Es freut schon sehr, dass das Thema nun Fahrt aufnimmt [...]
Folgt man der Logik der Partei Grüne/Bündnis90, bei Drogen mit einer Legalisierung den illegalen Handel und Geschäfte damit zu reduzieren, könnte das im Umkehrschluss bei zunehmenden Waffenverboten den Schwarzmarkt dort befeuern.
Ich hoffe, dass Fachleute, wie z.B. Kriminologen, das Innenministerium auch zum Thema Waffenverbote beraten.
Dann sollte es nicht dazu kommen, dass ideologisch getriebene Waffenverbote umgesetzt werden.
Waffenverbote führen nicht zwangsläufig zu weniger Gewaltkriminalität mit Schusswaffen, siehe z.B. Dicke, Wolfgang, DEUTSCHE POLIZEI 10/2001, England: Noch nie wurde so viel geschossen wie heute, https://www.gdp.de/id/dp0110/$file/0110_07.pdf
Wenn z.B. für Verbrecher tatsächlich der illegale Drogenhandel unattraktiver werden sollte, werden sich diese Akteure neue Betätigungsfelder suchen, und dann bietet sich ja an, dem steigenden (ob rational oder irrational begründet ist unerheblich) Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung "entgegenzukommen", was dort dann mangels legaler Alternativen auch aufgegriffen werden dürfte.
Der Großteil der in Deutschland besessenen Feuerwaffen dürfte nicht registriert und somit faktisch dem Zugriff durch Behörden entzogen sein.
Ein noch strengeres Waffengesetz wird das Dunkelfeld dahingehend annahmsweise vergrößern.
Da kann ich dann nur hoffen, dass, falls es weitere Waffenverbote gibt, auch dann erstaunlich wenig Gewaltdelikte mit Feuerwaffen geschehen, obwohl schon jetzt ein sozusagen unbekanntes Arsenal an Schusswaffen in Deutschland existiert.
Es wäre unprofessionell, wenn sich Politiker ebenfalls darauf verlassen.