Beiträge von CoolMint

    Jein. @gunvlog schrieb zwar etwas von "Neulingen", aber wenn sich jemand eine GK-Waffe für sportliche Zwecke kauft, hat diese Person idR. schon Schießsporterfahrung. Und auch mit wenig Erfahrung kann man schnell für sich selektieren, ob es ein Abzug à la Glock oder à la 1911 wird.

    Da würde ich mein eigenes "Jein" mit dazugeben wollen und dazu vielleicht mit einen Grund, warum der Faden so aus dem Ruder läuft:

    @Bastian beschreibt wohl von dem Fall, daß ein Sportschütze oder genauer ein Sportpistolenschütze eine GK- Waffe kauft, um zusätzliche Disziplinen zu schießen. So ein Schütze wird eine Waffe bevorzugen, die es ihm erlaubt, seine SpoPi - Handhaltung, Abuzgsgefühl und die gewohnten Techniken möglichst bei GK beizubehalten. Und er wird die GK- Waffe an seinen Ansprüchen messen, die er an einen SpoPi hätte.

    @gunvlog hat aber mit Schützen zu tun, die gleich mit GK anfangen und denen dort zu Beginn schon andere Techniken vermittelt werden. Die haben kein Vorwissen, das ihnen weiterhelfen könnte. Es steht ihnen aber auch nicht im Wege.

    Glaube ich Dir auf Anhieb - bei dir funktioniert das wirklich nicht! Wer hier übrigens von "Abraum" spricht, sollte mal kritisch die eigenen Zeilen lesen. Ich denke, du hast genug damit zu tun, den eigenen "Abraum" beiseite zu schaffen

    Oh. Man denkt.

    Hauptsächlich schäumt man aber.

    Der Nick wäre vielleicht passender "Snowflake".

    Over and Out.

    Mach dir einfach mal die Mühe zu lesen, dann kommst du vielleicht von selbst drauf.

    Das wird aber nicht funktionieren. Egal wie oft und fein ich Deine letzten Buchstabenfolgen siebe, bis jetzt nur Abraum. Das ist wie der Versuch, auf einer Glatze Locken zu drehen: Aussichtslos. Darum hatte ich mittels "weil" darum gebeten, eine möglicherweise beabsichtigte aber dann wohl doch nicht enthaltene Aussage nachzuschieben. Leider bis jetzt vergebens.

    Macht aber auch nichts. Der Sinngehalt in diesem Forum und auch diesem Faden ist immer noch so hoch, daß etwas mehr Abraum die Abbauwürdigkeit nicht wirklich beeinträchtigt.

    Und wie @Karl schon anmerkte: Man soll den Unterhaltungswert nicht unterschätzen.

    Ich glaube nicht, dass du das wirklich so gemeint hast.

    Doch. Ganz genau so.

    Oder hast du geglaubt, hier eine fertige Lösung präsentiert zu bekommen?

    Also ich suche hier in diesem Faden ja nach keiner Lösung, da ich was GK betrifft, im Wesentlichen ausgestattet bin, und eigene Erfahrungen habe. Was aber nicht heißt, daß man sich nicht doch die eine oder andere Freude in Form eines technischen Leckerbissens gönnen könnte. Warum nicht eine vierte Pistole in .45 ACP? Noch habe ich ja keine, bei der die Mäuse den Lauf angefressen haben. :saint: Aber die ist ja dummerweise in 9mm. So was Dummes aber auch.

    Ich bin nicht auf der Suche, sondern hatte nur versucht, einem Informationswunsch des Fragestellers zu entsprechen.

    Das wichtige bei einer Diskussion, egal ob online oder im realen Leben, ist es doch, Meinungen und Aspekte aufzugreifen, diese selbst abzuwägen und zu gewichten (...)

    Nach kritischer Würdigung der Beiträge in diesem Faden mache ich es wie ein Goldschürfer: Ich nehme die eine oder andere teils versteckte Kleinigkeit wie ein seltenes Goldstäubchen als wertvollen Hinweis auf. Den restlichen Buchstabensalat habe ich so weit wie nötig ausgesiebt, um ihn beruhigt als Abraum über die Halde zu kippen und keinen weiteren Gedanken daran zu verschwenden.

    Das Leben ist wieder mal zu kurz.

    Na, du bist ja ein Held !

    1) Schon mal was vom Solidarprinzip gehört ? Die meisten Satzungen der Verbände sehen mit Absicht vor, dass ALLE Mitglieder eines Vereins zu melden sind. Aber zum eigenen Vorteil darf ich diese Pflicht sicher überlesen. :(

    Wir sind wieder bei der "Geiz ist Geil" Mentalität.

    Und nicht alles, wo du noch nicht mit zu tun hattest, ist überflüssig.

    Ich darf ergänzen, dass genau dieselbe dysfunktionale "Geiz-ist-geil"-Mentalität so einiger Vereine gegenüber Ihren Landesverbänden von eben diesen letzteren 1:1 ggü. dem DSB kopiert und angewandt wird, sogar in noch etwas peinlicherer Art...

    Und ich dachte, das wäre ein rein alpines Phänomen...

    Vieles von meinem Wissen ist nach wie vor theoretisch, erlesen.... wenn ich dann den Schützenkollegen sehe, der seit über 40 Jahren GK schießt, aber dabei den Rücken nach hinten (!) so krumm macht dass er die Beine versetzen muss, um durch den Rückstoß nicht nach hinten zu stolpern,

    Erfolg im Schießsport kommt aus dem eigenen Antrieb und aus der Fähigkeit, sich Wissen zu erschließen und die reichlich vorhandene Fachliteratur sinnerfassend zu lesen. Du machst das schon richtig und bist gut unterwegs. Auch einen Trainer müßtest Du fragen und fordern, um wirklich voranzukommen.

    An der Spitze und wenn es nur die Vereinsmeisterschaft ist, bist Du ohnehin alleine, weil Du ja schon alle anderen überholt hast. Die wollen selbst an die Spitze, wissen aber offensichtlich nicht wie. Also will und kann Dir dort niemand helfen. Gewöhn Dich dran. Je früher desto besser.

    Ja da ist was dran, aber mach das mal der breiten Masse klar,

    Der Kampf gegen die Windmühlen ist ein endloser. Und aussichtslos.

    da zählt immer noch Form und Farbe und solche Nebensächlichkeiten mehr als der klare Menschenverstand......

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.

    René Descartes

    In der Volkswirtschaftslehre beruhen viele Modelle auf Annahmen: "Ein vollständig informierter Käufer = transparente Märkte" trifft "auf Vernunft beruhende Kaufentscheidungen = Nutzenmaximierung". Wenn das in der Einführungsvorlesung vorgestellt wird, gehen unaufhaltsam die Hände der noch nicht eingeschlafenen Studenten in die Höhe und der Vortragende gibt sofort zu, daß diese Modellvoraussetzungen in der Realität NICHT zutreffen.


    Die Abteilungen "Marketing" und "Design" haben die vornehme Aufgabe, im Interesse der Konjunktur auch den letzten verbliebenen Interessenten so restlos zu verwirren, daß ganz sicher der "klare Menschenverstand" nicht wirksam wird.

    Überzeichnet gesagt ist der Käufer uninformiert, weil von der Werbung total überflutet und verwirrt und kauft in seiner Ratlosigkeit, was schnuckelig aussieht (Frau) oder seinen Status unterstreichen könnte (Mann).

    Wenn es am Geld fehlt, werden den teuren Produkten Mängel zugeschrieben, um den billigen Einkauf zu rechtfertigen. Man hat "das beste Angebot" gewählt.

    Wenn ich mir diesen Faden so durchlese, wäre ich als Fragesteller auch nicht viel klüger als zu Beginn. Am Ende wird einer "bewährte Marke vertraut" oder wenn es am Geld oder der Lust es auszugeben fehlt "das besonders attraktive Angebot" genommen.

    ...das Gesamtpaket. Und das hat für mich bei der Pardini nicht gestimmt. Bei dir muss das nicht so sein, weil du ggf. andere Prioritäten setzt.

    Das darf ja (zum Glück) jeder selbst entscheiden. Deine Argumentation gegen die Pardini GT 45 war aber ursprünglich aus meiner Sicht sehr stark auf dem leichten Alu- Griffstück und den daraus folgenden Verzögerungen aufgebaut. Und darum habe ich nachgebohrt. Ich nehme die Beiträge in diesem Forum tatsächlich ernst und versuche, daraus für mich etwas abzuleiten. Aber das ist ja jetzt geklärt.

    Wenn du im Voranschlag die Waffe schon richtig ausgerichtet und den Druckpunkt richtig genommen hast, fällt der erste Schuss schon innerhalb von ein, vielleicht zwei Sekunden. Dann hat man richtig Zeit für die verbleibenden 4 Schuss.

    Und genau deshalb verstehe ich nicht, wie beim DSB ein höheres Springen der Waffe zu einem Zeitproblem führen kann. Selbst wenn ich großzügige zusätzliche 0,35s pro Schuß ansetze, wären das 4 * 0,35 = 1,4 s. Damit bleibt immer noch ein großzügiges Zeitpolster.

    Eine richtig harte Patrone wie .44 Mag aus einem kurzläufigen Revolver, bei der jeder einzelne Schuß schmerzt, wäre sicher eine echte Herausforderung für die 20s. Aber die martialisch aussehende aber tatsächlich harmlose .45 ACP aus einer Pistole?

    Beim DSB kannst du bei der 20-Sek-Serie nach dem Start-Signal (= Wegdrehen der Scheiben bevor sie für 20 sek. erscheinen) in den Anschlag gehen.

    Aha. Interessant. Die Unterschiede zu AT sind schon nicht zu gering. Hier wartet man in Bereit- Stellung, bis die Scheiben zuwenden. Ich rechne dann:

    5 s für den ersten Schuß

    2 bis 2,5 s Abstand zwischen den folgenden Schüssen = 8 - 10 sec

    Damit sind wir bei 13s bis 15s geplanter Zeitbedarf, wie das von mir auch trainiert wird. Damit bleibt noch reichlich Reserve, falls man einen Schuß nicht gleich los wird aus welchen Gründen immer. Wobei man das schon üben muß, um ein Zeitgefühl zu bekommen.

    Beim DSB wären das 5 * 2s = 10s oder 5 * 3 s = 15 s, weil ja das Anheben entfällt. Wer es gemütlich haben will aber ohne gedankliche Reserve, plant je 3,5 s = 17,5 s

    Was in AT noch anders ist: Der Bewerb heißt hier FFWGK und darin sind alle Waffen von 9mm bis 45 ACP und Revolver von .38 bis .44 vertreten. Es gibt einen für alle gleich geltenden Mindest- und Höchstfaktor, der besonders schwache Scheibenlaborierungen und Magnum- Patronen ausschließt. Damit geht nur .44 special, was aber in der Praxis meines Wissens niemand schießt. Und es gibt in AT kein Bedürfnis für 4 verschiedene GK- Waffen, weil es nur ein Bewerb ist.

    Also treten Schützen mit Revolver und Pistole im selben Bewerb und in einer Wertung gegeneinander an. Und fast alle Revolverschützen ziehen nach jedem Schuß den Hahn auf, was Zeit braucht, sie aber nicht an Spitzenergebnissen hindert. Daher meine Rückfrage wegen der knappen Zeit für das Zielen wegen des stärkeren Rückstoßes aufgrund des leichteren Griffstückes der Pardini. Ich versuche einfach, die Dinge ins Verhältnis zu setzen.

    Die eine 20-Sek-Serie mit der Pardini habe ich zeitgerecht, aber in der Erinnerung etwas gehetzt abgeschlossen. Das mag an dem verstärkten Springen gelegen haben, welches mich unruhiger werden ließ, genau weiß ich das nicht mehr. Das ist vom Prinzip her aber auch unerheblich. Generell gilt: schwere Waffe = weniger Rückstoßempfinden, leichte Waffe = stärkeres Rückstoßempfinden. Dass da andere Komponenten (z.B. Munition, Konstruktion, Lage der Laufseelenachse etc.) eine Rolle spielen, sollte klar sein.!

    Ja da spielt viel mit. Nur um das besser zu verstehen: Beginnt so eine 20 sec- Serie mit angehobener Waffe oder in "Bereit- Stellung" mit abgesenkter Waffe?

    Hier die Raptor aus der Nähe. Lauf und Carbonfederführungsstange. Wie bei einem Rennrad oder Rennwagen, zählt jedes Gramm, das man einspren kann.....;-)

    Das ist natürlich Technik auf der Höhe des "Existenz- Maximums". Damit erzeugt man problemlos den höchstmöglichen Neidfaktor beim Standnachbarn. :saint: Bis der seinen Neid unterdrückt hat, kostet ihn das einige entscheidende Ringe. Psychologische Kriegsführung vom Feinsten. Schon alleine deswegen müße man die Waffe haben. Und der schöne Nill Griff dazu ist auch ein Traum.

    Die serienmäßige Kunststoff- Federführung der CZ97 wird kaum schwerer sein als das schöne Carbonteil. Aber sie sieht nicht annähernd so technisch aus.

    Weil Du Fahrräder erwähnst: Mir ist aufgefallen, daß viele der bei uns herumfahrenden Luxus- Fahrradbesitzer jede Menge Geld für Carbon und Titan für ein paar Gramm Gewichtsreduktion ihres Drahtesels ausgeben, aber locker 20.000 Gramm oder mehr am Gewicht des Tretesels sparen könnten. Und das ganz ohne Kosten. :)

    Ich habe die Pardini nicht genommen, weil sie a) viel teurer war und b) ein Alu-Griffstück hat, welches die Waffe leichter macht. Das geringere Gewicht hat Nachteile: Es führt dazu, dass die Waffe stärker schlägt und damit deutlich stärker aus dem Ziel springt. Dies wiederum kostet bei der 20-Sek.-Serie Zeit, die mir beim Zielen fehlt!

    Wie viele Schuß hast Du denn mit der Pardini gemacht?

    Und wie stark hat sich das geringere Gewicht bei der 20s- Serie ausgewirkt? Hattest Du ein Problem damit, die Serie zeitgerecht abzuschließen oder ging es eher um eine vergrößerte Streuung?

    Nehmen wir die ZPW Raptor 9, die von Lanfaer und mir vorgschlagen wurde. Das ist eine Spitzenwaffe bei der der Büchsenmacher aber auch friemeln musste, um sie z.B. für den BDS fereigegeben zu bekommen, da sie zu schwer war. Der Lauf musste entsprechend bearbeitet werden, um Gewicht zu sparen.

    Wie spart man nachträglich am Lauf Gewicht ein?

    Ich finde es wichtig und gut, daß es das gibt und schieße selbst auch Luft.

    Aber ich kenne beide Seiten.

    und die Anderén haben keine Ahnung.

    Welche Anderen?

    und Du siehst die Zukunft des Schießsports wieder im Umgang mit Gebrauchswaffen?

    Der Schießsport allgemein ist heute vielfältig und breit aufgestellt. Was ich gut finde.

    Es gibt Heckmeck und Abteilungsdenken. Was ich nicht so gut finde.

    Gebrauchswaffen sind heute schon je nach Sportordnung vorgeschrieben. Ich sehe das neutral. Jeder wie er will und kann.

    Sehe ich ein allgemeines Umschwenken im Sport auf Gebrauchswaffen? Wo soll das denn herkommen?

    Sehe ich steigenden Bedarf für GK- Trainer? Wenn @gunvlog und ähnliche Vereine ihre Grundlagenarbeit gut machen, dann wird es auch Trainer für die Fortgeschrittenen brauchen. Oder einfach ehrgeizige Schützen, die willens und in der Lage sind, sich aus dem Internet die massenweise vorhandenen Unterlagen abzuholen.

    Dass sich die Sportler eher der Verbände der Hüttenbetreiber, Bergwanderer und Amateur/Freizeitbergsteiger bemächtigt haben scheidet für Dich aus? Für Sportstättenbau, Wettkampfserien, Olympia braucht man nun mal einen Verband.

    Ja es scheidet aus. Das Publikum in den Alpen hat sich radikal verändert. Die "Kids" suchen für ihr Kunst- Klettertraining auch Kunst- Kletteranlagen möglichst "indoor". Als besonderen landschaftlichen Reiz vielleicht mit verglasten Wänden mit Sicht auf ein Alpenpanorama. Das Panorama kann aber auch eine Plakatwand sein. Eine klassische Route in echtem Fels, wo 300 m über dem Boden auf 40m keine einzige Sicherung zu finden ist, bleibt einsam und den gelegentlichen Genießern überlassen.

    Die angesprochene "Kunstsportart" wäre bezogen auf den Schießsport für mich das Luftschießen. Das gibt es schon sehr lange und es ist aus meiner Sicht von der ursprünglichen Anwendung "Gebrauchswaffe" weitestmöglich entfernt. Der nächste Schritt wäre dann schon Laserschießen, wo man auf ein Projektil überhaupt verzichtet. Mit VR- Brillen braucht man demnächst wohl nicht mal mehr einen Schießstand. Dann wird Schießen Veganer- tauglich.

    Entstanden sind Luft- und KK- Schießen aus dem Bestreben, für das "richtige" Schießen kostengünstig und auch in Innenräumen trainieren zu können. Sie haben sich zu höchst anspruchsvollen völlig eigenständigen Breiten- Sportarten entwickelt und nur noch wenig Bezug zu Gebrauchswaffen. Schon die Bezeichnung "Waffe" an sich ist oft unerwünscht und peinlich. Man spricht lieber vom "Sportgerät". Diese Einstellung überträgt sich dann auf jene Schützen, die unverständlicherweise noch mit "Waffen" oder gar "GK- Gebrauchswaffen" schießen. Und diese Kluft zieht sich auch durch die Trainer- Diskussion.

    Luftschießen ist jugendtauglich, für Ballungsgebiete und Winterbetrieb bei Kunstlicht geeignet. Ich finde es wichtig und gut, daß es das gibt und schieße selbst auch Luft. Aber ich kenne beide Seiten.