KK300 wirft nur noch schlecht aus - Revision Verschluss nötig?

  • Grüß euch,


    im Training heute hat mir mein ansonsten immer zuverlässiges Walther KK300 etwas den Dienst versagt, aber vielleicht hatte hier ja wer mal den gleichen Fehler.


    Mitten im Training fiel mir auf, dass der Abzug nach Verriegelung nicht aktiv war. Also nochmal geöffnet, mit Schwung nach vorn, Abzug will wieder. Leider klemmte dann der Verschluss vorn und ließ sich nur schwer wieder zum Auswurf nach hinten bewegen. Teilweise blieb die Hülse auch einfach vorn im Lager.

    Verschluss also rausgeholt, eine der beiden Krallen vorn am Verschluss federt super, die andere Kralle federt quasi überhaupt nicht mehr.


    Ist das ein bekannter Fehler? Kann man da selbst ran? Oder morgen mit dem Verschluss direkt mal zum Büchsenmacher?

  • Es ist ein Fehler der durchaus mal auftreten kann. Ich würde den Verschluss einmal komplett zerlegen und die Kleinteile reinigen, zusammenbauen und danach testen, ob der Fehler nochmal auftritt.

    Ich hatte mal beim KK500 von meinem Sohn, besser gesagt er hatte das Problem, das wiederholt nicht ausgeworfen wurde. Ich habe dann präventiv die Auszieherkralle samt Bolzen und Federn bestellt und getauscht. Schau mal hier in die Explosionszeichnung vom K300 System - da siehst du die relevanten Teile (Nr. 20,21,11,18). Präventiv deshalb, weil alles sauber war und ich es nicht riskieren wollte, dass er im Wettkampf Probleme bekommt. Der Fehler trat bei ihm unregelmäßig auf, seit dem Tausch nie wieder.

  • Es ist ein Fehler der durchaus mal auftreten kann. Ich würde den Verschluss einmal komplett zerlegen und die Kleinteile reinigen, zusammenbauen und danach testen, ob der Fehler nochmal auftritt.

    Ich hatte mal beim KK500 von meinem Sohn, besser gesagt er hatte das Problem, das wiederholt nicht ausgeworfen wurde. Ich habe dann präventiv die Auszieherkralle samt Bolzen und Federn bestellt und getauscht. Schau mal hier in die Explosionszeichnung vom K300 System - da siehst du die relevanten Teile (Nr. 20,21,11,18). Präventiv deshalb, weil alles sauber war und ich es nicht riskieren wollte, dass er im Wettkampf Probleme bekommt. Der Fehler trat bei ihm unregelmäßig auf, seit dem Tausch nie wieder.

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Ich war gestern mal beim Büchsenmacher, der hat den Verschluss vorläufig für "gut befunden". Was mir jetzt aufgefallen ist, mit ein wenig Ruhe, dass die Einbuchtungen im Patronenlager, in die die Auszieher eingleiten, doch ordentlich verschmockt waren. Hab die jetzt mal so gut es geht gereinigt, ggf. kann ich morgen nochmal testen, ob das die Lösung war. Wenn nicht, dann werde ich mich mal an die von dir genannten Teile ranmachen.

    Vielen Dank auch für die Explosionszeichnung, gleich mal so gut es geht abgespeichert. Wer weiß, wann man das mal wieder brauchen kann.

  • verschmockt waren

    Da liegt der Hund begraben, bin ich mir ziemlich sicher 😉😊

    Gruß Mike

    ohne Training kein Vorankommen ;)

    Erfolg muss man sich erarbeiten, Neid kommt von allein :)

    KK 500 E Auflage, LG500itec E Auflage :)

  • Da liegt der Hund begraben, bin ich mir ziemlich sicher 😉😊

    Ich werde nach dem Schützenfest (nächstes Wochenende) testen und berichten. In Hamburg war heute alles gesperrt gefühlt und wir mussten Family von der AIDA abholen ;).

  • Ich hatte mal beim KK500 von meinem Sohn, besser gesagt er hatte das Problem, das wiederholt nicht ausgeworfen wurde. Ich habe dann präventiv die Auszieherkralle samt Bolzen und Federn bestellt und getauscht. Schau mal hier in die Explosionszeichnung vom K300 System - da siehst du die relevanten Teile (Nr. 20,21,11,18). Präventiv deshalb, weil alles sauber war und ich es nicht riskieren wollte, dass er im Wettkampf Probleme bekommt. Der Fehler trat bei ihm unregelmäßig auf, seit dem Tausch nie wieder.

    Die Reinigung hat leider nicht den erwünschten Erfolg gebracht, leider, deshalb überlege ich auch präventiv die Krallen zu tauschen. Beim Verschluss des KK300 ist es mir noch ein kleines Rätsel, wie die Krallen genau getauscht werden. Hast du da eine Idee? Ein Video vom KK500 habe ich diesbezüglich gefunden, die Verschlüsse sind jedoch irgendwie ganz schön anders.

  • Ich hatte mal beim KK500 von meinem Sohn, besser gesagt er hatte das Problem, das wiederholt nicht ausgeworfen wurde. Ich habe dann präventiv die Auszieherkralle samt Bolzen und Federn bestellt und getauscht.

    Das eine hat mit dem anderen doch nichts (oder, ganz pedantisch: wenig) zu tun !

  • Das eine hat mit dem anderen doch nichts (oder, ganz pedantisch: wenig) zu tun !

    Stimmt - Korrektur: die leere Patronenhülse wurde nicht aus dem Lager gezogen.

    Stehelue: Betrifft jetzt nur den Auszug, die Auszieherkralle - Kralle anheben (Teil 20/21) den Auszieherbolzen (Nr. 11) mit einem spitzen Gegenstand gegen die Feder drücken und die Kralle aushaken - dabei aufpassen das dir die Feder (Nr. 18) nicht durch die Gegend fliegt. Die Kralle müsste nach der Explosionszeichung ähnlich/gleich mit der der KK500 sein.

  • Moin,
    ich habe zwei KK300 und bin leider auch mit dem Problem vertraut. Anscheinend hängt das Verhalten stark von der verwendeten Munitionssorte ab.

    Aktuell tritt das Problem nur bei der Waffe meiner Frau auf und auch nur in Kombination mit Klingner-Munition. Mit der Center-X gibt es hingegen absolut keine Schwierigkeiten.

    Bei meiner Waffe hatte ich vor ein paar Jahren ein ähnliches Problem mit RWS-Munition. Das konnte ich damals bei der DM Auflage in Hannover direkt vom Kundenservice des Herstellers beheben lassen. Es wurden keine Teile ausgetauscht, sondern lediglich etwas nachgeschliffen. Seitdem läuft die Waffe einwandfrei, und das Problem ist seither nicht mehr aufgetreten.

    Ich glaube nicht, dass ein Austausch von Verschleißteilen bei der Waffe etwas bringen würde. Ich habe die Waffe vor zwei Jahren gebraucht gekauft und sie letztes Jahr in Hannover überprüfen lassen. Dabei wurden alle Verschleißteile im Verschluss ausgetauscht. Interessanterweise trat das Problem erst jetzt auf, als wir testweise die Klingner-Munition verwendet haben.

    Anfang Oktober bin ich wieder in Hannover und werde das Problem dann direkt von Walther beheben lassen.

  • Moin,
    ich habe zwei KK300 und bin leider auch mit dem Problem vertraut. Anscheinend hängt das Verhalten stark von der verwendeten Munitionssorte ab.

    Aktuell tritt das Problem nur bei der Waffe meiner Frau auf und auch nur in Kombination mit Klingner-Munition. Mit der Center-X gibt es hingegen absolut keine Schwierigkeiten.

    Bei meiner Waffe hatte ich vor ein paar Jahren ein ähnliches Problem mit RWS-Munition. Das konnte ich damals bei der DM Auflage in Hannover direkt vom Kundenservice des Herstellers beheben lassen. Es wurden keine Teile ausgetauscht, sondern lediglich etwas nachgeschliffen. Seitdem läuft die Waffe einwandfrei, und das Problem ist seither nicht mehr aufgetreten.

    Ich glaube nicht, dass ein Austausch von Verschleißteilen bei der Waffe etwas bringen würde. Ich habe die Waffe vor zwei Jahren gebraucht gekauft und sie letztes Jahr in Hannover überprüfen lassen. Dabei wurden alle Verschleißteile im Verschluss ausgetauscht. Interessanterweise trat das Problem erst jetzt auf, als wir testweise die Klingner-Munition verwendet haben.

    Anfang Oktober bin ich wieder in Hannover und werde das Problem dann direkt von Walther beheben lassen.

    Hast du das Problem auch bei RWS? Die Klingner - Munition (Klingner Professional Match) sind ja Randchargen von RWS, ich weiß aber nicht genau von welcher konkreten RWS - Munition, wäre ansonsten bei zukünftigen Tests vielleicht interessant.

    Walther KK500 Expert

    Feinwerkbau P70 Alu

  • Bei meiner Waffe war das mal vor über 10 Jahren die New Master von Allermann, und jetzt bei der Waffe von meiner Frau mit der Klingner Professionell. Beide müssten bei RWS vom Band gelaufen sein. Mit der Center-X gab es bisher keine Probleme. Aber nach den Nachschleifen vom Walther Service klappt es auch mit der RWS.

  • Bei meiner Waffe war das mal vor über 10 Jahren die New Master von Allermann, und jetzt bei der Waffe von meiner Frau mit der Klingner Professionell. Beide müssten bei RWS vom Band gelaufen sein. Mit der Center-X gab es bisher keine Probleme. Aber nach den Nachschleifen vom Walther Service klappt es auch mit der RWS.

    Das ist ja "witzig", aktuell verschieße ich die Restbestände (sind noch 1000 Schuss) meines Vaters der New Master von Allermann (bietet sich von Lüneburg aus einfach an der Laden). Und die einzige Testmunition, die ich alternativ mal getestet habe, war die RWS vom Verein. Öhm, ja, vielleicht sollte ich mal wieder nen Munitionstest vor Ort buchen.

  • Stimmt - Korrektur: die leere Patronenhülse wurde nicht aus dem Lager gezogen.

    Stehelue: Betrifft jetzt nur den Auszug, die Auszieherkralle - Kralle anheben (Teil 20/21) den Auszieherbolzen (Nr. 11) mit einem spitzen Gegenstand gegen die Feder drücken und die Kralle aushaken - dabei aufpassen das dir die Feder (Nr. 18) nicht durch die Gegend fliegt. Die Kralle müsste nach der Explosionszeichung ähnlich/gleich mit der der KK500 sein.

    Danke dir für den Tipp. Jetzt kommt etwas ganz Merkwürdiges: Ich habe die Kralle testweise gerade so entfernen wollen, den Stift mit nem flachen Schraubendreher nach unten gedrückt und an der Kralle gewackelt, irgendwie wollte se dabei nicht raus. Vorher "klemmte" sie aber ganz merkwürdig an der Kante fest (oben), wenn man sie zur Seite gedrückt hat, jetzt ist sie wieder freigängig nachdem ich 5-10 Mal gedrückt und geruckelt habe. Ich gehe so mal Mittwoch auf den Stand und versuche mal mein Glück. Vielleicht hab ich se ja so wieder gangbar gepfuscht. Merkwürdig, dass mir der Büchsenmacher sagte, dass das normal sei. Ich hatte vorher schon im Verdacht, dass das nicht normal sei, war ja vorher auch nie so.

  • Wenn du dir die Explosionszeichnung genau ansiehst, dann erkennst du beim Auszieherbolzen (11) dass das Ende zur Kralle schräg verläuft. Damit ergibt sich im eingebauten Zustand ein Übergriff auf die Kralle und dieser Übergriff verhindert dass die Kralle herausfällt. Du musst also den Bolzen somit soweit zurückschieben, dass die Kralle komplett freiliegt und gleichzeitig nicht vom Werkzeug in Position gehalten wird. In dem Zustand sollte die Kralle eigentlich leicht entfernbar sein.