Zweifellos ist Biathlon ein Zuschauermagnet, aber was bringt das wie die Formel 1 dem Breitensport?
Die Mitgliederansturm in den Biathlonvereinen ist wohl ausgeblieben aber Viessmann verkauft nun mehr Heizungsanlagen in Chanty-Mansijsk ¡
Davon ab, auch bei diesen Sportveranstaltungen ist der Sportwettkampf nur ein kleiner Teil des gesamten Events.
Deshalb bin ich ein Fan davon neue Disziplinen einzuführen und diese möglichst Publikums- und Medienwirksam zu gestalten. Nur so bekommen wir einen echten Fuß in die Medienlandschaft, bessere Lobby und mehr Geld für die Vereine.
Es gibt eine heutige "Randsportart", in der haben sich 1986 zwei Kerle über 6 Stunden lang in Hartford eine grüne Filzkugel um die Ohren gehauen, vor einem Millionenpublikum am TV.
Eigentlich ist es doch eine langweilige Sportart, eine Entscheidung hat meistens mindestens die Länge eines Luftdruck-Ligamatches und die Entscheidung gibt es erst zum Schluss, bis dahin ploppt es nur monoton und man renkt sich als Zuschauer eventuell einen Halswirbel aus.
Gebracht hat es dem Tennis auch nichts. Es waren die erfolgreichen jungen Sportler, die für die Medien und Sponsoren interessant waren, nicht die Sportart selber. Das ist bis heute nichts anderes, da kann der Wettkampfmodus noch so spannend sein, das öffentliche Interesse zieht es nicht an. Volleyball, Tischtennis, alle versuchen ihre langen Matches zu verkürzen, die Vereine müssen trotzdem jedes Jahr Mannschaften mangels Mitstreitern canceln und Spielgemeinschaften bilden.