Beiträge von CoolMint

    Hallo CoolMint.

    Danke für die freundliche und präzise Antwort.

    Bitte gerne.

    Die Les Baer Waffe wurde mir schon von anderer Seite empfohlen.

    Aller Dings mit dem Hinweis das man Ca. 1000 Schuss für das "Einschießen " braucht!

    Also zu Les Baer: Die darf man sich nicht als Waffenfabrik im "deutschen" Sinn vorstellen. Das ist eine große Wellblechhalle mit etlichen Werkbänken und Handwerkern, wo jede Waffe in Handarbeit aus Zulieferteilen zusammengepasst wird. Der Chef ist stolz darauf, daß das noch genau so "wie in den 30er Jahren" erfolgt. Dazu ist die 1911- Uralt- Konstruktion auch perfekt geeignet.

    Was die Qualität dieser Waffen ausmacht, ist die sehr sorgfältige Handarbeit und daß jede Waffe ausführlich probegeschossen wird. Wenn es Probleme mit der Funktion oder Genauigkeit gibt, wird nachgearbeitet oder aussortiert. Auch viele Kleinigkeiten wie die Länge des Übergangskegels sind so ausgelegt, daß die Waffe auf der problemlosen Seite ist.

    Das mit dem Einschießen habe ich nicht erlebt. Wichtig ist aber, daß die Waffe besonders zu Beginn nie ganz trocken läuft. Die Passungen sind wirklich eng. Ich bin da ein sparsamer Ballistol- Anwender.

    Und das wichtigste: Hast du deinem Fachmann vor Ort die Waffe zu der Nacharbeit anvertraut?

    DAS ist das große Problem. Der Abzug einer 1911 ist nur mühsam zu optimieren. Und je geringer das Abzugsgewicht, desto kürzer die Gebrauchsdauer des Abzugs. Bei 1.200 g und .45ACP wird immer wieder mal ein Abzug fällig. Also hängt man wie ein Junkie am Abzugsfachmann.

    Meine Lösung: Die CZ97B, bei der ich bezüglich Abzugsoptimierung auf eigenen Beinen stehe. Das Faszinierende: Mit ein wenig Nacharbeit meinerseits ist sie genau so präzise wie die super- teure Spitzen- LesBaer. Und weil die Führungen ganz anders gearbeitet sind, erwarte ich auch, daß die Genauigkeit viel länger erhalten bleibt.

    Womit ich selbst keine Erfahrung habe, wäre die Pardini. Nur ist dort der Griff etwas dick und wie ein Kantholz. Aber wenn man persönlich mit dem Griff zu Rande kommt, wäre der Abzug und seine Einstellbarkeit für mich ausschlaggebend. Ich werde zusehen, so eine Waffe mal in die Finger zu kriegen. Verglichen mit einer LesBaer Premier II mit Schußbild ist die Waffe fast schon ein Sonderangebot, wenn man die Abzugsbearbeitung und Wartung mit einrechnet.

    Dann ist es ja ein Vorteil für die progressiven wenn sie keine Trainer haben, da die ausgebildet sowieso schon wieder überholtes lehren würden.

    Das kann tatsächlich so sein. Die Situation erinnert mich an meine Jugendzeit, als es beim Klettern die Schwierigkeitsskala nach UIAA von I bis VI gab. Eine Kletterstelle über VI war denkunmöglich. Ich holte mir meine ersten Erkenntnisse aus Fachbüchern der städtischen Bibliothek. Da gab es Dülfersitz, Hammer und Haken. Und sogar das Nylonseil als moderner Ersatz des Hanfseiles war schon berücksichtigt. Das waren damals die anerkannten und auch von den Alpenvereinen vertretenen "Technik- Leitfäden". Wie sich die Ereignisse doch gleichen.

    Als dann die Freikletterbewegung aus USA zu uns herüberschwappte, gab es auch erst Verständnis- und Verständigungsprobleme. Dann wurden die traditionellen Verbände zu einem Umdenken gezwungen, weil die Mitglieder einfach neue Wege gingen, so wie die neuen GK- Schützen bei @gunvlog landen.

    Kaum nennenswerte 40 Jahre später haben sich die Verbände und staatlichen Hierarchien des Klettersports bemächtigt und er wird in Vereinen unterrichtet mit Leistungszentren, staatlich geprüften Trainern usw. Und er hat sich vom Fels in die Halle auf Kunstwände mit Plastikgriffen verlegt, wo es auch nicht regnet oder schneit und wo die begeisterten Eltern und sonstigen Zuschauer bequem und trocken sitzen können. Und die Kameras werden auch nicht naß. Nur mit dem "richtigen Klettern" oder Bergerlebnis hat das nichts zu tun. Eine "Kunstsportart für Drinnen" hat sich entwickelt und das wirkliche Leben abgelöst.

    Das erinnert mich erschreckend an die heutige Situation im Schießsport, wo ich mir gar nicht sicher bin, ob ich mir die Vereinnahmung der schnell wachsenden GK- Disziplinen durch einen Massenverein mit starrer Struktur und noch starreren Leitbildern wirklich wünschen soll. Das wäre ein schrecklicher Preis dafür, daß es dann offiziell abgesegnete und in Kategorien eingeteilte Trainer gäbe.

    Und wenn die Anleitung der neuen Vereinskollegen von mehreren unausgebildeten Trainern erfolgt kann als weitere Schwierigkeit hinzukommen daß Technikelemente verschieden vermittelt werden, eben je nachdem wie das Verständnis des Anleitenden ausgebildet ist.

    Bei Großkaliber gibt es abgesehen vom GK- Bewerb des DSB sehr viele verschiedene Bewerbe und somit auch viele Wege, die nach Rom führen. Es ist ganz natürlich und auch richtig, daß unterschiedliche Schützen unterschiedlich an die Herausforderungen herangehen.

    Und an der Spitze entwickelt sich deren Technik stetig weiter. Kaum gibt es einen halbwegs "anerkannten Standard", kommt ein Ausnahmeschütze, der es etwas anders macht und besser und man orientiert sich neu. Vielleicht ist diese Beweglichkeit auch mit ein Grund für den Zustrom neuer Schützen wie ihn @gunvlog erlebt.

    Bis es eine "reichseinheitliche Schießvorschrift" durch die Gremien der Verbände geschafft hätte, wäre sie

    • bis zur Unkenntlichkeit entstellt
    • hoffnungslos veraltet
    • mit sinnlosem Beiwerk wie "200 Jahre Feier mit Festzelt und Bürgerschießen" überfrachtet. Zitat

    Irgend wie gefällt mir GK vielleicht sogar deshalb, weil man selbst gestalten kann und nicht davon abhängt, ob eine vielstufige Funktionärshierarchie irgendwann irgendwas irgendwie hoffentlich noch zu meinen Lebzeiten absegnet.

    Ich habe noch das Bushing machen lassen, das Züngel und die Griffschalen ausgetauscht.

    Das sieht aber nicht wie das übliche eingefräste Bushing ähnlich 1911 aus, sondern eingeschraubt wie das Original? Gibt es dafür Vorbilder bzw. wer macht so was?

    Das zurückversetzte Züngel läßt auf nicht ganz so große Hände schließen. Wie kommst Du mit dem doch recht starken Griff zurecht?

    Unten sieht man meine Waffe. Abzugsgewicht ist mittlerweile unter 1.100 g. Ganz die glasklare Charakteristik eines 1911- Spitzenabzuges erreiche ich nicht. Aber für erstaunte Gesichter reicht es allemal.

    Beispiel Schießsportleiter: Laut Ausschreibung ist unter anderem Bekleidungs- und Waffenkotrolle Inhalt der Ausbildung. Das wurde mit keinem einzigen Wort erwähnt. Oder die Durchführung einer Schießsportverantstaltung. Ja, wir haben lustig einen Tag der offenen Tür oder eine 200 Jahre Feier mit Festzelt und Bürgerschießen geplant. Aber wie ein Rundenkampf oder eine Bezirksmeisterschaft durchgeführt wird, haben wir besprochen. Stattdessen durften wir uns einen Abend anhören, wie toll und gut die Pressearbeit des Verbands ist.

    Das ist so spannend wie die Verwaltungsfachprüfung im öffentlichen Dienst. Da wird das Inventarisieren am Beispiel einer Schiffsschraube der K.u.K. Marine erklärt. Nichts davon wird später benötigt. Fehlt nur noch die Tragevorschrift für Ärmelschoner.

    Einer meiner Jungs hat 2 Jahre darauf gewartet, zum Schluss hat er gar keine Antwort mehr bekommen......

    Bestellen und bekommen sind hier 2 verschiedene Dinge, anscheinend.....

    Ich habe den Eindruck, daß bei Oschatz der Fertigungs- Schwerpunkt auf der CZ 75 Sport liegt. Die dauert zwar auch, aber ist immerhin gelegentlich zu bekommen. Unlängst hatte ich ein paar Kleinteile bestellt und relativ lange ohne Rückantwort gewartet. Als ich anrief, wurde mir sehr freundlich beschieden, daß das Geschäft ständig von Kunden "gestürmt" würde und man sich bemühe, den Ansturm abzuarbeiten. Kein schlechtes Zeichen für den Laden.

    Ich möchte eine sehr komfortable ausgereifte halbautomatische .45ACP kaufen!

    Das wollen Viele. Aber es stellt sich doch öfter als gedacht heraus, daß die eine oder andere Nacharbeit sein muß. Selbst bei den teuersten, hochwertigsten 1911- Luxus Manufakturprodukten kann so etwas vorkommen. Und es kann sogar sein, daß es Fehler gibt, die sich nicht nacharbeiten lassen. So gesehen ist eine Waffe aus heimischer Fertigung deshalb angenehm, weil man beim Hersteller direkt vorstellig werden kann.

    - Les Baer Premier II 6 Zoll

    So was habe ich auch in Betrieb. Vorteil bei Les Baer ist, daß diese Waffen normalerweise keinerlei "Zurechtbasteln" benötigen und schon aus der Schachtel störungsfrei laufen. Allerdings ist beim Abzug meist Nacharbeit nötig, um auf das zulässige Mindest- Abzugsgewicht herunterzukommen. Dazu braucht man wieder mal den berühmten "Fachmann vor Ort". Und die sind äußerst selten. Oder bauen gleich selbst Neuwaffen - siehe oben.

    Ich schieße selbst eine umgebaute CZ97B in 5 Zoll.

    Ich hab auch so etwas, wobei lediglich Originalteile von anderen CZ- Modellen verbaut sind. Man kann wie ich meine, sehr viel bei der Waffe erreichen und einen wirklich ausgezeichneten SA- Abzug bauen. Aber der Zeitaufwand ist enorm.

    Mein Eindruck: Für das Geld hätte ich gleich eine CZ97 Sport von Oschatz nehmen können. Und die wär schon 6".

    Was wurde daran umgebaut?

    Und war es den Aufwand wert?

    So ist das mit dem Denken- Man muß erst mal dazu aufgefordert werden.

    Mir fällt erst jetzt auf, daß ich den Titel dieses Fadens völlig mißverstanden habe. Der Titel ist

    • "Warum gibt es so wenige Trainer bei uns im Schießsport ?"

    Hier geht es also nur um eine geschichtliche oder philosophische Betrachtung,

    •   warum es so ist, wie es eben ist und das
    •   eingeschränkt auf Deutschland.

    Das scheint mit Deinen auf vertiefter Sachkenntnis beruhenden Stichpunkten hinreichend erklärt.

    Ich dagegen bin davon ausgegangen, daß dies eine verbesserungswürdige Ausgangslage ist, die man durch zielgerichtetes Handeln angehen könnte und auch sollte. Eine klassische Themenverfehlung also. Ich bedaure.

    Mein durch Nachdenken gewonnener neuer Vorsatz für 2019: Diesen lästigen Drang zur Optimierung werde ich mir abgewöhnen, sonst wird das nie etwas mit einem Spitzen- Platz beim Beamten- Mikado.

    Die Gliederung brachte nichts, weil sie nicht zweckmäßig war.
    Sie war nicht zweckmäßig, weil sie nach Waffentypen gegliedert war, und nicht nach Vereinstypik oder Schwerpunkt.

    Na das ist doch immerhin schon mal eine Stellungnahme zur Sache. Danke!

    Vielleicht könntest Du ergänzen,

    • was unter den Begriffen "Vereinstypik" oder "Schwerpunkt" zu verstehen ist und
    • wie eine Gliederung nach "Vereinstypik" oder "Schwerpunkt" aussehen könnte.

    Das ist aber jetzt wirklich OT, mach doch dazu einen eigenen Thread auf.

    1. Ach so brennend interessiert mich das auch nicht.
    2. Ist ja bloß (beliebiges anderes Land bitte einsetzen)
    3. Es ist ein "Problem anderer das nun wirklich nicht betrifft". (Zitat siehe oben)
    4. Und was gehen mich meine Nachbarn an?

    Aber zum eigentlichen Thema gibt es da einen bislang umkommentierten Vorschlag, Vereine halbwegs nach ihrem Trainingsbedarf zu gliedern: Gliederung

    Das könnte doch ein Ausgangspunkt sein, um den jeweiligen Bedarf klarer zu umreißen und mögliche passende Lösungen für die Trainerfrage zu finden.

    Denn auch bei Schützen scheint zwischen den Disziplinen zu gelten:

    1. Ach so brennend interessiert mich das auch nicht.
    2. Ist ja bloß (beliebigen andere Disziplin bitte einsetzen)
    3. Es ist ein "Problem anderer das nun wirklich nicht betrifft". (Zitat siehe oben)
    4. Und was gehen mich meine Nachbarn an?

    Wäre doch spannend, sich in diesem für alle wichtigen Thema etwas vorzuarbeiten. Eine sinnvolle Aufteilung könnte doch bewirken, daß man sich selbst und die eigenen Aufgabenstellungen gesammelt wiederfindet

    Ich habe keine Ahnung wie das in der Schweiz geregelt ist, aber wenn ich lese was Du CoolMint schreibst die Sanierung der Anlagen ca. 150 bis 180 Millionen Franken kostet, wow. Frage ist das nicht ein Versäumnis der Verantwortlichen? Hätten die nicht schon viel eher sich der Sache annehmen müssen? Wie geschrieben ich weiß nicht wie in der Schweiz die Vereine aufgestellt sind.

    Die 150 bis 180 Millionen Franken sind nur der Kanton Bern. Auf die Schweiz berechnet, ist das sehr viel mehr.

    Also hier gibt es einen Überblick, was in der Schweiz so abläuft: Beobachter.ch

    Ein paar Sätze daraus zitiert:

    "In jedem noch so kleinen Dorf gab es einen Schützenverein. Für die männliche Landbevölkerung war Schiessen eine der populärsten Freizeitaktivitäten."

    "Das Ergebnis der patriotischen Schies­serei: 30'000 bis 40'000 Tonnen Blei sowie bis zu 2000 Tonnen Antimon stecken in Schweizer Böden, schätzt das Bundesamt für Umwelt. Macht pro Gemeinde im Schnitt etwa 15 Tonnen Blei, die potenziell Grundwasser, Gewässer und Böden gefährden."

    "Von der Rechnung von gut 400'000 Franken für die Anlage Löhr bezahlt die Gemeinde etwas mehr als 50'000. Der Kanton übernimmt rund 250'000 Franken, der Bund 80'000. Der Schützenverein bezahlt nur 10'000 Franken."
    "Höhere Kosten würden die Vereine ohnehin ruinieren, zumal viele mangels Nachwuchs aufgelöst oder zusammengelegt werden."

    Müssen wir uns um wirklich jedes Problem anderer das nun wirklich nicht betrifft kümmern?

    Gute Frage aus einem Land, das sich 2 mio Gäste eingeladen hat. Musste man sich deren Probleme wirklich zu Eigen machen? Aber das ist gelaufen. Nun stell Dir aber vor, die Nahrungs- und Trinkwassersituation in der Schweiz verschlechtert sich und die Schweizer suchen alle in DE um Asyl an, weil ihre Regierung sie vergiften will.

    ich bin schon älter und habe da schon manches vergessen.

    Na, so frisch bin ich auch nicht mehr. Zur Bleibelastung: Blei im Schweizer Boden

    "Die Sanierungen und das Nachrüsten der Schiessanlagen kosten die Öffentlichkeit viel Geld. Allein im Kanton Bern müssen noch 450 300-Meter-Schiessstände und 170 Pistolen- und Kleinkaliberschiessanlagen saniert werden. Wie der Regierungsrat in seiner Antwort auf den Vorstoss der Motionäre schreibt, dürften sich die Gesamtkosten auf 150 bis 180 Millionen Franken belaufen."

    Bei uns im Verein gibt es ca. 1000 Mitglieder, davon sind Luft und KK zusammen nicht einmal 20 Personen.

    Also der HSV macht ja keinen schlechten Eindruck. Daß sich dort eher Schützen finden, die mit "richtigen" Waffen schießen wollen, ist vielleicht dem militärischen Ursprung geschuldet.

    Andererseits bist Du so gut wie alleine. Und das wird sich so schnell nicht ändern, selbst wenn Du jedes Jahr 50% Zuwachs bei den Luftschützen schaffen solltest. Da hilft nur Eigeninitiative und da bist Du ja schon dran.

    Wenn ich mir den Faden bis jetzt so ansehe, ist die Situation in AT auch nicht schlimmer oder besser als in DE. Überall gibt es Vereine, die alleine vor sich hin kämpfen. Ob es vorangeht, hängt an einzelnen Idealisten, die mit Einsatz und dem nötigen Glück Basisarbeit leisten. Das Glück besteht darin, daß sich willige Mitglieder finden, die als Schützen oder Funktionäre mitmachen.

    Es gab schon Versuche, die Schützen bzw die Vereine zu gliedern. Ich versuche mal mein Glück mit den Schusswaffen, die ich grob in folgende Kategorien einteilen würde:

    Luft:

    • Das ist die Masse der Vereine.
    • Schießstand und Vereinslokal sind problemlos in einem Kellerraum unterzubringen.
    • Kein Lärm.
    • Die Waffen werden als Sportgeräte gesehen.
    • Viel Jugendarbeit.
    • Wenig Imageprobleme.
    • Munition ist fast kostenlos.
    • Disziplinen sind rein sportlich, "Spielzeugwaffen"
    • Schießsaison meist im Winter.
    • Bewerbe von der Vereinsmeisterschaft bis international.


    Kleinkaliber:

    • Es sind 25m oder 50 m Stände nötig.
    • Diese sind historisch eher offen- Damit Lärmbelästigung und eingeschränkte Schießzeiten bzw. abgelegene Lage.
    • Nur wenige Schießstände möglich.
    • Neubauten sind wohl selten möglich.
    • Die Sportgeräte werden schon eher als Waffen gesehen.
    • Image ist nicht mehr völlig harmlos.
    • Munition ist immer noch billig aber schon deutlich teurer als Diabolos.
    • Schießsaison meist im Sommer.
    • Bewerbe von der Vereinsmeisterschaft bis international.

    Großkaliber:

    GK Langwaffe:

    • Schießstände 100 bis 300 m. Sehr wenige Schießstände, meist abgelegen.
    • Starker Schußknall
    • Teure Munition
    • Wenige Schützen, oft jagdliches Interesse
    • Bewerbe von der Vereinsmeisterschaft bis teils international.

    GK Kurzwaffe klassisch:

    • Statische Disziplinen GK (in DE) und FFWGK (in AT) sind recht ähnlich.
    • Geschossen wird auf Duell- und Präzisionsscheibe auf 25 m.
    • Ähnlich den Luft- und KK- Disziplinen nur eben mit mehr Rückstoß, mehr Lärm und teurer Munition.
    • Nicht allzu viele Schützen wegen der Munitionskosten.
    • Schießstände sind wartungsintensiv.
    • Daher mehr Mitarbeit und höhere Mitgliedsbeiträge.
    • Vereine sind ohne viel Eigeninitiative kaum möglich.
    • Bewerbe von der Vereinsmeisterschaft bis teils DM und ÖM, weil es rein nationale Disziplinen sind.
    • Entsprechend wenig Interesse an der Förderung durch die Sportorganisationen, weil kein internationaler Ruhm möglich ist.

    GK Kurzwaffe "dynamisch":

    • Diese Disziplinen kommen aus USA und unterscheiden sich stark von den oben genannten Disziplinen.
    • Unterschiede zu klassischen Bewerben: Mehrdistanzschießen, Parcours, verbotene Trefferflächen mit Strafpunkten, Pendelziele, Fallplatten, Schnelligkeit und Beweglichkeit wird gefordert, Waffen werden aus einem Holster gezogen, Waffe wird mit der schwachen, starken oder beiden Händen gehalten, Schüsse aus dem Liegen, angestrichen an Stangen usw.
    • Also viel Abwechslung.
    • Daher of wenig Verständnis bei den alteingesessenen Vereinen; Konkurrenzdenken; Mißtrauen.
    • Starker Zustrom neuer Mitglieder trotz sehr hohen Munitionsverbrauches und damit hoher Kosten.
    • Errichtung neuer Schießstände oft in Privatinitiative in ehemaligen Luftschutzbunkern, Braukellern, Stollen.
    • Schießstände sind wartungsintensiv.
    • Daher mehr Mitarbeit und höhere Mitgliedsbeiträge.
    • Vereine sind ohne viel Eigeninitiative kaum möglich.
    • Bewerbe und Qualifikation dafür sind je nach Disziplin unterschiedlich geregelt.
    • Die Hierarchie folgt nicht streng dem Vereins-, Bezirks-, Landes-, Staats-, International- Schema der klassischen Disziplinen.
    • Das Alles führt zum Eindruck, daß sich namentlich die IPSC- Schützen "abschotten" würden. (siehe Wegi)

    Mein Ziel war, die Schützen auf eine Weise aufzugliedern, daß sich Gruppen bilden, die sinnvoll für sich betrachtet werden können, was den Bedarf und die Einsatzmöglichkeiten an Trainern betrifft.

    Wahrscheinlich kann man das Training für FFWGK aus den Unterlagen für KK- Pistole ableiten. Das mag so angehen, und wurde auch schon so vertreten.

    Man kann noch weiter gehen und vom Luftgewehr zu IPSC kommen, in dem man die Spezial- Schießkleidung wegläßt, den Lauf verkürzt, bis eine Pistole draus wird, diese mehrschüssig ausführt und als Großkaliber- Feuerwaffe. Man passt Entfernungen, Zielscheiben und Länge der Durchgänge an und verwahrt die Waffen in einem Holster. Spätestens hier wird klar, daß etwas nicht mehr stimmt und man vielleicht doch bessere Ergebnisse erzielen wird mit Fachleuten aus dieser Disziplinen als Trainer.

    Das ist meine ungefähre Sicht der Dinge in AT. Sie ist nicht perfekt oder vollständig und sicher auch nicht genau so wie in DE.

    Ich bitte um Ergänzungen und Korrekturen.

    Danke.

    ... aber offensichtlich auch nicht entsprechend halten können ...
    Obs am Geld liegt?

    In der Schweiz wurde vor Jahren die Friedensstärke des Heeres von ca. 400.000 auf ca. 200.000 Mann abgesenkt. Damit gibt es weniger Reservisten, die regelmäßig schießen müssen. Geschossen wurde bei den Schützenvereinen. Denen fehlen jetzt die Mitglieder und die Einnahmen. Die unzähligen 300m- Schießstände sind so auch kaum noch zu erhalten. Dazu kommt das Problem der Bleiverseuchung im Bereich der Kugelfänge durch den jahrzehntelangen Schießbetrieb. Deren Sanierung kostet enorm und dauert.

    Vorteil für DE: Die Bedrohung durch die Schweiz mit ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit von 2:1 ist weggefallen.

    Luftgewehrschützen in Tirol ca. 1000 bei einer Bevölkerung von rund 750.000.

    In Wien ca. 60 bei einer Bevökerung von rund 1.870.000.

    Dann nichts wie los und gleich die Bezirks- und Landesmeisterschaft einsacken.

    Bei uns im Verein gibt es ca. 1000 Mitglieder, davon sind Luft und KK zusammen nicht einmal 20 Personen. Das hat aber auch positive Seiten, bei Luft und KK findet man im Gegensatz zu den anderen Disziplinen immer einen freien Stand

    Im Vergleich zu welchen anderen Disziplinen?

    Die Schützen haben in Österreich nun wirklich nicht die zahenmäßige Bedeutung wie bei uns. Die österr. Freunde mögen mich berichtigen wenn in dem Link nicht alle Schützen beinhaltet sind.

    Gut nachgeforscht. So hatte ich mit Deutschland noch nie verglichen. Grob ist der Anteil der Schützen an der Bevölkerung in AT also nur ca. 1/5 zu dem in Deutschland. Und in absoluten Zahlen ca. 1.300.000 zu ca. 24.000.

    Ich muß mal sehen, ob es für "gefährdete Sportarten" nicht irgendeine EU- Förderung gibt. Mit dem Geld leisten wir uns dann die Trainer.

    Das "Ihr und Wir" bezüglich der Trainerfrage für IPSC beim ÖSB steht hierbei schon auf einer ganz anderen Blatt und ist hinsichtlich der selbstgewählten "Abschottung" wieder ein ganz anderes Thema.

    Der Faden hatte sich in der Zwischenzeit ja schon weitergesponnen. Wir wissen jetzt, daß es Weltklassetrainer in Wien gibt und daß diese den durchschnittlichen Wiener Schützen nicht bekannt sind. Noch deutlicher: Es gibt so gut wie keine Betreuung.

    Was die Trainerfrage IPSC bei ÖSB betrifft, halten wir aber noch bei der ursprünglichen Andeutung. Was ist das Problem und wie sollte es nach Deiner Ansicht besser ablaufen?