Beiträge von schmidtchen

    Nach Winnenden hätte es ein geschlossenes Auftreten der Verbände gebraucht, die Öffentlichkeit zu informieren und die Schützen aus der Schusslinie der Medien zu halten.

    Das wurde leider versäumt.

    Zum einen dürfte es dir schwer fallen, Einfluss darauf zu nehmen, was die Presse für interessant hält oder was nicht. Bei der heutigen Konkurrenzsituation auf diesem Markt stürzt sich jeder auf die noch so kleine "Sensation", die Auflage (Werbeabsatz) verspricht. Wenn du Glück hast und parallel gerade ein "besseres" Thema läuft, geht es an dir vorüber und sonst wird's halt ausgeschlachtet.

    Aber diese "maladen Vergleiche" gehen mir allmählich auf's Gemüht. Die Frage der Anzahl der Getöteten ist dabei doch immer nur der eine Faktor. Es gibt auch immer noch einen zweiten Faktor und der ist nun mal die "Notwendigkeit des Gebrauchs". Je mehr Leute eine Sache negativ betrifft (in unserem Fall "Einschränkungen im Waffenbesitz zum Sportschießen") umso mehr Gewicht hat man, wenn man sich zusammen schließt. Soweit richtig und für uns beschränkt zutreffend. Es gilt aber auch: Wieviele Leute betrifft es, wenn ich gegen diese Gruppe vorgehe und da ändert sich das Bild ganz schnell. Wenn man gegen uns Waffenbesitzer vorgeht, kümmert das allgemein kaum einen, und wenn nur positiv, weil neben den "ist mir doch egal"-Leuten noch ein großer Teil Waffen-/Kriegsgegner hinzu kommen und dazu viele Leute nicht ganz unbegründet Angst vor Waffen haben, da sie im Missbrauchsfall viel Unheil anrichten können. Und damit ist nicht nur der Attentats-/Amokfall gemeint sondern auch schon der "einfache" Raubüberfall/Einbruch mit Waffengewalt. Das erzeugt negative Assoziationen.

    Bei Auto oder meinetwegen auch jetzt bei der Kindesmisshandlung würde ich eine viel größere Menge an Personen angreifen bzw. in deren Leben eingreifen. Das ist nämlich der zweite Faktor. Das Konfliktpotential ist um ein vielfaches höher als bei uns Waffenbesitzern, selbst wenn sich alle zusammenschließen würden.

    Darüber hinaus ist das Auto als Fortbewegungsmittel derzeit noch unverzichtbar in unserem Alltag. Da hängen viele Dinge dran, die man so schnell gar nicht anders lösen kann. Wenn man uns die Waffen abnimmt, passiert in der Welt um uns herum gar nichts. Deshalb sind diese Dinge überhaupt nicht miteinander vergleichbar und man sollte auch nicht versuchen, dass immer wieder zu machen, weil man sich damit selbst ins Abseits manövriert, weil einem keiner mehr zuhört. Was anders ist das meiner Erfahrung nach, wenn man die Deliktrelevanz von Legalen Waffen aufzeigt, auf andere Probleme mit stärkerer Relevanz (bezogen auf unseren Bereich z.B. die illegalen Waffen und deren Zugang) hinweisst und dazu klar macht, dass der "kranke Mensch" das Problem ist und nicht die legale Waffe.

    Das ist keine Panikmache oder Angst, sondern nur das Aufzeigen von Möglichkeiten.

    Bisher haben wir uns immer noch im Bereich des tatsächlich passierten bewegt. Wenn nun auch noch den Bereich des Möglichen mit reinehmen, ohne dass es dafür konkrete Anhaltspunkte gibt, dann sollten wir auch ne Tippgemeinschaft für Lotto einrichten. =O

    Es ist schon so, wie oben mehrfach beschrieben: Wir machen uns teilweise das Leben schon untereinander schwer. auch ohne Waffengegner. ;(

    Bei einem günstigen Stand kommt mit dem Beitrag ein Verein leicht über die Runden.

    Na ja, mit einem eigenen Stand halte ich das zumindest für anspruchsvoll, von "leicht" also weit entfernt. Un d mehr als ein Druckluft-Stand sollte es auch nicht sein.

    Die Hälfte diese Beitrags wird ja fast schon als "durchlaufender Posten" für Beiträge an den Landesverband und den Sportbund weitergereicht werden (wenn man die Mitglieder ordnungsgemäß alle meldet ;)). Wenn dann noch Versicherungen und laufende Kosten wie Strom/Wasser/Telefon hinzu kommen, wird's schon eng, außer man hat seeehhrr viele Mitglieder.

    Wird immer wieder gerne auch in den Medien behauptet, nur wenn es dann dort nachgewiesen werden sollte wurden Gaser oder irgendwelche Dekoteile vorgezeigt.

    Das mag auch nicht auf jedem Dorf klappen, aber ich kann dir sagen, dass ich sowohl in Köln als auch in Berlin schon in Situationen war, wo ich mir so etwas hätte zulegen können. Es ist weniger eine Frage des "ob" als eine Frage des "für wieviel". Aber wer so eine Tat vorhat, der kann auch von Hanau nach Frankfurt fahren.

    Und falls jetzt die Frage kommt, ob ich etwas dagegen gemacht hätte: Nein! Denn die hatten das Zeug natürlich nicht dabei. Ich bin mir aber sehr sicher, dass man mit bei entsprechendem Willen da dran kommt.

    Das gilt aus meiner Sicht übrigens auch für die Polizei: Mit dem entsprechenden Aufwand würde man da auch Erfolge verzeichnen, aber in diesem Kleinkriminellenbereich haben die keine Ambitionen. Die wollen nur die großen Fische, und die bitte auf dem Silbertablett. :(

    Filme mag sein, wobei ich sehr Hollywood Affin bin was Filme angeht und mir das in den letzten 35 Jahren eher weniger geschadet hat.

    Auf unseren Spartensendern im privaten Qualitätsfernsehen laufen eher weniger die Hollywood-Qualitätsfilme. Und leider werden diese Sender noch von reichlich Leuten geschaut, dass weiß ich aus eigener Erfahrung, wobei ich immer wieder nur den Kopf schüttel und frage, ob sie nicht vielleicht ne ordentliche Musik anmachen könnten, statt den Schrott nebenher laufen zu lassen. :(

    Was die Spiele angeht, ich bin eher der Meinung dass Autorennspiele-/Simulationen eine Einstufung ab 18 bekommen sollten, denn die "erregen" eher wie diese sogenannten Ballerspiele

    Na, dann musste aber hier bei uns mal auf ne "LAN-Party" kommen, da geht das Adrenalin förmlich in der Halle spazieren und das auch bei 14-/15-jährigen. X(

    Wohl wissend, dass man Menschen wie dich eher nicht bekehren kann, würde ich mal empfehlen, das Pferd nicht am Schwanz aufzuzäumen.

    Es geht aus meiner Sicht viel weniger darum, den Menschen die Werkzeuge für ihre Taten zu nehmen, sondern mehr darum, ihre durcheinandergeratenen Gedankengänge zu ordnen bzw. zu verhindern, dass diese erst in dieser Weise durcheinander geraten.

    Wenn wir als Gesellschaft nicht lernen, mehr auf Werte zu achten und verhindern, dass a) Leute unflätig beleidigt werden (egal welcher Couleur), b) dass unsere Freizeit immer mehr von Filmen und Spielen mit hohem Gewaltpotential bestimmt wird, c) dass sich Autofahrer auf der Straße wie auf dem Kreuzzug bewegen, dann werden wir das Problem nicht in den Griff bekommen.

    Jeder gewaltbereite Täter wird, wenn er sich einmal vorgenommen hat, eine Tat zu begehen, ganz locker an irgendein geeignetes Werkzeug kommen. Wenn's nicht die legale Waffe ist, dann ist's die illegale (die heutzutage fast leichter zu beschaffen ist wie eine legale), ein Auto (wie gestern in Hessen beim Karnevalsumzug) oder ein Messer oder andere geeignete Gegenstände, mit denen er sein Ziel erreichen kann.

    Zu glauben, dass irgendeine Maßnahme im Bereich des Waffengesetzes tatsächlich wesentlichen Einfluss auf die Opferzahlen haben wird, ist mehr als Wunschdenken. Bei den Politikern ist das Ganze eh nur Aktionismus, weil ihnen nichts besseres einfällt, sie aber den Anschein erwecken müssen, dass sie was tun. Bei den Waffengegnern sieht das anders aus. Die sind nicht auf Außenmeinungen angewiesen. Aber jeder, den ich persönlich anspreche, wenn er mit so Argumenten anfängt, glaubt nicht wirklich, dass diese gestörten Menschen sich von ihren Taten abbringen lassen, wenn sie nicht die legale Waffe haben (was zwar immer mal wieder vorkommt, aber prozentual ja immer noch verschwindend gering ist).

    Und die einzige sinnvolle Maßnahme im Bereich der Waffen, nämlich die erheblich stärkere Verfolgung illegalen Waffenbesitzes, würde wegen des hohen notwendigen Personalaufwandes (der im Augenblick auch kaum zu rekrutieren ist, da man sich in anderen Bereichen ja auch schon "tot" gespart hat) erheblich teurer als das WaffG erneut zu verschärfen.

    Auch den Umgang kann man mit Simulationen an PC schon sehr gut vorbereiten. Versierte Schützen erarbeiten sich eh große Teile ihres Leistungsvermögens beim Trockentraining zu Hause. Das reicht dann auch für eine wilde Schießerei, wenn ich nicht nur die 10 Treffen muss. Insofern sind deine Forderungen/Vorstellungen gedanklich leider bei weitem nicht ausgereift.

    Nochmal für dich: Nicht die Waffen sind das Problem sondern die Köpfe der Menschen, die die Taten begehen . Und da können und müssen wir als Gesamtgesellschaft und nicht nur in den Schützenvereinen was dran tun. Denk mal in Ruhe drüber nach.

    Immer sind es die anderen die schuld sind wenn Waffenbesitzer austickt, vielleicht sollten gerade die Waffenbesitzer keine Waffen haben?

    In den meisten Fällen dürfte es DIE SCHULD nicht geben. Meist gibt es eine Reihe Faktoren, die mitspielen und an mehreren dieser Stellen könnte, man ggf. eingreifen, wenn IRGEND jemand aufpassen oder sich trauen würde, was zu sagen oder zu reagieren. Es dürfte sich um ein gemeinsames Versagen handeln. Nicht jeder Fall ist gleich und nicht überall reagieren die betroffenen Personen gleich. Viele Unbekannte in der Gleichung, daher keine einfache (Mathe)aufgabe. Aber wer es nicht wenigstens probiert, sie zu lösen, wird auch kein guter Mathematiker.

    Und wo ist das Problem? Dann wird's halt richtigerweise verschrottet. Mein Pa hat auch noch ein paar alte Waffen auf der Erben-WBK. Sollte ich übernehmen, will ich aber nicht - kann ich nix mit anfangen.

    Das ist dein gutes Recht. Aber manch einer verbindet mit seinen Waffen mehr als nur das Metall. Das sieht bei vielen Erben natürlich anders aus, was auch nicht schlimm ist.

    Aber warum soll ich dem ältere Mitglied mit der KK-Büchse auch die schönen Erinnerungen an erfolgreiche Zeiten nehmen ? Es gibt nur wenige Leute, die 40 Jahre durchgängig Sportschützen sind. Da muss es doch kein rein und raus mit den Waffen geben. Ich selbst habe meine GSP jetzt auch schon 38 Jahre und auch da gab es Zeiten, wo ich sie weniger benutzt habe, aber heute froh bin, sie noch zu haben.

    interessant finde ich übrigens die Aussage " er war Sportschütze".

    Moment- was genau ist eigentlich ein Sportschütze? Reicht es, sich in einem Verein angemeldet zu haben, die WBK und ne Waffe zu haben, sich dann aber nicht mehr blicken zu lassen?

    Darf ich mich Fußballer nennen, weil ich inaktives Mitglied in einem Fußballverein bin- eher nicht.

    ...

    Aber sind das eigentlich auch Sportschützen- ist es da dann nicht vielleicht doch sinnvoll, den Besitz und den Behalt von Waffen an das tatsächliche sportliche Schießen zu knüpfen?

    Das war ja bisher auch so. § 4 Abs. 4 S. 3 WaffG sah ja sogar eine Überprüfung des weiter (nach der ersten Überprüfung) bestehenden Bedürfnisses vor. Mit dem neuen WaffG fällt diese Notwendigkeit des weiterhin aktiven Schießens nach 10 Jahren weg. Da reicht die reine Mitgliedschaft. Ich kenne ne Menge Leute, die das beklatscht haben und finde es grundsätzlich auch richtig, da mit der alten Regelung z.B. auch viele alte Kameraden um ihr uraltes KK-Gewehr gebracht wurden, was sie dann nur noch verschrotten konnten. Getan haben sie damit aber definitiv niemandem etwas. Das Gefährdungspotential bei GK-Kurzwaffen ist da sicher größer.

    Aber grundsätzlich bekommt nur ein aktiver Sportschütze Waffen und hatte bisher auch nur ein Bedürfnis, wenn er aktiv war. Wie oft, steht auf einem anderen Blatt. Aber da jetzt feinsinnig für die Öffentlichkeit unterscheiden zu wollen, wann man den begriff "Sportschütze" verwenden darf und wann der nicht angebracht ist, dürfte wenig Sinn machen. Die Waffen hat er für's aktive Schießen bekommen, also ist er Sportschütze. Ist man der Meinung, er ist das nicht mehr, müsste man ihn von Rechts wegen an die Behörde melden. Welcher Verein macht das ?

    Das Problem ist ja auch, dass man sich nicht mehr traut, in der Öffentlichkeit zuzugeben, dass man so eine Waffe einfach geil findet.

    Das ist halt auch kein Grund gemäß WaffG an eine solche Waffe zu kommen. Was du neben der Sportschützentätigkeit für deine Waffe empfindest, kann der Behörde schnuppe sein, solange du SPORTSCHÜTZE gem. der Definition nach § 14 Abs. 2-4 WaffG bist.

    Theoretisch(!) hat wohl die soziale Kontrolle im Verein versagt - aber da gibt es eben auch Grenzen. Im Gegensatz zum Klischee sieht man den Leuten den Dachschaden eben NICHT automatisch an.

    Ich gebe di zwar Recht, ABER manchmal meint man auch nur "das es einen nix angeht" oder "das es nicht so schlimm ist und er im Prinzip ja Recht hat". Und da dann die Grenze zum "erkennenden Amokläufer" herzustellen, ist dann "die Kunst". Möglicherweise müssen wir uns überlegen, ob wir "auffällige Leute" (ich weiß, wer ist "auffällig"?, schwer zu bestimmen) eher etwas zu früh als zu spät oder gar garnicht melden. Ein allgemeingültiges Hausmittel wird es da wohl nicht geben.

    Aus meiner Sicht hat diese Tat mehrere Aspekte, und bei einigen von Ihnen sind wir als Sportschützen nicht nur betroffen, sondern können auch was machen.

    Das erste ist natürlich, den einen oder anderen, der nun meint, wieder gegen die Sportschützen und eigene Waffen argumentieren zu müssen, über die wahren Gegebenheiten aufklären. Viele wissen nämlich gar nicht, wie streng unsere Waffengesetzauflagen tatsächlich sind. Darüber hinaus ist klar zu machen, dass nicht die benutzte Waffe sondern der kranke Kopf die Ursache des Verbrechens ist. Wenn ein solcher Mensch keine legalen Waffen hat, die er für seine Tat benutzen kann, wird er andere Wege finden, eine solche Tat auszuführen. Seien es (Küchen-)Messer, Autos etc. Alles schon gehabt.

    Und als letztes können wir auch im Verein ein wenig die Augen aufhalten, wer da so alles mit Waffen rumläuft bzw. welche haben möchte und welche Äußerungen er dabei gleichzeitig von sich gibt.

    Wir hatten das Thema letztens auch schon mal anlässlich der 6 Toten von Rot, wo ebenfalls ein Sportschütze Täter war: 6 Tote in Rot

    Wenn ich lese, dass der Täter zutiefst rassistisch motiviert war und unterstelle, dass das stimmt, wird sich so etwas möglicherweise auch in seinen Äußerungen im normalen Leben gezeigt haben.

    Sicher ist die Grenze zwischen Denunziantentum und berechtigter Sorge fließend und sicher nicht immer einfach im Einzelfall zu bestimmen, aber wir werden nicht umhinkommen, uns damit zu befassen. Aus meiner Sicht nimmt die Zahl der "Kranken Köpfe" leider exponentiell zu und wenn wir da nicht mithelfen, dieses einzudämmen, wenn es denn möglich ist, so wird uns das irgendwann "auf die Füße fallen". Wir werden damit natürlich trotzdem nicht jeden "Kranken Kopf" herausfinden können und was die Behörden dann damit machen, steht auch auf einem anderen Blatt (was da dann schief läuft, haben wir ja zuletzt bei den Missbrauchsfällen in Lüchte und Bergisch Gladbach gelesen, wo zahlreiche Hinwiese nicht oder nicht ausreichend beachtet wurden oder Infos "steckengeblieben" sind. Aber das ist dann nicht mehr unsere Sache. Aber wir sollten da auch unsere Hausaufgaben machen und nicht einfach abtauchen.

    täusche ich mich, oder sind da deutlich mehr Änderungen mit eingeflossen, als nach den Anhörungen und vor der Verabschiedung durch den Bundesrat veröffentlicht worden waren?

    Ohne das jetzt im Einzelnen geprüft zu haben behaupte ich mal: Da täuschst du dich. Denn nach Verabschiedung im Bundestag darf an den Änderungen nur mit nochmaliger Zustimmung des Bundestages was geändert werden, was aber nicht passiert ist. ABER: Nach den Anhörungen (und den entsprechenden Änderungsanträgen aus dem Innenausschuss) wurde VOR der Bundestagsabstimmung ja noch was geändert, z.B. die Einführung der 10er-Regel für die gelbe WBK. Die wurde nämlich vorher nie thematisiert. Aber allzu viel war das nicht (meines Wissens nur die besagte Regelung für die gelbe WBK, von wegen "Waffen horten".

    Oder Besser mit dem Hersteller der Anlage wegen Beleuchtung des Kugelfanges und dann noch aus Ungünstiger Position.

    Der Hersteller sieht sich aber nicht bei der Raumbeleuchtung in der Pflicht. Und dass da Bleireste hängen/an die Scheibe abspritzen hängt vermutlich mit der Reinigung der Anlage bzw. der Beschaffenheit der Metallplatte zusammen. Normal ist das in dieser Ausprägung nicht und daher vermutlich ebenfalls kein Thema für den Hersteller.

    Ich würde mich @Karl 's Meinung anschließen

    Das würde ich einfach mal bei dem betreffenden Verein ansprechen.

    ... jetzt sind sie für alle zugänglich, auch nicht gut. Hauptsache Jammern, aber das ist ja die neue Tugend der Deutschen und sich dann noch alles frei vors Lätzchen servieren lassen wollen.

    Na, dann hoffe ich mal auf den baldigen nächsten Schritt, dass sie nicht nur irgendwo, sondern da, wo ich sie erwarten darf, zeitnah veröffentlicht werden. Und nein, es wollen sich nicht alle nur servieren lassen, aber der DSB und insbesondere Herr F. tut auch alles dafür, dass kein ordentlich formuliertes Regelwerk rauskommt. Wenn man sich anschaut, wie eine neue Fassung der SpO entsteht und wann die Mitglieder des Bundessportausschusses denn eine komplette Version erhalten, dann fragt man sich nur, warum es dieses Gremium überhaupt gibt. Auf jeden Fall bilden die mittlerweile auf der DM dann schon immer eine Gruppe, die sich die Fehler der SpO raussuchen, damit sie dann quasi umgehend mit Veröffentlichung schon das erste Mal korrigiert werden muss. Aber jetzt bin ich schon wieder zu negativ. Asche über mein Haupt !

    Da muss ich mal den DSB in Schutz nehmen:

    Unverständliche Regeln formulieren können auch andere Verbände. Das hat der "alte Opa" kein Patent drauf.

    Was aber nicht heißt, dass man sich nicht bessern darf, auch wenn man dann den Abstand zu den anderen verändern würde. ;)


    Das Problem ist bei derartigen Disqualifikationen nicht die Regel der SpO etc. (also die Normauslegung hinsichtlich des Tatbestandes und die Subsumtion des konkreten Sachverhalts unter den abstrakten Normtatbestand), sondern die Rechtsfolge.

    Das übergeht ihr alle dauernd und geflissentlich in dieser Diskussion.

    Hm, jetzt siehst du mich etwas ratlos. Welche zu diskutierende oder zu beachtende Rechtsfolge schwebt dir da vor? Die Disqualifikation ja anscheinend nicht, weil die wurde ja gerade angesprochen.

    Dir schwebt doch jetzt nicht der unsichere Umgang mit Waffen vor ? Da gäbe es dann ja noch mehr Situationen, auf die das zuträfe. Also, mach uns doch mal wissend.;)

    Aber mal davon ab: Hier ist ja letztlich speziell die Frage über den (richtigen) Umgang mit der Sicherheitsschnur gefragt worden. Warum sollte man da ohne Not auf die Rechtsfolge eingehen? Die wichtigste Rechtsfolge in der Situation ist für den Schützen die Disqualifikation und um die zu vermeiden, muss man wissen, was man darf oder was nicht. Wer absolut sicher sein will, fädelt halt JEDES Mal beim ablegen ein. Das Herr F. das nun erfreulicherweise aus seiner Sicht klargestellt hat (was auch immer das auf einer KM oder BM bedeutet, wenn der dortige KR das anders sieht und sagt, dass der Wortlaut der SpO nun mal was anderes sagt als Herr F. in seiner "Postille", lass ich mal dahingestellt), mag das Ganze etwas entschärfen, aber eine Unsicherheit bleibt bei dem einen oder anderen. Da hilft nur: Fädeln !

    Das Zettelchen ist noch keine 12 Stunden alt (20:08), die Farbe noch nicht getrocknet. Irgendwo muss es zu erst auftauchen. Es ko....tz einen eher an, wenn Haupt- und Ehrenamtlichen der Feierabend nicht gegönnt sei ;)

    Hallo schmidtchen,

    vielleicht solltest du dich mehr über den "Schmarrn" aufregen, der hier so regelmäßig verzapft wird und froh sein, daß es bereits eine Klarstellung gibt.

    Mich nervt diese ewige Diskussion um Halbwahrheiten oder die eindeutigen Falschaussagen, ohne daß sich so mancher die Mühe machen, Google zu bemühen.

    Entschuldigt Jungs, wenn ich von meinem Dachverband, der 1,4 Mio Mitglieder und mehrere Mio. € Jahresumsatz hat, ne Menge Kohle von uns einsteckt und ne Menge hauptamtlicher Kräfte hat, die sich um Kommunikation kümmern sollen, ERWARTE, dass er die Ehrenamtlichen in ihrer Arbeit ordentlich unterstützt.

    Die TK-Infos sind "traditionell" bei den Bayern zu finden, diesen Link beim DSB gibt es noch gar nicht so lang, da hat man die Sammlungen schon lange beim BSSB gefunden.


    Ich fall gleich um. Da soll ich für "offizielle Kampfrichterinfo's des DSB" (wobei sich vielleicht später mal rausstellen wird, was diese "Infos" rechtlich überhaupt wert sind, wenn sie "nur" eine Erläuterung von einem Herrn F. erstellt und noch nicht einmal TK-Beschlüsse sind :() bei einem Landesverband vorbei schauen, weil der ach so tolle DSB nicht in der Lage ist, diese ordentlich und zeitnah zu veröffentlichen ? Jetzt verlangt ihr aber etwas viel.:(

    Mal ganz davon abgesehen, warum man eine SpO-Regelung nicht so formulieren kann, wie man sie meint und nicht so missverständlich, dass die halbe Welt sie nach dem Wortlaut anders auslegen würde bzw. darüber debattieren muss.

    Hatte mit einem KR die Diskussion, wann bei LP (DSB Kz 2.10 u.ä.) die Sicherheitsschnur eingelegt werden muss.

    Unstrittig, wenn der Schütze (m/w/d) seinen Stand verlässt.

    Aber auch, wenn er die Waffe nur offen (kurz) ablegt? Oder muss er die ganz Zeit die Hand an der Waffe haben?

    Die aktuelle Regelung in der SpO ist meiner Meinung nach so oder so auszulegen.
    Gibt es evtl. ein rel. aktuelles Schriftstück der TK zu diesem Thema, das ich übersehen habe?

    Tatsächlich ist die Formulierung in 0.2 SpO aus meiner Sicht ziemlich einzweideutig: „Eine Waffe darf nur abgelegt werden, wenn diese nicht geladen ist. Dieses wird ANGENOMMEN wenn: - die Sicherheitsvorrichtung eingeführt ist (Zusätzlich muss man immer noch wissen, was der jeweilige Standbetreiber unter „Sicherheitseinrichtungen“ versteht 😒)“

    Es hindert mich als Aufsicht also niemand daran, die Erkenntnis, dass eine Waffe ungeladen ist, woanders her zu beziehen (z.B. dadurch, dass ich den Schützen bei der Schussabgabe beobachtet habe und er sodann den Verschluss geöffnet und die Waffe abgelegt hat). Genausogut kann ich aber sagen „Mein Name ist Hase, ich weiß (von) nix, also ist die Waffe NUR ungeladen, wenn die 0.2er Aufzählung erfüllt ist.“ Da kann sich also wieder jeder KR persönlich gerieren wie er möchte.😒

    Ich glaube eher, Du hast missverstanden. Das sind die Pistolenschützen, die ihre Pfoten häufiger während des Wettkampfes von den Griffen lösen und auf die Ablage legen.

    Die letzten Fragen und Antworten beziehen sich meistens auf diesen Beitrag von letztem Sonntag 23:05.

    Ich hab da nichts missverstanden. Es geht nicht um die Disziplin (mir ist als Pistolenschütze schon bekannt, dass das hier mal eher vorkommt als beim Gewehr) sondern um die behauptete Anzahl („40x in einem Wettkampf rein und raus“). Bei den heutigen Wettkämpfen auf elektronischen Ständen und 50 Minuten Wettkampfzeit für 40 Schuss kenne ich keinen Schützen, der seine Waffe auch nur mehr als 10 mal ablegt. Früher bei den Papierscheiben mag das beim Scheibenwechsel öfter der Fall gewesen sein.

    In diesen fast siebzig Jahren hatten schon einige LSB Präsidenten den Geistesblitz, die drei Sportbünde aufzulösen.

    Freut mich ja, dass ich nicht alleine auf so gute Ideen komme. Wie wir ja gerade in Thüringen beobachten können, haben die Politiker nicht immer die besten Strategien in ihrem Vorgehen, weshalb mich die Ablehnung dieses Vorschlags aus Sicht der Politik nicht wirklich wundert. Aber das ist ein anderes Thema.

    Aber greifen wir die Frage doch noch einmal auf und beleuchten sie aus monetärer Sicht.

    Da gibt es in Rheinland-Pfalz den wichtigsten und finanziell stärksten Partner für den Sport.

    Und ich bin sicher auch Schmidtchen hat schon einmal große Hoffnungen auf ihn gesetzt.

    Es ist die "LOTTO Rheinland-Pfalz GmbH". Seit ihrer Gründung 1948 bis 2014 mit einem Umsatz von 13,9 Milliarden der stärkste Förderer des rheinlandpfälzischen Sports mit einer Fördersumme von knapp 6 Milliarden für gemeinnützige Zwecke. Die drei Sportbünde (Rheinland, Rheinhessen, Pfalz) halten zusammen 49% der Geschäftsanteile. Seit 2008 ist das Land Rheinland-Pfalz mit 51% der stärkste Gesellschafter.

    Ich weiß zwar nicht, was diese GmbH mit der Existenz oder Nichtexistenz der Sportbünde zu tun hat, aber du wirst deine Gründe haben, es an dieser Stelle zu erwähnen. Übrigens fiel gestern in China auch erneut ein Sack Reis um.;)

    Die Gewinne nSt. fließen in den Landeshaushalt Rheinland-Pfalz und kommen u. a. als "Pauschaler Aufwendungsersatz" und "Projektmittel" vom MdI über den LSB an die Sportbünde zurück. Nachrichtlich sei hier nur erwähnt, dass dieser Rücklauf im Jahr 2020 ff ein Defezit von 2,28 Millionen EUR abbildet und das nach Prüfung des Rechnungshofes in 2017/18.

    Na ja, das bedeutet ja nicht, dass man die Kosten für die Sportbünde nicht zusätzlich als Plus verbuchen könnte, so sie denn wegfielen. Auch in anderen Bundesländern gibt es solche Gesellschaften, die Gelder in die Landeskasse zahlen zwecks Sportförderung (z.B. Westlotto in NRW). Ob sie dabei mehrheitlich vom Land beherrscht werden oder nicht, ist völlig zweitrangig und spielt für die angesprochene Problematik gar keine Rolle. Aber schöne Nebelkerze. :)

    Wenn Schmidtchen jetzt noch Bock auf eine blutige Nase hat dann sollte er die "Flinte ins Korn werfen" und in das Boxlager wechseln. Vielleicht sehen wir uns dort wieder!

    Ich bin beeindruckt.|| Leider bin ich nicht schnell genug auf den Beinen für diesen Sport. Aber wir können auf dem Pistolenstand gerne einen Ausschießen, wenn wir uns da treffen sollten.