Bedürfnisantrag - welche Frist zählt?

  • Schmidtchen,


    dazu gibt es nun unzählige Beiträge in den verschiedensten Foren, siehe auch den Link von DuffyDuc oben. Natürlich hätte ich statt "ohne längere Unterbrechtung" zum besseren Verstandnis "monatlich" schreiben sollen. Dass auch dann von einigen Verbänden mit oder ohne Abstimmung mit der Behörde statt der 12 Einheiten 18 gefordert werden ergibt sich auch aus den Beiträgen, das muss ich nicht gut finden es ist aber so. Ist bei den Sportler auch selten ein Problem, denn der will ja schießen.


    Sachverhalte, das bei Deiner Variante 18 Einheiten die Jahres oder 12 Monatsfrist wirklich entscheiden unterschritten werden könnte sind mir nicht bekannt, meine Erfahrung vor dem Gericht (München) lässt aber den Schluß zu dass es hier keine Möglichkeit gibt die Termine in einer Art Blockausbildung abzuleisten. Man wird Dir vielleicht ein oder zwei Pausen zubilligen aber nicht ein Ableisten der Schießtermine nach dem Oktoberfest vor dem Beginn der Skisaison.


    Geklagt hat ja allem Anschein noch niemand, was allerdings nicht verwundert weil bis zum Termin regulär mindestens drei Waffen erworben werden könnten. Oder kannst Du auf entsprechende Urteile verweisen.


    Karl

  • Zum einen: Nein, ich kann auf keine Urteile verweisen. Brauche ich auch nicht, da in meinem LV (DSB-Verband) der SB sachverständig ist und es da auch mit längeren Pausen innerhalb des Jahres keine Probleme gibt (bei 18 Trainingseinheiten).
    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass deine etwas pauschal, dafür aber sehr verbindlich klingende Antwort

    ...

    18 Einheiten innerhalb eines Jahres ohne lange Unterbrechung, also September bis August sollte zutreffend sein.


    Karl

    eben nicht der unbedingt der Gesetzes-/Verordnungslage entspricht. Letztlich gilt aber, und auch das wurde hier schon mehrfach geäußert, auch von mir: Sprich mit deinem SB beim Verband, der die Bescheinigung ausstellt. Der kennt SEINE Verbandsregelungen (hoffentlich ;)). Dafür ist es aber manchmal auch hilfreich, die Gesetzeslage zu kennen.

  • Aktueller Fall aus unserem Verein:


    Schütze hat innerhalb vom zwölf Monaten 18 Mal geschossen, es waren aber unterschiedlich lange zeitliche Abstände dazwischen. Der Antrag wurde von Herrn Furnier abgelehnt, da kein regelmäßiges Schießen nachgewiesen ist aus seiner Sicht.

  • Hallo,


    warum lehnt denn Herr Furnier den Antrag ab? Der ist doch gar nicht mehr zuständig!


    Oder hat der BSSB schon wieder was geändert?


    VG


    Holger

    C-Trainer DOSB - Matchguns MG1Hybrid - TOZ 35 mit Rink-Griff Mbd7 - Walther SSPe mit M-Griff

  • abgelehnt, da kein regelmäßiges Schießen nachgewiesen ist aus seiner Sicht.

    Da ich die Befürwortungsrichtlinie des BSSB nicht kenne, kann ich nicht sagen, ob das von Herrn Furnier korrekt war oder nicht.

    Aber es ist offensichtlich von Landesverband zu Landesverband und von Verband zu Verband (und da auch dort wieder von LV zu LV) stets unterschiedlich.

    Aber in Deutschland herrscht ja (noch) eine (begrenzte) Koalitionsfreiheit.


    Ich selber rate unseren Neu-Schützen und Jugendlichen ab 17 (da bei uns das LRA auch sehr gerne sich die Original-Schießbücher anschaut, auch wenn sie das eigentlich gar nicht dürften...) , auf jeden Fall direkt am Anfang der Wartezeit und am Ende einen dokumentierten Schießtermin zu haben und die (mindestens) 10 bzw. 16 lustig dazwischen zu verteilen. Idealerweise jeden Monat mind. einer, dann nur 12. Das beugt unfruchtbaren Diskussionen vor. Von LV-Seite aus sieht das hier bei uns (sowohl beim DSB als auch beim BDS) deutlich entspannter aus. 18 Termine in 12 Monaten ist eindeutig. Jeden Monat einer = 12 ist es auch.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!
     
    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • schmidtchen


    Erstmal möchte ich mich bedanken dass mal ein Beitrag von mir sachlich beantwortet wird.

    eben nicht der unbedingt der Gesetzes-/Verordnungslage entspricht.

    Keineswegs war mein Beitrag als Interpretation der Gesetzeslage gedacht, es sollte einfach nur eine zielführende Antwort auf die Eingangsfrage sein. Dass ich dabei eine hohe Trefferquote habe ergibt sich dann aus Beitrag # 17.



    Karl

  • Aktueller Fall aus unserem Verein:


    Schütze hat innerhalb vom zwölf Monaten 18 Mal geschossen, es waren aber unterschiedlich lange zeitliche Abstände dazwischen. Der Antrag wurde von Herrn Furnier abgelehnt, da kein regelmäßiges Schießen nachgewiesen ist aus seiner Sicht.

    Das Herr Furnier eine sehr eigenwillige Interpretation VIELER Sachverhalte im Schießsport vertritt, beweist er immer wieder bei der DM und dort auftretenden Problemen mit der "Interpretation" der SpO (selbst wenn es da gar nichts zu interpretieren gibt 8)). Da wäre mal wünschenswert, den (ordentlichen) Rechtsweg zu gehen (denn auf dem Verbandsrechtsweg passiert da meist nichts), um diesen Eigenmächtigkeiten mal den Garaus zu machen. Leider setzt das einen längeren Weg voraus, bei dem man das eigentliche Ziel meist aus den Augen verliert. Daher macht es meist keiner und so wird er wohl weiter walten können.:(


    Edit:

    Hab mir gerade noch mal die Richtlinien des BSSB (in der Annahme, dass Herr Furnier im Auftrag von diesem tätig war) für die Befürwortung angeschaut. da steht, aus meiner Sicht ziemlich eindeutig:


    Zitat
    Als Mindestzahl werden in den vergangenen 12 Monaten jeweils 1 Trainingseinheit pro Monat oder insgesamt 18 Trainingseinheiten gefordert, wenn nicht mindestens einmal monatlich geschossen wurde. Den Sport übt also auch der regelmäßig aus, der nicht jeden Monat trainiert, aber statt eines regelmäßigen Trainings ein intensiveres Trainingsprogramm (aber dafür mit längeren Pausen) absolviert.

    Ich weiß nicht, wo da der Spielraum für seine Entscheidung sein soll ?:evil:

  • Hallo Schmidtchen,


    habt ihr vielleicht vergessen, ihn rechtzeitig beim BSSB als Mitglied zu melden. Wenn er noch kein Jahr MItgleid ist, wird sein Antrag auch abgelehnt.


    VG


    Holger

    C-Trainer DOSB - Matchguns MG1Hybrid - TOZ 35 mit Rink-Griff Mbd7 - Walther SSPe mit M-Griff