewillige Interessenten eine ca. 2-monatige Probephase VOR der eigentlichen Mitgliedschaft vorgesehen. In dieser wird der potenzielle Aufnahmewillige, so er denn Neuling ist, zunächst mit einer Druckluftwaffe an gewisse grundlegenden Techniken herangeführt, die sowohl seiner höheren Treffgenauiglkeit beim schießen mit erlaubnispflichtigen Waffen als auch dem Erhalt unseres Standes dienen. Ist auf diesem Weg eine gewisse Treffgenauigkeit erreicht steht dem besagtem Schießen mit erlaubnispflichtigen Waffen nichts entgegen. Dieses Verfahren hat sich in den letzten Jahren durchaus bewährt und hat für beide Seiten Vorteile gebracht: Beim Verein wurden interessierte Sportschützen von denjenigen getrennt, denen es ausschließlich auf den Waffenerwerb ankommt und beim Schützen waren zum Aufnahmezeitpunkt beim Umstieg auf das Training mit erlaubnispflichtigen Waffen schon soviele Kenntnisse da, dass ein besseres Trefferbild und damit eine höhere Motivation vorhanden waren. Ähnliches gilt im Kurzwaffenbereich übrigens beim Schießen mit GK-Waffen: Vorher wird Wert auf ein ordentliches Trefferbild mit der KK-Waffe gelegt. Das sorgt für wenig Bruch am Schießstand. Zum Erreichen dieser Ziele stehen dafür natürlich kompetente Trainer/Schießwarte zur Verfügung. Wem das nicht gefällt, der mag weiterzieh'n zu einem anderen Verein.