Och Leute, wenn es so gut um das Ehrenamt in Deutschland steht, warum sieht der DSB Handlungsbedarf etwas zu verändern?
Warum wird in der Öffentlichkeit krampfhaft versucht das Ehrenamt zu bewerben, mit dem Wissen, dass viele Vereine und gemeinnützige Organisationen wie die Freiwillige Feuerwehr zunehmend Probleme haben Nachwuchs zu rekrutieren und zu halten?
Warum?
Nur weil es bei einzelnen von Euch in den Vereinen alles toll ist und funktioniert, so lässt sich das nicht immer auf andere Vereine in anderen Landkreisen oder Bundesländern übertragen.
Der DSB sieht ja Handlungsbedarf, weil es scheinbar nicht mehr Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern die Situation zunehmend ernster wird.
Ich sehe es doch in vielen Vereinen, keiner hat Lust sich an Arbeitseinsätzen zu beteiligen, um das Vereinsheim, die Schießanlage oder einfach nur das Gelände in Schuss zu halten. Lieber kaufen sie sich frei. Nur wenn sich alle immer nur frei kaufen, wird die anfallende Arbeit eben nicht erledigt. Das können auch Thekendienste oder Schießleiter-/Aufsichtsdienste sein.
In letzterem Fall, keine Aufsicht/kein Schießleiter oder verantwortliche Aufsichtsperson, kein Schießbetrieb und da hilft es auch dem Verein nicht, wenn einzelne einen Schlüssel haben, um alleine zu trainieren.
Hier krankt doch vielerorts das Vereinsleben und das damit verbundene ehrenamtliche Engagement. Die Vereine werden es aber zunehmend schwerer haben, wenn eben genau dieses ehrenamtliche Engagement schwindet und durch ein reines Konsumverhalten der Mitglieder ersetzt wird.
Frei nach dem Motto: „Ich zahle einen Mitgliedsbeitrag, damit ist alles erledigt und ich muss mich nicht einbringen.“
Es mag nicht sofort sein, viel eher schleichend, wenn die alte Garde sukzessive ausstirbt.
Ich kenne auch viele Vereine, da läuft alles super. Enormer Mitgliederzuwachs, immer neue Angebote die das Vereinsangebot erweitern, offen gegenüber Gästen anderer Verbände und interessiert an dem was andere so machen.
Die werden sich weniger Sorgen machen müssen, stellen aber auch leider sehr oft die Minderheit dar.