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Zur HW45 kann ich nichts sagen, aber eine Luftpistole hilft nicht in Bezug auf einen zu erwartenden Rückstoß, auch wenn es eine Federdruckwaffe ist.
Um das Zielen und weitere Bewegungsabläufe, den für Dich passenden Stand/Körperhaltung etc. herauszufinden ist aber auch eine Luftpistole gut geeignet.
Und das tolle an Matchluftpistolen: die schießen tatsächlich dort hin wo man bei der Schussauslösung hingezielt hat - das übt das Treffen sehr, wenn man Scheibenbild und Trefferbild zusammenbringen kann - wenn Du bei Luftpistole bleibst, kommt der Appetit spätestens beim Essen 
Zu Deinen Fragen:
1. als Sportschütze hast Du ein bei mehrschüssigen Kurzwaffen ein Grundkontingent von zwei Waffen frei. Für diese beiden Waffen in unterschiedlichen Kalibern müssen keine Wettkämpfe nachgewiesen werden. Ein Jahr regelmäßiges Training mit erlaubnispflichtigen (Kurz-)Waffen reicht aus.
Mit Details, in welcher Reihenfolge man sich welche Waffe kauft (z.B. KK-Sportpistole vor kalibergleichem KK-Wechselsystem etc.), kann man sich in dem ersten Trainingsjahr asgiebig beschäftigen. Da kocht dann auch jeder DSB-Landesverband seine eigene Suppe. In manchem Landesverband bekommt man beispielsweise eine kalibergleiche Ersatzwaffe nur als Olympiateilnehmer genehmigt, dagegen hat ein anderer Landesverband dieses Problem nicht und genehmigt eine kalibergleiche Waffe bereits bei der Teilnahme an Wettkämpfen auf regionaler Ebene.
2. Es kann gut sein, dass sich Dein Verein nur an Luft- und KK-Sportpistolen-Wettkämpfen beteiligt. Schießen kannst Du aber eventuell auch anderes. Mancher Verein hat eine neue Disziplin auch erst durch Neulinge für sich gefunden, die auch die lang gedienten Schützen für Ordonnanzpistole, Schwarzpulverdisziplinen oder anderes begeistern konnten.
Rechtlich ergeben sich die Beschränkungen für die Schießstände Deines Vereins ersteinmal nur durch die Genehmigung/en für die Schießstände, also welche Kaliber und Joule/Energie sind bei Euch maximal zulässig. Da weiss der Vorstand bescheid bzw. die Angaben müssen klar erkennbar an den Schießbahnen aushängen.
Darüber hinaus liegt es dann im Ermessen des Vereins, was er gestattet. Es kann z.B. sein, dass die Bahnen zwar bis zu 1500 Joule zugelassen sind und man dort .357 Magnum schießen könnte, aber eventuell hat der Verein Angst, dass die teuren Messrahmen für die elektronische Treffererfassung durch Vollmantelgeschosse zerstört werden könnte und lässt daher für ungeübte Schützen nur KK-Waffen zu usw.
3. Du wirst mit Deinem Verein nur glücklich, wenn Du dort in absehbarer Zeit schießen darfst wovon Du schwärmst. Wenn nicht, suche Dir lieber einen anderen Verein. Das muss kein böser Wille sein, sondern eventuell sind die Interessen einfach nicht vereinbar, weil du z.B. Freizeitschütze bist und Entspannung beim Scheienlochen findest, während Dein Verein unbedingt einen neuen Wettkampfschützen für die Rundenwettkämpfe aufbauen will und Dir Intensivtraining mit der Luftpistole angedeihen lassen will. Was den einen erfreuen würde ist dann für Dich der Graus - oder auch nicht 
Um ein Gespräch und gleich am Anfang die Karten auf den Tisch zu legen kommst Du also meiner Meinung nach nicht herum. Und eventuell ergibt sich ja, dass Dich dann ein paar Schützen unter ihre Fitiche nehmen und mit Dir regelmäßig Großkaliberevolver trainieren.
Es gilt übrigens auch zu beachten. Ohne Feuerwaffentraining keine eigene Feuerwaffe, selbst wenn Du Landesmeister mit der Luftpistole wirst, interessiert sowas die Waffenbehörde nur selten bei der Zuteilung einer WBK.
4. Wenn Waffen in Großkalibern in Deinem Verein vorhanden sind, trau Dich und frage danach.
Die Frage, ich würde gerne Großkaliberrevolver schießen, ist absolut normal!
Sollten dem keine rechtlichen Hindernisse entgegenstehen (erst ab 18 Jahren ist der Umgang mit GK-Waffen erlaubt) kenne ich es so, dass die meisten Schützen gerne ihre Waffe anbieten. Man teilt ja eine gemeinsame Begeisterung 
Du kannst ja, wenn es mehr als 5 Schuss werden, sagen, dass Du Dich gerne an den Munitionskosten beteiligen würdest, und wem (falls nicht sowieso klar) Du etwas dafür geben darfst.
.357 Magnum kostet meines Wissens ca. 15-20 Euro pro 50 Schuss. Da die Portokosten bei Bestellung übers Internet stark gestiegen sind, kann es sein, dass die Schützenkameraden auch das Porto draufrechnen. Dann kann es auch etwas mehr pro Schachtel sein.
5. Für jede mehrschüssige Kurzwaffe muss man in Deutschland ein eigenes Bedürfnis nachweisen, man kann sich aber auch mehrere Bedürfnisse auf einen Schwung bestätigen lassen. Also die .22lfB Sportpistole zusammen mit dem .357er Revolver und wenn es Dir gefällt beim BSSB noch ein halbautomatisches KK-Gewehr dazu, da das deren Liste B (https://www.bssb.de/bssb/sport/Regelheft/Regelheft_BSSB.pdf) anbietet.
Ergänzend dann gleich noch die gelbe WBK für Gewehre/Repetierer, Vorderladerrevolver und andere interessante Dinge. Einzige Einschränkung ist dann am Anfang nur das Erwerbsstreckungsgebot, was nur 2 bedürfnispflichtige Waffen pro Halbjahr gestattet.
Ob der Verein an übergeordneten Meisterschaftenn teilnimmt ist übrigens egal - Du kannst auch als Einzelschütze an Wettbewerben wie z.B.Kreismeisterschaften teilnehmen.
6. Selbstverständlich kannst Du auch außerhalb des Vereins an Meisterschaften teilnehmen. Für ein erweitertes Bedürfnis (3 Kurzwaffe etc.) muss es aber eine Meisterschaft/Wettbewerb in Deinem Verband sein.
7. Wenn die Chemie stimmt, könnte ein anderer Verein auch interessant sein, aber dort bist Du ganz besonders darauf angewiesen, dass Du Unterstützung erfährst, indem Du mitgenommen wirst und Du auch eine Waffe geliehen bekommst. Da sind Absprachen für Standbesuche enorm wichtig und Du und diese Schützen müssen sehr zuverlässig sein, damit es mit dem gemeinsamen Training klappt. Wenn für Dich extra eine Waffe und Munition mitschleppen und Du bist nicht da, oder Deine Fahrgemeinschaft lässt Dich oft hängen, ist der Frust schnell sehr groß.
Bei dem anderen Verein, wen er interessant erscheint, frag nach ein, zwei, drei Probetrainings, schau ob die Leute passen, für welche Disziplinen sie sich interessieren, scheue Dich nicht nach den Kosten zu fragen (Vereinsbeitrag, Sonderumlagen, zusätzliche Standgebühren, Arbeitsstunden, Verbandsbeiträge, geplante Um- und Ausbaumaßnahmen etc.) usw.
Viel Erfolg!