Beiträge von CoolMint

    Das "Gewohnheitsrecht"-Ecke im Kopf routiniert das dann und alles ist in Butter.

    Bei mir ist es genau verkehrt herum: Ich nutze regelmäßig Halbautomaten mit Schlittenfang. Da haben sich andere Gewohnheiten verfestigt.

    Darum führe ich das Röhrenmagazin ein und stelle beim Vorlassen des Schlittens fest, daß da keine Patrone auf den Schlitten wartet. Die MG2 ist ja so schön "durchsichtig". Also nochmal repetiert, Patrone auf der Ladebühne gesehen und Schlitten losgelassen. Durch Einschieben dieses Zwischenschrittes bleibt für mich alles Andere gleich, was meinem "Gewohnheitsrecht" entgegenkommt.

    Das ist nicht "besser" aber für mich jener Weg, der sich aus meinen Gewohnheiten von selbst ergibt.

    Das könnte man bei uns ja ähnlich dem schweizer Vorbild ja auch machen, es müssen ja nicht unbedingt wie dort Ordonnanzwaffen sein, einige einheitliche Modelle die nicht verändert werden dürfen sollten genügen, (...)

    Je nach Modell wird in der Schweiz an denen auch ganz ordentlich herausgeschraubt. Das alte Sturmgewehr hatte beispielsweise einen Winterabzug, der wegen des langen Hebels ein viel geringeres Abzugsgewicht ermöglicht. Nur passt dann der original Pistolengriff nicht mehr richtig. Also hat man eine nagelneue Serie abgeänderter Pistolengriffe nur für den Wettkampf aufgelegt, die auf den Winterabzug abgestimmt sind und die es im Original nie gab. Natürlich mit Zulassung durch die Sportgremien...

    Mit original Militärwaffen (Sturmgewehr als Halb- und Vollautomat) kann man in AT bei bestimmten militärischen Anlässen um den Sieg mitschiessen. Nur ist man da chancenlos, weil das allgemeine Publikum die ausgelutschten und über Jahrzehnte mißbrauchten Schießprügel bekommt, während die wenigen präzisen Waffen nach wohlüberlebten Kriterien ausgegeben werden...

    Schützen sind mehr als nur Sportler!

    Und würde man so manche 'echte' Sportler einfach nur so weiterentwickeln lassen, hätten wir bestimmt schon die leuchtende Zukunft, ganz bestimmt.

    Rätselhafte Gedankensplitter.

    Aber keine Sorge, dass verstehst Du eh nicht.

    Also ich verstehe das auch nicht.

    Aber vielleicht soll dieser Beitrag ja gar nicht verstanden werden, weil sinnfrei ?

    Genau so werten wir auch auf den Deutschen Meisterschaften der DSU aus.

    Das ist wohl auch angemessen und vernünftig so. Bei einem Schussbild wie oben bleibt dem Schützen ohnehin nur, die Auswertung möglichst ruhig abzuwarten und zuversichtlich zu sein.

    Spannend ist es auf jeden Fall. Und schon die Spannung kostet auch immer ein wenig Konzentration. Bei Rundkopfgeschossen in .45 kann es mitunter schwer werden, durch Stechen einen Doppeltreffer zu ermitteln. Darum setze ich bei Bewerben auf SWC, wo Doppeltreffer sich ohne Stechen besser ermitteln lassen. Nicht daß das jeden Tag vorkäme, aber das Risiko sind immerhin 10 Ringe, was einem Absturz gleichkommt. Und das ist zu viel.

    Interessant wird es, wenn bei einer Meisterschaft bei drei erkennbaren weit verteilten 9mm- Treffern auf einer Scheibe, davon eine gerissene 10, der Protestierende drei mal die 10 reklamiert.

    Also drei Treffer in einem Loch...

    Das geht dann weiter zur Beschwerdekommision.

    Mit vorhersehbarem Erfolg.

    Das kann Dir bei GK auch immer wieder passieren, wenn das Schussbild entsprechend eng ist. Wie man am Bild sieht, sogar mit .45 ACP Semi Wadcutter.

    Wenn also die Gefahr besteht, was Du ja an Deinen Schussbildern im Training abschätzen kannst, wären Geschosse mit Scharfrand angesagt. Die gibt es auch in 9mm zum Wiederladen.

    In AT lautet die Anweisung beim Auswerten, daß im Zweifel zugunsten des Schützen zu entscheiden ist. Wenn also wie hier die Treffer eng zusammenliegen und noch eines der Löcher einen leichten Bauch hat, werden voraussichtlich 5 Treffer gezählt. Wenn die Treffer aber weit auf der Scheibe verteilt sind, wird es schwierig, den Auswerter davon zu überzeugen, daß die eine angerissene 10 eigentlich zwei Treffer waren.

    Abseits dieser technischen Überlegungen gratuliere ich zu diesem schönen Sportgerät und wünsche viel Vergnügen und viele gute Treffer.

    Vielleicht müssen wir uns hinterfragen, ob sich die Welt nicht schon ein Stück weit geändert hat? Bedingungsloses Grundeinkommen darf mittlerweile gedacht werden und auch ausprobiert werden (Finland), da ist ein Crowdfunding für eigene Wünsche nicht mehr so weit weg davon.

    Wertesysteme, Sozial/Wirtschaftsgemeinschaften, persönlicher Individualismus sind alles Plätze die heute in think-tanks neu erfunden werden, nicht aus Spaß, sondern weil wir alle auf unserem schönen Planeten in diesen altbekannten Formen nicht überleben werden.

    Die Welt ändert sich ständig. Hermann Hesse hat das in einem unvergleichlich eindringlichen Text am Beispiel einer Stadt beschrieben:

    Die Stadt

    Vom Aufstieg aus dem Nichts mit viel Fleiß und Energie über den Höhepunkt bis zur alternden Stadt, die vornehm kultiviert dahindöst, degeneriert und schließlich untergeht. Ein kleines aber beeindruckendes Stück Weltliteratur.

    Aus den wilden, ungestümen Pionieren früherer Zeiten ist in unserem Fall ein höflicher junger Mann geworden, der freundlich um Unterstützung bittet, um seine work-life- balance anstrengungsfrei zu optimieren. Das passt präzise zur kultivierten, etwas kraftlosen Phase unserer Gesellschaft, die einigermaßen rat- und hilflos ihrer Auflösung entgegendämmert und (ich darf zitieren) "in diesen altbekannten Formen nicht überleben" wird.

    Er ist also ein Produkt unseres Zeitgeistes und unserer Gesellschaft und kann insofern nichts dafür, daß ihm Anpumpen per Crowdfunding näher liegt als der konservativ- befremdliche Leistungsgedanke.

    Mit entsprechenden Tips und Hinweisen wäre Heni mehr gedient als mit dummer Herabwürdigung aus dem Parterre von Leuten, die vermutlich schlechter schießen als er.

    Carcano

    Wie begründest du den sachlichen Zusammenhang ohne arrogant zu wirken?

    Wer aus überlegener geistiger Höhe die absolute Wahrheit verkündet, wird von den weniger Erleuchteten dann noch irrtümlich für arrogant gehalten. Ein hartes Schicksal.

    Seit ich im Oktober mein Studium begonnen habe, sind meine Leistungen kontinuierlich abgefallen, da ich nicht mehr so oft trainieren kann. Wäre es mir - durch Eure Hilfe - möglich, ein eigens KK-Gewehr zu kaufen könnte ich an meinen Erfolgen weiter anknüpfen und wieder an den Deutschen Meisterschaften Teilnehmen.

    Den Großteil meiner Freizeit die mir neben dem Studium noch bleibt, verbringe ich beim Training. An den Wochenenden sind oft Wettkämpfe sowohl mit dem Luftgewehr als auch mit dem Kleinkaliber.

    Ich würde mich sehr freuen wenn Ihr mich bei meinen Träumen und Zielen unterstützen würdet. Der Sport sollte nicht aufgrund des Studiums vernachlässigt oder zurück gestellt werden.

    Also ich finde Deine Anliegen gut und verständlich formuliert. Aber irgendwie weckt das Ganze nicht meinen Spendentrieb.

    Wenn es da beispielsweise hieße: "Den Großteil meiner Freizeit in der Nacht verbringe ich abends als Helfer an einer Frittenbude und hab schon einiges Geld zusammen. Aber mir fehlt noch Betrag X" für eine gute gebrauchte KK- Waffe."

    Das wäre schon viel motivierender, weil zumindest irgend eine Art Eigenleistung sichtbar würde.

    Was kostet denn so etwas?

    Also für .22 habe ich keine Gesamtkosten. Bei .45 ACP kostet mich eine Patrone fertig geladen bei Verwendung einer vorhandenen Hülse ca EUR 0,16 bis EUR 0,19. Das ist weniger als die Hälfte des Neupreises. Bei ca. 4.000 bis 10.000 Schuss im Jahr rechnet sich das ganz schnell, falls man die Arbeitszeit nicht mit ansetzt. Je nach verwendeter Presse kommen pro Stunde ca. 100 -150 oder 400 bis 600 fertige Präzisions- Patronen heraus. Ich sehe Wiederladen als Hobby im Hobby.

    Nur wegen Genauigkeit müsste ich nicht wiederladen, weil ich das Glück habe, daß meine Hauptwaffe mit einer immer noch erhältlichen Werkspatrone auf 25 m Loch in Loch schießt. Aber seit ich selbst lade, kann ich mir Patronen mit etwas leichteren Geschossen und etwas schwächeren Ladungen zusammenbauen, mit denen die Waffe etwas weniger hoch springt und die auf Dauer weniger grob zu meinen Handgelenken ist. Und die Waffe selbst wird auch geschont und bleibt so länger hochpräzise. Und das ohne irgendwelche Verluste in der Munitions- Genauigkeit.

    Das geht so weit, daß ich meine Trainigsladungen im Sommer im Vorfeld der Meisterschaften sogar noch etwas reduziere, eben wegen der Handgelenke. Das sind Freiheitsgrade, die nur der Wiederlader hat.

    Um wieder zum Problem von vonvogel zurückzukommen: Ein mir bekannter Schütze hatte sich früher seine Meisterschafts- Patronen in 9mm aus den hochwertigsten Komponenten selbst zusammengebaut. Dazu verwendete er nagelneue Hülsen, die alleine schon so viel kosten wie 9mm Schütten- Munition. Er wollte das Höchstmaß an Genauigkeit, Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit herausholen, was ihm auch gelang. Dazu ist man letztendlich gezwungen, wenn der Markt die Munition nicht bietet, die den eigenen technischen Ansprüchen genügt.

    mit ein bischen Übung geht das schon... ;)

    Klar, Alles geht, wenn man nur will. Aber ist es sinnvoll?

    Wer zwei italienische Gespielinnen hat, muß natürlich beiden entsprechend Aufmerksamkeit spenden und laufend zwischen ihnen wechseln, um sie bei Laune zu halten.

    Die Frage ist, ob genug Zeit (und Kraft) bleibt, zwei ausreichend intensive Beziehungen parallel zu pflegen, ohne sich zu verausgaben und am Ende mit zwei leicht vernachlässigten Gespielinnen niemals zu den ersehnten Höhepunkten zu kommen.

    Zur Trefferlage: Das Problem ist, daß die seitliche Steyr-Montage keine Möglichkeit zum Parallaxenausgleich bietet. Der Sensor schaut mit absolut grenzwertigem Versatz zur Schußlinie und je nach Distanz zur Scheibe wird das dann komplett off-limits. Ich war sogar bei MEC und habe ausgiebig mit Maik rumgetestet - er hatte das Feedback bisher noch nicht zu dem Adapter, und letztlich haben wir es dann mit dem Einschieben eines hauchdünnen Metallplättchens von hinten zwischen Adapter und MX-02 quasi "zur Scheibenmitte hin verkanntet", damit wars dann OK. Allerdings keine dauerhafte Lösung.

    Irgendwann hatte ich mit ein Scatt MX 02 gegönnt und festgestellt daß der Sensor ohne feinste Einstellarbeiten immer irgendwohin "schielt". Bei einer LuPi läßt sich das mit dem einstellbaren Montageprisma und viel Geduld lösen. Aber nur bis zum Nachfüllen der Pressluft. Dann muß die Befestigung runter, um die Kartusche abnehmen zu können. Bei erneuter Montage ist wieder herumzustellen, bis alles passt. Nebenbei zerkratzen die Einstellschrauben und das Stahlband die Kartusche. Das Ganze war so mühsam, daß ich irgendwann den Sensor in seinem hübschen Koffer beließ.

    Dann kaufte ich einen Scatt Laufadapter zum Einschieben in die Laufmündung für GK. Der ist nicht verstellbar aber das muß ja auch nicht sein, weil die Laufseele doch bitte hinreichend genau auf den Scheibenspiegel zeigen sollte. Das war aber ein Irrtum. Entweder sind es die Züge und Felder oder Toleranzen des Adapter oder des Sensors, die den Sensor neben die Scheibe blicken lassen. Durch Drehen des Sensors um die Laufachse kam dann heraus, daß irgendwie alle beteiligten Teile zu den Abweichungen beitrugen und daß es nicht möglich war, eine Stellung zu finden, in der Scatt die Scheibe erfasste.

    Als ich dann ausgeschlossen hatte, daß der Fehler bei mir lag, wandte ich mich an MEC. Dort hieß es von einer Dame am Telefon "Das habe ich noch nie gehört". Das ist jetzt rund 2 Jahre her.

    Warum ich dazu schreibe? Weil ich gerade wieder mal einen Anlauf starte, Scatt mit LuPi und GK Pistolen zu verwenden. Die Frage einer vernünftig einstellbaren abnehmbaren Befestigung ist immer noch ungelöst. Für Gewehre gibt es teure aber fein einstellbare Adapter für die UIT- Schiene. warum wohl?

    Blödsinniges Gehampel, aber das WaffG mitsamt Verbänden geben es leider ja nicht anders her, für Normalsterbliche Breitensportler.

    Bedauerlich auf jeden Fall. Aber die Idee, eine MG2 und Pardini SP als Haupt- und Resevewaffe nebeneinander zu nutzen, sehe ich mit einem riesigen Fragezeichen. Griffe, Handhaltung und Abzugscharakteristik sind (aus meiner Sicht) zu unterschiedlich, um während eines Bewerbes erfolgreich wechseln zu können und trotzdem Leistung zu bringen.

    Die Pardini ist super einfach gebaut und darum schnellstens repariert. Der Vorsatz für .32 ist einfach zu wechseln und weil der Griffteil bleibt, ändert sich absolut nichts an Griff, Handhaltung und Abzug. Nur kostet die Pardini mit Wechselsystem ungefähr so viel wie 2 MG2E.

    Wenn ich mich nicht so in die MG2 verrannt hätte, wäre Pardini mit Wechselsystem meine erste Wahl.

    Dann musst du dich aber jetzt beeilen, die Uhr tickt....

    Falls Du die südorientierten Aufenthalte des "Großen Meisters" meinst, stimmt das ja leider. Ich war mit meiner LuPi schon mal durch die Holledau unterwegs bei Schneesturm und Baum quer über die Autobahn zwecks Griffoptimierung. War ein interessanter und Aufenthalt und die örtlichen Schützen sind uns auch in angenehmer Erinnerung. So einen landschaftlich reizvoll gelegenen und geselligen Schießstand im Ort kann man sich nur wünschen. Und der Griff hat sich auch stark verbessert. Keine Frage.

    Was die MG2 betrifft, sind Ruhe und Ausdauer schon bei der Beschaffung wichtig. Aber das sind Eigenschaften, die ein Pistolenschütze ohnehin mitbringen oder entwicklen sollte.

    Unlängst konnte ich eine MG2 mit Werksgriff in meiner Größe "begreifen". Da war der Griff schon alleine ein sinnliches Erlebnis für sich. Jedenfalls wurde mir berichtet, daß sich durch die MG2 ein glücksstrahlendes Grinsen auf meinem Gesicht ausgebreitet hatte. Ich weiß jetzt, daß ich den Griff erstmal im Originalzustand schießen werde und erst nach einiger Zeit wird sich herausstellen, ob etwas daran zu ändern ist. Und dann wird sich schon eine Gelegenheit finden, den "Großen Meister" zu treffen. Notfalls wird er mit einer Auswahl von Bierspezialitäten "geködert".

    Ob das mit der MG2 für andere Schützen / Hände auch gilt, weiß ich nicht. Möglicherweise habe ich auch durch GK unübliche Vorstellungen zu Griffen. Ich konnte am selben Tag neben der Mg2 werksneue Sportpistolen von Pardini, Morini, und Feinwerkbau begrapschen. Bei allen außer der MG2 wäre mein erster Weg zu Matze wegen Griffoptimierung gewesen. Aber so lasse ich erst mal niemanden an den Griff und freue mich und hoffe.