Scharf schießen ohne Waffe?

  • ...hat man mir gesagt, dass der Verein leider keine eigene scharfe Waffe zum schießen hat...

    Ein Verein ohne eigene Waffen...?

    Dann gibt es mit Sicherheit auch einen richtigen Schützensportverein am Ort!

  • Grundsätzlich klang das mit dem von Dir besuchten Schützenverein ja nicht total daneben.


    Du hast die Karten auf den Tisch gelegt, dass Du Dich vorrangig für Feuerwaffen interessierst und der Vereinsvorstand hat Dich nicht sofort abblitzen lassen sondern eingeräumt, dass sie Dir von seiten des Vereins keine Feuerwaffen anbieten können.


    Da wärst Du dann tatsächlich auf die Unterstützung einzelner Mitglieder mit eigenen Feuerwaffen angewiesen, aber die drängeln sich meist nicht gleich vor, sondern die wirst Du und sie Dich peu a peu kennenlernen und dann kommt nach 1,2 oder 3 Monaten mal ein oder dann auch öfter mal ein Angebot mit auf einen Feuerwaffenstand zu kommen.


    Und ein Verein mit eigenem Feuerwaffenstand, der ein Bedürfnis restriktiver als das Gesetz vielleicht erst nach 2 Jahren ausstellt, kann dann sogar die schlechtere Wahl sein, wenn man vorrangig Feuerwaffe schießen möchte, aber vielleicht ist er auch der bessere Verein, weil er insgesamt mehr Trainingsmöglichkeiten, Wettkampfteilnahmen und einen festen Trainer bietet.


    Den passenden Verein zu finden ist kurz gesagt nicht leicht. Was wird vorrangig geschossen (Gewehr oder Pistole, dynamisch oder statisch), wie oft, wie ernsthaft usw. und wie passt das zu einem selbst.


    Mein Verein hat z.B. keine eigenen Feuerwaffenstände, aber einige engagierte Mitglieder die auch Neulinge gerne mit zum Spopi Training etc. nehmen. Und dort können die teilweise auch langjährigen aber auch neuen Sportschützen ohne WBK mit Leihwaffen, die es auf den Ständen gibt, die anderen Mitgliedern oder auch dem Verein gehören und die von Mitgliedern mit WBK mitgebracht werden, trainieren.


    Mit eigener Sachkunde, WBK, Waffen und Feuerwaffenstand ist das Schießen leichter als nur mit Leihwaffen, die man auch ersteinmal bekommen muss. Und der Weg zur eigenen Feuerwaffe ist leider sozusagen sehr steinig und relativ kostenintensiv, aber erfreulicherweise nicht unmöglich. Diesen Weg und welchen man nehmen möchte kann man ja auch erstmal ergründen.


    Wenn klar ist, dass es eine eigene Feuerwaffe werden soll, könnte man ersteinmal anklären, ob der erweiterte Vorstand (der aktuelle könnte ja abgewählt werden und der Vertreter sieht das ganz anders, oder es gibt einen Bedürfnisaussteller der seine ganz eigene Sicht auf das Thema hat etc.) schon nach einem Jahr bereit wäre, ein Bedürfnis auch für größere Kaliber zu bestätigen (das ist ja nicht nur die Sache des Verbandes sondern vorher auch des Vereins) und was der Verein dafür sehen möchte und bieten kann. Auch ein Dir geneigter Schützenverein ohne Feuerwaffenstand könnte Dir ja nach einem Jahr Deines regelmäßigen Trainings das Bedürfnis für eine großkalibrige Büchse bestätigen, so er es denn will und aufgrund Deines fleißigen Engagements auch kann, obwohl Du z.B. nur auswärts auf einem kommerziellen Schießstand oder einem anderen Feuerwaffenstand trainiert hast. Insgesamt werden die Dich aber auch beim Training mit dem Luftgewehr etc. bei sich gesehen haben wollen, da sonst verständlicherweise die Frage im Raum steht, ob man den Nachwuchsschützen überhaupt gut genug kennt um ein Bedürfnis unterstützen zu können.

  • Berti,

    wenn Du bis jetzt noch nicht verschreckt ist meinst Du es wirklich ernst.

    Unerfahren bist Du ja nicht und nachdem Du von Gewehr schreibst suchst Du wohl einen entsprechenden Verein.

    Einfach mal bei den Verbänden anfragen und die Vereine notfalls selbst besuchen um sich einen Eindruck zu verschaffen. Die KK Gewehrstände dürften unter den Anlagen für Feuerwaffen noch die größte Verbreitung haben.

  • Hey, also erstmal ein riesen großes Dankeschön an euch alle! Das ist ja mal professionelles Feedback hier im Forum 👍🏻

    Also ich komme aus der Kante Heusweiler bei Saarbrücken im Saarland und in Heusweiler der Verein hat zwar eigene Feuerwaffen, aber leider ist der Verein voll und in Eiweiler der Verein (Das ist der von dem ich gesprochen hatte) gibt es leider keine eigene Vereinsfeuerwaffe! Also Luftdruck-Gewehre und Pistolen haben Sie aber eben keine Feuerwaffen. Ansonsten sind Sie dort voll ausgestattet mit 50 und 100m Stand für scharfe Waffen und Bogen sowie Luftdruckstand im Inneren!

    Gefallen hats mir bei dem Verein, ich habe eben nur Angst das ich mit falschen Erwartungen eintrete und keine Chance habe in naher Zukunft auf scharfe Waffe umzusteigen. Und sonst wüsste ich keinen passenden Verein in direkter Nähe.

  • In solchen Fällen wird manchmal folgender Weg praktiziert:

    Du kaufst dem Verein die entsprechende Waffe, der Verein bewahrt sie dann auf, aber nur du darfst sie nutzen.

    Wenn du dann später selbst eine Erwerbsberechtigung hast, schenkt dir der Verein diese Waffe...


    Zugegeben: Es ist insgesamt etwas kostspieliger, und es gehört schon ein wenig gegenseitiges Vertrauen dazu.
    Aber es ist hier wohl die einzige Möglichkeit.

  • Nicht nur Vertrauen auch Dummheit bei den Verantwortlichen des Vereins.

  • Welche Waffe soll es denn eigentlich werden?

    Aus dem Internetauftritt der Schützen Eiweiler geht hervor, dass es dort keine 50m-Bahn gibt.
    Somit fallen die typischen Anfänger-Standard-Disziplinen wie 50m-KK Gewehr aus.

    Ansonsten macht dieser Verein ja einen recht guten Eindruck:
    Großzügige Öffnungszeiten und überregional rege sportliche Beteiligung...

  • Irgendwie störe ich mich an den Begriffen "scharfe Waffe". Eine Luftdruckwaffe ist auch scharf! Besser ist erlaubnispflichtige Waffe oder Feuerwaffe.


    Warum nicht einfach mit Luftdruck anfangen, sowie es die meisten anderen Schützen auch machen. Erst mal Schießen lernen und sich dann weiterentwickeln. Ganz einfach und kostengünstig.


    Für den Verein hat es den Vorteil, dass man sieht wie verantworungsvoll das Mitglied mit Waffen umgeht. Und wenn die Mitglieder sehen, dass der Neuling verantwortungsvoll ist und wirklich an dem Sport Interesse hat, dann ergibt sich bestimmt die ein oder andere Trainingsstunde von alleine. Ich z.B. schaue mir auch erst mal an, wie die Person mit Luftdruckwaffen umgeht und wie groß das Interesse am Schießsport ist, bevor ich diese Person zum Schießen mit Feuerwaffen mitnehme.

  • Warum nicht einfach mit Luftdruck anfangen, sowie es die meisten anderen Schützen auch machen. Erst mal Schießen lernen und sich dann weiterentwickeln. Ganz einfach und kostengünstig.

    Vom rein Sportlichen sicher der Königsweg. Aber mal ganz ehrlich: Wer bei einem Schützenverein die Aufnahme beantragt, der möchte in absehbarer Zeit auch mit erlaubnispflichtigen Waffen schießen - und zwar mit seinen eigenen. Ausnahmen bestätigen die Regel.


    Bevor man erfolgreich einen Antrag auf eigene WBK stellen kann, sind 12 Monate regelmäßiges Training mi erlaubnispflichtigen Waffen vom Gesetzgeber vorgegeben. Also frühestens 12 Monate nach dem ersten (!) Training mit einer WBK-Waffe! Wenn man jetzt noch 12 Monate Druckluft vorher verlangt, sind das 2 Jahre.


    Sorry, aber damit schreckt man die Allermeisten ab.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • und das ist auch nicht gewollt.
    2-3 monate bis man das Zielen und die Basics beherrscht ist für jeden normal denkenden verständlich.
    Keiner kommt um den Stand zu Schutt zu schießen und kein Verein lässt sich den Stand ruinieren.


    Wer auf der scheibe bleibt, kann weiter.

    mfsg daniel


    (Randnotiz: Und wer selbst diese 2-3 Monate nicht verschenken will, greift währenddessen zum Zimmerstutzen. An die Munitionspreise kann man sich damit auch schon mal gewöhnen :-)