Wer nimmt Sonderurlaub bei der Deutschen Meisterschaft?

  • Na ja, es macht schon einen großen Unterschied, ob einer Dienst nach Vorschrift macht und den ganzen Tag aufpasst, dass er keinen Handschlag zuviel macht, oder ob jemand engagiert ist.

    Von unentgeltlichen Arbeiten und 24/7 erreichbar war überhaupt nicht die Rede, das ist auch unsinnig.

    Deine Einstellung passt eher zu einem Beamtenjob, da kannst du fasst alles nachlesen und musst nichts auf eigene Verantwortung entscheiden.

    Was soll denn diese "engagiert" genau sein?

    Ich habe einen klar definierten und wir haben regelmäßig Deadlines, bis zu denen Projekte oder Teilprojekte fertig sein müssen und es auch sind. Soll ich mir jetzt in der Nachbarabteilung zusätzliche Aufgaben suchen oder soll sich ich regelmäßig die Spülmaschine ausräumen?

    Ist denn dann dein Arbeitgeber auch engagiert und überweist dir zwischendurch mal 100 Euro zusätzlich oder schreibt deinem Zeitkonto fünf Stunden zusätzlich gut? Oder ist dein Arbeitgeber mehr von der unengagierten Sorte "vertraglich vereinbartes Gehalt wird pünktlich gezahlt "?

  • Na ja, es macht schon einen großen Unterschied, ob einer Dienst nach Vorschrift macht und den ganzen Tag aufpasst, dass er keinen Handschlag zuviel macht, oder ob jemand engagiert :/:/:/:/:relieved:

    Deine Einstellung passt eher zu einem Beamtenjob, da kannst du fasst alles nachlesen und musst nichts auf eigene Verantwortung entscheiden.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • ..

    Du zahlst dann aber gerne die Aufpreise, wenn die Besten nicht bei den von Dir präferierten Firmen arbeiten und Du deshalb mit Produkten/Service von schlecht motivierten Mitarbeitern vorlieb nehmen mußt?

    Aber gerne. Warum eine Firma die ihren Mitarbeitern regelmäßige Skiurlaube finanziert bessere und/oder günstigere Produkte produziert musst Du mir mal logisch erklären. Und dass die "bestbezahlten" auch die Besten sind hört man eigentlich nur von den bestbezahlten selbst :/.

    Wenn eine Firma ihre Mitarbeitermotivation und die Einstellung zur Firma - und am Ende gar gegenüber dem Kunden - dadurch definiert dann wundert mich nicht in welcher Misere die deutsche Wirtschaft gegenüber der Konkurrenz steckt. Im Begriff work-life-balance steckt halt leider auch das Wort work. Vergessen aber wohl immer mehr Leute.

    Und zurück zum Thema Sonderurlaub: Es hängt halt auch immer davon ab, ob der Chef oder die Firmenleitung dem Schießsport positiv gegenübersteht. Wer sich gegenüber der Firma loyal verhält - und auch mal die Spülmaschine ausräumt ;) - hat da vielleicht bessere Karten als der, der seinen Tag mit "Tisch macht der Kollege" bestreitet.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Oh mein Gott - die 1980er haben angerufen und wollen ihre Vorurteile wieder haben.

    Was genau ist an Dienst nach Vorschrift schlecht oder falsch? Im Arbeitsvertrag stehen Rechte und Pflichten beider Parteien. Arbeitgeber lassen sich bzw werden gefeiert, wenn sie das vertraglich vereinbarte Gehalt pünktlich zahlen.

    Arbeitnehmer sollen am besten unentgeltlich Überstunden leisten, 247 erreichbar sein, trotz Krankheit arbeiten und dankbar sein, dass sie überhaup arbeiten dürfen.

    Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei. Wenn mein Arbeitgeber möchte, dass ich bei ihm arbeite, dann muss er auch etwas bieten und mir entsprende Freiräume gewähren. Macht er das nicht, soll er die Stelle neu ausschreiben und sich jemand Neues suchen.

    Es ist deine Einstellung, du musst mit den Konsequenzen leben. Es steht jedem frei.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Was soll denn diese "engagiert" genau sein?

    Ich habe einen klar definierten und wir haben regelmäßig Deadlines, bis zu denen Projekte oder Teilprojekte fertig sein müssen und es auch sind. Soll ich mir jetzt in der Nachbarabteilung zusätzliche Aufgaben suchen oder soll sich ich regelmäßig die Spülmaschine ausräumen?

    Ist denn dann dein Arbeitgeber auch engagiert und überweist dir zwischendurch mal 100 Euro zusätzlich oder schreibt deinem Zeitkonto fünf Stunden zusätzlich gut? Oder ist dein Arbeitgeber mehr von der unengagierten Sorte "vertraglich vereinbartes Gehalt wird pünktlich gezahlt "?

    Es macht halt einen Unterschied ob man im Wesentlichen eigenverantwortlich tätig ist , oder ob man eher fremdbestimmt Aufgaben abarbeiten muss. Das ist auch von der Mentalität des Einzelnen abhängig.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Es macht halt einen Unterschied ob man im Wesentlichen eigenverantwortlich tätig ist , oder ob man eher fremdbestimmt Aufgaben abarbeiten muss. Das ist auch von der Mentalität des Einzelnen abhängig.

    Das könnte dann ja auch bedeuten dass Schützen, dann wenn es der Betrieb erfordert sich drauf einstellt und sogr auf eine Wettkampfteilnahme verzichtet?

  • Dass währe im Einzelfall abzuwägen. Hier kommt es auf die spezielle Situation an. Ausnahmen bestätigen die Regel und hier ist auch die Eigenverantwortung gefragt.

    Max 319

  • Es macht halt einen Unterschied ob man im Wesentlichen eigenverantwortlich tätig ist , oder ob man eher fremdbestimmt Aufgaben abarbeiten muss. Das ist auch von der Mentalität des Einzelnen abhängig.

    Auch dann macht es keinen Unterschied. Die Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien stehen im Arbeitsvertrag, der vor Arbeitsaufnahme von beiden Parteien unterschrieben wird.

    Gute Arbeitgeber wissen, was sie von einem Arbeitnehmer erwarten und kommunizieren das auch von Anfang an, Stichwort Bundesnachweisgesetz.

    Schlechte Arbeitgeber werben mit guter Bezahlung (ohne diese im Vorfeld konkret zu benennen), pünktlicher Gehaltszahlung und Obstkorb. Genauso schwammig werden dann die Erwartungen an den neuen Mitarbeiter formuliert und eine Stellenbeschreibung gibt's auch nicht. Der Mitarbeiter soll ja Engagement zeigen und sich seine Aufgaben selbst suchen. Macht er dann einen Fehler, gibt's richtig Ärger, weil er sich Sachen anmaßt. Macht er alles richtig, gibt zwar auch nicht mehr Gehalt, dafür aber kostenloses Leitungswasser und manchmal Obst.

  • Zu Beitrag # 37

    ich bin überzeugt, dass der Verfasser der ewig gestrige ist.

    Wer meint, wege 1-2 Tage nicht erhaltenen Sonderurlaub seine Arbeitsstelle zu kündigen, hat sich geistig eh von seinem Arbeitgeber verabschiedet. Da würde ich sagen: „Reisende soll man nicht aufhalten...."

    Man sieht es jeden Tag in den Nachrichten, Überzeugung macht das Leben für viele nicht lebenswerter.

    Warst Du in den letzten Jahren überhaupt mal aktiv auf dem Arbeitsmarkt unterwegs, mit Wechselgedanken oder nur um seinen Wert genauer auszuloten? Dann würdest Du nicht nur aus Überzeugung schreiben ;)

    Die Pflege ist da momentan ganz obenauf, als Mitarbeiter in der Pflege, gerade bei Zeitarbeitsfirmen, kannst Du vieles fordern und bekommst auch einiges davon geliefert.

    Es geht mir auch speziell nicht um die 1-2 Tage Sonderurlaub, es geht um verhandelbare Benefits. Es gab bereits Tarifabschlüsse bei denen statt Erhöhung des Entgeldes die Anzahl der Urlaubstage erhöht wurden. Ich hab auch schon in einer Firma gearbeitet, da hatten Kollegen, die mich eingearbeitet haben, 22 Tage Jahresurlaub und ich hab 29 Tage bekommen, einem anderen Kollegen wurde vom AG in seine private Altersvorsorge eingezahlt "Weil ich es so gefortdert hatte". Selbst im öffentlichen Dienst kann man vor Unterschrift vieles fordern, einiges wird auch umgesetzt.

    Bei der letzten Umfrage der Gewerkschaft nach Zielen für die nächste Tarifrunde, waren auch bei niedrigen Gehaltsgruppen die Gehaltserhöhung nicht das Ziel mit der höchsten Priorität bei den Antworten und dieses Personal findet Jobs woanders.

  • Entschuldige bitte, bisher ging es um den Sonderurlaub, oder habe ich die Überschrift verkehrt gedeutet.

    1. Absatz: Jeder ist für sich selber verantwortlich. Warum sind diese Personen in ihre missliche Lage gekommen?

    2. Absatz: Nein ich bin bereits Rentner. War aber 35 Jahre im Handwerk mit 25 Mitarbeiter/innen selbstständig tätig.

    3.Absatz: Wer wechselt aus einer sicheren Beschäftigung als Quereinsteiger in die Pflege? Ich war während meiner BW 3 Monate in H-Wandsbeck im Bundeswehrlkrankenhaus tätig. Die Arbeit ist nicht für Jedermann. In den Pflegeheimen werden zudem überwiegend Teilzeitkräfte beschäftigt.

    Zu Absatz 4: Ich gehe davon aus, dass es Fachkräfte waren während der Einarbeitung. Also dementsprechend Älter Personen mit Berufserfahrung. Und dann 7 Tage weniger Urlaub ? Schwer nachvollziehbar?

    Im übrigen könnt hier die Frage gestartet werden, wer denn bereit ist, seinen Arbeitsplatz zu kündigen, nur weil es für die DM kein Sonderurlaub gewährt wird.

    Diese Thema ist für mich ausgereizt. Da tausche ich mich lieber über den Liegend-Anschlag aus.

    Max319

  • Das könnte dann ja auch bedeuten dass Schützen, dann wenn es der Betrieb erfordert sich drauf einstellt und sogr auf eine Wettkampfteilnahme verzichtet?

    Wenn dir der Urlaub nicht genehmigt wird, dann ist das so. Ob sowas passiert, dass kann ich nicht sagen. Den einen Tag bekommt man eigentlich immer. Halt keinen Sonderurlaub. Aber es besteht kein Zwang, dass der Urlaub genehmigt werden muss.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Ich finde die Diskussion hier etwas befremdlich. Eigentlich ist es vollkommen egal ob ÖD oder nicht. Es hat auch nichts mit Benefit oder nicht zu tun. Nicht jeder arbeitet im Konzern, wo jeder zu jedem Zeitpunkt unentgeltlich frei machen kann, weil der Laden einfach weiter läuft. Nehmen wir an, jemand wäre Servicetechniker, der auf Stundenbasis beim Kunden abgerechnet wird. Da fehlt dann eben jeder zusätzliche Tag als Umsatz. Bei kleinen Unternehmen ist das vielleicht schwer zu kompensieren.

    Ich bin selbst in der Arbeitgeberposition. Für mich habe ich definiert, dass für mich die gleichen Urlaubsregeln gelten, wie für jeden anderen Arbeitnehmer auch. Gut, jetzt arbeite ich ich nicht als Techniker, oder am Kunden, aber mein Schießhobby betreibe ich in meiner Freizeit. Wenn ich mehrtägig unterwegs bin, nehme ich regulär Urlaubstage, feier Überstunden ab oder arbeite, wenn es nicht anders geht, remote. Mir persönlich ist es das wert. Wenn meine Mitarbeitenden sportliche Erfolge feiern und zu einer DM fahren könnten, dann unterstütze ich das so gut wie es geht. Das es da also frei gibt, dass bekommen wir terminlich so hin, dass der Zeitraum dann auch genommen werden kann. Sonderurlaub gibt's da nicht. Wenn jemand den Sprung leistungssportlich international schaffen würde, dann wäre es was anderes, dann können wir sprechen.