Beiträge von Califax

    Nach meinem Verständnis kann ich dann bei jedem einen Lehrgang besuchen, da es nicht abhängig nach DSB ist?

    Die Frage ist: Was willst du machen? Was sollst du (von deinem neuen Verein aus) machen?

    Und vor allem: Was willst du?

    "Sachkunde auffrischen" ist normalerweise nicht nötig, es sei denn, du hattest ein paar Jahre lang keine gültige WBK. Und selbst dann wäre die Rechtslage nicht eindeutig.

    Also: Wofür "brauchst" du eine Fort- oder Weiterbildung?

    Ja, es gibt bereits Referentenentwürfe zu dem Thema, in dem viele bisher frei erwerbbare Gegenstände entweder meldepflichtig, erlaubnispflichtig oder gar verboten werden sollen.

    Welche Idiotien und Sadismen unsere von unseren Steuergroschen gepamperten Staatsbediensteten dann am Ende durch das Parlament bekommen, weiß noch niemand.

    Aber lustig wird es definitiv nicht.

    Hier zwei Dokumente dazu: Referentenentwurf 1 und Referentenentwurf 2

    Toll finde ich den immer gleichen Textbaustein:

    Zitat

    C. Alternativen
    Keine

    Das Problem bei manchen Ständen - auch z.B. Suhl - ist, dass der Hintergrund wesentlich dunkler ist als das Passepartout beleuchtet wird. Es ist also eine punktuelle Helligkeit (zu hoher Kontrast zur Umgebung), der man durch Sonnenfilter nur schwer Herr wird, da das Auge sich ja an die durchschnittliche Helligkeit anpasst.

    Meine Tochter nimmt da auch immer den Amethystfilter, aber das Wahre ist das nicht.

    Schießsport ist halt nichts für Ungeduldige.

    Ein Jahr ist schon recht lang. Zu meiner Zeit war es nur ein halbes Jahr.

    Und ich kann dir versicher, wenn man diese Zeitspanne für mich künstlich verlängert hätte, wäre ich nicht sehr glücklich drüber gewesen.

    Aber was wir in unserem Verein vermehrt anbieten werden, ist das von Trainern angeleitete LP-Training parallel zum eher freien Schießen mit erlaubnispflichtigen Waffen - denn Dein Ansatz

    Mir ist nur wichtig zu sehen, wie verantwortungsvoll die Antragsteller mit "Luftpumpen" umgehen.

    hat auch was. Mal sehen, wie das angenommen wird.

    Außerdem wollen wir, dass unsere Vereinsmitglieder sportliche Erfolge sehen, hilft der Motivation.

    Warum nicht einfach mit Luftdruck anfangen, sowie es die meisten anderen Schützen auch machen. Erst mal Schießen lernen und sich dann weiterentwickeln. Ganz einfach und kostengünstig.

    Vom rein Sportlichen sicher der Königsweg. Aber mal ganz ehrlich: Wer bei einem Schützenverein die Aufnahme beantragt, der möchte in absehbarer Zeit auch mit erlaubnispflichtigen Waffen schießen - und zwar mit seinen eigenen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Bevor man erfolgreich einen Antrag auf eigene WBK stellen kann, sind 12 Monate regelmäßiges Training mi erlaubnispflichtigen Waffen vom Gesetzgeber vorgegeben. Also frühestens 12 Monate nach dem ersten (!) Training mit einer WBK-Waffe! Wenn man jetzt noch 12 Monate Druckluft vorher verlangt, sind das 2 Jahre.

    Sorry, aber damit schreckt man die Allermeisten ab.

    Im BDS für alle Disziplinen der Freien Klasse .22/5,6 mm, in denen Munition mit einer Mindestleistung nicht vorgeschrieben ist. Nicht für Fallscheibe. Sh. K 7.01 Zugelassene Sportmunition.

    Ansonsten im DSB gilt die jeweilige Liste B für Befürwortungen nur dann, wenn man auch im jeweiligen Landesverband drin ist. Für Waffen auf Gelbe WBK sieht das anders aus.

    Karl, das hast du wirklich schön gesagt. Für die meisten schießenden Frauen, die ich kenne, muß die Waffe erstens einfach funktionieren (wenn nicht, wofür gibt es Männer?) und zweitens angenehm aussehen. Technik? Egal. Putzen? Sh. Punkt 1 ... Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Müssen dann für die Waffenbesitzer die alles erklären und verstehen müssen, ...

    Es scheint eine allgemeine Zwangshandlung der deutschen Schützen zu sein, immer noch die staatlichen Regeln auf "Lücken" abzuklopfen und so durch abenteuerliche mentale Konstruktionen Schreckensszenarien zu finden und dann damit öffentlich hausieren zu gehen.

    Bezieht sich auf die Disziplin 10m LP Standard die mit der mehrschüssigen LP geschossen wird.

    Aber nicht laut Sportordnung ... - darum nur 20 Sekunden-Serien und keine 10-Sekunden-Serien.
    Sonst schafft man das nicht mit dem Nachladen.

    Kleiner Scherz wg. des redaktionellen Fehlers in der SpO. Natürlich mit 5-Schüssiger, auch wenn es dort ganz anders steht.

    IMHO ist das nicht exakt ausgeführt, aber ein Stechen (und zwar 20-Sekunden-Serie) halte ich für am nahsten an der SpO dran (sh. ähnliche Disziplinen). Frag nur nicht die Technische Kommission, sonst erfindet wieder Herr Fournier ganz neue bisher unbekannte Regeln, die noch verwirrender sind, als die bisher geschriebenen!

    Die Situation in eurem Verein ist sicher beneidenswert, das kann sich aber nunmal nicht jeder Verein leisten

    Wenn du dir die Homepage von Lanfears Verein anschaust, wirst du sehen, dass auch dort die Hälfte der Trainer seines Vereines seinen Namen tragen. Das sie es aber auch geschafft haben, andere aktiv mit einzubinden und so eine richtig schlagkräftige Gruppe aufzubauen, Pistole UND Gewehr. Da würde ich mir gen eine dicke Scheibe von abschneiden.

    Ein (erfolgreicher) Verein braucht eine Mindestanzahl von Verrückten, die "einfach tun". Dann kommen auch - nach einiger Zeit - andere Verrückte dazu. Auch in meinem Verein: 2x Fam. Califax als (Jugend-)Trainer, jetzt ein dritter mit noch druckfrischem Trainerschein, der sich vorrangig um Erwachsene kümmen will. Endlich. Weiterhin können wir viele unserer Jugendlichen, denen wir das Schießen beigebracht haben, bedenkenlos auf Neulinge loslassen.

    Wichtig ist, dass man über die Zeit genügend Leute fit macht, dass, wenn man selbst ausfällt, die Lücke auch geschlossen wird.

    Das Ganze muß aber den Trainern (Übungsleitern, Anleitern, ...) auch Spaß machen. Für Nix stelle ich mich nicht dauern auf den Stand ohne zu schießen. Erfolg ist eine gute Motivation, Geld oder Gutscheine als kleine Anerkennung ist auch ok. Wenn die Schützen das nicht entsprechend honorieren (null Bock, ach heute habe ich keine Zeit, weil ich noch die Hausaufgaben von vor 14 Tagen machen muss...) wird man schon leicht gefrustet. Darum versuchen wir, das Training auch abwechslungsreich und interessant zu gestalten: Z.B. durch Schießen auf leere Diabolobüchsen (im Durchmesser etwa so groß wie der LP-Spiegel). Aber da wird einem ja hier im Forum von ganz schlauen Leuten am noch klaren Verstand gezweifelt. Oder durch etwas andere Schießspiele ("Die Komma 9 gewinnt" - hatte ich Geronimo geschickt, ist aber hier noch nicht online gestellt worden). Aber ich schweife ab ...

    Kurzgefaßt: Trainer werden nur dann als Trainer im Verein arbeiten, wenn der Nutzen den sie daraus ziehen (nichtmonetär = Spaß, Erfolg, Anerkennung, ... oder auch monetär = Honorar) ihren Aufwand überwiegen.

    Ich habe z.B. ein Pärchen in meinem fortgeschrittenen Alter, die "buchen" mich ca. 1x im Monat. Sie zahlen für Munition und Leihwaffen und spendieren mir stets ein Essen danach. Es ist keine Geschäftsbeziehung, denn ich verdiene nichts daran, es ist eher eine Freundschaft. Sie sind in einem Jahr recht gute Schützen geworden, haben Preise auf Landesmeisterschaften gewonnen. Da macht das Spaß, ich genieße die Wertschätzung und dafür mache ich das gerne.