Beiträge von 75reinhard

    Ich habe das Teil schon länger in Verwendung und bin sehr zufrieden damit. Allerdings nutze ich es hauptsächlich im Großkaliber-Gewehrbereich für meine Laborierungen zum Ver- und Abgleich mit den theoretischen Werten aus dem Ballistikrechner.

    Natürlich habe ich das Garmin auch bereits im Kleinkaliber- und Luftbereich eingesetzt, allerdings eher aus Neugier, ohne weiteren Hintergrund. Es ist jedoch gut zu wissen, dass ich auch in diesem Bereich im Fall der Fälle Kontrollmessungen durchführen könnte.

    Vom Ablauf her wird das 3-Stellungs-Finale sicher flüssiger ablaufen, das ist definitiv positiv. Was mir persönlich weniger gefällt ist, dass die stehende Stellung nun 50% der Wertung im Finale ausmacht. Ich wäre eher für die Gleichwertigkeit der Positionen – auch wenn das Finale letztlich (fast) immer über die stehende Position entschieden wurde, werden zukünftig die Stehendspezialisten eindeutig bevorteilt.

    Ansonsten sehe ich da jetzt keine großen Änderungen. Ja, bei der Bekleidung gibt es nun Steifigkeitszonen, und statt 70 mm gibt es nun 80 mm bei der Jacke. Die Schießzeit outdoor wird von 90' auf 105' verlängert, und es gibt einen Widerspruch in Bezug auf die Schießhose bei der Liegendstellung (vgl. 7.5.5.4 zu 7.6.1.2 l). In 7.5.5.4 wird die Hose generell erlaubt, in 7.6.1.2 l in der Liegendstellung jedoch wieder untersagt.

    Wenn du dir die Explosionszeichnung genau ansiehst, dann erkennst du beim Auszieherbolzen (11) dass das Ende zur Kralle schräg verläuft. Damit ergibt sich im eingebauten Zustand ein Übergriff auf die Kralle und dieser Übergriff verhindert dass die Kralle herausfällt. Du musst also den Bolzen somit soweit zurückschieben, dass die Kralle komplett freiliegt und gleichzeitig nicht vom Werkzeug in Position gehalten wird. In dem Zustand sollte die Kralle eigentlich leicht entfernbar sein.

    Das eine hat mit dem anderen doch nichts (oder, ganz pedantisch: wenig) zu tun !

    Stimmt - Korrektur: die leere Patronenhülse wurde nicht aus dem Lager gezogen.

    Stehelue: Betrifft jetzt nur den Auszug, die Auszieherkralle - Kralle anheben (Teil 20/21) den Auszieherbolzen (Nr. 11) mit einem spitzen Gegenstand gegen die Feder drücken und die Kralle aushaken - dabei aufpassen das dir die Feder (Nr. 18) nicht durch die Gegend fliegt. Die Kralle müsste nach der Explosionszeichung ähnlich/gleich mit der der KK500 sein.

    Es ist ein Fehler der durchaus mal auftreten kann. Ich würde den Verschluss einmal komplett zerlegen und die Kleinteile reinigen, zusammenbauen und danach testen, ob der Fehler nochmal auftritt.

    Ich hatte mal beim KK500 von meinem Sohn, besser gesagt er hatte das Problem, das wiederholt nicht ausgeworfen wurde. Ich habe dann präventiv die Auszieherkralle samt Bolzen und Federn bestellt und getauscht. Schau mal hier in die Explosionszeichnung vom K300 System - da siehst du die relevanten Teile (Nr. 20,21,11,18). Präventiv deshalb, weil alles sauber war und ich es nicht riskieren wollte, dass er im Wettkampf Probleme bekommt. Der Fehler trat bei ihm unregelmäßig auf, seit dem Tausch nie wieder.

    Bin früher Motorradrennen gefahren und da gab es den Spruch: "Der Fahrer macht die Sekunden, das Material die Zehntel." Das kannst auch für den Schießsport hernehmen- die Ringe kommen vom Schützen und das Material bringt dir die Zehntel. Natürlich geht es beim Schießsport oft sehr knapp zu und dann nimmt man diese Zehntel gerne.

    Umgekehrte Beobachtung bei mir in der Trainingsgruppe. Die Leute beginnen mit einem Vereinsgewehr - Steyr LG 10, glaub die sind jetzt um die 30 Jahre alt, aber die schiessen nach wie vor gut. Später kaufen sie sich ein eigenes Gewehr und denken dass sie jetzt einen riesen Schritt machen werden, machen sie aber zum Großteil nicht und brauchen oft sogar noch einige Zeit, bis sie überhaupt auf die Ergebnisse vom Vereinsgewehr kommen.

    Klar muss das "alte" Gewehr technisch in Ordnung sein, aber es ist auch nicht ungewöhnlich, wenn man gerade mit wenig Erfahrung zu Beginn große Schritte macht.

    und was kommt öfters vor ein schwacher Treffer oder die 10,9...?

    Die Munitionsstreuung bedeutet aber nicht immer ein schlechteres Ergebnis - Ausnahme Munitionstest, wenn da alles richtig gemacht wird. Das die Trefferfläche beim 10,9er geringer als beim 10,7 ist, ist geometrisch vorgegeben. Wenn jetzt ein Auflageschütze eine 10,3 schiesst, dann hat er eben schlecht geschossen und wenn es eine 10,5/10,6 gewesen wäre, hat er möglicherweise dank der Streuung zu seinem Gunsten nichts besser gemacht als beim 10,3er.

    as its best:

    Die Fusshaltung betrifft nur die Jugend, stimmt. Ansonsten hast du sehr viele nicht mehr zutreffende Regeln aus überholten ÖSchO reingestellt .

    Auch gibt es bei der Auflage einige Unterschiede zu Deutschland. Die Schaftkappe ist gemäß ISSF Regeln definiert. KK wird mit den max. 25mm senkrecht zur Laufmitte geschossen, keine Schiessschuhe oder Schiesshosen erlaubt, Auflageständer auf Tischen wo du mitunter jeden Schuss und Ladevorgang vom Nachbarn spürst, usw.

    Grundsätzlich sind die Schrauben im Auslieferungszustand festgezogen. Ich habe das schon einmal in der Vergangenheit beschrieben:

    75reinhard
    30. Mai 2018 um 20:37

    Man sollte also schon noch vor dem Verstellen die Schrauben lockern. Falls man öfters mal nachstellt, z.B kann sich der Durchblick bei unterschiedlichen Positionen schon mal ändern, dann kann man die Schrauben auch gelöst belassen. Hat dan Vorteil, dass man danach jederzeit ohne Werkzeug schnell nachjustieren kann. Nachteil dabei, man kann das Duplex auch schnell mal unabsichtlich verstellen. Normal ist das kein Problem, beim Probeschiessen, oder beim Stellungswechsel (KK) hat man genug Zeit zum Nachjustieren. Ich persönlich ziehe die Schrauben nicht mehr fest, ich möchte jederzeit eingreifen können.

    75reinhard


    Danke für deinen wertvollen Input

    das heisst, ich setze unten den einstellbaren Flügel in die Kappe, richte den parallel zur 90 Grad Achse aus und habe dann Spiel beim Winkel des Schaftes und/oder Flügel…

    Im Sinne der ISSF Regel und für Kleinkaliber, ja. In Österreich wird das genau so bei der Waffenkontrolle abgenommen. Aber Achtung! Ob nun der DSB die Leseart des ÖSB aus der ISSF Regel vertritt, kann ich nicht sagen. Die ISSF Regel würde auch nur für das Kleinkalibergewehr gelten und das Sehnenmaß vom LG ist beim KK wieder egal. Aufpassen noch bei der V-förmigen Flügelstellung deines geteilten oberen Flügels, beim LG darf die max. Breite von 30mm (der Schaftkappe) nicht überschritten werden (auch wieder ISSF).

    Sehe ich auch so, bei abmontiertem unteren Flügel allerdings am unteren Ende des mittleren Flügels.

    Ja. Du kannst den unteren Flügel auch "gerader" (also zur 90° Linie) stellen oder in Richtung zum oberen Flügel drehen. Danach wird sich der tiefste Punkt der Schaftkappe, der auch an der Schulter/am Körper anliegen kann (wichtig!), wohl im Bereich des mittleren Flügel befinden.