Was mich einfach nur verwirrt an der Sache ist folgendes:
- Ich trete einem Verein bei, der Mitglied in einem Verband ist.
- Der Verein entrichtet von dem Vereinsbeitrag Summe "X" an den Landesverband, an den Bundesverband, und was weiß ich noch überall hin.
- Damit bin ich Mitglied im Landesverband und im Bundesverband!
- Nun trete ich einem weiteren Verein im gleichen Verband bei, Grund ist erst einmal egal
- Der zweite Verband entrichtet ebenfalls von dem Mitgliedsbeitrag Summe "X" an den Landesverband und den Bundesverband und das obwohl ich bereits Mitglied in beiden Verbänden bin
Das ist doch eigentlich Abzocke gegenüber den Vereinen und dem Mitglied, da für beide ein höherer Beitrag verlangt wird, als erforderlich.
Wenn ich das so hier weiter interpretiere, Ihr dürft mich gerne korrigieren, da ich es versuche will zu verstehen, ist es damit begründet, dass die Verbandsbeiträge derart gering ausfallen, dass die Verbände eigentlich nicht wirklich lebensfähig sind.
Jetzt einmal ungeachtet der Verbandsgröße, wie schon erwähnt, zahlt jedes Mitglied im BDMP eine Aufnahmegebühr und einen Jahresbeitrag an den BDMP, nicht an den Landesverband. Dieser Beitrag beträgt um die € 80,- und wird vom Mitglied gezahlt, nicht vom Verein.
Damit bin ich persé erst einmal Einzelmitglied im Verband (BDMP) und werde dann, nach Beitritt, einer SLG zugeordnet, wo ich einen separaten Mitgliedsbeitrag entrichte. Es gibt wohl größere SLGn, die den Verbandsbeitrag an den BDMP für das Mitglied abführen, das ist aber eher selten.
Hierbei ist der BDMP zeitgleich Verband und Verein, was waffenrechtlich relevant sein kann.
Im BDS Hessen, wo ich ebenfalls Mitglied bin, ist es vergleichbar, nur bezahle ich da den Jahresbeitrag an den BDS-Hessen. Dieser ist als Einzelmitglied höher, soweit ich weiß. als für Mitglieder einer Schießsportgruppe. Liegt bei € 80,- im Jahr. Inwiefern hier auch eine Summe "X" an den BDS abgeführt wird, kann ich nicht sagen.
Trete ich aber einer Schießsportgruppe bei oder gründe selber eine, zahle ich hier nicht doppelt.
Warum habe ich das waffenrechtliche Thema angesprochen? Ganz einfach. Wenn ich aus einem DSB Verein austrete, erlischt auch meine Mitgliedschaft im Verband/in den Verbänden. Damit ist der Verein verpflichtet, der zuständigen Waffenbehörde den Austritt zu melden und ich werde aufgefordert mein Bedürfnis nachzuweisen.
Auch wenn der BDS Hessen und der BDMP Einzelmitgliedern keine Bedürfnisse bescheinigt, für Neuerwerbe, so bescheinigen sie mir den Bedürfniserhalt und ich bekomme keine Probleme mit der Behörde und meinem Waffenbesitz, wenn ich z.B. aus einer SLG oder Schießsportgruppe austrete.
Wenn ich nun sehe, dass meine beiden Verbände, BDS Hessen und BDMP jeweils um die € 80,- im Jahr Beitrag nehmen, sind das € 6,66 im Monat. Noch nicht mal eine Schachtel KK Munition oder eine Dose Diabolos. Natürlich kommt hier noch der Beitrag, in meinem Fall nur für die SLG hinzu, also € 240,-/Jahr (das ist unsere SLG, andere SLGn können günstiger oder auch teurer sein).
Wenn ich das alles zusammenzähle, im Fall meiner SLG, sind das € 26,66/Monat.
Trete ich nun einer zweiten oder dritten SLG bei, weil die z.B. Disziplinen abdecken, die ich in meiner SLG nicht anbieten kann, zahle ich nur den Vereinsbeitrag der zusätzlichen SLG, nicht an den Verband, weil ich da bereits Mitglied bin.
Ich frage mich also, wie das rechtlich aussieht, dass ein Verband, trotz bereits bestehender Mitgliedschaft im Verband, je Vereinsmitgliedschaft weitere Verbandsbeiträge verlangt?