Beiträge von no.limits

    . Jedoch hat nicht jeder die Möglichkeiten

    Ja das ist richtig, Du hast natürlich auch in einigen Punkten recht.
    Ich gehe vom max. Anspruch aus, immer und in allem. Das passt nicht auf jeden Schützen, sollte aber Maßstab für das Forum sein.
    Dann kann jeder soviel nehmen wie er braucht. Wenn (immer) nur Mittelklasse zur Diskussion steht, bzw Spitzen nicht zur Diskussion kommen kann nichts wachsen, oder ist das Wachstum begrenzt, vor allem für Leute die aufstreben. Das dazu.
    Die Frage die man hier stellen sollte wie groß ist der Aufwand, wie wird das Ergebnis ausfallen. Es ist irgendwo nicht plausibel einen end gefinnischten teueren Griff zu kaufen um den zu verbasteln.
    Bei Morini konnte man früher Rohlinge erstehen die aus dem Bearbeitungsprozess genommen wurde in dem gewünschten Produktionsstadium. Ab und an hatten die auch Griffe die während der Bearbeitung Risse bekamen, oder sich Narben von Ästen auftaten die konnte man günstig kaufen für Versuchsprojekte.
    Die andere Seite ist das es Schützen gibt die Ihr Schätzchen mit Q-Tips reinigen und nur mit Handschuhen anpacken. Die niemals auch nur einen Kratzer am Griff überleben würden, die schiessen Jahrzehnte mit einem Griff der erklärter maßen nicht passt und auch drückt, aber schön ist.
    Sind das Ausgangspunkte über die wir hier diskutieren sollten ?
    Zur Kenntnis nehmen ja, aber……

    Unter uns gesagt es ist erschrecken wieviele Leute hier in den letzten Jahren zum Thema gute Erklärungen und Darstellungen in Posts veröffentlicht haben, sicher mehrere hundert. Trotzdem gibts so Leuchten die hier erklären die Hand passt auf Dauer dem Griff an. 🙈

    Also wenn jemand so einen Weg wählt mit einem Handscan, sollte von vorn herein klar sein das so ein Teil nur begrenzt Ergebnisse bringen kann und gut Geld kostet.

    Die sind am Ende des Tages bewusst so geformt das wesentliche Linien Spielraum haben, Bauart bedingt um Reklamationen zu vermeiden. Das sollte man wissen.
    Im übrigen sind meine eher ausholenden Erklärungen der Erkenntnis geschuldet die oben beschrieben ist, das in der Breite sowenig hängen bleibt. Ich habe immer noch die Hoffnung auch den einen der wenig versteht abholen zu können. Auch wenn andere Leuchten das eher nicht verstehen.
    Soll heißen die Leute unten abholen die Spitze trotzdem erreichen.

    No.limits

    hast du denn Erfahrungen mit den Handscan-Griffen gemacht?

    Das ist ne berechtigte Frage!

    Ich mache jetzt seit etwa 40 Jahre Griffe, habe sämtliche Evolutionsstufen mit erlebt.
    Wir haben alles mögliche und unmögliche an Material und Techniken eingesetzt und versucht. Wir sind dabei in vielen Sackgassen gelandet, oft nur in kleinen Schritten vorwärts gekommen.
    Es gab Griffhersteller die mit Handumrisszeichnungen Griffe anfertigen wollten. Das Geschäft geht vor, es war bequem auf Distanz sowas zu verkaufen. Ein paar gibt es immer die man begeistern kann mit minimax Verprechen.
    Ich sage Dir warum es nicht funktionieren kann.
    Egal in welcher Position der Hand Du den Scan machst, die Hand hat auch in geballter Haltung keine Spannung und nichts liegt irgendwo an, die Proportionen hängen irgendwo in der Luft und bekommen keine Pressung, die ergeben sich erst wenn mit Waffe und deren Gewicht und der vom Schützen angewandten Kraft. So etwas nur mit Kitt und den passenden nennen wir es Medien machbar. Mit der originalen Waffen, der zugehörigen Hand und Spannung in der optimalen Haltung. Nichts davon gibts beim scann.
    Selbst bei optimaler Vorgehensweise wie oben gerade beschrieben brauche ich bei meinem eigenen Griff für eine neue Waffe auch schon mal mehere Anläufe und Nacharbeiten. Du kannst es mir glauben ich hab rund um das Thema endlos Erfahrung und in der Regel auch sogar schon mal was getroffen.


    No.limits

    Noch einmal, ein passender Griff ist in der Regel auch beim ersten modellier Versuch nicht immer perfekt.
    Ein Griff wird in der Regel mit 3 Zonen modelliert. Es passiert durchaus das sich die Richtung des Handgelenks während der Arbeiten verändert.
    Auch ist es wichtig das der Rohling der zu Grunde liegt schon relativ gut passt.
    Mit nur Kitt auftragen und beten funktioniert es nicht.
    Es sollte jedem einleuchten das ein originaler Handabdruck mit einer weichen Masse mit nichts zu ersetzen ist.
    Solche Spielchen mit Handscan ist die Leute versarscht und das Geld verbrannt.
    Es kommt oft vor das sorgfältigst angefertigte Griffe auch mit Kitt nicht beim ersten Mal und auch nicht nach der erfolgten Nacharbeit passt.
    Der sollte nach erfolgter fertigstellung erst eine Weile geschossen werden um sicher zu gehen das Richtung, Neigung und alle Konturen anstandslos passen.
    Viele Schützen bekommen auch erst durch und während solcher Arbeiten einen Eindruck um was es eigentlich geht.
    Wenn das final gegeben ist sollte er in Holz kopiert werden.
    Holz ist das beste Material weil es den Schweiß aufnimmt, ein Kunstoffgriff kann das nicht. Wer etwas vorbelastet ist und Schweiß produziert dem kann der Plaste Griff bei entspechend warmen Temperaturen wie ein Stück Seife vorkommen.

    Ein Griff von der Stange und ein Handscanngriff haben eines gemeinsam, die wesentlichen Eckpunkte und Kennlinien die ein Griff haben muss sind grob rund gehalten um ein gutes Gefühl nämlich keine Druckstellen oder Ähnliches zu fabrizieren.
    Solche Griffe vermitteln eine gute Passung weil sie nicht drücken. Die Kennlinien die immer einmalig gleichen Sitz in der Hand verursachen fehlen. Die Punkte und Kennlinien müssen eine gewisse Schärfe haben um immer dieselbe Handlage zu erzielen.
    Nur wer das einmal erreicht hat und auch das nötige technische Schützen know How hat, weis das in der Regeln zu schätzen.

    No.limits

    Bin hier aber am nur herumdilettieren, und sehr an euren Erfahrungen dazu interessiert.

    Warum kaufst Du einen neuen teueren Griff zum verbasteln? Nach dem ersten Arbeitsgang ist er verbastelt, die wesentlichen Merkmale hat er nicht, die musst Du mit Kitt erst verursachen. Erst wenn Du in den aufgetragenen Kitt am Griff eingreifst bekommt der Griff Deine DNA, vorher ist es ein Stück Holz mit Konturen von einer Maschine.
    Um einen passenden Griff zu formen reicht ein Rohling oder ein alter Griff. Der möglichst die eine passende Größe mitbringt, so das wenig Kitt benötigt wird. Kitt macht den Griff schwerer, das ist in der Regel nicht das Ziel.

    No.limits

    Normal bewegt das Züngel nennen wir es ,,Stange,, und betätigt einen Schalter, bei Morini wenn ich mich nicht täusche einen Entlastungsschalter. Der Schalter ein eigenständiges komplettes Bauteil.
    Bei der MG ist es nur die Stange die für eine Unterbrechung sorgt. Es ist kein autarker Schalter verbaut. Nix anderes wollte ich festhalten.
    Das ,,geschaltet,, wird war klar, nur eben nicht mit einem Schaltermodul jedweder Art.
    Nix anderes war Grundlage der Diskussion.

    No.limits

    Und wie öffnen die den Kreislauf? Mit einem Schalter 😉

    Nein, ohne Schalter!,,,,,, das Züngel hebt eine ,,Stange,, die Trennung im Stromkreis erfolgt. Es gibt keinen klassischen Schalter.
    Steyr und Morini haben klassische Micro Schalter eingebaut als eigenständiges Bauteil.
    Noch Fragen?
    No.limits

    Ich hab die Rückmeldung zu den aktuellen Abzügen aus den MG Modellen, kam in italienischer Sprache musste ich mit dem Translater übersetzen.
    Ich hab nach der Funktion gefragt, bzw nach Schalter, Lichtschranke oder ähnlichem zur Schussauslösung.
    Antwort: nein kein Schalter, es ist einfach ein geschlossener Kreislauf er löst aus wenn er geöffnet wird.
    Somit sind nun alle Klarheiten beseitigt.
    Es konnte auch nicht anders sein, es ist kein entsprechendes Bauteil vorhanden.
    Wie ich das schon festgestellt habe.
    Ist übrigens bei allen 3 Waffengattungen so, also E-Modelle, FP, LP, und Spo Pi

    No.limits

    im elektronik bereich dann die frage nach dem prellen der kontakte oder der sicheren detektierung einer gewollten schussabgabe.

    Ich kann es Dir nicht erklären, ich hab noch kein Bauteil gefunden in der Waffe das einem Schalter oder einer Lichtschranke ähnlich ist oder dergleichen. Wie schon erwähnt ist nix in der Teileliste oder der Explosionszeichnung. Es gibt die Platine vorne im Rahmen, die von der Fläche etwas größer ist als ne große Briefmarke und es gibt den Magneten, mehr nicht!?
    Die Größe der Elektronik bzw die kleinen Ausmaße sind schon mal faszinierend.

    nunja, es wird bei modernen systemen kein "schalter" betätigt, der nur ein oder aus kennt,

    Daniel, ich denke da liegst nicht ganz richtig. Die Morini Modelle haben ganz feine Microschalter die wiederum über Mechanik ,,bedient,, werden.
    Die MG hat nichts von alledem, da Elektronik nicht meines ist kann ich da nur vermuten. Laienhaft in Raum gestellt würde ich sagen es muss mit Abriss der Masse oder ähnlichem zu tun haben.
    Du kannst da sicherlich mehr dazu sagen ob das technisch denkbar ist.
    Es ist real und auch in der Explosionszeichnung kein Teil vorhanden das hierzu eine Aufgabe hätte.

    No.limits

    Sorry,auf Verpackung steht Hämmerli 152,naja da vergessen wir das.

    Es ist richtig, die Griffe sind für die Hämmerli. Ein Griff für die Cm84E besteht aus einem Stück und hat von außen ein Zugang zur Elektronik. Das Morini Logo ist deshalb drauf weil Moroni auch Griffe herstellt für Drittwaffen. Moroni ( Francesko Reppich Schweiz) machte auch eine Zeitlang Massgriffe. Nur irgendwann hat sich der Griffmacher selbständig gemacht.
    Cesare Morini ( Italien ) hat bis zur Insolvenz dieses Frühjahr auch Massriffe hergestellt aber in der Regel ohne Logo.
    No.limits

    Stell Dir doch mal vor, Du könntest den Abzug dadurch auch fern auslösen, z. Bsp. durch ein kleines Kästchen mit Taster in der Hosentasche mit der nicht haltenden Hand.

    In der Tat hab ich so etwas konstruiert, allerdings mit Kabel. Der Zweck war ein anderer, nämlich für Schulungszwecke.
    Wenn ich die Erkenntnis hatte und ein Schütze es partout nicht begriffen hat das er Abzugsfehler verursacht und es nicht verstanden hat, war das sehr hilfreich. Ich hab es ihm so sichtbar, erlebbar begreiflich gemacht.
    Er musste seinen Ablauf ausführen, wenn die Handruhe vermeintlich am Optimum war habe ich fern ausgelöst. Die Schussbilder waren durch die Bank wesentlich kleiner als beim selbst koordinierten Schuss. (Bei diesen Probanten)
    Bei der Gelegenheit hab ich auch um Erkenntnisse zu erhalten was passiert, den Selbsttest gemacht.
    Allerdings nicht bis zum erbrechen und mit Training oder so, nur eine kurze Einheit.
    Meine persönlichen Ergebnisse haben sich eher verschlechtert. Die ganze finale Phase der Schussabgabe war nicht mehr rund. Der Schuss kam nie zum passenden Zeitpunkt. Warum weshalb hab ich nicht ergründet, aber es ist schwerer als man annimmt. Vermutlich geht es aber über Training zu beherrschen. Die Grundruhe wird dadurch aber nicht besser. Nachdem ich ohnehin jeden Schuss auf ca. 2 cm genau ansagen konnte war der Auslöse Vorgang eh nicht mehr die Fehlerquelle und damit zu optimieren. Der Streukreis resultierte ausschließlich von der Hand -un-Ruhe und der Tagesverfassung.
    Wer auf sehr hohen Level schiesst hat m.e. kaum oder kein Auslöseproblem sondern ein Stressproblem das die Handruhe beeinflusst.

    no.limits

    Gegebenenfalls muß man irgendwann Prioritäten setzen und sich im klaren sein was einem wichtig ist.

    Das ist richtig, es ist aber nicht Schützen spezifisch, es betrifft jeden Sportler ob Golfer, Ringer, Tennisspieler einfach jeden.
    Es geht um den Einsatz, und dazu natürlich Analyse.
    Man kann letztlich auch Einsatz bringen ohne Ende wenn der nicht analysiert und konzertiert angewendet wird bringt der nix bis wenig.
    Der von Dir gewählte Einsatz passt natürlich. Er stärkt das Kreislaufsystem, das Lungenvolumen und diverses mehr. Es kommt immer drauf an wo die Defizite sind, bzw wo kurzfristig am meisten zu holen ist. Das wird bei jedem anders sein. Aber ein guter trainierter Kreislauf ist immer ein plus auch in Punkto Nervosität. Ein ansteigen des Pulses im Wettkampf ist eher gegeben bei einem untrainierten Menschen. Wenn ein Kreislauf trainierter ist, ist er auch stabiler und resistenter. Das Lungenvolumen ist größer und verschafft einem mehr und längere Halteruhe. Dies natürlich auch in Verbindung mit der speziellen Kondition.
    Je weiter das es dann hoch geht mit der Leistung je spezieller werden die Ansprüche an Analyse und Umsetzung. Da kommt dann der Zeitfaktor mehr ins Spiel, aber auch Disziplin, Bereitschaft und Kreativität.
    So sieht‘s aus.
    No.limits

    Wenn es sich rechnen würde hätte der ehemalige Importeur dies schon längst in Auftrag gegeben.

    Du wirst Recht haben, so geschwind kann man den nicht herstellen. Ich würde davon ausgehen das er deutlich teuerer werden würde als eine gebrauchte Toz.
    Es handelt sich nicht um einen klassischen Stift Schlagbolzen und bei dem Stundenlohn eines Büchsenmachermeisters weit ab einer Rentabilität.

    No.limits