Bedürfnisantrag - welche Frist zählt?

  • Hallo ihr Lieben,


    Ich bin seit Februar 2017 Mitglied im DSU

    Seit Anfang dieses Monats (September) habe ich nun angefangen im Verein zu trainieren und habe echt Blut geleckt. Voraussichtlich bis Dezember 2017 oder Januar 2018 habe ich meine erforderlichen 18 Trainingseinheiten voll.

    Frage: Wann kann ich den Bedürfnisantrag stellen: im Februar 2018 (Verbandbeitritt) oder erst im September 2018 (erstes Schießtraining)?

    Eigentlich müsste doch der Beginn der Verbandstätigkeit entscheidend sein und da ich eben nicht jeden Monat trainiert habe, müssten dann doch die 18 Einheiten greifen, oder nicht? Aaaaaber die 18 Einheiten sind ja immer nur für das Kalenderjahr gültig, daher müsste ich dann quasi für 2017 die 18 Einheiten machen und dann in 2018 mindestens einmal im Januar und einmal im Februar trainieren, odeeeeer?

    Wäre nett, wenn mir da jemand mal einen Tip geben könnte :-)

    Danke schon einmal im Voraus!


    mfg,

    Inja

  • nachgewiesene vereinszugehörigkeit parallel mit den 12 bis 18 trainingseinheiten. Muss beides passen....

    Bist Du sicher? Denn eigentlich muss ich ja überhaupt keine Vereinszugehörigkeit haben - ich könnte auch nur Verbandsmitglied sein und müsste dann halt meine Schießpraxis nachweisen. So zumindest habe ich es im Internet recherchiert.

  • Nix Kalenderjahr, Monate zählen

    Ah, das heißt, dass sich das Jahr bzw. die 18 Traningseinheiten immer z.B. von Februar bis Februar oder September bis September bezieht? Danke für die Info schonmal.

    Und wie ist das denn in meinem Fall? Startet mein Jahr mit meinem Verbandszutritt im Februar oder meinem ersten Schießtraining im September?

  • Bist Du sicher? Denn eigentlich muss ich ja überhaupt keine Vereinszugehörigkeit haben - ich könnte auch nur Verbandsmitglied sein und müsste dann halt meine Schießpraxis nachweisen. So zumindest habe ich es im Internet recherchiert.

    Doch musst du. Relevant ist die Mitgliedszugehörigkeit beim Landesverband. Aber Mitglied beim Landesverband kann man nur über einen angeschlossen Verein werden. Sprich du bist zuerst Vereinsmitglied und dann Mitglied beim Landesverband. Die Unterschriften für deine Trainingseinheiten kannst du dir aber auch als Gastschütze bei anderen Vereinen holen.

  • Wie kommst Du darauf?

    Abgesehen davon dass das nicht die Frage war.

    18 Einheiten innerhalb eines Jahres ohne lange Unterbrechung, also September bis August sollte zutreffend sein.


    Karl

    Hallo Karl,

    wo nimmst du diese Erkenntnis her ?


    Es gibt ja in diesem Zusammenhang zwei relevante Zahlen: die 12 und die 18


    Zitat
    Ziffer 14.2.1 WaffVwV :

    - der Antragsteller ihm angehört und seit mindestens 12 Monatenden Schießsport mit erlaubnispflichtigen Schusswaffen

    regelmäßig, also einmal pro Monat oder 18-mal verteilt über das ganze Jahr betrieben hat

    Nach meinem Verständnis, und so versteht es auch mein Sachbearbeiter im LV und auch der Sachbearbeiter der Behörde (der an dieser Stelle aber nicht ganz so viel zu sagen hat, muss man bei den 18 Trainingseinheiten lediglich ein Jahr lang geschossen und diese 18 Einheiten absolviert haben. Die zeitliche Abfolge spielt dabei KEINE Rolle. Die kommt nur bei der 12er Variante ins Spiel, da muss man regelmäßig ein Mal pro Monat trainiert haben.

    Und aus dieser Regelung ergibt sich auch, dass die Mitgliedschaft alleine in der Regel nicht ausreicht sondern schon notwendig ist, dass man 12 den Schießsport mit erlaubnispflichtigen Waffen betrieben hat. Aber da die VwV ja im Außenverhältnis nicht bindend sind, besteht da in den LV bei den Sachbearbeitern durchaus Spielraum. ;) Da hilft tatsächlich nur bei dem Zuständigen fragen.


    Bist Du sicher? Denn eigentlich muss ich ja überhaupt keine Vereinszugehörigkeit haben - ich könnte auch nur Verbandsmitglied sein und müsste dann halt meine Schießpraxis nachweisen. So zumindest habe ich es im Internet recherchiert.

    Ein Blick ins Waffengesetz wird dich möglicherweise eines besseren belehren. § 14 Abs. 2 Satz 1 WaffG sagt ziemlich eindeutig:

    Zitat
    Ein Bedürfnis für den Erwerb und Besitz von Schusswaffen und der dafür bestimmten Munition wird bei Mitgliedern eines Schießsportvereins anerkannt, der einem nach § 15 Abs. 1 anerkannten Schießsportverband angehört.

    Also SchießsportVEREIN und der muss Mitglied in einem anerkannten SchießsportVERBAND sein. Und ich weiß, dass bei uns (NRW-Behörde) ein Landesverband eines anerkannten Schießsportverbandes nicht als Schießsportverein im Sinne der obigen Regelung angesehen wird (so denn der Landesverband Einzelmitglieder aufnehmen würde).

  • Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, um meine Frage so ausführlich zu erörtern.

    Tatsächlich ist es so, dass ich im DSU seit Februar 2017 Einzelmitglied bin (also nicht über den Verein, sondern direkt beim DSU). Seit Anfang des Monats schieße ich nun sehr regelmäßig in einem Verein hier im Nachbarort und bin dort nun auch zusätzlich zur Verbandsmitgliedschaft Mitglied im lokalen Verein geworden. Der Verein ist sehr klein und hat z.B. keine 9mm Vereins-Pistolen (die sind mehr auf KK und Gewehre spezialisiert. Daher "muss" ich mir so bald als möglich eine eigene kaufen - eine Glock 19 gen5 wird es wohl werden. Einfach, weil genau das "meine" Waffe ist, mit der ich gerne schießen möchte.

    Wenn ich das nun alles richtig verstanden habe, ist es wohl so, dass mein Fall ein Fall ist, der weder in der einen noch in der anderen Richtung wirklich eindeutig reguliert ist und somit dem Spielraum des Bearbeiters im DSU unterliegt.

    Ich werde also dann im Februar einfach mal dort anrufen und meinen Fall schildern und schauen, was passiert. Ich denke, wenn ich bis dahin deutlich über 18 Trainingseinheiten habe, werden die wohl wohlwollend entscheidend, was denkt ihr? ;-)