6 Tote in Rot am See

  • War auch noch nie dabei wenn wer nicht genommen wurde. Muss aber sagen, dass ich schon einen Internet Check mache da ich ja häufig die Leute nicht kenne. Warum wer zu uns will kann ich mir aber auch denken, Gerade die Möglichkeit bei uns jetzt auch GK zu schießen finden nun viele interessant. das (neue) Waffengesetz tut sein übriges.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Kann man in euren Vereinen eigentlich sofort und auf der stelle Mitglied werden? Was sagen da die Statuten aus?

    Der Vorstand (bzw. die Vorstandschaft) nimmt mit einfacher Mehrheit auf, die Jahresversammlung bestätigt (oder auch nicht).

    Ersteres geht dank WhatsApp z.T. innerhalb eines Tages, insbesondere bei Jugendlichen.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Bei uns wird an der folgenden Ausschußsitzung nach Eingang des Aufnahmeantrages über die Mitgliedschaft abgestimmt. Aber teilnehmen tut er schon am Vereinsleben, er wird integriert.

    Sitzungen sind im Quartal eine.

    So ähnlich ist es bei uns auch. Ein Aspirant sollte sich vor seinem Antrag eine gewisse Zeit, meist mindestens 6-8 Wochen regelmäßig sehen lassen und ggf. einbringen (zumindest Gesprächsweise). Haben wir nach 4 Wochen einen positiven ersten eindruck, wird schon mal die Gastschützengebühr, die zumindest bei GK deutlich höher ist, gesenkt. Bei absoluten Neulingen nicht so wichtig, da sie bei uns zunächst IMMER mit Druckluft anfangen und erst bei ordentlichen Schießergebnissen auf die größeren Kaliber losgelassen werden. Aber es kommen ja auch andere. Kommen wir im Vorstand zu der Überzeugung, dass wir den Aspiranten eher nicht als Mitglied haben möchten, sagen wir ihm das klar. Sollte doch mal einer durchgerutscht sein, kann man ihm das Leben auch ungemütlich machen, wenn er nicht freiwillig geht. Z.B. bekommt er keine Unterschrift auf Anträge auf Bedürfnisbescheinigungen von uns, obwohl wir im Prinzip ja nur eine Trainingshäufigkeit zu bescheinigen haben und dieses rechtlich wohl auch bei einem Mitglied müssen. Aber wenn er möchte, kann er ja klagen. Hat aber noch keiner gemacht.

    Soweit mir bekannt ist müssen sehr stichhaltige Gründe für eine Ablehnung vorhanden sein. Die Gemeinnützigkeit spielt hier wohl ne grosse Rolle. Auf blose Antipatie und Vermutungen geht eine Ablehnung nicht.

    Ein weit verbreiteter Irrtum. Aber die Geschichte mit der Gemeinnützigkeit hat nur Bedeutung, wenn es um eine Monopolposition geht. Beispiel: Die Landesverbände dürfen Vereine nur unter engen Voraussetzungen ablehnen, da sie in Bezug auf die Ausübung des Sports in olympischen Disziplinen eine Monopolfunktion haben und diese vereine in der Regel kein Wahlrecht des Landesverbandes haben. Zusätzlich kann man sich absichern: https://www.vereinswelt.de/querulanten-und-problem-baeren

    Bei der Mitgliedschaft in einem Schießsportverein vor Ort dürfte dieses anders sein, da es in der Nachbarschaft (in zumutbarer Entfernung) sicher noch andere Vereine gibt, wo er Mitglied werden könnte. Ob die ihn dann wollen oder er vielleicht nicht dahin will, steht dann auf einem anderen Blatt. Wen wir nicht wollen, den nehmen wir auch nicht. :)

  • Auf Schmidtchen kannste zählen....der weiß immer alles....besser...

    diskutiere nicht mit Ignoranten.....sie ziehen dich auf ihr Niveau herunter und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung!

  • Danke Schmidtchen, ich wusste es nur so.........

    Kein Thema, biste ja nicht alleine mit. Wird halt immer wieder gerne von Leuten ins Spiel gebracht, die eine bestimmte Meinung "durchsetzen" wollen. Deswegen sag ich ja was dazu, auch wenn meine Meinung bekanntlich nicht immer allen in den Kram passt. :)

  • Deswegen sag ich ja was dazu, auch wenn meine Meinung bekanntlich nicht immer allen in den Kram passt. :)

    Wobei es sich hier ja noch nicht einmal um Deine Meinung sondern um Fakten handelt. Die nicht zu verstehen (wollen?) durchleuchtet einen tiefer.

  • (...) wenn er nicht freiwillig geht. Z.B. bekommt er keine Unterschrift auf Anträge auf Bedürfnisbescheinigungen von uns, obwohl wir im Prinzip ja nur eine Trainingshäufigkeit zu bescheinigen haben und dieses rechtlich wohl auch bei einem Mitglied müssen. Aber wenn er möchte, kann er ja klagen. Hat aber noch keiner gemacht.

    So ist es. Du beziehst Dich - zu Recht - auf den Beschluss des VG Freiburg vom 9.2.2016, Az. 5 K 826/14:

    "4. Wird von einem Sportschützenverband eine Bescheinigung nach §§ 8, 15a WaffG versagt, kann ein Sportschütze diese ggf. auf dem Zivilrechtsweg erstreiten."

    Carcano

  • So ist es. Du beziehst Dich - zu Recht - auf den Beschluss des VG Freiburg vom 9.2.2016, Az. 5 K 826/14:

    "4. Wird von einem Sportschützenverband eine Bescheinigung nach §§ 8, 15a WaffG versagt, kann ein Sportschütze diese ggf. auf dem Zivilrechtsweg erstreiten."

    Carcano

    Nein, Carcano ,

    DAS meinte ich nicht. Ich meinte die Bestätigung des Vereins auf dem (Bedürfnis-)Antrag des Schützen an den Landesverband. Dort muss der Verein bei unserem Landesverband (und auch bei den meisten anderen) u.a. bestätigen, dass der Schütze seit 12 Monaten regelmäßig dem Schießsport nachgeht. Ohne diese Bestätigung stellt der Verband die Bescheinigung nicht aus. Hier geht es aber nur sekundär um die Verbandsbescheinigung für das Bedürfnis sondern vielmehr um die Basis dafür, nämlich das die Bedingungen für diese Bescheinigung erfüllt wurden. Aber gleichwohl könnte das Mitglied einen Anspruch auf Bestätigung dieser Bedingungen (von Seiten des Vereins) haben, wenn sie denn nachweislich erfüllt wurden (weil es sonst ja die Bescheinigung des Verbandes nicht erhält. Diesen zu verklagen, ohne das ihm die Bestätigung des Vereins vorliegt, dürfte keinen Sinn machen.). Aber wie gesagt: Alles graue Theorie. Man sollte vorher klar machen, was man will und was nicht.

  • Sinnvoll ist es natürlich die Problemfälle überhaupt nicht aufzunehmen, das ist natürlich bei unserem Dorfverein der sich weitgehend auf die Einheimischen als Zielgruppe beschränkt leichter weil man sich dann schon kennt und bei einem Fremden dem die anderen Vereine nicht zusagen ist man halt etwas vorsichtiger.

    Bei einer hoffentlich in jedem Verein vorhandenen Gästeversicherung ist auch eine Probezeit kein Risiko.

  • Kommts mir nur so vor, oder ist das Medienecho nahezu nonexistent? Erstaunlich... ich dachte eigentlich das wird jetzt jeden Tag durch die Nachrichten gezogen... hätte ich es nicht hier gelesen, hätte ich es bislang nicht mitbekommen?!

  • Kommts mir nur so vor, oder ist das Medienecho nahezu nonexistent? Erstaunlich... ich dachte eigentlich das wird jetzt jeden Tag durch die Nachrichten gezogen... hätte ich es nicht hier gelesen, hätte ich es bislang nicht mitbekommen?!

    Corona, Brexit und Klima sei dank.

    Reitschuster.de

  • Doch, ist schon nachvollziehbar.

    Ich weiß nicht was die regionale Presse dort vor Ort noch drüber schreibt, aber wir sehen hier schön, wie die die Medien ticken: ist nicht mehr neu, ist keine Nachricht mehr. Gut, die Medien ticken so, weil der Mensch so tickt - ihre Kunden.

    Der Starnberger Fall ist bei uns in Oberbayern weiter in der Presse, aber wohl eher wegen der fast schon krimireifen Wendung von dem anfänglichen scheinbaren Familiendrama (sogar der Hund angeschossen) hin zu einem Mordfall durch Dritte. Sowas „unterhält“ das geneigte Publikum viel länger.

    Keep calm

    and don‘t feed

    the Troll

  • Kommts mir nur so vor, oder ist das Medienecho nahezu nonexistent? Erstaunlich... ich dachte eigentlich das wird jetzt jeden Tag durch die Nachrichten gezogen... hätte ich es nicht hier gelesen, hätte ich es bislang nicht mitbekommen?!

    Auch wenn es in der Welt nicht sehr thematisiert wird, hier in der Region wird fast jeden Tag berichtet. Hier mal der Link dazu.

    https://www.echo24.de/region/schwaeb…r-13497216.html

    Ich bin immer noch fassungslos und kann noch immer nicht glauben was er da angerichtet hat.

  • Die überregionale Presse hat deutlich mehr mit Corona zu tun - das Thema generiert gerade online deutlich mehr Klicks als dieser 6fache Mord. Regional mag es im Süden sicher noch ein Thema sein, hier im Nordwesten liest man wenig bis nichts.

    Auch die Politiker (bis auf diesen einen Grünen) haben sich weitestgehend raus gehalten - ich gehe davon aus, dass ein Grund dafür die doch deutlich größere Gegenwehr der Schützen Ende letzten Jahres war, als das Seehofer seinen Schwachsinn abgezogen hat.

  • Kommts mir nur so vor, oder ist das Medienecho nahezu nonexistent? Erstaunlich... ich dachte eigentlich das wird jetzt jeden Tag durch die Nachrichten gezogen... hätte ich es nicht hier gelesen, hätte ich es bislang nicht mitbekommen?!

    Das hab ich aber auch festgestellt, wie bei dem von Weizecker- Täter. Den haben unsere Medien auch schnell zu den Akten gelegt und Gras drüber wachsen lassen. Warum auch immer. Im Übrigen glaube ich fest drann, das unser Waffengesetz in den nächsten Jahren Stück für Stück weiter verschärft wird. obn was passiert oder nicht! So oder so. Und wir können gar nichts dagegen tun!

  • Und wir können gar nichts dagegen tun!

    Wir leben aber noch in einem Rechtsstaat.

    Abgesehen davon wen meinst du mir "wir"?

    Jeder kann etwas tun. zB.

    • Freunde, Bekannte, Familie (also Leute denen man vertraut) an den Sport heranführen
    • sich selbst vorbildlich verhalten
    • sich souverän verhalten und sich nicht verrückt machen lassen
    • bei der nächsten Wahl das Thema "Waffengesetz und persönliche Freiheit" mit einfließen lassen

    Reitschuster.de

  • Jeder kann etwas tun. zB.

    • bei der nächsten Wahl das Thema "Waffengesetz und persönliche Freiheit" mit einfließen lassen

    Ich kann mich an Zeiten erinnern.....es ist bestimmt 10 Jahre her (vmtl. noch länger).......da hat sich als einzige die FDP als liberal ggü. Legalwaffenbesitzern gezeigt. In div. Foren wurde daraufhin aufgerufen, man solle die FDP wählen.

    Mir liegt auch daran, daß meine Interessen vertreten werden.

    Die Frage ist:

    - werden meine Interessen dann auch wirklich vertreten? Eine Garantie gibt es nicht.

    - was mache ich, wenn Partei xy zwar ansatzweise meine Sichtweise zum WaffG teilt, das restliche Wahlprogramm aber total daneben ist?

    Wo bleibt da der Spielraum um irgendwas "einfließen" zu lassen? Es gibt massig Punkte, die wichtiger sind als ein WaffG.

    "The pure and simple truth is rarely pure and never simple"

  • - was mache ich, wenn Partei xy zwar ansatzweise meine Sichtweise zum WaffG teilt, das restliche Wahlprogramm aber total daneben ist?

    - Wo bleibt da der Spielraum um irgendwas "einfließen" zu lassen? Es gibt massig Punkte, die wichtiger sind als ein WaffG.

    Das sehe ich für mich genauso, mein Leben besteht nicht nur aus einem schönen Hobby.

  • Das sehe ich für mich genauso, mein Leben besteht nicht nur aus einem schönen Hobby.

    Du hast nicht verstanden, worum es geht. Es geht nicht um unser Hobby an sich, sondern um die Einschränkung der individuellen Freiheit, auf Grund einer fiktiven Bedrohung bzw von ideologischer Ansichten. Ich bin gerne bereit meine Freiheit für andere einzuschränken, wenn es tatsächlich auch einen nachweisbaren Grund gibt.

    Reitschuster.de