Beiträge von Califax

    und die Gemäßigten und Vernünftigen

    Du sprichst ein wahres Wort gelassen aus.

    Die, die sich heute als "gemäßigt" und "vernünftig" beweihräuchern, sind das ganze Gegenteil davon. Nur, weil jemand sich gewählt ausdrücken kann und einen Anzug trägt, ist noch kein guter Mensch oder gar Anführer.

    ..ich wählen darf nur zwischen Hexe und gelbes Mann

    Da tust du mir auch leid. Schwarze Pest und Cholera zur Auswahl, ich würde ja da lieber Fußpilz nahmen.

    Wählt ihr die Hexe, wählt ihr ehrenvolles Sterben im Krieg (möglichst natürlich nicht amerikanische Soldaten).
    Wählt ihr den gelben Mann, habt ihr wenigstens was zu lachen - aber mit Krieg hat er es nicht so. Schlecht für Immobiliengeschäfte.

    "Du weißt doch das du es kannst. Also zeig es. "

    Jetzt kommen bestimmt wieder viele mit mentalen Training. Funktioniert nur bedingt.

    Äh ... du verstehst schon, dass der erste Satz durchaus ein Teil des mentalen Trainings ist?

    Leider wird "mentales Training" immer wieder als Nullbegriff verwendet, was sehr schade ist.
    MT ist ein sehr weites Feld, ein Buffet, von dem man nehmen kann, was dem Einzelnen passt und schmeckt.

    Damit sind die im Entwurf etwas weiter oben genannten Erlaubnisurkunden gemeint - die WBKs also.

    Irgendwie kann ich Frau Phaeser verstehen. Mein russischer Kommilitone, der u.a. bei Speznaz (wo genau durfte er mir nicht sagen) gedient hatte, hat mir damals gezeigt, wie man mit einem Blatt Kopierpapier einen Gegner lautlos umbringen kann. (Natürlich nur als Übung) - Urkunden sind also sehr gefährlich und ihre Einziehung macht natürlich Sinn bei potentiellen Reichsbürger*Innen.

    Da wird's dann doch langsam ungemütlich.

    Es geht nicht um Sicherheit oder um Demokratie oder was die sonst so erzählen.
    Es geht einzig und allein um Kontrolle und Gehorsam.

    Von der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung, wie sie in den 50er Jahren vom Verfassungsgericht festgenagelt wurde, hat man sich bereits meilenweit entfernt und diktatorischen Regimen (wieder) angenähert.

    Heute ist jetzt.


    Zitat

    Es geht einzig und allein um Kontrolle und Gehorsam.

    Ich war in Wiesbaden zum Lehrgang mitten während der Coronazeit. Die zum konkreten Zeitpunkt geltenden staatlichen Regeln waren: Täglicher Corona-Schnelltest aller Beteiligten, Maskenpflicht, sobald man stand, keine Maskenpflicht, sobald man saß.

    Es war später Abend und wir spielten am Tisch Spiele, de wir unserem Schützennachwuchs beibringen sollten. Da wir saßen, ohne Maske. Alle.

    Jemand meinte, es wäre etwas stickig und man könnte doch mal wieder lüften. Eine Dame stand auf, legte sich den Mundschutz um, ging durch den leeren Raum zum Fenster, öffnete dieses, kam zurück, setzte sich eng zu uns und nahm den Mundschutz ab.

    Ich fragte sie: "Weißt du, was du eben getan hast?" Sie wusste es nicht. Ich sagte ihr, dass es nach gesundem Menschenverstand vollkommen unsinnig sei, KEINEN Mundschutz zu tragen, wenn man 25-30 cm nah sich auf der Pelle hockt, aber diesen anzulegen, wenn man durch den absolut menschenleeren Raum geht, um zu lüften. Ihre Antwort war: "Das sind aber so die Regeln!".

    Mit solchem Gehorsam kann man problemlos jedes KZ betreiben. (Ich zitiere hier sinngemäß einen deutschen Politiker)

    Ist das oder ähnliches geplant? (Frage hier für einen Freund ohne Internet)

    Ist es nicht auch die mentale Vorbereitung auf das Training… Der Gedankengang welcher abläuft, wie ich Atme, ins Ziel gleite, den Abzug betätige, um die Kugel ins tief Schwarze zu bringen?

    Definitiv. Gestern im Training merkte ich, dass mein Sportler unkonzentriert wurde und das Schussbild aufging.

    Habe ihn erstmal meditieren lassen und dann habe ich ihm in Form einer "Traumreise" (leise, beruhigende Stimme, suggestiv) durch die nächsten 5 Schüsse geschickt: "Du stellt dir jetzt die Mitte der Scheibe vor. Da willst du hin. Du nimmst in Gedanken deine Waffe ... etc. ... erhöhst den Druck, Bumm - gut getroffen. ..."

    Nach der "Traumreise" verengte sich wieder der Streukreis merklich. Schießen ist ein Kopfsport.

    Fazit: So richtig überzeugen mich die ganzen Messverfahren zur Zeit jedenfalls nicht.

    Ist vielleicht ein wenig Off-Topic: Abzugsprüfung bei einer Meisterschaft. Die Prüfer - es handelt sich hier NICHT um den DSB!!!- hatten keine Prüfgewichte, sondern nur ein elektronisches Abzugspüfgerät. Eine Waffe (aus meinem Verein) fiel immer wieder durch - ich prüfte selber und - voila! - das Abzugsgewicht wurde gehalten. Gewonnen, wir konnten starten. Es ist mitunter erstaunlich, was manche Veranstalter da an die Waffenkontrolle setzen. und wie die armen Leuts da ausgestattet sind.

    Als studiertem Ingenieur graust es mir.

    Manchmal hilft es aktiven Schützen durchaus, wenn sie eine KR-Ausbildung absolvieren oder eine Fortbildung zur Ausrüstungskontrolle.

    Als Pistolen-Trainer sehe ich diesen Thread nur mit wachsendem Entsetzen an.

    Ja, ich bin auch KaRi (nicht für Gewehr, sondern für Pistole) - aber auch die Gewehr Karis der Kreisschützenklasse haben, soweit ich das beurteilen kann, solche Steifigkeitsmessungen nicht in extenso geübt.

    Was bin ich froh, dass ich nur auf die Höhe der Schuhe, Bändchen an der Schießhand und bei den Opas auf die korrekten Hocker achten muss. Ihr Gewehrschützen dauert mich.

    Herr Huber

    Schade, den scheint es nicht mehr zu geben.

    https://www.steyr-sport.com/de/kontakt/team

    Ich zähle hier 16 Indianer, 14 mehr oder weniger kleine Häuptlinge und einen Oberhäuptling.
    Ist das die gesamte Belegschaft von Steyr Sport?

    Ich bin noch am überlegen, die defekte MLP jetzt oder erst später, wenn das Serviceteam aus China wieder da ist, nach Ernsthofen zur Reparatur zu schicken.

    Der Service der großen Anbieter hat sich sichtlich verschlechtert.

    Die Fa. Steyr war nur zum Olympischen Wochenende da - am Donnerstag, als die Nachwuchsschützen mit ihren Steyr-Luftpistolen und Mehrschüssigen LPs anreisten - Zelt zu. Wegen Reichtums geschlossen???

    Wir hatten mit einer MLP (der Fa. Steyr) am Samstag einen Totalausfall. Nach 2 Schuss ging plötzlich nichts mehr - wahrscheinlich ein Ventil oder der ganze Druckminderer defekt. Im Normalfall 15 min Auszeit, Reparatur beim Hersteller und weiter gehts. So musste das Kind mit einer unangepassten Leihwaffe weiterschießen - sie heulte danach und mit Recht.

    Auch schon am olympischen Wochenende, als das Zelt noch besetzt war, hatten wir den den Eindruck, dass die Servicebereitschaft der österreichischen Crew nicht das bisher gewohnte Maß erreichte. Früher schwor ich auf den Steyr-Service, der exzellent wer. Was ist da heute los???

    Ein paar Zelte weiter - Walther. An der Crew gabs an sich nichts zu bemängeln. Aber: Auf die Frage, warum wir seit über einem halben Jahr auf bestellte (und bezahlte) LPs warten müssen kam der interne Frust raus: Die Produktion wäre extrem ineffizient organisiert und darum wären die Wartezeiten der Händler so extrem hoch. Ja, warum produzieren die nicht einfach mal eine größere Charge einer Waffe und verringern so die Umbauzeiten ihrer Maschinen? Sie haben super gute Produkte, aber ein Marketing wie ein VEB-Kombinat "Wir haben nix".

    Genug Frust ausgeschüttet.