Beiträge von Strindberg

    Ein Plus der CCI Standard ist, dass sie auch bei sehr leichten Schlagbolzeneindrücken meist zuverlässig zündet. Am Ende kommt man bei einer "Problemwaffe" aber um Reinigungs- oder Bastelarbeiten am Hammer, Schlagbolzen, -feder oder -führung etc. eigentlich nicht herum, aber die CCI hilft da ersteinmal bis sich Zeit und/oder Teile finden.

    Vielleicht zündet sie besonders willig, weil eventuell mehr Zündmasse verwendet wird, die dann aber im Abbrand mehr Rückstände hinterlässt?

    Die "billigen" CCI kämen bei mir sehr gut weg (auch wenn ich sie selber nicht nutze) und ist für mich so etwas wie die Referenzmunition, mit der so gut wie alles zu einwandfreier Funktion zu bringen ist.

    So ich gehört habe, setzen auch Kaderschützen beim Training günstige Munition ein, und da könnte das in meiner Vorstellung durchaus CCI sein.

    Hoffen wir mal, dass es nicht an der Munition lag - eine Waffe die sich nur mit einer oder zwei bestimmten Sorten überhaupt zuverlässig (ich rede hier noch nicht von präzise) schießen lässt, macht wenig Sinn, da man sonst mal unvermittelt ohne Treibstoff dastehen könnte, wenn sich die passende Munition nicht besorgen lässt.

    In Bezug auf die Eigenpräzision der Waffe könnte es sein, halte das aber insgesamt für eine gewagte Aussage.

    Und selbst wenn der Schütze dazu neigt keine Ruhe ins Visierbild zu bekommen, wird mit einer Waffe, die manche Unzulänglichkeit verzeiht, das Ergebnis besser werden.

    Ich bin aber auch ein Typ, der davon ausgeht, dass z.B. Munition, die präziser ist, in jedem Fall (auch bei schlechteren Schützen) zu besseren Ergebnissen führt und es kein Nachteil ist, zumindest Wettkämpfe mit der besseren Munition zu schießen, wo andere Leute möglicherweise von "Perlen vor die Säue" sprechen würden.

    Ob ihm höhere Einstandskosten für z.B. Waffe und Munition den Spaß wert sind, muss er selbst entscheiden.

    Mit einer MG2E zu üben schadet wahrscheinlich nicht und egal was ihm noch einfällt, mit der MG2E kann er es voraussichtlich tun.

    Vielleicht besteht in Zukunft ja doch Interesse an Trockentraining? Mit der MG2 so wie ich das verstanden habe eher schwieriger, und wenn man deswegen dann nocheinmal die ganze Rennerei mit Bedürfnisbescheinigung etc. auf sich nehmen muss, ist das auch eher verzichtbar und sollte gleich das E-Modell werden.

    Annahmsweise ist es aber eine Waffe an der naturgemäß (mehr Bauteile) auch mehr kaputt gehen kann. Da Elektronik aber andererseits oft längere Standzeiten aufweist, weil sich weniger bewegt, wird abgesehen vom Batteriewechsel weniger zu tun sein und theoretisch der elektronische Abzug sogar länger halten. Meiner Erfahrung nach muss man Elektronik aber auch benutzen, da z.B. Kondensatoren sonst irgendwann das zeitliche segnen. Jahrelang im Schrank liegen lassen und dann erwarten, dass das elektronische Ding weiterhin funktioniert, dürfte also ein Trugschluss sein. Bei rein mechanischen Pistolen sind demgegenüber meiner Erfahrung nach kaum Nachteile in der Funktion festzustellen - zerlegen, reinigen, zusammensetzen, ölen et voilà. Die "vollmechanische" GSP die ich hier habe hatte in den letzten bald 50 Jahren nur einmal aufgrund eines ungeeigneten Schmiermittels ausgesetzt - da hatte ich Kettenfett zum schmieren der Verschlusslaufflächen genommen - bei 20 Grad Celsius war alles schön, bei 5 Grad wurde nicht mehr automatisch nachgeladen. Der Abzug, wenn man weiss was er will (vollständig zurückkommen lassen), hat bislang nie versagt.

    Eine Pardini wird wohl einer solchen GSP in punkto Zuverlässigkeit näher kommen als eine MG2/E, aber als Breitensportler kann man einen Aussetzer besser verkraften als ein Olympiateilnehmer, dessen jahrelange Arbeit mit auch nur zwei Aussetzern zunichte wäre.

    Zurück zur MG2E, deren elektronischer Abzug wird begeisternd sein. Wenn die GSP's, AW93, Hämmerli's etc. dieser Welt warum auch immer nicht gefallen haben, probiere die MG2E - Du solltest sie vor dem Erwerb aber mal in die Finger genommen haben. Mich hat z.B. bei der Verarbeitung und Handlage ab Werk bei Luftpistolen eine mechanische Tesro mehr überzeugt als eine elektronische Matchguns. Den geileren Abzug hatte aber letztere.

    Ist der Abzug der MG2E mit dem elektronischen Abzug der Luftpistole MGH1 Hybrid zu vergleichen? Im Elektronik-Modus löst der Abzug der Hybrid schon sehr geil aus und besser als der auch schon überzeugende mechanische Abzug (Elektronik aus).

    Bringen einen die Anschaffungskosten der MG2E in finanzielle Schwierigkeiten?

    Dann wenn möglich sparen oder bleiben lassen, damit der Spaß am Hobby weiterhin im Vordergrund steht.

    Bevor ich mir aber eine Star-Pistole anschaffe, deren signifikante Nachteile augenfällig sind, würde ich mir eine FN150 anschaffen.

    "offiziellen" Ergebnisse melden und extra auflisten?

    Das wäre so etwas wie eine "hall of fame", im Bereich des Stammschießens würde es mich aber herzlich wenig interessieren.

    In einem zusätzlichen thread oder einer eigenen Rubrik kann man sowas für die, die es interessiert, anbieten.

    Wenn hier übrigens von Aufschmiedungen des Brillenstücks oder bei Targettalk von slammed breach [breech] face berichtet wird, läuten bei mir in Bezug auf die AW93 sofort die Glocken - bei AW93 der ersten Generation ohne automatischen Schlittenfang wird das Material rund um das Patronenlager durch den nach dem letzten Schuss nahezu ungebremst aufschlagenden Verschluss auch langsam gestaucht und ersichtlich breitgehämmert.

    Um dem abzuhelfen lässt man von einem Büchsenmacher oder besser im Werk einen automatischen Schlittenfang nachrüsten, den die Modelle ab der 2. Generation bereits serienmäßig besitzen. Macht man das nicht, schadet es meiner Erfahrung nach mittelfristig aber auch nicht. Doppler gibt es keine.Irgendwann wären aber Schleifarbeiten im Bereich des Patronenlagers erforderlich, damit die Patronen wieder sauber zugeführt und ausgezogen werden.

    Mit automatischem Schlittenfang wird bei der AW93 jedenfalls nichts mehr zerschmiedet, daher klar zu empfehlen.

    Von daher tippe ich darauf, dass die Walther KSP200, die ja nur einen manuellen Schlittenfang besitzt und aus denselben Stählen wie die IZH35 gefertigt ist, ebenfalls Probleme mit breitgehämmerten Patronenlagern und auch daraus resultierenden Dopplern hat?

    Vielen Dank für den Hinweis auf Targettalk. Dort kann man z.B. unter dem Suchegriff "IZH35" zahlreiche vielfältige Beiträge finden, die von Überschwang bis Frustration eine in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Waffe beschreiben. Z.B. http://targettalk.org/viewtopic.php?t=32683

    Also definitiv etwas für Sportwaffenliebhaber und "Schrauber".

    Wer kein Interesse an Schrauberei hat, die jenseits von Pflege und Komponentenaustausch in Deutschland schon wegen der Gesetzeslage schnell dazu führt, dass heutzutage ein Büchsenmacher konsultiert werden muss, weil nur er Spanabhebende Arbeiten ausführen darf, sollte sich eher genügsame Schlachtrösser wie eine Feinwerkbau AW93 oder Walther GSP kaufen, für die, falls unerwarteterweise doch etwas kaputt geht, problemlos Ersatzteile besorgt werden können.

    Keine Bange, bislang handelt es sich auch nach Aussage der Redner nur um Meinungen und Vorschläge.

    Vernünftigerweise gilt für 2018 ersteinmal die initiale Ausschreibung für 2018 (Stammschießen 2018).

    Ideen von Mitschützen bleiben damit insgesamt erstmal nur Ideen.

    Ob die "kreativen" Wünsche, Vorschläge etc. überhaupt zum tragen kommen bleibt abzuwarten.

    Bis dahin kann, denke ich, hier jede/r weiter seine Ergebnisse in der bislang geforderten Form posten. Zumindest werde ich das so halten.

    Interessant wird es in den kommenden Jahren, in denen dann vielleicht ein/e andere/r Forenteilnehmer/in die Bertreuung des Stammschießens übernimmt, der/die vielleicht strengere Sitten aufzieht. Sollte einiges davon verbindlich eingeführt werden, wird sich die Zusammenstellung der Teilnehmer dann wohl erheblich ändern.

    Verdient jemand [...] eine "fundierte und ausführliche" Antwort ?

    Das Forum und interessierte Leser/innen im allgemeinen doch bestimmt, oder? :)

    Ist es eine Ausnahme, dass die Waffe nach einigen Jahren Nutzung doppelt? Neigt das Material zu Brüchen, Rissen, stärkerer Abnutzung etc. oder hält eine IZH 35 ebenso wie moderne KK-Pistolen ich sage mal 40000 - 60000 Schuss durch, bevor Läufe und vielleicht nach und nach auch andere Verschleißteile getauscht werden sollten um Zuverlässigkeit und Präzision aufrechtzuerhalten?

    Ist das nicht ein Widerspruch?

    Eigentlich ja, aber wohl ähnlich wie bei Ladas. Da war die mangelhafte Verarbeitung auch ersichtlich, aber wenn es um die entscheidende Funktion ging, das Fahren, dann tat der Lada das (meist) zuverlässig. Die Kiste brauchte halt einiges an Zuwendung, wie auch andere Autos der 70er (bzw. die Autos, die auf diesem oder einem früheren Entwicklungsstand stehengeblieben waren).

    Die private IZH 35 des Händlers hat also geschossen und er war zufrieden damit, solange sie ihm keine Probleme bereitete.

    Als sie anfing zu doppeln, war die Freude vorbei. Diese letzte Erfahrung, die er wohl mit anderen Schützen geteilt hat, war ausschlaggebend, mir vom Kauf dieser baugleichen von ihm angebotenen aber nicht von ihm benutzten Waffe abzuraten.

    Ich persönlich stufe sie hinter, Sako, Hämmerli, oder Unique ein, von der FWB ganz zu schweigen. ( Waffen mit Magazin im Griff )

    Um Missverständnissen vorzubauen: dies wird sich wohl auf die Anpassbarkeit, Schussverhalten etc. der AW93 beziehen.

    Wenn der geneigte Leser, der sich die Inhalte anderer threads hier im Forum noch erschließt, dort weiterliest, wird er/sie erkennen, dass damit nicht die Zuverlässigkeit, Präzision, Ersatzteilversorgung, Kundendienst und Wiederholgenauigkeit der AW93 gemeint ist.

    Man kann über die AW93 geteilter Meinung sein, sollten aber auch die von mir zuletzt genannten Punkte angezweifelt worden sein, stelle ich dem ein entschiedenes nein entgegen.

    Es gab zu diesem Modell, das sich auch in der Transskription IJ35 findet, bereits vor Jahren eine ähnliche Frage, die sich aber auf das modifizierte Modell Walther KSP200 bezog, die ich in meine Frage gerne einbeziehe (alter Artikel Walther KSP 200 ).

    Abgesehen davon, dass sie Kaderschützen und ambitionierten Sportschützen wahrscheinlich keine ausreichende Anpassbarkeit bietet, welche Einschränkungen insbesondere auf Haltbarkeit, Zuverlässigkeit und Verwendbarkeit sind Euch und/oder allgemein noch bekannt?

    Erfahrung besitze ich mit der Waffe nicht. Ich hatte z.B. einmal eine in der Hand, und die hätte mir der Händler durchaus gerne verkauft, aber das Teil hatte irgendwo am Verschluss oder in der Nähe des Laufs am Griffstück einen Haarriss (ich hatte den entdeckt, der Händler wusste davon nichts). Ich weiss nicht mehr wo, eine Gefahr für Leib und Leben wäre davon nach meiner Einschätzung aber auch im blödesten Fall nicht ausgegangen, aber da das Modell auch ohne einen solchen Schaden vor ein paar Jahren für maximal 150 Euro zu haben war, schied diese Waffe aus.

    Ein anderer Händler hatte auch eine da, unbeschädigt, aber er hat mir vom Kauf abgeraten, weil seine, Anfang der 90er gekaufte IZH 35 nach ein paar Jahren anfing zu doppeln. Der Händler hatte als Ursache den unzureichend vergüteten Stahl ausgemacht und insgesamt mit mangelhafte Verarbeitung der russischen Waffe kritisiert. Mit der Präzision, Abzug und Schussverhalten war er ansonsten sehr zufrieden.

    Wisst ihr, bis wann solche Probleme mit den Materialien bestanden bzw. ob sie noch bestehen?

    Hatte die Walther KSP 200 ähnliche Probleme oder gab es da insgesamt eine Qualitätskontrolle, die solche Probleme gar nicht erst aufkommen ließ?

    Der Lauf sitzt recht dicht über der Hand, andererseits ist die Entfernung von Korn und Laufseele doch erheblich. Welchen Nachteil birgt letzteres?

    Den Griff der IZH35 fand ich freundlich gesagt doch sehr gewöhnungsbedürftig. Ich denke der moriniartige Fürstenberg-Griff der KSP200 ist da ein erheblicher Gewinn. Und bei der Walther einen echten Schlittenfang zu besitzen ist auch ein Vorteil, weil dann

    A. der Schlitten nach dem letzten Schuss nicht ungebremst auf das hintere Patronenlager knallt, was wahrscheinlich aufgrund der wiederkehrenden, starken Materialbelastung auch zu genau den Problemen mit Rissen, Dopplern usw. führen könnte

    und B. man andererseits nicht Legosteine, Stifte oder andere Notlösungen braucht, um das Patronenlager offen zu halten, wenn man die Waffe ablegt (und genau bei einer solchen IZh35 hatte ich mal den unerwünschten Fall erlebt, Verschluss zu, Waffe auf dem Tisch abgelegt, und es war in der gespannten Waffe eine scharfe Murmel im Patronenlager - ich hatte bei der Waffe (die des Standnachbarn) zur Sicherheit den Verschluss nach hinten gezogen, bevor ich mir mit dem Segen des Besitzers die Waffe ansah. Da war ich doch überrascht, als die Patrone rausrepetiert wurde).

    Bis auf optische und technische Bezüge zu Vorgängerwaffen wird es wohl wenige Ähnlichkeiten mit der AW93 geben, wenngleich ich festgestellt habe, dass sich die Magazine bis auf Details doch sehr änhnlich sind. Ich nehme mal an, die IZH35 Magazine lassen sich von einem handwerklich halbwegs begabten Menschen ohne großen Aufwand für die AW93 anpassen, aber bei den dann im Endeffekt mit ca. 35 Euro doch nicht so teuren Feinwerkbau-Magazinen lohnt sich das eher nicht.

    Wenn hier in diesem ungezwungenen Rahmen des Stammschießens nun auch weitere Regulierungsbestrebungen einziehen, würde ich nicht ausschließen, dass so manche/r Schütze/in das Interesse daran verliert bzw. gar nicht erst gewonnen wird.

    Und sei es nur, weil er/sie keinen Bock auf etwas hat, was ihn/sie an den "Regulierungswahn" der Verbände erinnert.

    Fotos von Scheiben und Ergebnislisten kann man interessant finden, aber sollten nicht verpflichtend sein. Nebenbei, wenn jemand "bescheissen" will, wird sich immer ein Weg finden.

    Und sich vorab auf bestimmte Tage festzulegen ist zumindest für mich nicht das was ich will.

    Wenn jemand anderes das durchaus sinnvollerweise für sich selbst (!) so handhaben möchte, nur zu, dagegen ist nichts zu sagen, aber dann kann das hier ja auch weitestgehend so weiterlaufen wie im letzten Jahr.

    Das Behältnis ist unabhängig vom Hersteller zu sehr auf ein bestimmtes Waffenmodell eingeschränkt und würde damit für mich nicht in Frage kommen.

    Wenn man die Waffe wechselt, weil sie einem warum auch immer nicht zusagt und der Behälter ist inkompatibel zur neuen Waffe, ist ein neuer Behälter fällig, der erneut hohe Kosten verursacht.

    Waffenwechsel, so meine Erfahrung, kommen häufiger vor als man es sich wünscht (Kosten und Lauferei wegen Papieren). Da möchte, denke ich, niemand eine weitere Einschränkung in Kauf nehmen und kauft lieber einen anderen Behälter, dessen Limitierung nur in den Innenmaßen besteht.

    Interessant ist der Behälter vielleicht noch für Waffenscheinbesitzer, deren Papier meines Wissens auf eine spezifische Waffe ausgestellt wird und die zügig Zugriff auf die Waffe benötigen.

    Das schränkt dann auch den Kreis der potentiellen Käufer eines solchen gebrauchten Behälters ein und lässt erhebliche Preisabschläge vermuten.

    Meine Erfahrung mit Waffenschränken:

    - der erste Schrank hat idealerweise ein Zahlenschloss, dann muss ich mir keine Gedanken um die Schlüssel machen.

    - für die weiteren Schränke reichen Bartschlösser. Die Schlüssel liegen im Tresor mit Zahlenschloss.

    - das Gewicht sollte nicht zu hoch sein, so dass man das Ding auch mal bei Bedarf selber zu zweit transportieren/verrücken kann. Das Gewicht ist auch wegen Deckenbelastung und z.B. Fußbodenheizungen maßgeblich.

    - also eher mehrere Schränke bis 150kg statt ein großes Stauraummonster.

    - die Stellplätze werden durch die Hersteller sehr optimistisch angegeben. In einen Schrank mit 5 Stellplätzen für Langwaffen passen oft nur 3 Waffen bequem hinein, insbesondere wenn Zielfernrohre montiert sind und bei Repetieren die Kammerstängel herausragen. Wenn man den Verschluss aus der Waffe nimmt, gewinnt man aber wieder erheblich an Platz.

    - die Öffnung sollte nicht zu schmal sein und sich die Tür so weit öffnen lassen, dass man die Öffnung auch voll nutzen kann und nicht die nur halb geöffnete Tür im Weg ist.

    - bewährter Innenraum für 5 Langwaffen: 33cm breit, 25cm tief bei eingeschwenkter Tür. Bei einer 5cm hineinragenden Tür darf die Tiefe also 30cm betragen. Eine Einstellhöhe von 130cm ist insbesondere für Ordonnanzwaffen interessant, damit man nicht in die Verlegenheit kommt, Waffen diagonal einstellen zu müssen. 120cm sollten es aber mindestens sein, damit man auch Waffen mit geringerer Länge nicht hineinzirkeln muss, weil sonst die Brünierung Kratzer bekommen könnte (oh Gott, nein...).

    - ein Zusatzfach oder eine weitere Etage für Munition und/oder Kurzwaffen ist sinnvoll. Mann kann Kurzwaffen in einem Langwaffenschrank natürlich auch neben die Langwaffen stellen, aber das Auge isst mit und schöner ist es auf Dauer, wenn auch die Kurzwaffen in einem eigenen Fach besser zur Geltung kommen :)

    - interessant sind Löcher um den Schrank an der Wand verschrauben zu können - muss nicht, aber bei den Preisen heutzutage sollte sowas einfach vorgesehen sein. Vielleicht hat man ja einfach aus Unfallsicherheit mit einem verschraubten/gesicherten Schrank ein besseres Gefühl.

    - eine LED-Beleuchtung ist traumhaft. Sowas hat wahrscheinlich kein Schrank auf dem Markt und muss er auch nicht haben, aber sowas gibt es mit Magnethalter oder zum Einkleben in 1 Euro Läden, Baumarkt etc. und es macht große Freude den Schrank zu öffnen und die gut beleuchteten Stücke zu betrachten. Das Herausholen und Einstellen der Waffen wird dadurch auch einfacher.

    - die vormontierten Waffenhalter sollten kunststoffummantelt sein - vermeidet Kratzer und ist neutral am Waffenstahl.

    - Stufe 0 reicht. Gibt es den Schrank auch in Klasse 1 zum gleichen Preis, Platz und Gewicht, kann man den auch nehmen. Gäbe es noch Klasse B oder A bzw. S2 und S1 würden mir die auch reichen. Nach menschlichem Ermessen ist sowieso jeder Schrank knackbar und ob der nun vor Ort geöffnet wird oder komplett wegkommt ist im Endeffekt unerheblich. Außerhalb Deutschlands dürfe es also für mich auch ein Schrank mit S2 sein, in den ich alles erforderliche einschließe.

    Angebote die ich interessant fände, wenn ich wie der Threaderöffner neu anfangen würde und ein klein wenig für die Zukunft vorbauen will:

    https://www.heunert.de/waffenschrank-…lenschloss.html

    kostet 739 Euro mit Lieferung frei Bordsteinkante.

    Vom gleichen Anbieter findet man das Teil auch bei ebay (Waffenschrank Gun-Safe Stufe 0 / Grad 0 nach EN1143-1) und wenn man dort Lieferung frei Verwendungsstelle auswählt (den Luxus würde ich mir gönnen) kostet der Schrank mit elektronischem Zahlenschloss 814 Euro.

    ebay scheint mir sowieso eine gute Adresse zu sein um Überblick über Modelle, Preise und Händler zu bekommen.

    Mein Waffenamt war dann so kulant und hat den Voreintrag wieder geöffnet, so dass ich keinen neuen Bedürfnisantrag gebraucht habe.

    Sehr gut. Das ist praxistauglich und bürgernah.

    Der Eintrag der Waffe wurde als Kauf gewertet, was sich dann später auf die 2/6 Regel ausgewirkt hat. Das Waffenamt hat den Eintrag als "Kauf" gebucht.

    Das ist ein negatives Beispiel.

    Mein Amt sah dies anders und betrachtete nur, ob die Anzahl der Waffen zugenommen hat. Ein Austausch war für das Erwerbsstreckungsgebot unschädlich.

    ich habe eine Rückabwicklung angestoßen.

    Absolut verständlich. Auch für mich sieht es nach einer Vorführwaffe aus, für die erhebliche Preisabschläge gerechtfertigt wären.

    Und die Geschichte, dass die Waffe so vom Beschuss zurückkommt, ist schon eher hanebüchen. Was hat denn der Händler mit dem Beschuss durch den Hersteller/Importeur zu tun? Ich glaube kaum dass der Händler in D eine unbeschossene Waffe erhält und die dann nochmal einzeln/ in kleineren Stückzahlen zurück zum Beschuss nach Belgien schickt. Und dass der relativ kleine Laden unzählige Waffen importiert und beschießen lässt und aufgrund der hohen Stückzahlen nicht zum reinigen kommt, ist höchst unwahrscheinlich, aber ich will ja mal nicht so sein, unmöglich ist es nicht. Am Ende wäre dann aber immernoch zu kritisieren, dass dann zumindest die Abläufe nicht professionell sind und auf den Prüfstand gehören - eine in dem Zustand ausgelieferte Neuwaffe ist inakzeptabel und schafft kein Vertrauen, das eine Nachbesserung oder Nachlieferung bessere Ware verspricht.

    Schade um die ganzen Versandkosten und die Voreinträge die nun futsch sind, aber lieber so als sich über den Zustand einer Neuwaffe zu ärgern.

    Da der Rückversand wohl vom Käufer zu tragen ist und man ja wenn möglich nicht unnötig Geld drauflegen will:

    beim Händler fragen, ob der Versand in zwei Paketen per DHL an die Händleradresse möglich ist. Zwei Pakete, weil der Versand von Waffenteilen laut AGB der DHL zulässig ist. In das eine Paket dann die Trommel und ins andere der Rest.

    Oder wenn der Händler gut ist, bietet er eine kostenlose Retoure an.

    Löschmaßnahmen durch selbsternannte Aufpasser, die es noch besser wissen als die Besserwisser, nerven zwar, aber zumindest ich habe das massiv nur einmal erlebt (plötzlich wurde ich der "Waffenlobby" zugerechnet - diese/r Wikischreiber/in wurde aber dann auf meine Einrede von den Admins ausgebremst. Da muss man dann leider Zeit mitbringen oder wirft die Flinte ins Korn.

    Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen, wie vorgeschlagen die Wikipedia um Themen die uns berühren/interessieren zu bereichern bzw. vorhandene Artikel zu ergänzen.

    Mit herumpoltern, klugscheissern und stören, wie es auch in diesem Forum manchmal passiert, begibt man sich aber auf das Niveau der von uns kritisierten Schreiber und erreicht damit nichts was am Ende sinnvoll voranbringen könnte.