Beiträge von Carcano

    Es gibt trotz vieler Bemühungen kein LLZ in Rheinland-Pfalz. Deshalb müssen sich die Verantwortlichen Gedanken machen, wo in Zukunft z.B. die Ausbildung unseres Nachwuchses statt findet.



    Die Ausbildung des Nachwuchses (egal ob jung oder alt) findet in den Vereinen statt. An der Basis. Und nirgendwo sonst.

    Ein Landesleistungszentrum ist für die Fortbildung, das Training, die Vervollkommnung der Spitzensportler(innen).

    Carcano

    Frage: kann man irgendwo in Suhl und um Suhl herum wirklich gut essen?
    (Wenn jemand wissen will, was das heißt: Güte entsprechend 1 Michelin-* bzw. 15 GM-Punkte aufwärts)

    Ich werde demnächst mal hinkommen (halb-beruflich) und würde gerne wissen, ob ich bis nach Erfurt oder Weimar fahren müsste. Die gedruckten Führer hinken ja 2-3 Jahre hinter den aktuellen Entwicklungen hinterher, das ist notorisch,

    sind es dann die Gebühren? würde ja Sinn machen bei großen Stückzahlen.......

    Ja, das ist so. Und einen weiteren naheliegenden Grund hat Karl oben genannt. Auch die Munitionszulsssung ist ja bunt gestreut.

    Die RUAG lässt z.B. viele ihrer Kurzwaffenpatronen ("Geco") in Ungarn fertigen, die haben dann oft auch eine ungarische CIP-Zulassung.

    Carcano

    Frage an AxelA: das Grundkonzept, in jedem Fall mindestens 1 Landesleistungszentrum zu haben, ist wohl in Sportförderungsrichtlinien des Bundes und des DOSB begründet, und wierd deshalb wohl nicht aufgegeben werden. Es schließt ja auch nicht aus, dass ein Verband eines großen Flächenstaates (= Bundeslandes) zwei Zentren unterhielte. Genauso wenig schließt es eine dezentrale Förderung durch "Talentnester" (NWDSB) oder "Talentzentren" (WSV) aus.

    Frage also: wo sonst außer in Bad Kreuznach sollte oder könnte Deiner Ansicht nmach in einem neuen rheinland-pfälzischen Landesschützenverband ein LLZ angesiedelt sein ?

    Danke, Carcano

    Amüsant finde ich besonders bei technischen Artikeln die Nachweise.

    Im Waffenbereich sind sie katastrophal, die "Belege".
    Aber das ist systemimmanent: Leute, die tatsächlich Ahnung von einer Materie haben, schreiben nicht für Wikipedia, Leute die keine Ahnung haben, tun's (also Schwarmdummheit statt Schwarmintelligenz). Gilt z.B. für alle Rechtsartikel.
    Und wenn doch einmal ein Fehler korrigiert wird, weil es eben unter so und so viele Lesern immer mal einen gibt, der zwar kein Wikigeek ist, aber von der Sache des hjeweiligen Artikels wirklich Ahnung (so war ja einmal die ursprüngliche Hoffnung), dann wird die Verbesserung sofort wieder revertiert, reflexartig und aus Prinzip.
    Ist freilich im deutschen Anteil der Wikipedia noch einmal stärker ausgeprägt. Zu dem Sichterunfug (auch so ein Teutscher Sonderweg) schreib ich erst gar nichts.


    Bei mir geht es um SpoPi .32. Das ist natürlich auch Zentralfeuer, aber nicht so kritisch wie .357 Magnum.

    Jein und eher nein. Natürlich entlässt ein Revolver .357 Magnum (und .44 Magnum) mehr Gas und u.U. auch mal ein paar kleine un-(oder teil-)verbrannte Pulverbrösel aus dem Trommelspalt, als das eine Selbstladepistole .32 S&W L aus dem Auswurffenster tut.

    Aber darum geht es der (meiner Erinnerung nach auf die ISSF zurückzuführende und nicht vom DSB ausgedachten) Änderung nicht.

    Es geht vielmehr um die nicht unerhebliche Gefahr für die Augen von Nachbarschützen durch zur Seite ausgeworfene Hülsen. Und das ist beim Revolver eher nicht der Fall...

    Carcano

    Nein, no.limits, da vermischt Du zwei Dinge, die zwar irgendwo irgendwie schon miteinander zu tun haben, aber doch sehr unterschiedlich sind.

    Das eine die von Dir erwähnte mangelnde Verlässlichkeit der Wikipedia, im Unterschied zu jeder klassischen Printenzyklopädie; weshalb sie ja weder an Schulen noch Hochschulen als "Quelle" zitierfähig ist, als schlechtes Beispiel dagegen schon. Da ich (als noch an der Uni) auch für letztere gearbeitet habe (Brockhaus), kenne ich den Unterschied auch aus der Innenansicht, nicht nur als Benutzer.

    Das andere ist der Grund, WARUM gerade diejenigen, die Wikipedia dringend braucht, um das zu schaffen und zu verbessern, was der Sinn dieser Webenzyklopädie ist, nämlich Inhalte, dort entweder von vornherein nicht oder inzwischen nicht mehr mitarbeiten.

    Was die Admins ja inzwischen auch öffentlich beklagen und bejammern. Selbstzerstörung durch Nerdiness.

    Carcano

    In Deinem Fall, Karleseppel, hast Du zwar zwar tatsächlich (aus der Froschperspektive der Nerds) einen "Fehler" gemacht. Achgottachgottjessasmariaundjosef.

    Die Erklärung des Fehlers findet sich dann tief versteckt in der Diskussionsseite nicht etwa zum Artikel selbst - wo man sie ja noch vermuten könnte -, sondern in der Diskussionsseite zu Deiner IP-ADresse (!!) http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_…on:5.56.219.167
    ("Die Nachrichten hat ein Programm erstellt, dass auf Knopfdruck die Bearbeitung zurücksetzt und auf der Benutzerdiskussion eine Vorlage zur Benachrichtigung hinterlässt. (weitere Infos: WP:Huggle) Jetzt zum eigentlichen Punkt: Weblinks sind im Artikelfließtext (auch wenn es den in diesem Artikel kaum gibt) nicht erwünscht, dort sollten nur Wikipediainterne Links gesetzt werden. Weblinks sollen nur im Abschnitt "Weblinks" gesetzt werden, und da auch nur welche, die direkt etwas mit dem Artikelthema zu tun haben.")

    So formal "richtig" das in der gegen die Außenwelt abgeschottenen Innenansicht des Wikipedianers sein mag, so sagt es doch schon alles. Vom ursprünglichen Projekt einer Enzyklopädie von allen für alle, mit sukzessiver Vervollkommung in der Breite wie in der Tiefe, ist es inzwischen zu einem Projekt von Nerds für Nerds zur Selbstbespiegelung bzw. zu Sandkastenkriegen verkommen. Fachleute (jedes Gebietes) meiden daher Wikipedia.
    Fantastisch repräsentiert ist die Introversion etwa hier in diesem beliebig herausgegriffenen Einblick; die Mehrzahl der dortigen Diskutanten gehört im Realen Leben (tm) ersichtlich in die Geschlossene Abteilung: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia…dalismusmeldung

    Zur weiteren Psychopathologie der Wikiwichtel :) siehe dann noch das folgende autoritative Schaubild:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Rec…n_Wikipedia.svg

    Carcano

    Das ursprüngliche Grundprinzip von Wikipedia war ja einmal, Dinge einfach im Vorbeigehen zu machen, statt das ursprünglich enzyklopädische Konzept (!) zu einem selbstreferentiellen Sandkasten (samt Sandschmeißen und Förmchenzertreten) für Nerds, die eben nur das sind - Wikipedia-Nerds - und nichts anderes, und die erst recht nicht irgendwie fachlich vom jeweiligen Thema Ahnung haben, entarten zu lassen. So wie es heute ist.

    Leute wie Albert sind einer der Gründe - gewiss nicht der einzige - warum Wikipedia den schlechten Ruf hat, den sie hat.

    Im übrigen hat es Geronimo gut auf den Punkt gebracht. Das soziale Problem ist es, dass Wikipedia darauf angelegt und so auch humanstrukturiert ist, Verbesserungen nicht (wiederhole: NICHT) zuzulassen, sondern sie nach Kräften zu verhindern. Das ist die fundamentale Schwäche:

    Schwarmdummheit statt Schwarmintelligenz.

    Carcano

    Karl hat hier ja schon sehr substantiell und ausgewogen geantwortet. Das kann ich allenfalls punktuell ergänzen; punktuell deshalb, weil ich die "amerikanische" Version der Pardini HP in .32 ACP selbst weder geschossen noch in der Hand gehabt habe.

    1. Die 7,65 mm Browning hat in Europa bisher keinen Ruf als besonders präzise Patrone. Das liegt einerseits daran, dass mit der 7,65 Parabellum (auch ehemalige eidgenössische Ordonnanzpatrone) eine als sehr "eigenpräzise" geltende Patrone bereits zur Verfügung steht und nur sie ungern eine kleine Schwester als Rivalin duldet ;) ; und zum anderen daran, dass so gut wie alle gebauten Waffen für die 7,65 mm Browning kleinere und wenig präzisionstaugliche Waffen waren und sind. Die einzige Ausnahme ist eine große Benelli, von der aber nur sehr wenige in den 1970er Jahren gebaut wurden. Und vielleicht noch die Star IR, wenn man eine gute erwischt.

    2. Umgekehrt hat die .32 Smith & Wesson Long im allgemeinen Verständnis der USA - von der winzigen Handvoll dortiger ISSF-Schützen einmal abgesehen - keinen Ruf als irgendwie praktisch brauchbare oder gar noch präzise Patrone. Dort wird sie nur mit alten Revolvern assoziiert. Die Schweizer dürfen dagegen ihrerseits an ihre 7,5 mm Revolverpatrone denken, die auch sehr präzise sein kann.

    3. Weshalb die .32 ACP i nzwischen bei einigen amerikanischen Spitzenschützen präferiert wird, lässt sich meinem oben verlinkten Thread und darin dann wieder den Binnen-Links entnehmen. Auf Targettalk steht dazu relativ viel, allerdings auch recht unübersichtlich aufgesplittert.

    4. Ganz kurz zusammengeschrumpft liegt es daran, dass die 32 S&W L eine alte Schwarzpulverpatrone ist, und dass m.W. auch der Drall dem entspricht. Viele moderne .32er Pistolen stabilisieren die allein verschossenen Tonnengeschosse zwar bis 25 Meter noch ausreichend gut, aber auf 50 yards gehen dann die Gruppen enorm auf. Das muss nicht immer und aus jeder Waffe so sein, stellt aber doch ein hinreichend großes Problem dar.
    Der Drall der 7,65mm Browning-Läufe ist dagegen von vornherein auf Nitropulver ausgelegt.

    5. Die .32 S&W L ist eine ausgesprochen problematisch wiederzuladende Patrone. Das Hülsenvolumen ist an sich zu groß, und die dünnen Bodenwände des weit heruntergezogenen Wadcuttergeschosses führen bei höheren Ladungen oft zu Geschossabrissen und/oder zu mittigen Hülsenabrissen. Hatte ich selbst schon. Das kann riskant werden.

    Carcano