Beiträge von Califax

    Btw:

    Hat das Ganze schon mal jemand mit den Laserzielen von DISAG getestet?

    Ich habe den Eindruck, dass es Ziele gibt, in denen zwischen Vorsatzbild und Schußerkennung bis zu 1cm Entfernung liegen.
    (z.B.: Man sieht ganz deutlich, dass der Schütze exakt die Mitte getroffen hat, es wird aber eine 8 Rechts angezeigt und ähnliche Ergebnisse bei jedem weiteren Schuss)

    Ich habe meinen Schützen darum gesagt: Wenn ihr euer Visier einstellt, dann NICHT nach dem roten Punkt auf der Scheibe, sondern nach der Anzeige auf dem Miniview! (Darum müssen schon unsere U12 alle lernen, wie man eine Visierung richtig verdreht).

    Ist ganz leicht, habe ich gehört.

    Ich nicht.

    Ich habe von einem Foristi ein paar 1a 1911er Griffe für die Steyr LP50 bekommen (damit kann man z.B. das beidhändige Schießen preiswert trainieren) - der schilderte mir, dass das sehr viel Aufwand und auch viele Fehlversuche gekostet hat.

    Und die professionellen Hersteller von 3D-gedruckten Griffen sind auch nicht wirklich so viel billiger als die, die Griffe aus Holz auf Maß fertigen. Es scheint also doch nicht "so einfach" zu sein.

    Sage ich, der seinen günstig erworbenen 3D-Drucker seinem Schwiegersohn geschenkt hat, weil es ihm einfach zu viel Aufwand damit war, auch nur einfache Teile damit zu fertigen.

    Firma Walther mit ca. Weltweit 500 Mitarbeitern

    UMAREX soll weltweit etwa 1000 MA haben.

    Wie viele davon mit der Fertigung von Luftpistolen und Luftgewehren beschäftigt sind? Sicher keine 50.
    Steyr hat - laut Homepgae - in Produktion/Service ca. 15 MA, bei FWB sieht es IMHO ähnlich aus.
    Alle drei Sportwaffenhersteller haben aktuell mit riesigen Rückständen in der Produktion zu kämpfen, darum die z.T. langen Wartezeiten auf eine neue LP bzw. die verkürzte Servicezeit von Steyr auf der DM in München.

    Beim Füllen von Kartuschen: Anschrauben, Flasche aufmachen - WARTEN bis die Kartusche wieder Raumtemperatur hat, das sind, wenn sie nicht sehr leer ist, nur wenige Sekunden, Flasche zudrehen und Kartusche abschrauben.

    Bei Walther-Kartuschen verwenden wir stationär einen Adapter mit manueller Entlüftung. Das ist allein dem Konstruktionsmurx bei der Gewindedimensionierung bei Walther/Hämmerli geschuldet (wenn man nicht aufpasst, gerade im Jugendtraining und Vereinswaffen, die "niemandem gehören" hat man sonst ganz schnell Steckgewinde). Auf Reisen nimmt jeder seinen normalen selbstentlüftenden Walther-Adapter, soll aber vorsichtig damit umgehen und hin und wieder das Gewinde schmieren.

    Wir haben die stinknormalen Steyr-Adapter - und bestimmt 20+x Steyr-LP/MLP im Verein, auf die ich direkten Zugriff habe.

    Ich habe heute während des Trainings beim Füllen einer Kartusche zwei Fotos gemacht - vor und nach Abschrauben nach der Füllung mit knackigen 200 Bar. KEIN signifikanter Unterschied. Es gibt bei KEINER Steyr-Kartusche und keinem von uns verwendeten original Steyr-Adapter solch eine Diskrepanz von 20 Bar.

     

    Das "Zischen" kommt IMHO von dem kleinen Raum zwischen Kartusche und Flasche - da sind natürlich 200 Bar drauf, die müssen irgendwohin weg. Es ist übrigens egal, ob man die Kartusche hektisch oder nur normal schnell abdreht.

    Und was genau ist nun an dem Milizcharakter gut?

    Gar nichts.

    Aber frag mal Volodymir, der läuft fast immer im Contractor-Look rum, selbst im Oral Office. Hups ... beim letzten Mal doch nicht mehr, da unzweifelhaft unpassend. Man kann lernen.


    Es ist für unser Außenbild einfach unpassend, wenn jemand mit Tarnklamotten (wirkt auf unbedarften Zuschauer ggf. militärisch) sich als Sportschütze zeigt. Die woke beeinflusste Bevölkerung reagiert da sehr emotional. Wir haben beispielsweise beim Besuch des Kletterwaldes der nächsten Großstadt mitbekommen, dass die Lehrkräfte dieser Großstadt bereits in heller Aufregung sind, weil wir, ein Kleinstadtverein, zwei Wochen vorher in den Grundschulen unserer Kleinstadt vorstellig geworden sind und Werbung gemacht haben. Da können wir Machos in Einstrich-Keinstrich oder Blättertarn einfach nicht gebrauchen.

    Beim statischen Sportschießen (Kurzwaffe) bringt die Jogginghose keinerlei Vorteile. Der einzige Grund ist der, dass die Befürworter den optischen Eindruck einer sportlichen Betätigung und keinen Milizcharakter vermitteln wollen.

    Auch beim statischen Gewehrschießen. Aber die haben ja häufig steife Schießkleidung ("Exoskelett")

    Welche Kleidung bei welcher Sportart sinnvoll ist und sich am Ende bis heute durchgesetzt hat, hängt von vielen Faktoren ab:

    - behindert oder begünstigt die Kleidung die bei der sportlichen Betätigung üblichen Bewegungen?
    - was sind die aktuellen gesellschaftlichen Sichtweisen auf Mode?
    - was will der Sportler mit seiner Kleidung erreichen oder den Zuschauern zeigen?
    (Coolness, Individualität vs. Zugehörigkeit zum Team) oder ist ihm das egal, wenn´s nur praktisch ist?
    - was sind die Regularien der Verbände für die jeweilige Sportausübung? Oder des eigenen Vereins?

    Wenn vor 100 Jahren ein gesetzter und absolut seriöser Mann seine Schüsse im Dreireiher mit Melone abgab, die Nichtschusshand nonchalant hinter dem Rücken geparkt, dann war das ein Statement: "Ich bin ein Gentlemen und treibe Gentlemen-Sport!" - dito bei Offizieren in Uniform.

    Für statische Gewehrschützen hat sich - historisch entwickelt - die feste Schießjacke plus Schießhose plus Schießschuhe (über den Knöchel gehend) herauskristallisiert. Eine sehr, sehr spezielle Kleidung, die nur exakt für diesen Sport entwickelt und weiterentwickelt worden ist. --> also stets die Aura des "Sportlichen" mit sich herumträgt.

    Bei den Pistolenschützen ist jedoch ALLES verboten, was irgendwie stützt. Jetzt sollen wir sogar von den sauteuren Original-Werksgriffen der Fa. Walther die nicht einzeln zu erwerbenden Handballenauflagen zersägen (Wertverlust bis zu 200 Euro pro Stück!), damit wir weiter mit Kindern und Jugendlichen bei der DM starten dürfen - das Handgelenk wäre gestützt worden. Sogar Uhren oder Freundschaftsbänder, an der Schusshand getragen, sind Pistolenschützen beim DSB verboten. (Ich weiß: Regeln sind Regeln und als solche zu beachten und auf keinen Fall zu hinterfragen, denn das zerstört die Demokratie und den Sport und sowieso)

    Die ISSF schreibt eben Sportkleidung vor und verbietet Arbeitskleidung (= blue Jeans) sowie militärische Kleidung (=Tarnfleck).

    Und das ist eben so, wenn man sich diesem Reglement unterwirft. Regeln sind Regeln.

    "Tarnfleck" verbieten wir auch - auch im Lichttraining. Denn unsere jungen Sportler sollen sich daran gewöhnen, dass, was in der Schule erlaubt ist, noch lange nicht auf dem Schießstand goutiert wird. OK, kann ich verstehen. Außenwirkung ist wirklich sehr viel wert.

    Zurück zum DSB-konformen einhändigen Pistolenschießen: Wenn jemand mit einer festen und trotzdem sportordnungskonformen Hose mit Ösen für einen Gürtel und mit Gürtel startet, hat er einen (erlaubten) Vorteil.

    Nimmt er - aus welchen Gründen auch immer - eine Stretchhose, dann entweder ein paar Ösen von Mutti annähen lassen und dann Gürtel oder, wenn Mutti nicht nähen kann, Gürtel einfach so um den Bauch zum Einhängen des Daumens der Nichtschusshand. Hand nach hinten oder als Winkel an der Hüfte ist überholte Old-School.

    Allerdings hat´s mir mit der Hand vorne am Bund irgendwie besser getaugt

    Da hast du wohl wahr ...

    habe ich bei den Klamotten auf Jogginghose umgestellt

    „Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ (Karl Lagerfeld) - und offensichtlich auch über das gute Schießergebnis.

    Die Gewehrschützen tragen Exoskelette, in denen sie kaum laufen können, aber dem sportlichen Pistolenschützen ist eine Jeans nicht sportlich genug (oder den Trainern oder Kampfrichtern).

    Ich dagegen sage: Eine Hose aus festem, nicht elastischem Stoff, gehalten von einem festen ledernen Gürtel, ist der beste Garant, dass die Nichtschießhand keinen Blödsinn treibt.

    Jetzt können die "echten Trainer" und "echten Sportschützen" über mich herfallen und weinen, dass "sportliche Kleidung" (= etwas anders aussehende Jogginghose) doch dem positiven Ansehen der Sportschützen zuträglicher wäre. Wunschtraum! Gerade korpulentere Sportler sehen in engen Stretchhosen aus wie die "Wurscht in der Pelle".

    Wenn man aber aus bestimmten Gründen Vereinskleidung tragen muss, und dazu gehört meist die elastische Sporthose, dann kauft man sich einen ordentlichen Ledergürtel, den man einfach um den Bauch schnallt und an dem man seine Nichtschießhand festmacht. Der Nachteil ist natürlich, dass dieser freie Gürtel nicht in den Schlaufen der Hose gehalten und somit vor dem Verrutschen bewahrt wird. Also sorge dafür, dass der Gürtel durch Reibung nicht zu locker auf der Wurtstpelle sitzt. Machen meine Jungschützen auch so.

    Was das für ein Gürtel ist, ist egal. Leder, nicht zu dünn, nicht zu schmal, passend für den eigenen Umfang. Man kann auch in ein preiswertes Modefachgeschäft gehen und dort mal an der Gürteltheke schauen, was die so haben, bevor man bei Genossen Xi bestellt.