Scharf schießen ohne Waffe?

  • Die Suche nach kommerziellen Schießständen, wo man frühzeitig auch schon anfangen kann, eventuell im Verein noch nicht mögliche Erfahrungen mit Feuerwaffen zu sammeln, hat z.B. die Jagdschule mit Schießstand und Leihwaffen etc. in 66802 Überherrn ergeben:


    https://www.jagen-lernen-jl.de/schie%C3%9Fstand/


    Standpreise in Jagdschulen und anderen kommerziellen Ständen sind meines Wissens etwas höherer, aber wenn man schon in einem Verein und dann zeitnah auch Mitglied in einem Verband ist, kann man üblicherweise auch auf solchen vereinsfremden Ständen Trainings für eine spätere Bedürfnisbescheinigung durch den Verband sammeln. Würden sich Verband und Verein querstellen und solche Trainings nicht anerkennen, müsste es schon nicht mit rechten Dingen zugehen.

  • Standpreise in Jagdschulen und anderen kommerziellen Ständen sind meines Wissens etwas höherer,

    Aber wirklich nur unwesentlich, gerade mal 22,5€ wenn der angehende Sportler noch 3 weitere Mitnutzer mitbringt und 15 € für die Waffe ohne Munition ist durchaus üblich. 70€ für die Stunde Unterricht könnte die Trainersituation bei den Schützen sicher verbessern möglicherweise, sogar in der Schweiz.

    Würden sich Verband und Verein querstellen und solche Trainings nicht anerkennen, müsste es schon nicht mit rechten Dingen zugehen.

    Oder sie halten sich einfach an ihre Richtlinien.

  • Die Suche nach kommerziellen Schießständen, wo man frühzeitig auch schon anfangen kann, eventuell im Verein noch nicht mögliche Erfahrungen mit Feuerwaffen zu sammeln, hat z.B. die Jagdschule mit Schießstand und Leihwaffen etc.

    Man muss sich schon fragen um was es geht. In Rekordzeit eine "echte" Knarre aufm Tisch liegen haben, oder das vernünftige Schiessen mit Feuerwaffen erlernen... letzteres dauert halt länger. Aber die Leute, die diese Mühen auf sich nehmen, sind dem Schießsport vielleicht auch mehr verbunden...

  • Da hier parallel zum Stand des Vereins auch über kommerzielle Stände zum Ableisten der Pflichtschießstunden mit erlaubnispflichtigen Waffen diskutiert wird, möchte ich darauf hinweisen, dass das nicht überall zum Erfolg führen muss. Zum einen Verlangen bedürfnisausstellende Verbände von Vereinen, die Waffen befürworten, die auf ihren eigenen Ständen nicht geschossen werden können, teilweise Nachweise für Mietzeiten in anderen Schießstätten (falls man einen Verein findet, der einem direkt als erste Waffe nen großes Kaliber befürwortet, was hier beim Gewehr wahrscheinlich weniger relevant ist), zum anderen bestätigen manche Vereine den Bedürfnisantrag nur aufgrund bei ihnen abgeleistete Trainingsstunden. Auch das gilt es vorher zu klären.

    Wie auch einen weiteren möglichen Fallstrick, nämlich dass es nicht nur auf die Mitgliedschaft im Verein sondern auch auf die Meldung als Mitglied beim befürwortenden Verband ankommt. Manche Vereine warten damit ein wenig, um abzuführende Beiträge zu sparen, was dem Neuling dann später auf die Füße fällt. Man sollte sich da frühzeitig rückversichern, dass diese Verbandsmeldung auch zeitnah nach der Vereinsaufnahme erfolgt. Sollte selbstverständlich sein, ist es aber nicht, wie ich gerade in der Nachbarschaft bei einem Fall erlebt habe.


    Und als letztes zum Thema "beginnen mit Druckluft": Bei uns im Verein ist für aufnahmewillige Interessenten eine ca. 2-monatige Probephase VOR der eigentlichen Mitgliedschaft vorgesehen. In dieser wird der potenzielle Aufnahmewillige, so er denn Neuling ist, zunächst mit einer Druckluftwaffe an gewisse grundlegenden Techniken herangeführt, die sowohl seiner höheren Treffgenauiglkeit beim schießen mit erlaubnispflichtigen Waffen als auch dem Erhalt unseres Standes dienen. Ist auf diesem Weg eine gewisse Treffgenauigkeit erreicht steht dem besagtem Schießen mit erlaubnispflichtigen Waffen nichts entgegen. Dieses Verfahren hat sich in den letzten Jahren durchaus bewährt und hat für beide Seiten Vorteile gebracht: Beim Verein wurden interessierte Sportschützen von denjenigen getrennt, denen es ausschließlich auf den Waffenerwerb ankommt und beim Schützen waren zum Aufnahmezeitpunkt beim Umstieg auf das Training mit erlaubnispflichtigen Waffen schon soviele Kenntnisse da, dass ein besseres Trefferbild und damit eine höhere Motivation vorhanden waren. Ähnliches gilt im Kurzwaffenbereich übrigens beim Schießen mit GK-Waffen: Vorher wird Wert auf ein ordentliches Trefferbild mit der KK-Waffe gelegt. Das sorgt für wenig Bruch am Schießstand. Zum Erreichen dieser Ziele stehen dafür natürlich kompetente Trainer/Schießwarte zur Verfügung. Wem das nicht gefällt, der mag weiterzieh'n zu einem anderen Verein.

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  • In Rekordzeit eine "echte" Knarre aufm Tisch liegen haben, oder das vernünftige Schiessen mit Feuerwaffen erlernen... letzteres dauert halt länger.

    Das muss sich nicht ausschließen, auch weil man ja bis zum Erwerb einer eigenen Feuerwaffe ausreichend Zeit hat mit Leihwaffen zu üben - die naturgemäß oft genug verstellt werden, da meist auch viele andere Leute damit schießen.


    Ausserdem kann man ja wohl nur bedingt von Rekordzeit beim Erwerb von Feuerwaffen sprechen - 1 Jahr ist für mich schnarchlangsam.

    Das darf man dann durchaus effektivieren damit nicht 1,5 oder auch 2 Jahre daraus werden, in denen man sich mit Druckluftwaffen beschäftigt, die für Grundlagenbildung und körperliche und geistige Konditionierung unbestritten sehr gut sind, die aber mit den vielleicht angestrebten Disziplinen soviel zu tun haben wie Fahrradfahren mit Motorradfahren. Idealerweise lerne und trainiere ich möglichst zeitnah auf einem optimalen, d.h. mit einer den eigenen Bedürfnisse angepassten Sportwaffe.


    Und um zusätzlichen Verzögerungen und auch durchaus existierenden Bremsern aus dem Weg zu gehen bzw. klar zu machen, dass es solche Hindernisse und Leute gibt, zeige ich dies und alternatives Vorgehen auf.

  • Bei uns kann man im Verein nicht einfach so aktives Mitglied werden, wenn man nicht ausgebildeter Schütze ist. Wie ich auch an anderer Stelle schon ausgeführt habe, muss verpflichtend ein Kurs absolviert werden, in dem die Grundlagen des (olympischen) Pistolenschießens vermittelt werden. In dem Kurs wird das Schießen an 8 Abenden und einem Tageslehrgang beigebracht. Am 7. Abend steht erstmals das Schießen mit der Kleinkaliber-Sportpistole auf dem Programm. Da haben die Teilnehmer dann ihren ersten Feuerwaffentermin, wenn sie sich bis dahin entschieden haben, Mitglied werden zu wollen. Danach stellen wir mit entsprechenden Leihwaffen sicher, dass unsere Schützen ihre Trainingstermine mit erlaubnispflichtigen Waffen nachweisen können, wenn sie entsprechend am Training teilnehmen.


    In einem Verein, in dem ich als Neueinsteiger nicht geregelt hätte Feuerwaffen schießen können, wäre ich seinerzeit nicht beigetreten.

  • In einem Verein, in dem ich als Neueinsteiger nicht geregelt hätte Feuerwaffen schießen können, wäre ich seinerzeit nicht beigetreten.

    Wir waren auch eine Insel, was unsere Jugendarbeit anbelangte und auch etwas darüber hinaus.

    Aber was bei Lanfear bzw seinem Verein beeindruckt, ist das gesamte Konzept.

    Ich glaube das dies sicher Einzigartig ist in seiner Art und Umfang!


    no.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz