@Fieli
Es stellt sich die Frage wie hoch der Anteil aktiver zu passiven Mitgliedern ist. Natürlich sind die aktiven Mitglieder, die selbst schießen auch bereit, höhere Beiträge zu akzeptieren, denn sie nutzen alle Möglichkeiten des Vereins, von den Infrastrukturen über die Bedürfnisbescheinigungen der Verbände und den Startmöglichkeiten bei Meisterschaften bis hin zu der Tatsache, dass ihr aktiv betriebenes Hobby meist eh kostenintensiv ist (zumindest wenn man größere Kaliber schießt oder sportlich gewisse Ambitionen hat und dafür eine eigene Ausrüstung braucht).
Das sieht bei den passiven Mitgliedern ganz anders aus. Die nutzen über den Vereinsraum hinaus, in dem sie den geselligen Veranstaltungen nachgehen, meist kaum etwas von dem, was den Verein Geld kostet. Wenn ich denen sage, ich brauche von euch den gleichen Mitgliedsbeitrag wie vom aktiven Schützen, weil regelmäßig die Kugelfänge oder Seile kaputt sind und neu gekauft werden müssen, dann hört seine Solidarität relativ schnell auf. Fakt ist, je mehr sich der Anteil der Mitglieder zu Lasten der passiven verschiebt, umso eher fängt der Verein an zu überlegen, wie lange er sich das Solidaritätsprinzip leisten kann. In Zeiten knapper Kassen geschieht dieses immer häufiger, insbesondere, wenn wir über Beträge jenseits der 5,-/Mitglied und Jahr Verbandsbeitrag reden.
Problem im DSB ist trotz seiner "angeblichen" Tradition aus meiner Sicht, dass in vielen Landesverbänden die Tradition gar keinen so hohen Stellenwert hat. In der Mehrzahl der LV besteht die Mitgliedschaft mehr aus Sportschützen (oder welchen, die es mal waren), denn aus reinen Tratitionalisten. Diese LV können aber die Probleme der LV mit einem hohen Traditionsanteil oft gar nicht richtig nachvollziehen und sind daher auch nicht zu Veränderungen auf DSB-Ebene bereit.