Also ich habe auch noch noch keine Antwort vom DSB bzgl. meiner Anfrage erhalten. Und ich habe diese offiziell als Vertreter des Sächsischen Schützenbundes an Otmar Martin geschrieben. Das hätte es unter Gerhard Furnier nicht gegeben!
Ich habe am Montag versucht, die Einstellungen an meinem Gewehr komplett regelkonform zu gestalten.
Das konnte ich ganz schnell vergessen - ich musste meine Schaftkappe soweit gerade stellen, dass ich diese nicht mal ansatzweise mehr vernünftig einsetzen kann. Dazu kommt, dank 1.5.1 Punkt 6, dass ich meinen Kopf entsprechend nach vorn strecken muss. Folge: nach 20 Schuss extreme Verspannungen und Schmerzen in der Nackenmuskulatur. Prima DSB, habt ihr super hinbekommen! Ich hoffe inständig, dass da vernünftig nachjustiert wird.
Ich kann (und will) mir nicht vorstellen, dass es so bleibt, da die neuen Regeln völlig konträr zu den Ausbildungsinhalten sind - eine aufrechte und gerade Kopfhaltung ist nach diesen Regeln für Leute mit Brust(muskel) (etwas korpulentere wie ich z.B. und nahezu alle Frauen) nicht mehr möglich. Das wird sicher auch Iris so sehen und dafür eintreten, dass das wieder geändert wird. Oder eben die Lehrmappe "SenTra" des DSB.
Die Ursache des ganzen Zinnobers sind nicht nur die Schützen - die gehen sowieso immer bis an die Grenzen des Erlaubten und darüber hinaus - sondern m.M.n. die Inkonsequenz der Kampfrichter. Schlussendlich sollte mit diesen Regeländerungen erreicht werden, dass keiner mehr sein Gewehr auf der Schulter auflegen kann - aber wieso? Weil es die Kampfrichter geduldet haben, obwohl es verboten war (und ist).
Viel einfacher wäre doch gewesen, zu dem Passus, der ein Auflegen des Gewehres auf der Schulter verbietet (SpO. 9.7.2), ein Bild zu zeigen, auf dem genau zu sehen ist, wie weit oben die Schaftkappe sein darf bzw. ab wann es ein "Auflegen auf der Schulter" ist - das hätte die ganze Sache klar geregelt und den Rest der Änderungen komplett überflüssig gemacht - inklusive der Diskussionen für welche Disziplinen es überhaupt anzuwenden ist.
Wenn die verantwortlich handelnden Personen zu den LM und vor allem zu den DM in Hannover und Dortmund alle disqualifiziert hätten, die gegen die Regeln verstoßen, bin ich mir ziemlich sicher, dass sich die überwiegende Mehrheit ganz schnell daran gehalten hätte.
Dieses extreme Theater gibt es schon immer nur im Auflagebereich - im stehend frei sind die fast alle "brav". Ok - ein paar schwarze Schafe gibt es immer und überall. Ich fahre seit über 15 Jahren fast jedes Jahr nach München, ich weiß, was dort abgeht - die disqualifizieren alles und jeden, der sich nicht an die Regeln hält und das ist auch genau richtig so. Ansonsten könnten wir die "Furniersche Bibel" auch gleich ganz abschaffen und die Kampfrichter gleich mit. Oh - bin ja selber einer 
Ich bin mittlerweile auch gerade an einem Punkt, wo ich absolut mit Mike konform gehe und mir überlege, alles hinzuwerfen. Das macht so überhaupt keinen Spaß und vor allem keinen Sinn mehr!