Beiträge von Hansaxel

    Es gab auch Leute die sind gekommen und wollten Mal eben wie Dirty Harry schießen mit einem .44 Revolver.

    Wenn es machbar ist, d.h Waffe und Munition ist greifbar warum nicht, gibt einige Euro in die Kasse und der Kamerad freut sich.


    Manche denken tatsächlich, den kann man so ohne Vorbereitung einhändig schießen.
    Das machen wir nicht mit Neulingen oder Gästen.


    Früher konnte man das tatsächlich, das wurde auch nur so ausgebildet.

    Den sportlichen Einsatz und das Leistungsniveau, den ich hierzulande in IPSC, PPC 1500 und FFWGK sehe, kann ich nur anerkennend als sehr gut bezeichnen. Die Leute zieht es dorthin und sie wollen ihre eigenen Fertigkeiten aus freiem Willen verbessern. Die Bewerbe sind sehr gut besucht und der Zustrom neuer Schützen groß.

    Toll wenn das mittlerweile so ist.

    Als ich vor längerer Zeit mal nach einem KW Stand in Oberkärnten fragte wurde mir von einem Klagenfurter User ein Stand in Graz genannt.

    Inzwischen gibt es dort einen Stand von Wettkämpfen habe ich aber noch nicht so viel gehört.

    Welchen soll ich dann fragen anstelle der "Meisterschützen" - also die "ernsthaften Sportschützen und Trainer"?

    Der Threadstarter Ludwig hat sich ja nie wieder hier gemeldet.

    Die, die sich mit dem Thema beschäftigen.

    Soweit es um eine Ergänzung der Satzung, Weisungen für Mitarbeiter und Mitglieder geht erwarte ich dass die Verbände rechtzeitig brauchbare Richtlinien zur Verfügung stellen.

    Sollte es künftig in der Ausbildung Angebote geben müssen, könnten die im überfachlichen Rahmen stattfinden, besondere Anforderungen für Schützen sehe ich da nicht.

    Persönliche Bildungsangebote kenne ich in Bayern bei den Lehrern und verschiedenen Berufsverbänden, an Fortbildungsangebote verschiedener Organisationen erinnere ich mich auch noch.

    Wissen setzt voraus, dass es gültige Standards und Regeln gibt, die man kennen kann.

    Richtig, jetzt kann man streiten wie genau die definiert sein müssen oder ob das ein selbstverständliches Verhalten sein sollte.

    Leider gibt es diese nicht mehr auf diesem Gebiet - und das, was offiziell "gelehrt" wird, ist z.T. unmenschlich und pädagogisch kompletter Nonsense.

    Nicht mehr, da könnte man meinen daß es vorher welche gab.

    Nehmen wir mal das nicht ganz fiktive Beispiel einer neunjährigen Lichtschützin. Sie ist extrem ehrgeizig und für ihr Alter auch bemerkenswert gut im Umsetzen der vermittelten Technik. Die umstehenden Trainer sagten: "Die ist ja nicht aus der Ruhe zu bringen, so schön setzt sie die Technik (= Doppeltatmung) um!" - ABER sie schoss bei dem Wettkampf "nur" lauter 7er und 8er, kaum 9er und 10er. (Freihand, nicht aufgelegt!!!). Und dann noch zwei verrissene Schüsse (vor Ärger) unten tief ins Weiße.

    Nach dem letzten Schuss - tief unten im Weißen - brach sie in Tränen aus, da sie ihr selbst gesetztes Ziel nicht erreicht hatte.

    Was macht man da als daneben stehender Trainer? Ich erstmal nichts, ich stand 3 Meter weiter. Aber die sie direkt betreuende Trainerkollegin nahm das weinende Kind sofort in den Arm und tröstete es. Das war in dem Moment absolut richtig und wichtig! Die Eltern schickten am Abend dann noch der Kollegin eine Dankesnachricht, dass sie das Kind so gut aufgefangen hatte.

    Braucht jeder Einzelfall eine gesetzliche Regelung?

    Die Frage wann man an Wettkämpfen teilnehme soll ist dann schon wieder OT.

    Sie hat übrigens den Wettbewerb deutlich gewonnen. Mit der Trophäe in der Hand lachte sie wieder glücklich.

    Wie beim Kinderskikurs noch ein Pokal für den 8. Sieger und alle sind glücklich.

    Merke: Nicht jeder Körperkontakt ist gleich ein sexueller Übergriff. Menschen sind Menschen und Menschen haben Gefühle und brauchen auch die Nähe zu vertrauten Personen, gerade in emotionalen Grenzsituationen. Als Trainer müssen wir situationsbedingt das tun, was uns unser Gefühl sagt, dass es richtig ist.

    Richtig, warum dann oben das Beispiel vom 80 jährigen Stolperer?

    Wenn es uns dann noch gelingt, das in ein "Schutzkonzept" hineinzuformulieren, dann haben wir einen weiteren Schritt getan, uns Trainer und Betreuer aus der Rolle der "ständig Verdächtigen" herauszunehmen.

    Muss alles bis ins letzte geregelt werden, ist das nicht wieder zu umfangreich und schafft nur neue Lücken wie zB.den 80 jährige Stolperer.

    Ich meine es nicht gut, ich will es gut haben. Das ist ein Prozess, den man alleine nur schwer schafft.

    Ich habe auf das Zitat geantwortet und Du passt wieder die Frage an.

    In der Diskussion, im Ringen um das beste Ergebnis und die Nutzung der Schwarmintelligenz kann man, davon bin ich überzeugt, gute Konzepte kreieren. vielleicht sogar welche, die nicht nur ein Feigenblatt sind, sondern solche, die richtig nützlich sind.

    Ob Du da den richtigen Schwarm fragst?

    In der Schweiz werden insbesondere Pistolenvereine von Neumitgliedern überrannt. Diese möchten meistens zweihändig mit viel Bums Hülsen leer machen. Es ist an den Vereinen, das vernünftig zu kanalisieren.

    Bei uns auch, so steht es jedenfalls in den Foren, halt nicht unter den DSB, das muss aber kein Problem sein.

    ..... ich hab schon mitbekommen, dass du es gut meinst.

    Daß ist ja das Problem!

    Ich stell mal folgende Behauptung auf. Es macht keinen Sinn solche Konzepte in kleinen Vereinen einzuführen.

    Richtig, schon weil vom Dachverband oder höher eine Regelung getroffen wird die dann vorrangig verbindlich wird .

    Alleine die Beispiele mit dem 80jährigen der stolperte und dem Vater der seine Tochter umarmte sind doch schon ein Zeichen dafür, dass was in die falsche Richtung läuft. Langsam, aber doch.

    Wirklich?

    Nein, das zeigt nur daß es manchmal oder häufig am Basiswissen der Experten fehlt.

    Auch beim DOSB hat man durchaus vor der eigenen Tür zu kehren. Da rechtfertigte der Medaillenhunger vieles, dass später als häßlicher Skandal publik wurde. Daher ist es keine Begründung, dass man sowas braucht weil es oben auch gemacht wird.

    Wo früher doch alles besser war!

    Genau deswegen arbeitet man heute die Konzepte aus.

    Uns wird das einfach vorgeschrieben und dann muß es halt sein. Es gab hierzulande einen Riesenskandal um Schirennfahrerinnen, die jetzt schon im Rentenalter sind und in jungen Jahren von den damals wichtigen Leuten mißbraucht wurden. Das konnte nicht abgebügelt werden, wurde öffentlich und jetzt gibt es eben einen Wust an Vorschriften.

    Als wäre das nicht zur aktiven Zeit bekannt gewesen.

    Wenn es irgendwelche Sauereien verhindern hilft, soll mir das nur recht sein. Wird es das? Keine Ahnung.

    Ich gehe mal davon aus.

    Nur weil man früher nicht darüber redete bedeutet das nicht daß es das nicht gab.

    Wenn ich jemanden im Verein habe, der / die nur durch so einen bürokratischen Wust und krankhaftes Mißtrauen jede:r gegen jede:n im Zaum zu halten sind, dann gehört die Person nicht in den Verein und schon gar nicht an diese Stelle.

    Die Leute hat man schon früher gelegentlich im Verein oder Arbeitsplatz anders eingesetzt.

    Und zum Thema Gesundheit - muss ein Sportgewehr 5kg wiegen?

    Muß es nicht, darf es aber und damit wird das letzte Gramm angeschraubt ob es Hilft oder nicht spielt keine Rolle.

    Natürlich könnte man eine Klasse mit einfacherer leichterer Ausrüstung schaffen, ich kenne die Diskussion schon seit meiner Jugend, das will bei uns nur niemand. Wir können und ja die Topwaffen leisten.

    Die Amerikaner haben bedauert daß keine 64 Anschütz mehr auf dem Markt sind, bei den Meisterschützen wird diskutiert welches Topmodell für den Einsteiger geeignet ist.

    Ich wäre - im Gegensatz zu dem was Omega24v dazu meint, dessen Ansichten ich in aller Regel sehr schätze - immer noch für eine weitgehende Abschaffung der Spezialbekleidung. Alleine aus Kostengründen um Nachwuchs zu gewinnen der dann auch langfristig dabei bleibt.

    Eben, die Parasportler brauchen Nachwuchs. Der Rückenschaden muss wieder "Auszeichnung" für den ernsthaften Schützen werden.

    Gleichwohl würde auch mir das bei den Ergebnissen extrem zu schaffen machen,

    Das wäre mal kein Problem, da es ja alle betreffen würde.

    Was wir da im Schießsport in den letzten Jahrzehnten an Entwicklung hingelegt haben ist ja selbst innerhalb unserer Blase nur noch einem Bruchteil zu vermitteln … immer kompliziertere Finalregeln, immer höhere Ergebnisse, Zehntelwertung die kaum noch nachvollziehbare Ergebnisse liefert und dazu geführt hat, dass es kaum noch eindeutige Favoriten und damit Vorbilder gibt usw. usw.

    War das früher wirklich besser?

    Unser Sport hat schon genug Probleme (Kosten, Waffenaufbewahrung, Ansehen in großen Teilen der Bevölkerung), wir müssen uns auf den Weg machen! Aber ok, das gelingt uns ja selbst in zentralen Fragen der Politik nullkommanull….

    Eine Runde Mitleid für die Opfer.

    Ich hab in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass nicht alle Vereine die Kurve kriegen. Da haben welche den Zenit überschritten, die Zukunft sieht auf wackeligen Füßen. Einzelne sind der Auflösung näher als dem Fortbestehen.

    Wen wundert es, welche Themen geht es hier in erster Linie?

    Es gibt ja angeblich noch eine große Zahl von Vereinen mit Aufnahmestopp, die müssten sich nur mal sinnvoll Organisieren und der Schießsport wäre gerettet sogar ohne die auszehrenden Abgaben an die DSB Verbände.

    Es krankt meist nicht so sehr am Geld

    Richtig, da ist mehr da als jemals in der guten alten Zeit.

    Der Schütze der früher mit einer Waffe über Jahrzehnte hinkam hat muß heute kaum daß er das er die Scheibe trifft sich schon Gedanken um das Bedürfnis für die 7. oder 8. Waffe machen.

    Wie meinst du "verstehen wollen"? Es gibt im DACH-Raum seit Jahrzehnten Traditionsschießen mit Zimmer- und Feuerstutzen. Dort ist "normale" Schießbekleidung verboten.

    Richtig, woanders gibt es noch Western Schießen da ist die Kleiderordnung noch strenger.

    Einige Teilnehmer romantisieren das, weil das Schießen so viel natürlicher sei und es sich eben zeige, wer ein guter Schütze ist - ohne Ritterrüstung.

    Deine Interpretation, für andere einfach Tradition.

    Und welcher Effekt zeigt sich in diesem Regelwerk, das Schießkleidung und Tracht vorschreibt? Einzelne Teilnehmer suchen nach Möglichkeiten mehr Stabilität zu bekommen und tunen dann ihre Tracht - zB 20 cm breite Gürtel, Lederjoppen und haben so einen Vorteil gegenüber dem Schützen, der in Bauerhemd schießt.

    Die tragen dann aber auch keine traditionelle Tracht mehr. Bei den Cowboys würde man sie so nicht an den Stand lassen.

    Übertragen wir das auf die Diskussion um die Schießklamotten hier. Aktuell ist alles klar geregelt und überprüfbar durch entsprechende Messvorrichtungen. Alle haben die gleichen Chancen.

    Grundsätzlich richtig wobei man fragen darf ob man dem Breitensportler noch auch weniger aufwendige Diszipline bieten kann.

    Verbiete Schießbekleidung und es gibt Wildwuchs, der unkontrollierbar ist.

    Wenn Schütze das braucht muss man es halt regeln.


    Es ist halt eine andere Disziplin und das Uniformverbot ist eine typische bay. Eigenheit.

    Es gäbe erstmal wieder Wildwuchs. Der Bayer käme in eng geschnittener Lederhose mit straff sitzendem Geschirr plus 20 cm breiten Gürtel und dazu mit steifer Joppe samt Lederflicken und knöchelumschließenden Wanderstiefeln, weil das sein normales Alltagsoutfit ist.

    Daneben steht dann Ronny aus Brandenburg in Adidashose, Hoody samt Sneakers und beschwert sich, dass der Bayer viel stabiler steht.

    Das muss man jetzt verstehen wollen.

    Das Ganze erinnert mich an die Diskussion um die Abschaffung der Schießhosen. Das war so vor 20/25 Jahren.. Es wurde viel Staub aufgewirbelt und am Ende hat sich doch nichts geändert.

    Hier ein Artikel dazu. https://www.merkur.de/lokales/region…auf-192794.html

    Gab es das wirklich in einem größeren Umfang?

    Man könnte doch meinen daß gerade in der Masse sehr gerne auf die aufwendige Schießkleidung verzichten könnte.

    Ich sehe das auch so und würde sagen von 10 aktiven klassischen Foren, in denen ich aktiv bin, ist das mit der lockersten Handhabung.

    Sind das auch deutschprachige Foren bei denen es um Schießen geht?


    Ich würde mir wünschen, dass viel VIEL deutlicher durchgegriffen wird und ALLES, was nicht zu einem Post passt, einfach gelöscht wird.
    Das sorgt für 4 Wochen für Ärger - aber dann entwickelt sich eine gute Forums-Kultur wo es wieder Spaß macht.

    Dann hätten wir aber Tage ohne jeglichen Traffic, das macht ein Forum schnell uninteressant.

    Ihr Opfer, was sollen da die vielen Teilnehmer sagen die überhaupt keinen Urlaubsanspruch mehr haben?


    Die angeführten Beispiele betreffen wohl überwiegend Großkonzerne und große mittelständische Betriebe. Und dann auch nicht immer für jeden Mitarbeiter im Arbeitsvertrag festgeschrieben.

    Meinung oder geglaubte Tatsachen?

    Hast Du ich wirklich mal mit dem Thema beschäftigt? Ich habe mich immer wieder gewundert wie wenig Angebote der Arbeitgeber angenommen wurden wobei Fahrzeugnutzung eine Ausnahme sein könnte.

    Das ist dann aber doch eine spezielle Geschichte! Die ISSF verkündete damals, dass sie keine speziellen Pistolen und schon gar keine spezielle Munition mehr für die Disziplin OSP wollte. Tja, was haben wir heute? Spezielle Pistolen und spezielle Munition für die Disziplin OSP. Aber neu entwickelt und von den Schützen neu gekauft. So wurde eine schützenfreundlich gedachte Neuerung der ISSF zum Bumerang.

    Hauptsache Schütze ist Opfer!

    So wirklich üppig war das Angebot an der Munition für die OSP ja nicht mehr und über die Leistung ob Präzision oder Zuverlässigkeit kann man auch diskutieren. Das könnten schon Argumente für eine Änderung gewesen sein oder habe ich da wieder mal nichts verstanden.

    Warum soll sich eine olympische Disziplin nicht weiter entwickeln dürfen? Dürfen das nur die anderen?