Beiträge von Lanfear

    Hallo Daniel,

    Mit einer Geschwindigkeit 83.3 mm/s in der Kontrollzeit 1s steht Du ziemlich gut. Das ist im Vergleich zu meinen bisherigen Messwerten, die ich so gesammelt habe, ein Spitzenwert für LP. Mir fehlt in den Aufzeichnungen der Zielwege der obere Teil. Die Messungen beginnen oft erst im Spiegel, was faktisch bei Zielen mit Kontrollweiß dann den Beginn der Aufzeichnung sehr spät ansetzt. Kann das sein, dass Du in den Optionen bei "Speicherzeit Zielweg" eine kurze Zeit von etwa 5s vor dem Schuss eingestellt hast? Ich würde hier 15s vor dem Schuss und 2s nach dem Schuss empfehlen. Dann wird mehr Zielweg gespeichert und angezeigt. Daher ist leider keine Aussage über die Qualität der Annäherung an den Halteraum möglich.

    Wenn das Scatt einigermaßen kalibiert war und die tatsächlichen Treffer in etwa den Messungen entsprechen, hast Du einige Zielfehler produziert. Die Mittelpunkte des Zielens liegen oft links und links tief. Das erklärt dann auch die klare Abweichung zwischen dem 10.0 und dem 10a0-Wert, da der 10.0 die tatsächliche Aufenthaltsdauer des Zielwegs in % in der Zehn in der Kontollzeit anzeigt, während der 10a0-Wert eine idealisierte Version desselben Werts auf der Basis anzeigt, dass der Mittelpunkt des Zielen in der Scheibenmitte wäre. Also der Wert, der gemessen worden wäre ohne Zielfehler. Über die Ursachen kann ich nur spekulieren, also lasse ich das.

    Dein Auslöseverhalten hat, obwohl bereits auf guten Niveau, noch Reserven. Die Geschwindigkeit in mm/s steigt auf von 83,8 bei Kontrollzeit 1s auf 92,7 bei Kontrollzeit von 0,1s. Also ein Geschwindigkeitsanstieg unmittelbar vor dem Auslösen, der in den Schüssen 2, 4, 6, 7 und 9 anhand der vergleichsweise langen blauen Linien (wenn auf 0,1s bin den Optionen eingestellt) bei Kontrollzeit 1s erkennbar ist. Das lässt sich auch anhand der Abstände zwischen den Mittelpunkten des Zielens und den gemessenen Trefferpositionen nachvollziehen. Dieser Wert ist in der überschriftslosen Spalte ganz rechts aufgeführt. Ich kenne diese Wert auch als sogenannte Z-Werte. Da fallen die Schüsse 4, 6 und 7 ebenfalls mit hohen Werten oberhalb des Mittelwerts von 8,8 auf.

    Um eine belastbarere Einschätzung abgeben zu können, würde ich 20 Schüsse für eine Messung empfehlen. Sinnvoll wären auch die tatsächlichen Treffer im Vergleich und längere Aufzeichnungszeiten (wie oben bereits angesprochen)

    Nicht zu vergessen sind die olympischen Spiele 2021. Da wäre die BuLI eine ideale Vorbereitung gewesen.

    Wieviel Quotenplätze in Luftpistole und Luftgewehr hat Deutschland gleich noch? Was für ein Unsinn!

    Wo drückt der Schuh?

    Wie soll eine Bundesliga eine ideale Vorbereitung für die Spiele sein, wenn Deutschland gar keine Quotenplätze und damit keine Startberechtigung bei den Spielen in den Druckluftdisziplinen hat? Dass Teilnehmer in den KK-Disziplinen grds. auch in den 10m-Disziplinen antreten dürfen, mag noch eine Option sein, dass ändert aber nichts dran, dass Deutschland erst noch 10m-Quotenplätze gewinnen muss. Dazu wird es nur noch bei der EM 10m in Finnland im Februar eine Gelegenheit geben. Dazu noch ein paar Plätze über die Weltrangliste. Das sind nicht die besten Aussichten. Davon abgesehen wird in der Bundesliga 40 Schuss geschossen und international 60 Schuss. Beim Luftgewehr international mit Zehntelwertung und in der Bundesliga mit ganzen Ringen. Da braucht man schon viel Phantasie, um daraus eine ideale Vorbereitung für die Spiele zu machen.

    Die Mitgliedschaft im Landessportbund Hessen (lsbh) ist in Hessen aus meiner Sicht eine sehr sinnvolle Mitgliedschaft in Hessen. Nahezu alle öffentlichen Fördertöpfe und auch sonstige Unterstützung bei der Zuweisung von z.B. Sportstätten sind an diese Mitgliedschaft geknüpft und der lsbh selbst ist ein wichtiger finanzieller Förderer im Sport. Darüber hinaus ist mit der Mitgliedschaft dort eine Vereinsversicherung verbunden, die in dieser Form schwierig am freien Markt zu diesem Konditionen zu finden sein wird.

    In aller Regel ist es daher umgekehrt. Die meisten Sportvereine wollen Mitglied im lsbh werden. Das Problem ist aber, dass sie dazu ihre Mitglieder auch mindestens in einem der Fachverbände anmelden müssen und dort auch als Verein Mitglied sein/werden müssen.

    Da gibt es gelegentlich Stress, weil der lsbh konsequent die Sichtweise vertritt, dass eine Sportart nur von einem Fachverband vertreten werden kann. Wer also im Schießsport oder im Bogensport sich nicht dem Hessischen Schützenverband anschließen will, kann in diesem Sportarten nicht Mitglied des lsbh werden.

    Von einem Fall, dass jemand im Fachverband bleiben wollte, aber nicht im lsbh, habe ich vorher noch nie gehört.

    Die Satzung des HSV ist was den Ausschluss von Vereinen angeht, die nicht Mitglied im lsbh sind, gar nicht mal so eindeutig. Dass die Mitgliedsvereine auch Mitglied im lsbh sein müssen, kann man da eher nur mittelbar herauslesen.

    Bleiben eigentlich nur Fernwettkämpfe unter Beobachtung des gegnerischen

    Schießleiters/Mannschaftsführer.

    Ligamodus müsste darauf abgestimmt werden.

    Das ist für die Bundesliga nach Auskunft meines Ligaleiters im Ligaausschuss diskutiert, aber abgelehnt worden.

    In Hessen wird dieser Modus allerdings für Bezirks-, Ober- und Hessenliga praktiziert werden:

    https://hessischer-schuetzenverband.de/LinkClick.aspx…DM%3d&tabid=278

    Warum gibt eigentlich nicht mal Lanfear sein Senf dazu? Der ist doch der Magier von Klein- Welzheim, und normal ziemlich nah dran an der Bundesliga.

    Ich hab' Dich auch lieb.

    Ich bin nah am Nachwuchskader Pistole. Das ist aber nicht nah an der Bundesliga. Wir schießen 2. Liga West Luftpistole. Daran dass die Vereine der 2. Liga keine eigenen Vertreter im Ligaausschuss haben, kann man den Einfluss gut ablesen. Der ist nämlich nahe Null.

    Im Hinblick auf die kommende Saison wird es spannend. Unsere Sportler wollen grds. mitmachen. Wie wir unseren eigenen Heim-Wettkampf hinbekommen werden, ist noch unklar. In dem mir vorliegenden Hygiene Corona Hygienekonzept des Vorsitzenden des Ligaausschusses vom 29.06.2020 wird entgegen der Vorgaben in Hessen ein Mindestabstand von 1,5m verlangt. Dennoch soll die Liga wie geplant stattfinden. Bei 1,5m Abstand brauche ich für 10 Schützen einen Schießstand mit 19 Ständen. Selbst im LLZ in Frankfurt-Schwanheim sind nur 18 elektronische Anlagen. Vielleicht kann ich in Bad Orb anfragen. Das wäre ein Stand mit 20 Anlagen Elektronik. Ansonsten müssten wir einen Stand mit Trennwänden oder ähnlichenm hygienekonzeptionell zugelassenen Maßnahmen versehen. Das müssen wir uns für die zwei Wettkämpfe an unserem Heimwettkampftag gut überlegen, wenn das bis dahin noch erforderlich wäre.

    Wenn nicht abgesagt wird und die Bedingungen für uns nicht akzeptabel sind, werden wir die Mannschaft vor dem ersten Wettkampftag abmelden. Kaution weg und der Zwangsabstieg in die niedrigste Klasse wären dann die Folge. Das wäre aber hinnehmbar. Die Kaution bekommen wir im Zweifel über nicht stattfindende Übernachtungen und Fahrtkosten wieder rein und unsere 2. Mannschaft startet in der Hessenliga. Das ist nicht weit von einem Wiederaufstieg weg, sofern er dann noch gewollt ist.

    Wir gehen das gelassen an. Trotz unseres klaren Bekenntnisses zum Engagement in der 2. Bundesliga, brechen wir da nichts übers Knie. Das ist in erster Mittel zum Zweck und nicht Selbstzweck. Wir definieren uns nicht über die Liga, sondern unser Engagement dort ist Ausfluss der grds. leistungssportlichen Ausrichtung des Vereins.

    In einem zweiten Versuch gemeinsam mit @kietze ließ sich mein MX-02 nicht mehr dazu überreden, eine Duellscheibe zu akzeptieren. Mir ist noch nicht klar, ob das an der Beleuchtung oder an der Größe der Duellscheibe lag. Mit einer Präzisionscheibe gab es keine Probleme.

    Bei Versuchen mit dem Original Picatinny-Adapter an einer CZ75 mit SP01-Griffstück gab es überdies Probleme mit der Erkennung der Schussauslösung. Das mag man angesichts des nicht gerade kleinen Knalls kaum glauben. Es hat sich aber bei Trockenklicks bestätigt. Das Signal kommt nicht so deutlich an wie erhofft. Auch die Trefferübereinstimmung war nicht gut.

    Hat noch jemand Erfahrungen mit Scatt auf 25m sammeln können? Oder bin ich da mit @kietze alleine?

    Ich habe mit dem neuen Scatthalter von MEC für die Pardini die ersten Traniningserfahrungen sammeln können. Ich habe ihn bisher an 2 Pardini Sportpistolen getestet. Bei der eine zeigt mein Scatt MX-02 sehr genau auf die Scheibe. Bei der anderen Waffe war ein leichter Versatz nach rechts. Das muss ich ggf. mit kleinen Unterlegung ausgleichen. Präzision funktioniert sehr gut (Siehe Bild). Ich habe nur noch keine Erfahrungen was die Messwerte angeht. Der Zielweg meines Trainingsprobanden (ca. 570 mit der Sportpistole) sieht aber schon mal gut aus. Die Trainingsaufgabe der zusätzlichen Temporeduktion bei Erreichen der Spiegelunterkante und Anwachsen des Kontrollweiß wurde gut umgesetzt. Ein paar Reserven sind da noch. Die Kontrollzeit ist wie bei LP auf 1s und die blaue Linie auf 0,1s eingestellt.

    Duell aufzuzeichnen ist schwieriger. Zum einen hat der nicht mittige Halter gestresst, weil teilweise die Nachbarscheibe mit im Bild war und es deswegen keine Messung gab. Nachdem die rechte Nachbarscheibe abgehangen war, ging es dann. Außerdem klappt das mit der Disziplin Duell/Rapid Fire in Scatt nicht. Ich bekam keine Kalibrierung hin. Zum Glück konnte ich an kompetenter Stelle nachfragen und habe dann die Präzisionsscheibe auch für Duell verwendet. Das Kalibrieren war da etwas fummeliger, da ich ja den Treffer auf der Duellscheibe auf Präzision umrechnen musste. Also Kalibrieren am besten mit Einzelschüssen um Duell. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich, die Einfahrbewegung auf die Scheibe, das Stehen vor Schuss in der Auslösephase und ein ggf. vorhandenes Überfahren nicht nur kurz zu sehen, sondern nachvollziehbar visualisiert zu bekommen.

    Als nächsten Kandidaten habe ich einen Sportler, der mit der Sportpistole 580+ schießen kann. Da bin ich auf die Vergleichswerte gespannt.

    Nach jedem Schuss springt die Waffe, wie es für mich ausschaut grade Hoch, aber irgendwo nach der Schußabgabe bis zum Absetzen wandert die Waffe in der Hand teils nicht grade wenig nach links weg.

    Was kann das sein und wie kann ich meinem Schützen helfen das abzustellen?

    Ich bin Rechtshänder und auch bei mir springen meine GK-Kurzwaffe nach der Schussabgabe nach link oben. Ich halte das nicht für auffällig.

    Konzeptionell kannst Du Dich bei den 150s-Serien an das Technikleitbild Präzision des DSB anlehnen. Bei den 20s-Serien ist mehr Kreativität gefragt.

    Wo hast Du denn an der Kamera dauerhaft ein Kabel angeschlossen oder wofür benötigst Du die Entlastung dort?

    Ist zwar ein bisschen OT, passt aber zumindest noch zum Thema Leistungdiagnostik. Da gäbe es zwei Anwendungszenarien:

    Direktes Übertragen der Aufnahmen:

    Bei Fotoaufnahmen, wenn ich die Aufnahmen direkt auf ein Notebook/PC transferieren will. Ich kenne das auch unter dem Begriff "Tethered Shooting". Da bleibt beim Fotografieren das USB-Kabel an der Kamera. Mache ich doch eher selten.

    Fernsteuerung:

    Wenn ich die Kamera fernsteuern möchte/muss, dann geht das bei meiner Canon über den USB-Port. Die USB-Ports sind empflindlich. Deswegen besser mit Zugentlassung. Kann man auch in schick kaufen: Tether Tools JerkStopper. Das Szenario kommt dann doch schon etwas häufiger vor.

    Insbesondere bei Videoaufnahmen zur Leistungsdiagnostik, kann es hilfreich sein, wenn man die Kamera fernsteuern kann und auch die Videos via USB von der Kamera downloaden kann. Zum Beispiel mache ich das, wenn die Kamera vor der Schießlinie steht. Es ist blöd, wenn der Schießbetrieb unterbrochen werden muss, weil der Diagnostiker mal wieder vor muss. Wenn ich mehrere Kandidaten habe, dann baue ich auch noch einen fernbedienbaren elektrischen Schwenkneiger drunter. Dann kann ich den Bildausschnitt anpassen, ohne aufstehen zu müssen. Brauche ich aber recht selten.

    Habe gerade bei Wikipedia gelesen, dass man auch bei Fernsteuerung der Kamera als Tethered Shooting spricht.

    Ich meinte ob Du ohne Bedenken beide Systeme in der Leistungsdiagnostik einsetzt oder ob Du aufgrund von Ungenauigkeit (Abweichungen) ein System nicht nutzen willst.

    Ich meine für das Nutzen eines Systems ist die wiederholbarkeit wichtig, wenn es immer gleichmäßig misst kann man die Daten vergleichen (Systemintern).

    Du Favorisierst ja das MX02 aber das USB ist doch auch bedenkenlos einsetzbar.

    Sorry, wenn das nicht so klar geworden ist. Ich würde heute kein USB-Scatt mehr neu kaufen. Das heißt aber nicht, dass es für Zwecke der Leistungsdiagnostik oder andere Trainingszwecke nicht eingesetzt werden kann oder sollte. Meine gefühlten großen Abweichungen zu einem MX-02 haben sich ja in meinem Test gar nicht bestätigt.

    Davon abgesehen, wird USB-Scatt in der Nationalmannschaft Pistole in der Leistungsdiagnostik eingesetzt. Wer wäre ich zu behaupten, dass USB-Scatt nichts taugt.

    Wenn Du Dir der messtechnischen Unzulänglichkeiten der Scattsysteme (nicht vergleichbar und ungenau) bewusst bist und die reale Trefferlage berücksichtigst, kannst Du jedes Scatt-System einsetzten. Immer das gleiche System für das Aufzeigen von Entwicklungen zu nehmen, ist eine sehr gute Idee und auf jeden Fall empfehlenswert.

    Ich hatte gestern Abend im Training die Gelegenheit eins der USB-Scatt aus dem Verein und mein MX-02 zu vergleichen. Ich habe für beide auf zwei verschiedenen Notebooks die Software Scatt Professional genutzt (Siehe Foto). Beide Geräte waren an derselben Waffe zur gleichen Zeit befestigt (Siehe Foto). Da wir kein Elektronik haben, steht der USB Senderahmen links neben der Scheibe der Zuganlage (Siehe Foto).

    Anbei beide Messdateien: Vergleich USB-Scatt mit MX-02.zipVergleich USB-Scatt mit MX-02.zip

    Eigentlich sollten es 10 Schuss werden. Schuss Nr. 5 ist ein Trockenschuss, weswegen ich den mangels realer Überprüfbarkeit verborgen habe.

    Ich habe ganz simpel die Scheibentreffer auf eine Scheibenvorlage übertragen und dann die Zehntelwerte geschätzt. Die habe ich dann mit den Scatt-Treffern verglichen. Dann habe ich die Summe der Absolutabweichungen aufaddiert. Das USB-Scatt ist etwas ungenauer. Allerdings nicht in der Größenordnung wie ich es in Erinnerung hatte. Wenn ich jetzt noch die deutliche Abweichung bei dem viel zu früh gelösten Schuss Nr. 8 herausnehme, sind beide System hinreichend genau und nur wenig auseinander.

    Beide Systeme messen trotz gleicher Bewegung unterschiedliche Werte bei 9a0,10.0, 10a0 und Geschwindigkeit.

    Wir haben 10 Stände auf 25m mit jeweils etwa 180l Granulat. Wir haben uns von allen elektrischen/automatischen Lösungen verabschiedet und machen das mit Sieben per Hand. Das geht schnell. 4 Leute pro 5 Stände in etwa 3h.

    Hi.

    Warum dieses System mehr Ungenauigkeiten als die Anderen haben sollte erschließt sich mir nicht.

    Ganz im Gegenteil. Ich sehe immer wieder dass zwischen dem realen Schuss und Scatt eher beim MX die Abweichung etwas mehr ist.

    Zudem ist das System nicht auf eine so starke Ausleuchtung angewiesen als die Systeme mit Kamera.

    In der Zeit in der man eine zusätzliche Beleuchtung aufbaut habe ich das USB auch am Start.

    Ich kann nur meine persönliche Erfahrung wiedergeben. Ich habe Zugriff auf 2 Scatt USB bei mir aus dem Verein. Beide erreichen nicht die Genauigkeit aller MX-02, die ich bisher verwendet habe. Um hier nicht den Eindruck entstehen zu lassen, die USB-Scatt wären schlecht. In der Leistungsdiagnostik beim DSB werden USB-Scatt eingesetzt. So schlecht können sie also nicht sein. Wenn ich eins bekäme, dass sich auf dem Niveau meines MX-02 bewegt, würde ich es auch nehmen. Zumindest für LP könnten die alle noch genauer sein, als sie sind. Wenn die Hardware dann noch auf ein Referenzwert kalibriert werden könnten, wären die Werte der einzelnen Systeme sogar vergleichbar. Wenn ich eine ruhige Minute habe, teste ich mal ein USB-Scatt im direkten Vergleich zu meinem MX-02 an einer Waffe.

    Beim meinem aktuellen MX-02 habe ich noch keine Lichtprobleme gehabt. Da wo ich das einsetze, sind die Stände gut beleuchtet. Die Scatt mit Senderahmen (Solution, USB und USB-WS1) funktionieren über Infrarot. Da verursachen Reflektionen oder eine Beleuchtung mit hohem IR-Anteil schon mal Probleme.

    Der Scatt Basic geht von 2,5 bis 50 m.

    Mein Fehler, Sorry.

    Lanfear:
    Es ist nur begrenzt hilfreich, wenn Du hier - wie auch schon in früheren Postings - zwar wiederholt und lobend von einem "Scatt Professional" als mysteriöser Entität sprichst, diese dann aber im beschreibenden Teil nirgendwo auflistest.

    Auch mein Fehler ;)

    Das Unternehmen SCATT Electronics LLC stellt 2 Softwarelösungen zur Verfügung, die in der jeweils aktuelle Version auf der oben schon genannten Downloadseite von Scatt.com zur Verfügung stehen. Da sieht man auch nochmal mit welcher Hardware, welche Software läuft.

    Scatt Professional

    Kompatibel mit der Hardware Scatt Solution (Seriell), Scatt USB, Scatt USB WS1 und Scatt MX-02
    Die Software läuft nur unter Windows und gibt es schon lange. Aktuell ist die Version 6.83.15.

    Scatt Expert/Basic

    Expert und Basic unterscheiden sich nur im Funktionsumfang. Basic ist eine eingeschränkte Version der Expert-Version.

    Basic läuft mit dem Scatt Basic und Expert läuft mit Scatt MX-02 und Scatt MX-W2.

    Die Software gibt es für Windows, MacOS und Linux.

    Das MX-02 ist die einzige Hardware, die mit beiden Softwarelösungen läuft. Ich bin unverkennbar ein großer Fan der Professional-Software. Wie lange die noch gepflegt wird und ob die auch mit zukünftigen Firmware-Updates der MX-02-Hardware läuft, lässt sich nicht vorhersagen. Aber gerade die Kombination mit dem MX-02 ist für mich die beste Kombination. Daher empfehle ich auch diese Variante.

    Ergibt es Deiner Meinung nach Sinn, als Anfänger in ein Scatt zu investieren? Oder ist man damit überfordert?

    Ein Zielweganalysesystem wie Scatt ist oft die einzige Möglichkeit, die Details im spannenden Teil des Schussablaufs erkennbar zu machen. Ohne den Willen, sich mit den aufgezeichneten Messwerten und Zielwegen auseinanderzusetzen, braucht man sich sowas nicht anschaffen. Das ist unabhängig, ob Du Anfänger oder Fortgeschrittener bist. Scatt lässt sich seit der MX-02-Version ohne Rahmen gut in das Training integrieren. Das System kann Dir im Training ein direkte Rückmeldung zu den gestellten Trainingsaufgabe geben. Meine Erfahrungen beschränken sich auf den Einsatz 10m Luftpistole. Ich weiß, dass Scatt auch für 25m eingesetzt werden kann, habe da aber keine eigenen Erfahrungen.

    Wenn Du die Anschaffung eines Scattsystems in Erwägung ziehst, solltest Du folgendes berücksichtigen:

    Scatt Basic (739 EUR)

    • Geht nur auf 10m
    • Eingeschränkte Version der Scatt Expert Software
    • Kabel vom Scatt Sensor zum Notebook
    • Wenn es nur um die Beurteilung von Zielwegen geht, ist das System ausreichend
    • Habe ich persönlich noch nicht getestet

    Scatt MX-02 (1.595 EUR)

    • Keine Beschränkungen in der Entfernung
    • Geht mit Scatt Expert Software und vor allen auch mit der Scatt Professional Software
    • Kabel vom Scatt Sensor zum Notebook
    • Mein persönlicher Favorit. Kann alles. Allerdings nur mit Kabel

    Scatt MX-W2 (1.795 EUR)

    • Keine Beschränkungen in der Entfernung
    • Geht nur mit Scatt Expert Software
    • Kein Kabel vom Scatt Sensor zum Notebook erforderlich. Kann aber auch mit Kabel betrieben werden
    • Funkverbindung ist eine ständige Herausforderung. Fällt manchmal aus nicht erkennbaren Gründen aus. Der Energiesparmodus greift recht schnell und die Verbindung muss neu aufgebaut werden.
    • Vergleichsweise hohes Gewicht für Pistole
    • Habe ich getestet. Ist genauso genau wie das MX-02. Wäre trotz der kleineren Funkprobleme eine echte Alternative, wenn es denn mit der Professional Software laufen würde.

    Scatt USB (1.075 EUR)

    • Rahmen mit Infrarotsender muss als Ziel oder zumindest neben das Ziel aufgebaut werden.
    • Dadurch Beschränkung auf 10m. Upgrade auf 25m/50m mit zusätzlicher Hardware möglich
    • Funktioniert nur mit Scatt Professional Software (Aus meiner Sicht kein Nachteil, sondern eher ein Vorteil)
    • Nicht immer genau. Beim Gebraucht-Kauf Augen auf!
    • Für eine Festinstallation, bei getesteter Genauigkeit und Gebrauchtkauf durchaus noch eine Alternative
    • Würde ich heute nicht mehr neu kaufen.

    Scatt USB WS (1.360 EUR)

    • Siehe Scatt USB
    • Dafür aber mit kabellosem Sensor an der Waffe. Die Daten werden via Infrarot an den Rahmen übertragen. Keine Verbindungsprobleme bekannt.
    • Generiert aufgrund der kabellosen Übertragung nur 50 Zielwegkoordinaten pro Sekunde. Das Scatt USB und MX-02 liegen bei 100 Hz. MX-W2 kann ich nicht sagen.
    • Ganz nebenbei: Suche ich aktuell für den Bau eines Halteruhemessgeräts

    Scatt Solution (Nur noch gebraucht)

    • Im Prinzip wie Scatt USB, allerdings über die serielle Schnittstelle. Die gibt es heute meistens nicht mehr als Notebooks. Lässt sich mit einem passenden Seriel2USB Adapter lösen. Allerdings ist da Geduld erforderlich bis man einen passenden gefunden hat.
    • Senderahmen ist aus Metall und nicht aus Plastik
    • Befestigung des Sensors an der Waffe ist fummeliger als mit den neueren Versionen
    • Löst mit 200 Hz auf
    • Würde ich nur noch für ganz schmales Geld oder geschenkt nehmen

    Aus meiner Sicht eine klare Empfehlung für das MX-02. Damit ist man am breitesten und funktionssicher aufgestellt.

    Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi. Von einem Zielweganalysesystem profitiert man bei entsprechendem Einsatz immer. Allerdings lassen sich Leistungsreserven auch ohne sowas mobilisieren. Eine zu schnelle Annäherung an den Halteraum, erkenne ich als Trainer auch mit bloßen Augen. Ob der Annäherungsweg links oder rechts versetzt ist und erst auf Höhe des Halteraums die Seitenkorrektur stattfindet, dann allerdings nicht mehr.