Wissen setzt voraus, dass es gültige Standards und Regeln gibt, die man kennen kann.
Richtig, jetzt kann man streiten wie genau die definiert sein müssen oder ob das ein selbstverständliches Verhalten sein sollte.
Leider gibt es diese nicht mehr auf diesem Gebiet - und das, was offiziell "gelehrt" wird, ist z.T. unmenschlich und pädagogisch kompletter Nonsense.
Nicht mehr, da könnte man meinen daß es vorher welche gab.
Nehmen wir mal das nicht ganz fiktive Beispiel einer neunjährigen Lichtschützin. Sie ist extrem ehrgeizig und für ihr Alter auch bemerkenswert gut im Umsetzen der vermittelten Technik. Die umstehenden Trainer sagten: "Die ist ja nicht aus der Ruhe zu bringen, so schön setzt sie die Technik (= Doppeltatmung) um!" - ABER sie schoss bei dem Wettkampf "nur" lauter 7er und 8er, kaum 9er und 10er. (Freihand, nicht aufgelegt!!!). Und dann noch zwei verrissene Schüsse (vor Ärger) unten tief ins Weiße.
Nach dem letzten Schuss - tief unten im Weißen - brach sie in Tränen aus, da sie ihr selbst gesetztes Ziel nicht erreicht hatte.
Was macht man da als daneben stehender Trainer? Ich erstmal nichts, ich stand 3 Meter weiter. Aber die sie direkt betreuende Trainerkollegin nahm das weinende Kind sofort in den Arm und tröstete es. Das war in dem Moment absolut richtig und wichtig! Die Eltern schickten am Abend dann noch der Kollegin eine Dankesnachricht, dass sie das Kind so gut aufgefangen hatte.
Braucht jeder Einzelfall eine gesetzliche Regelung?
Die Frage wann man an Wettkämpfen teilnehme soll ist dann schon wieder OT.
Sie hat übrigens den Wettbewerb deutlich gewonnen. Mit der Trophäe in der Hand lachte sie wieder glücklich.
Wie beim Kinderskikurs noch ein Pokal für den 8. Sieger und alle sind glücklich.
Merke: Nicht jeder Körperkontakt ist gleich ein sexueller Übergriff. Menschen sind Menschen und Menschen haben Gefühle und brauchen auch die Nähe zu vertrauten Personen, gerade in emotionalen Grenzsituationen. Als Trainer müssen wir situationsbedingt das tun, was uns unser Gefühl sagt, dass es richtig ist.
Richtig, warum dann oben das Beispiel vom 80 jährigen Stolperer?
Wenn es uns dann noch gelingt, das in ein "Schutzkonzept" hineinzuformulieren, dann haben wir einen weiteren Schritt getan, uns Trainer und Betreuer aus der Rolle der "ständig Verdächtigen" herauszunehmen.
Muss alles bis ins letzte geregelt werden, ist das nicht wieder zu umfangreich und schafft nur neue Lücken wie zB.den 80 jährige Stolperer.
Ich meine es nicht gut, ich will es gut haben. Das ist ein Prozess, den man alleine nur schwer schafft.
Ich habe auf das Zitat geantwortet und Du passt wieder die Frage an.
In der Diskussion, im Ringen um das beste Ergebnis und die Nutzung der Schwarmintelligenz kann man, davon bin ich überzeugt, gute Konzepte kreieren. vielleicht sogar welche, die nicht nur ein Feigenblatt sind, sondern solche, die richtig nützlich sind.
Ob Du da den richtigen Schwarm fragst?