Für uns ging es in diesem Fall ja konkret um Berlin und Brandenburg. Nach der ersten Fassung, einer Ansammlung von Postleitzahlen am Rand von Berlin hätte der Schützenverband Berlin-Brandenburg rein faktisch keine Vereine mehr aus Brandenburg aufnehmen dürfen.
Das hätte sich der Brandenburgische Schützenverband eigentlich auch so gewünscht, hätte aber das Brandenburg in unserem Verbandsnamen überflüssig gemacht, auch wenn die brandenburgischen Vereine, die dem SVBB bisher angehörten, weiterhin Bestandsschutz gehabt hätten.
Wir konnten hier eine Einigung finden, dass Brandenburgische Vereine zwar priorisiert dem BSB angehören müssen, bei Vereinen, die ein begründetes Interesse besteht beim SVBB Mitglied zu werden die Präsidien beider Verbände tagen und den Fall besprechen.
Wird in unserer Gegend wahrscheinlich eher selten vorkommen, war auch vorher nie wirklich ein Problem und wenn das dann wirklich mal auftritt, dann bin ich gespannt, wie da die Verhandlungsbereitschaft aussieht.
Aber ich kann verstehen, dass es in anderen Verbänden, schon ganz anders aussieht. Dennoch wurde das auf der Gesamtvorstandssitzung des DSB einstimmig beschlossen.
Dann sind im Falle von Brandenburg und Berlin also nicht die Verhältnisse zur Gründungszeit des DSB sondern neuzeitliche Verhältnisse für eine Grenzziehung zur Anwendung gekommen? Für zukünftig mögliche "Grenzfälle" liegt es dann an der "Verhandlungsbereitschaft" der Akteure?