Beiträge von Lanfear

    Mein "Trainer" legte "seinen Fokus" lieber auf das Nachhalten,......Das kommt dann auch bald mal dran,.....

    Mein Tip ist,... zuhören, dann bewerten und eventuell ausprobieren,......gutes annehmen und vervollkommnen und unnützes freundlich ignorieren,.....

    Kann ich bestätigen. Solche Trainer (auch mit Lizenz) kenne ich auch. Die können meist nicht mehr als drei Themen: Anschlagsaufbau, Schußbilder schießen und Nachhalten. Dazu muss man nicht sonderlich viel wissen und kann trotzdem immer seinen Senf dazu geben.

    Matzes Tipp trifft die Sache m.E.n. auf den Punkt. Auch als Trainer ist man damit gut beraten.

    Der Chefleistungsdiagnostiker des DSB für Pistole befestigt das Scattsystem an der LP wie vom Hersteller vorgesehen an der Kartusche. Ich hatte schon ein paarmal die Gelegenheit ihm da zuschauen zu dürfen. Das ist keine Garantie, dass es nicht doch besser geht, aber zumindest für mich ein starkes Indiz, dass ausreichend zuverlässige Werte generiert werden.

    Wie von wegi82 geschrieben ist das deswegen kein Problem, weil die Scattsoftware zu Beginn jeder Messung kalibriert werden soll/muss. Der Kalibrierschuss muss dabei innerhalb eines bestimmten Messbereich liegen, der mit den Schrauben an der Scattbefestigung beeinflusst werden kann. Diese Kalibrierung führt dann - wie schon weiter oben von wegi82 ausgeführt - dazu dass dieser Schuss in die Scheibenmitte gesetzt wird. Die reale Trefferlage ist dem System zu diesem Zeitpunkt egal.

    Ein Anpassung an die reale Trefferlage findet dann außerhalb des Kalibrierungsmodus statt. Nach der Schussabgabe kann der im Scatt angezeigte Treffer per "Drag and Drop" an die reale Stelle verschoben werden. Meiner Kenntnis nach wird dadurch die mit dem zuvor vorgenommenen Kalibrierungsschuss festgelegte Scheibenmitte verschoben. Diese Anpassungen werden nach meiner Einschätzung nicht gemittelt, sondern es gilt immer nur die letzte Verschiebung durch das "Drag an Drop". Trotzdem ist es nach meiner Erfahrung bei Luftpistole sehr schwierig die Trefferanzeige deckungsgleich zwischen Scatt/Real zu bekommen. Bei manchen Scattsystemen funktioniert es fast gar nicht. Bis zu einem Ring Abweichung bin ich noch ganz zufrieden. Deswegen muss in die Auswertung der Scattmessungen auch immer die realen Trefferlagen mit integriert werden. Veränderungen der Position des Scattsensors oder des Messrahmens oder der Scheibe (bei Papierscheiben) führen zu Fehlern bei der Messung. Manchmal ist aufrgund der Abweichungen auch nur ein Trendaussage möglich.

    Bei Distanzen unter 10m wird die Scheibengröße angepasst. Der Rest funktioniert genauso. Ohne scharfen Schuss ist die Anpassung an denselben überflüssig.

    Wenn dann SpoPi dazu kommt ist auch Standard nicht weit entfernt. Die 50m Pistole(Freie) ist eine grosse Herausforderung.

    Das würde ich so nicht unterschreiben. Zwischen Sportpistole und Standardpistole 20s/10s (ab jeweils dem 2. Schuss) liegt nach meinem Verständnis ein konzeptioneller Unterschied in der Handhabung des Abzugs. 150s ist wie Sportpistole Präzision nur in der Hälfte der Zeit. Bei 20s kommt es auf die Herangehensweise an. Empfehlenswert ist meines Erachtens nach ein schneller Präzisionsschuss zum Aufktakt und dann den Rest. Bei 10s dauert ein schneller Präzisionsschuss zu Beginn zu lang. Deshalb würde ich einen Duellschuss empfehlen und dann den Rest. Der Rest unterscheidet sich aber erheblich von Sportpistole. Bei der Sportpistole ist es nicht erforderlich und auch nicht unbedingt hilfreich das Abzugszüngel nach Schussabgabe sofort wieder gehen zu lassen. Das ist aber nach meiner Einschätzung für die Standardpistole sehr hilfreich, um danach sofort wieder an den Druckpunkt zu gehen zu können. Das entspricht der Handhabung bei Schnellfeuerpistole. Ich sehe die Nähe eher zwischen Luftpistole und Freie Pistole. Standardpistole ist eher in der Schnittmenge zwischen Sportpistole und Schnellfeuerpistole.

    Hallo kietze,

    ich kenn die aktuellen Umstände nicht, aber zu meiner aktiven Zeit gab es Räume die dafür reserviert waren.

    no.limits

    Bei der DM in diesem Jahr in Hochbrück konnte - wie bisher auch - ein Zelt und Teile des Gangs zwischen Pistolenhalle und Finalhalle zur Vorbereitung genutzt werde. Dabei durften die Waffen auch in die Hand genommen werden. Meistens hat das Zelt ausgereicht. Den Gang hat fast niemand genutzt.

    Es ist möglich Zentralfeuerpistole, Schnellfeuerpistole und Luftpistole auf Spitzenniveau zu schießen. Christian Reitz kann das zum Beispiel. Schnellfeuer steht aus Frage, Europameister Luftpistole war er auch schon und den Weltrekord Zentralfeuer hat er immer noch.

    Das Schnellfeuerschützen auch vergleichsweise gut Standardpistole und Sportpistole Duell schießen können, ist wohl auch kein Geheimnis. Aber schon bei der Sportpistole Präzision endet das meines Erachtens. Das kann nicht mehr jeder Schnellfeurer automatisch gut. Das zieht sich dann durch die weiteren Präzisionsdisziplinen wie Luftpistole und Freie Pistole durch. Auch das sehe ich keinen Automatismus.

    Bei Freie Pistole und Luftpistole sehe ich das dann schon wieder. Aber schon der Transfer von Luftpistole Präzision auf Sportpistole Präzision funktioniert nicht immer von alleine.

    Wer das Maximalniveau erreichen will, sollte nur nah verwandte Disziplinen trainieren. Luftpistole und Zentralfeuerpistole wären mir schon zu weit auseinander.

    Bzw. bei GK (Zentralfeuer) auch einfach ohne, laut eines erfahrenen IPSC-Schützen. Dem Schlagbolzen etc. tut das angeblich nicht weh "ins Leere" abgeschlagen zu werden (Kontext war da konkret eine P226 X-Six). Nur bei Randfeuer seie zur Materialschonung eine Pufferpatrone angesagt.

    Falsch?

    Grds. hätte ich da auch keine Bedenken. Da es hier aber um die Frage des Trainings für Auslösen ging, ist die Pufferpatrone besser geeignet. Ansonsten bleibt bei vielen Waffen der Verschluss nach der letzen Patrone leer. Das merkt der Schütze. Damit ist der Effekt des Auslösens mit Pufferpatrone ohne zu wissen, dass es sich um selbige handelt, nicht mehr gegeben.

    Gerne.

    Auslösetraining mit Pufferpatronen bringt was. Ich würde zunächst nur auf weiße Scheibe trainieren, um das Auslösen weitestgehend ohne Zielen trainieren zu können.

    1. Zu Anfang nur mit Pufferpatronen. Bei Pistole brauchst Du nur eine. Da kannst Du zum neu Auslösen immer nur den Hahn spannen. Das reicht.
    2. Wenn Du dabei nicht mehr muckst, dann lässt Du Dir von jemand anderem ein Magazin mit 3 Schuss laden. Dabei lädt Dir derjenige immer eine Pufferpatrone auf Position 2-3. Du sollst dabei nicht wissen, wann die Pufferpatrone kommt. Damit kannst Du Deine Fortschritte kontrollieren. Da Du nicht weißt, wann die Pufferpatrone kommt, sieht man bei der Pufferpatrone die Bewegung des Korns sofort, wenn Du nicht sauber auslöst.
    3. Du erhöhst die Zahl auf 5 Schuss und die Pufferpatrone ist auf 2-5 platziert. Ist nur die Verlängerung von 2 und damit mit etwas erhöhtem Schwierigkeitsgrad.

    Lass die Waffe mitsamt Korn dabei ruhig mal leicht seitlich von hinten von jemanden filmen, damit Du einen Eindruck von Deinen Bewegungen beim Auslösen ohne scharfen Schuss bekommst.

    Hier und da ließt man, dass man sich zum Trockentraining noch eine Hülse auf die Waffe stellen soll, die dann bei Auslösen nicht runterfallen darf. Kann man machen, muss man aber nicht.

    Teil 1 kann man übrigens wunderbar zu Hause machen.

    Unten links sind wie bereits ausgeführt häufig Fehler durch zu hartes Auslösen (bei Rechtshändern). Der Unterschied zwischen KK und GK ist dabei nicht zu unterschätzen. Ich kenne einige Schützen, die beim Auslösen beim KK tendenziell keine Probleme haben, bei GK aber erhebliche. Der viel stärkere Rückstoß und der lautere Knall als bei KK machen den Unterschied im Kopf aus. Obwohl der Wille zum sauberen Auslösen durchaus vorhanden ist, werden die Schüsse beim Auslösen deutlich nach unten gedrückt und gehen mitunter sogar deutlich unter die Scheibe. Das passiert durchaus auch versierten KK-Schützen trotz des gleich hohen Abzugsgewichts. Den Effekt sieht man aber als Trainer oder selbst als Schütze nicht gut, weil das Nachuntendrücken im Rückstoß gerne untergeht. Schön is es zu sehen, wenn der Schützen einen scharfen Schuss erwartet, aber keiner kommt. Das kann man simulieren, indem eine Pufferpatrone mitgeladen wird oder der Schütze nicht genau weiß, wieviele Schüsse noch in der Waffe sind. Auslösen ohne Mucken muss trainiert werden. Wenn es trocken nicht klappt, macht der scharfe Schuss keinen Sinn. Und dann mit einer schönen methodischen Reihe an das Thema ranarbeiten. Ein guter eingestellter Abzug, der schön trocken bei nicht allzuviel über 1000g auslöst, ist dabei sehr hilfreich. Einen Spannabzug mit 2500g sauber auszulösen, ist um einiges schwieriger.

    Wenn die Schüsse in einer gleichmässigen Gruppe nicht allzuweit auseinander liegen, ist ein Abzugsfehler eher unwahrscheinlicher. Kann dann noch ein Zielfehler ausgeschlossen werden, muss das Visier verstellt werden.

    Wir starten in die jetzt kommende Saison Luftpistole mit

    • 2. BL
    • Oberliga
    • Bezirksliga
    • 3. Bezirksklasse

    Vor etwa 10 Jahren gab es da nur eine LP-Mansnchaft, die nie über die lokale Ebene aufsteigen wollte, obwohl durchaus Potential da war. Hin und wieder gab es dann mal eine 2. Mannschaft LP, die aber nicht stabil gehalten werden konnte. Als dann die "alte" 1. Mannschaft mehr oder weniger aufhörte, gab es die Gelegenheit zum Neuanfang mit unseren Nachwuchschützen gemischt mit unseren älteren Aktiven. Als die Nachwuchsschützen besser wurden haben, haben wir uns 2 Jahre mit unserem Nachbarverein zusammengetan, um in der Hessenliga zu schießen. Nach Differenzen mit dem Nachbarverein haben wir uns getrennt und einen neuen eigene Anlauf in die Hessenliga unternommen. Nachdem wir dort zuletzt gewonnen hatten und auch den Aufstieg in die 2. Liga geschafft haben, schießen wir nunb im 2. Jahr dort. Da wir schon länger für die Mannschaftsbildung für Meisterschaften mit guten Nachwuchsschützen aus anderen Verein kooperiert haben, haben wir das auch für die Liga fortgesetzt. Da gab es keine Probleme. Wir haben uns aber hier und da auch immer wieder mal mit Neuzugängen, die zu uns gepasst haben, verstärkt. Die schießen jetzt immer noch für uns. Nachdem wir uns dem Aufstieg in die 1. Liga verweigert haben (Wir mussten am Aufstiegskampf teilnehmen, um weiterhin in der 2. Liga bleiben zu können), haben wir nun 1 Sportler auf seinen Wunsch an einen Erstligaverein vermittelt. Da wir noch den ein oder anderen ambitionierten Hobbyschützen mehr in unseren Reihen haben, konnten wir nun noch ein Team zusammenstellen, dass in die Oberliga aufgestiegen ist und evtl. noch die Hessenliga anpeilt. Für das Projekt hatten sich ursprünglich 10 Schützen gemeldet, 6 davon sind gesichtet worden. Der Rest darf sich jetzt in der Bezirksliga tummeln. Unsere 4. Mannschaft besteht aus ganz neu hinzugewonnen Schützen, die gerade ihren Einführungsschießkurs absolviert haben und nun mit einigen erfahreneren Schützen ihre ersten Wettkämpfe in der niedrigsten Klasse absolvieren werden.

    Unsere Sportler bekommen kein Geld. Für Fahrten außerhalb des Kreises/Bezirks erstatten wir die Fahrtkosten teilweise. Sollte eine Übernachtung nötig sein, übernehmen wir die auch.

    Sorry, aber neben der Frage, ob ein 25m-Stand da ist, ist gerade bei Jugendlichen auf der Kostenfaktor nicht ganz unerheblich. Und wenn ich statt 5-10 EUR (je nach Trainingsumfang) nur 0,50 EUR ausgeben muss, ist das für kleine Vereine sehr wohl erheblich. Förderung der Jugend hin oder her.

    Wer hat den gesagt Schießsport sei preisgünstig? Meine Erfahrung bisher: Kein Geld = Kein Schießsport. Wenn sich die Eltern das Hobby ihres Sprösslings nicht leisten können, will ich das im Verein nicht kompensieren.

    Du hast aber schon verstanden, dass ja gerade die unvollständige und falsche Umsetzung der Kritikpunkt ist, über den wir hier auch reden ?

    Deswegen beteilige ich mich ja an der Diskussion.

    Jetzt bin ich aber erstaunt, so was von DIR als Argument zu hören. Das von dir aufgeführte Argument des guten Trainers gilt ja wohl für alle Trainings. Wird einem Schüler/Jugendlichen bei LP was falsches beigebracht, hat auch das Folgen für die Zukunft. Falsche Abläufe sind überall schädlich, nicht nur bei den neuen Disziplinen. Beim Schüler stimme ich dir übrigens durchaus zu, der soll erstmal Grundlagen lernen, aber schon der Jugendliche sieht da möglicherweise anders aus.

    Es ist ja nicht so, dass ich gesagt hätte, dass man für die anderen Disziplinen keinen guten Trainer bräuchte. Der ist zugegebenermaßen immer sinnvoll. Die Wahrscheinlichkeit einen Trainer ohne Ahnung vom Duellschießen anzutreffen ist nach meiner Erfahrung aber ungleich höher als beim LP-Präzisionsschießen. Warum ein Jugendlicher 10m-Mehrkampf schießen sollte, wenn er 25m-Sportpistole schießen kann, erschließt sich mir nicht. Standard halte ich weder auf 10m noch auf 25m für Jugend für sinnvoll.

    Na, dann müsste aber auch die Fallscheibe aus eurem Training rausbleiben, interessant hin oder her, weil auch die erfordert für eine DM-Teilnahme Trainingszeit, die du neben der statischen LP ja angeblich nicht hast. Das widerspricht sich ein bisschen.

    Da widerspricht sich nichts. Die 10m-Klappscheiben-Disziplin habe ich aus dem Training herausgenommen. Die muss man bestenfalls jeweils 1x vor dem Meisterschaftstermin einplanen, damit die Nachwuchssportler den Ablauf kennen. Technisch gab es da nicht viel zu lernen, da die Technik bei der Diszplin weitestgehend egal ist. Deswegen war die Disziplin ja so toll.

    Aus meiner Sicht sollten die LP5-Disziplinen ein Ersatz oder eine Heranführung an die dynamischen KK-Disziplinen sein. Derzeit ist da aber kaum Dynamik drin. Bei Standard fängt die Dynamik erst bei 20 Sek an und geht dann nicht auf 150 hoch sondern auf 10 runter. Das andere ist verkappte Präzision, da brauche ich keine 5-schüssige für.

    Und das mit dem Spaß machen von Califax ist dann noch ein weiteres Argument.

    Unter dynamischen KK-Disziplinen verstehe ich Standardpistole 20s und 10s, Schnellfeuerpistole und Sportpistole Duell. Wer über einen 25m-Stand verfügt, braucht keinen 10m-Ersatz für diese Disziplinen. Zur Heranführung an die KK-Disziplinen sind keine 10m-Versionen nötig. Weder im Erwachsenenbereich und schon gar nicht im Nachwuchsbereich. Da ist es eher kontraproduktiv. Zum einen weil die Disziplinen nicht konsequent auf 10m abgebildet wurden. Bei LP-Mehrkampf wird der Präzisionsteil in 150s anstelle in 300s wie bei Sportpistole geschossen. Das einen Schüler schießen zu lassen, führt zu Konflikten bei der Schiessrhythmusausbildung. Beim statischen LP-Schießen soll er nach meiner Vorgabe mit 45-60s pro Schuss deutlich langsamer sein, als es bei 150s für 5 Schuss möglich ist. Einen Schüler 10m Duell im LP-Mehrkampf schießen zu lassen, ist ebenso großer Unfug. Bringt man es ihm nicht richtig bei, wird er den falsch erlernten Ablauf mit in die Sportpistole/Schnellfeuerpistole nehmen. Um es ihm aber richtig beizubringen, muss zum einen der Trainer Ahnung haben und das ganze 0,5x-1x pro Woche trainiert werden. Bei uns haben die Schüler nur 1x Pro Woche Training und das ist bitter nötig für das Erlernen des reinen LP-Präzisionsschusses. Einem Schüler dann auch noch LP-Standard zuzumuten, kann ich nur vehement ablehnen. Für die 20s wäre damit schon wieder ein neu zu erlernender Ablauf vorhanden. Dann noch die aus der KK-Disziplin fehlenden 10s einzufordern, kann ich im Bereich Heranführung nicht gutheißen. Das geht in die falsche Richtung.

    In Sachen Klappscheibe kann ich nur beipflichten. Eine der spannendsten Disziplinen, die ich kenne. Leider zuletzt nur noch für Schüler, Jugend und die Behindertenklasse auf der DM vorgesehen. Angeblich waren die Anlagen immer schlechte zu warten oder keine Ersatzteile zu bekommen. Letztlich wird auch die nicht unerhebliche Lobbyarbeit der Bayern und ihres ehemaligen Landestrainers, zwischenzeitlichen Bundestrainers/Diszplintrainers und jetzigen Sportdirektors des BSSB Jan-Erich Aeply seinen Teil zum Tod der Klappscheibendisziplin beigetragen haben. Wie es auch anders geht, zeigen uns die Franzosen, wo sich auch Nationalkaderschützen nicht zu schade sind, mitzuschießen und ein Finale auszutragen:
    https://www.youtube.com/watch?v=WliIz0nYMoU

    https://www.youtube.com/watch?v=tEu1jH6ewmc

    Ich hatte vor einer Woche eine neue Walther LP 500 in Werkskonfiguration in der Hand. Die Aufgabe des Schützen an mich lautete: Vorzug auf 380g und Gesamtabzugsgewicht auf 530g einzustellen. Die 380g habe ich hinbekommen. Die 530g waren nicht möglich. Wie auf dem Foto ersichtlich, kann die dafür verantwortliche Schraube nicht weiter herausgedreht werden. Das Gesamtabzugsgewicht war trotzdem noch bei über 600g.

    Außerdem aufgefallen ist mir, dass zum Einstellen der Abzugsgewichtsschrauben das Züngel zumindest teilweise demontiert werden muss. Das fand ich schon bei der LP 300 schlecht.

    Die Waffe ist daher trotz schicker Optik durchgefallen und geht wieder zurück.

    Lanfear, was meinst Du ? Ich finde das einfach, klar und umsetzbar.

    Machbar wäre das auch außerhalb von Bayern. Als Trainer würde ich ein solches Training derzeit aber nur ungern übernehmen. Das Honorar in meinem Landesverband ist mir dafür ehrlich gesagt zu niedrig. Da lasse ich mich lieber direkt von einem Verein verpflichten. Für die Nachwuchsschützen im Landeskader nehme ich den Entbehrungsfaktor hin. Für die Erwachsenen tue ich mich da schwerer. Den hauptamtlichen Landestrainer könnte man aber schon dazu verpflichten.

    Denkbar wäre aber auch ein Preisgefüge, dass es für Trainer attraktiv macht, solche Lehrgänge abzuhalten. Die Zahl von 100 EUR pro Stunde wie bei MEC geht ja da in die richtige Richtung. Bei den Verbänden wäre das etwa der Tagessatz für den Trainer. Pro Stunde ist das allerdings schon ordentlich. Ich wäre mal gespannt, was davon beim Trainer hängen bleibt.

    Beim DSB zahlt man für die Jedermann-Lehrgänge 320 EUR inkl. 2 Übernachtungen. Zieht man davon geschätzte 120 EUR an Übernachtungskosten ab, bleiben noch 200 EUR für ca. 16 TE (45 Minuten). Bei uns im Verein kosten Tages-Workshops mit 8 TE 70 EUR. Wenn man bedenkt, dass beim DSB im Regelfall A-Trainer/Diplom-Trainer zum Einsatz kommen, deckt sich das etwa mit unseren Preisen.

    Ich glaube das es einen Bedarf an qualifizierten Trainingsmaßnahmen zu angemessenen Preisen gibt. Wenn die Landesverbände das nicht umsetzen, wird dieser Markt vielleicht durch Trainer außerhalb der Verbände bedient.

    Ein paar Internetseiten finden sich sich ja hier auch schon:

    https://www.mec-shot.de/training-center/info/

    http://www.derschuetzentrainer.de/

    http://www.klingner-gmbh.de/default.cfm?mid=33780

    https://www.schiess-trainer.de/

    http://www.augustinus-von-papen.de/

    http://kuhn24.net/

    https://www.fightingforfilm.com/shop/pistole-s…einzeltraining/

    https://www.waffenakademie-burgau.de/schiesstraining

    Die Sache ist doch ganz einfach. Der Schießstandbetreiber entscheidet wer Aufsicht ist. Dafür müssen die Aufsichten die waffenrechtlichen Vorgaben erfüllen. Aber nochmal: Der Betreiber entscheidet. Da kann man mit tausend Aufsichtsbefähigungsnachweisen ankommen. Also erstmal klären, wer Betreiber ist. Dann kann mal weiter sehen.

    Auch unter Punkt 0.2 der Sportordnung ist hierzu nichts anderes geregelt.

    Ziffer 0.2 Absatz 8 der Sportordnung:
    Eine Waffe darf nur abgelegt werden, wenn

    1. Spiegelstrich:

    - die Sicherheitseinrichtung eingeführt ist, bzw. sich bei Feuerwaffen keine Patrone in der Waffe befindet,

    3. Spiegelstrich:

    - bei Luftdruckwaffen mit Spannhebel dieser geöffnet ist.

    Aus dem 1. Spiegelstrich könnte man für Luftdruckwaffen das Einführen der Schnur, die dann Sicherheitseinrichtung wäre, entnehmen. Wie diese einzuführen ist, ist nicht näher erläutert. Das ist aber der TK-Mitteilung (Vorne und Hinten mit Überstand) zu entnehmen. Ob eine Mündungsabdeckung einer eingeführten Sicherheitseinrichtung gleichsteht. lässt die Sportordnung offen. Die TK-Mitteilung setzt diese gleich.

    Ob aus dem 3. Spiegelstrich geschlussfolgert werden darf, dass bei LD-Waffen ein geöffneter Spannhebel ohne Sicherheitseinrichtung reicht, wäre eine denkbare Interpretation. Schließlich ist diese Regel LD-Waffen spezifischer als der 1. Spiegelstrich und könnte damit dem 1. Spiegekstrich ggü. vorrangig anzuwenden sein.

    Bei der ISSF ist das in Regel 6.2.2.2 geregelt:

    Daran hat sich bisher meine Auslegung von Ziffer 0.2. der Sportordnung orientiert.

    Bin bei etwa 440 Vorzug 75 Abzug (lieber ein paar grämlichen mehr wie zuwenig).

    Wenn ich mich recht erinnere, schießt Matze1965 auch diese ich nenne es mal herausfordernde Konfiguration. Bei nur noch 75g am Druckpunkt von "lieber ein paar Grämmchen mehr wie zu wenig" zu sprechen, könnte da missverständlich sein. So ein geringes DP-gewicht braucht m.E.n. eine sehr gute Feinmotorik und eine stark entwickelte taktile Wahrnehmung am Auslösefinger.