Scharf schießen ohne Waffe?

  • Irgendwie störe ich mich an den Begriffen "scharfe Waffe". Eine Luftdruckwaffe ist auch scharf! Besser ist erlaubnispflichtige Waffe oder Feuerwaffe.

    Ich versteh nicht, was dich daran stört.

    Es ist (und war schon immer) usus, daß man erst von einer "scharfen Waffe" spricht, wenn diese erlaubnispflichtig ist.

    Luftdruckwaffen sind ab 18 frei erwerbbar und fallen deshalb (und vmtl. weil sie ihre Projektile mit kalten Gasen verschießen) nicht unter diese Kategorie.


    Ich schieße schon lang, war schon auf x Ständen und hab dabei mit noch mehr Leuten gesprochen. Aber keiner hat je eine Luftpumpe als "scharfe Waffe" bezeichnet.


    Du kannst ja mal eine Umfrage starten. ;)

    Steyr Evo 10 - GSP Expert - Glock 17 - STI Eagle .45

  • Es ist (und war schon immer) usus, daß man erst von einer "scharfen Waffe" spricht, wenn diese erlaubnispflichtig ist.

    Was es in so einem Forum für Probleme gibt.


    Jetzt aber noch eine Frage an die Wissenden:


    Warum hat man schon vor dem unsäglichen WaffG diesen Begriff gekannt und benutzt?

  • Wenn man jetzt noch 12 Monate Druckluft vorher verlangt, sind das 2 Jahre.

    Sorry, aber damit schreckt man die Allermeisten ab.

    Bei mir im Verein bin ich der, der nachher seinen Willi unter den Antrag für den Verband setze und die Schützen mit erlaubnispflichtigen Waffe schießen lasse/begleite. Ich mache dies gerne auch wenn mir oft die Zeit fehlt, weil ich in Wettkampfvorbereitungen stecke. 12 Monate Luftdruck verlange ich nicht. Mir ist nur wichtig zu sehen, wie verantwortungsvoll die Antragsteller mit "Luftpumpen" umgehen.

    Wie gesagt ist es meiner Meinung nach eine Win-Win-Situation. Der Verein lernt den Schützen kennen und der Schütze kann ermitteln ob es das Richtige ist. Ausserdem lernt man so einfach die Leute kennen und es entwickelt sich Vertrauen. So ergeben sich dann Möglichkeiten auch mal (verschiedene) Waffen zu testen und seine Einträge zu sammeln ohne, dass einer pausenlos über die Schulter schaut.

    Schießsport ist halt nichts für Ungeduldige.

    Ich versteh nicht, was dich daran stört.

    Es ist (und war schon immer) usus, daß man erst von einer "scharfen Waffe" spricht, wenn diese erlaubnispflichtig ist.

    Für mich ist jede schussbereite Schusswaffe scharf und entsprechend behandelt. Egal ob 7,5 oder 5.000J.


    ...diese erlaubnispflichtig ist.

    Luftdruckwaffen sind ab 18 frei erwerbbar und fallen deshalb (und vmtl. weil sie ihre Projektile mit kalten Gasen verschießen) nicht unter diese Kategorie.

    Das ist zum Teil falsch!

  • Das ist zum Teil falsch!

    Es wär doch für alle recht hilfreich, wenn du deine Behauptung begründen und nicht einfach als Phrase in den Raum werfen würdest.

    Was genau an meiner Aussage ist zum Teil falsch?


    Das jede Schusswaffe als geladen behandelt werden sollte, auch wenn sie nicht geladen ist, ist gängige Praxis.


    Mir gings bisher aber einzig und allein darum, daß im allgemein üblichen Sprachgebrauch mit dem Begriff "scharfe Waffe" keine Luftdruckwaffen gemeint sind. Wie du das für dich persönlich siehst, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

    Steyr Evo 10 - GSP Expert - Glock 17 - STI Eagle .45

  • Es wär doch für alle recht hilfreich, wenn du deine Behauptung begründen und nicht einfach als Phrase in den Raum werfen würdest.

    Was genau an meiner Aussage ist zum Teil falsch?

    Luftdruckwaffen > 7,5J sind in Deutschland erlaubnispflichtig.

  • Da hast du Recht. Weitschußluftgewehre sind aber lt. meiner Erfahrung relativ selten.

    Die Luftdruckwaffen, über die hier im Forum i.d.R. gesprochen wird haben das F im Fünfeck und sind damit ab 18 erlaubnisfrei.

    Sorry, daß ich bei meiner Äußerung Exoten nicht bedacht habe. Ändert aber auch nichts am eigentlichen Grund, warum ich mit dir schreibe.


    P.S.

    Ich sehe gerade, daß der Begriff "Weitschussluftgewehr" heutzutage inflationär auch für erlaubnisfreie Luftgewehre verwendet wird. Früher war das die Bezeichnung für Luftgewehre über 7,5J.

    Steyr Evo 10 - GSP Expert - Glock 17 - STI Eagle .45

  • Schießsport ist halt nichts für Ungeduldige.

    Ein Jahr ist schon recht lang. Zu meiner Zeit war es nur ein halbes Jahr.

    Und ich kann dir versicher, wenn man diese Zeitspanne für mich künstlich verlängert hätte, wäre ich nicht sehr glücklich drüber gewesen.


    Aber was wir in unserem Verein vermehrt anbieten werden, ist das von Trainern angeleitete LP-Training parallel zum eher freien Schießen mit erlaubnispflichtigen Waffen - denn Dein Ansatz

    Mir ist nur wichtig zu sehen, wie verantwortungsvoll die Antragsteller mit "Luftpumpen" umgehen.

    hat auch was. Mal sehen, wie das angenommen wird.


    Außerdem wollen wir, dass unsere Vereinsmitglieder sportliche Erfolge sehen, hilft der Motivation.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Aus dem Internetauftritt der Schützen Eiweiler geht hervor, dass es dort keine 50m-Bahn gibt.
    Somit fallen die typischen Anfänger-Standard-Disziplinen wie 50m-KK Gewehr aus.

    Ansonsten macht dieser Verein ja einen recht guten Eindruck:
    Großzügige Öffnungszeiten und überregional rege sportliche Beteiligung...

    Ich war mal so frei und habe mir die Vereins-Internetseite zum Verein in Eiweiler angesehen.


    Es scheint wohl einen kombinierten 50- und 100m-Stand zu geben und einen 25m Stand für Kurzwaffen.

    Einen 10m-Stand mit 20 Meyton-Anlagen habe ich auch auf Fotos entdeckt.

    Und die Option Bogen zu schießen.


    Mit den auch von UIltrahorst erwähnten Mannschaften für Luftgewehr, Sportpistole usw. hinterlässt der Verein einen sehr guten Eindruck und dürfte auch längerfristig in dem Verein keine Langeweile aufkommen lassen.


    Meine Annahme ist, dass der Verein eher über kurz als über lang auch die Möglichkeit zum Schießen mit Feuerwaffen bieten wird.

    Gut möglich, dass sie sich anfangs in ersten Gesprächen mit Interessenten in Bezug auf Feuerwaffen etwas bedeckt halten, weil die Erfahrung eventuell geleert hat, dass ein paar (aber nicht alle) Feuerwaffeninteressierte nach einer Weile wieder gelangweilt abspringen, weil das Interesse am Feuerwaffenbesitz größer ist als die Begeisterung am Sportschießen, die für diesen Verein vielleicht auch bei Druckluftwaffen wichtig ist (worauf die großzügige Ausstattung mit elektronischen Anlagen zur Trefferaufnahme auf dem Druckluftstand stark hindeutet.


    Ob es einen solchen Handlungsansatz beim Verein in Eiweiler gibt oder nicht, weiss man nicht.

    Ich denke aber es wird ein reiner DSB-Verein sein, der, darauf deutet das Königspaar hin, auch stark traditionell orientiert ist.

    Mich würde da interessieren, ob man auch die Traditionsveranstaltungen mitgestalten muss und auf Weihnachtsfeiern, Vereinsitzungen etc. einen Schützenrock tragen muss, oder ob eine rein schießsportliche Betätigung ebenfalls vollkommen akzeptiert ist.


    Würde ich dort vor der Wahl stehen ob ich eintrete oder nicht, wären jedenfalls die Vereinsbeiträge kein Hindernis sondern vielleicht für mich sogar ein Argument, warum ich vielleicht sogar in diesen Traditionsverein eintreten würde. Bei 100 Euro Aufnahmebeitrag und 54 Euro jährlichem Mitgliedsbeitrag inkusive Standnutzungsgebühr kann man in meinen Augen dort nichts verkehrt machen. Und es wäre mir sogar ein Anliegen die 10 jährlichen Arbeitsstunden und auch manches darüber hinaus zu leisten, um solch eine großartige Einrichtung zu erhalten.


    Kurz gesagt, Versuch macht klug, und nebenbei erfährt man dann denke ich auch recht kurzfristig, ob, wie und wo man mit wem auch Trainingstermine mit Feuerwaffen bekommt.


    Blöd wären halt so restriktive Regelungen, dass man ersteinmal ein halbes oder ganzes Jahr Luftpistole schießen muss, dass der Verein nach einem Jahr Feuerwaffentraining ersteinmal nur ein Bedürfnis für eine KK-Waffe unterstützt und nicht für eine großkalibrige Kurzwaffe, was dann erst bei entsprechenden Wettkampfergebnissen und -teilnahmen nach 2 Jahren unterstützt wird, oder dass viele Mitglieder nur im Schützenhaus herumsitzen, um zu Schnacken und zu Trinken, aber auf den Feuerwaffenständen fehlen die Aufsichten und man kommt nicht zum Schießen, weil man sich nicht selber beaufsichtigen darf etc.


    Alles schon gehört. Da sind dann aber auch kaum überraschend Mitglieder zu passenderen Vereinen und Verbänden abgewandert, die man ja mit der Zeit als Schütze auch kennenlernt.


    Wie ist denn die Mitgliederstruktur in Einweiler? Gibt es mehrere engagierte Mitglieder und auch Trainer, die Dich im Training sozusagen an die Hand nehmen? In welchen Disziplinen gibt es Mannschaften? Ich habe anhand eines kurzen Blicks in die Ranglisten und Meisterschaften des Schützenverbandes Saar den Eindruck, dass es eher einen Fokus auf Pistolendisziplinen gibt.


    Da wäre dann vielleicht der etwas teurere Verein in Heusweiler, der ja Deines Wissens nach einen Aufnahmestopp hat, vielleicht für Langwaffendisziplinen besser geeignet, da er auch einen Trap-Stand besitzt und mit den Verbänden DSB, DSU und BDS eine größere Vielfalt an Disziplinen bieten kann.


    Jedenfalls viel Erfolg, und ich würde ersteinmal in den Verein in Eiweiler hineinschnuppern, um zu sehen, wie die da so ticken. Hier aufgeworfene Fragen kannst Du Dir dann nach ein paar Schießstandbesuchen und Gesprächen im Vereinsheim dann sicher selber beantworten, und ob das für Dich akzeptabel, inakzeptabel, unverzichtbar oder was auch immer ist.