Es ist aber so wie es hier in vorherigen Beiträgen schon mehrfach geschrieben wurde, das solche Umfragen dann von den Vorständen beantwortet werden die eventuell schon Jahrelang eingefahren, dem Sport selbst weit entrückt sind und nur keine Änderungen wollen.
Nun, wenn die Basis der Vereinsmitglieder IN MEHRHEIT eine Änderung wollen, diese das aber nicht wollen, müssen sie diese Funktionäre eben abwählen. So ist Demokratie. Die Vorstände vertreten die Mitglieder, tun sie das nicht mehr, obliegt es diesen, dass durch ihr Stimmenvotum zu dokumentieren. Passiert dieses nicht, ist entweder noch keine Mehrheit dieser Meinung oder man ist zu träge, selbst diesen Job auszuführen und überlässt dieses lieber weiter den Anderen. Dann darf man sich aber auch nicht beklagen.
Das (für Sportförderung i.d.R. zuständige) Innenministerium hat sich an en Grenzen seines Bundeslandes zu orientieren.
Falls es dir entgangen sein sollte: Auch bereits heute dürfen Fördergelder des Landes RLP nur für rheinland-pfälzische Belange, in der Regel für Maßnahmen im Gebiet des Landes Rheinland-Pfalz, ausgegeben werden, allerdings unabhängig von der Frage, ob nun Vereine oder Maßnahmen aus dem Sportbund Rheinland (mehrheitlich Gebiet Süd im RSB) oder der Sportbünde Rheinhessen und Pfalz (PSSB) betroffen sind. Es bleibt also alles auf RLP-Gebiet. Ich habe deutliche rechtliche Bedenken, wenn hier in die Verbandsautonomie des Sports eingegriffen werden soll und Diskriminierungen zu Lasten von RLP-Vereinen im "falschen" Landesverband vorgenommen werden sollten.
Das ist so nicht richtig. Ich war z.B. im RSB Bezirk 12 bei der Versammlung dabei. Alle Vereine der 4 Kreise haben damals für einen Beitritt in den SSV-RLP gestimmt, nachdem sie vorab informiert worden sind und ihre Aktiven befragt haben. Ob nun SSV-RLP oder RPSSB ist doch wohl egal. Weg vom RSB war das Votum, nachdem alle Vor- und Nachteile diskutiert worden sind.
Dann frage ich mich, warum die Vereine immer noch im RSB sind und nicht längst den Weg der Vereine um Bad Kreuznach gegangen sind ?
Und davon mal ganz abgesehen, sind wir wieder bei dem Problem von Omega24v, nur in diesem Fall vermutlich im umgekehrten Sinne: Bei eurer Versammlung waren vermutlich nicht unbedingt in der Mehrzahl die Vereinsvorstände sondern Sportler, maximal Sportwarte anwesend. Das diese möglicherweise eine andere Sichtweise haben als ihr Vereinsvorstand, mag sein, muss aber nicht die Vereinsmeinung wiedergeben. Darüber hinaus sind öffentliche Willensbekundungen immer mit Vorsicht zu genießen. Manch einer scheut die öffentliche Diskussion über seine ggf. abweichende Meinung und hebt lieber die Hand mit der Mehrheit statt zu diskutieren. Wenn's dann an die Handlungen geht, sieht vieles oft anders aus.
Und die Umfrage des Gebietes Süd kannst Du getrost in die Tonne kloppen. Man kann nicht argumentieren, in einen Bezirk war die Wahlbeteiligung 39% incl. der Befürworter eines Wechsels, folglich sind 61% dagegen. Auf eine solche Aussage kommt nur die "allgewaltige" in der Spur laufende Gebietsvorsitzende.
Das ist ja eine interessante Ansicht. Ich kenne Demokratie und Wahlen in einer anderen Auslegung. Aber vielleicht bewirbst du dich bei den anstehenden Wahlen in der Politik ja mal als Analyst. Da kommen sicher sehr interessante Deutungen bei raus.
Aber ganz im Ernst, nicht umsonst kommt es in Deutschland bei den meisten Wahlen und Abstimmungen eben nicht auf die Zahl der Wahlberechtigten sondern auf die Zahl der abgegebenen Stimmen an (Ausnahmen davon müssen ausdrücklich festgelegt werden, z.B. Quoten bei Satzungsänderungen, Zweckänderungen bei Vereinen etc.) . Mehr ist ohne Kaffeesatzleserei nicht zu erreichen. Und wenn bei einer Abfrage über die Fragestellung, ob man den Status Quo beibehält oder eine andere Option wählt, keine Mehrheit der abgegebenen Stimmen FÜR die ANDERE Option ist, dann muss man doch annehmen dürfen, dass die Mehrheit den Status Quo beibehalten will, sonst hätten sie doch ihre Stimme GEGEN den Status Quo abgeben müssen. Oder wie soll sonst eine Mehrheit für eine Veränderung zustande kommen ?
Das hier bei diesem Thema der DSB viele Fehler gemacht hat ist unumstritten, mittlerweile denkt man in Wiesbaden anders (zum Wohle des Schießsports).
Interessant ! Weißt du da genaueres ? Ich weiß nur, dass der seinerzeitige konkrete Vorstoß des 1. Vizepräsidenten des DSB bezüglich der (Gebiets-)Strukturen "eingebremst" wurde und man nun über vieles (im Hinblick auf Strukturen allgemein) diskutiert, aber noch ohne Zielrichtung. Aber wahrscheinlich ist auch dieses eine Frage der Sichtweise.
Übrigens: Es bleibt dem DSB auch kaum was anderes übrig, als im Sinne des Schießsports zu denken. Er ist schließlich olympischer Sportverband und auf schießsportliche Fördergelder zwingend angewiesen.
Und vermutlich behaupten auch alle anderen Protagonisten, nur das Beste für IHRE Vereine zu wollen (ich wähle bewusst den Begriff "Vereine", da wir ja neben den schießsporttreibenden Mitgliedern auch solche aus dem Traditionsbereich haben (immerhin sicher 50-60 %), deren Belange wir auch nicht ganz vernachlässigen sollten, sonst wird der Sport auf Dauer deutlich teurer, wenn diese nicht mehr da sein sollten.