Das ist verhältnismäßig einfach zu erklären, spiegelt aber nur meine eigene Meinung wieder.
1. Viele Schützenvereine, egal in welchem Verband sie organisiert sind, verstecken sich, zeigen sich nicht nennenswert öffentlich, machen keine wirkliche Werbung, etc.
2. Die Medien schießen sich immer wieder stark auf die legalen Waffenbesitzer ein, wenn irgendwo irgendeine Straftat geschieht, die medienwirksam ausgeschlachtet werden kann
3. Die Politik glaubt aus dieser medialen Aufbauschung einen Handlungsauftrag zu sehen, um das ebenfalls a) sich gegen den legalen Waffenbesitz aussprechen zu müssen und b) reflexartig das WaffG verschärfen zu müssen. Meist sind hier die Sportschützen die Betroffenen
4. Die Verbände, wie auch Interessensgemeinschaften sind nicht in der Lage, vernünftig ihre Argumente zu platzieren, um ein Gegengewicht zur Politik und den Medien zu erzielen. Meist werden uns die Verschärfungen dann als "fauler" Kompromiss verkauft, denn es hätte ja schlimmer kommen können
5. Die Verbände und Interessensgemeinschaften sind nicht in der Lage an einem Strang zu ziehen, selbst in den Landesverbänden und Vereinen ist es nicht möglich. Ergo, gerade die Sportschützen untereinander sind sich spinnefeind und gönnen dem Anderen die Butter auf dem Brot nicht. das reduziere ich nicht auf eine bestimmte Verbandszugehörigkeit, sondern sehe das bei allen als Problem.
6. Die Verbände und IG`s sind nicht in der Lage so zusammenzuarbeiten, dass der Schießsport als solcher, in seiner gesamten Breite und Vielfalt öffentlich und medial dargestellt wird.
7. Da wir alle uns meist eher verstecken, erreichen wir diese Menschen außerhalb der Blase eben nicht.
Thema ist ebenfalls, die häufig sehr einseitige Sichtweise vieler auf unseren Sport. Leider sehen häufig, Druckuftschützen nur sich selber und vertreten die Meinung, dass ist der einzig wahre Schießsport. Sie verteufeln alles was mit heißen Gasen geschossen wird. Reine Großkaliberschützen betrachten Druckluftwaffen als Spielzeug und bezeichnen die Schützen disrespektierlich als Luftpumpen o.ä.
Auch sehen GK Schützen die KK Waffen und deren Schützen ebenfalls vergleichbar wie die Druckluftschützen.
Das muss aufhören. Es ist doch total egal, ob einer Druckluft, Kleinkaliber, Großkaliber, Statisch oder Dynamisch schießt, lang oder kurz. Zum Spaß, auf Wettkämpfen oder im Kader.
Wir sind alle Sportschützen und wollen unseren Sport weiterhin in Frieden und ohne Drangsierung weiter betreiben. Das geht aber nur, wenn wir mit den internen Vorurteilen und Anfeindungen aufhören, die Vereine aufhören Schützen anderer Verbände zu diskreditieren und die Verbände Hand in Hand für uns alle Werben und damit auch dem Sport.
Dann sollten wir ein positives Bild erzeugen können, dass auch nach außen trägt und dann entziehen wir den Medien und der Politik einen großen Teil der Basis für weitere Verschärfungen.
Meine Hoffnung liegt da tatsächlich in der letzten Novelle, da hier gerade bei den Messerkontrollen, nicht mehr nur Waffenbesitzer betroffen sind, sondern letztlich jeder Bürger ein Opfer der anlasslosen Kontrollen werden kann, ohne dabei im Vorfeld ggf. zu wissen, dass er/sie sich in einer Verbotszone befindet, durch eine hindurch muss, o.ä.
Damit werden sie ggf. etwas aufgerüttelt und erkennen wie schwachsinnig und insbesondere wie über griffig das WaffG mittlerweile ist und welche Einschränkungen, auch im Grundrecht, damit einhergehen ohne die Innere Sicherheit zu verbessern, da es eben nicht die einschränkt die das Unheil verursacht haben oder verursachen, sondern Onkel Alfred, Tante Liselotte, Opa Günther und Oma Trude auf einmal von der Polizei ohne Grund durchsucht werden können und bei Auffinden einfachen Schweizer Taschenmssers am Schlüsselbund ggf eine saftige Bußgeldstrafe mit Anzeige wegen Verstoßes gegen WaffG kassieren.