Das Posting von AndreasJ ist nun definitiv das dümmste in den letzten zwei Jahren dieses Forums.
Beiträge von Carcano
-
-
Es ist alles schon bestellbar und in der normalen GSP500 22er verwendbar:
2882116 Wechsellauf UVP 1599€
Für diesen albernen Preis eines Läufchens etc. gibt es mindestens acht (ACHT) gute Schnellfeuerpistolen in .22 kurz. Ja, natürlich sind die heute für wenig mehr brauchbar als für Spaßschießen und in einigen wenigen Landesschützenverbänden noch für die Liste B (u.a. auch Hessen).
Mir geht es bei diesem Hinweis um eine Bewusstwerdung des Unterschiedes zwischen Preis und Wert. Schützen haben damit oft Schwierigkeiten.
Cacano -
Wie immer bei Langwaffen: Das Los muss mit der speziellen Waffe harmonisieren. Kurzwaffen sind da wesentlich weniger zickig.
Da sind ALLE .22er-Kurzwaffen, die ich kenne, wirklich alle, WESENTLICH anderer Meinung. Und zwar ganz wesentlich. Von Pardini bis Röhm.
Ist einfach so. Lern's. -
Von dem traurigen Todesfall verlagert sich die Diskussion (respektvollerweise) nun zum Thema "Nachwuchsleistungskonzept". Das ist vielleicht gut so.
Mir geriet gerade ein solches Konzept eines ostdeutschen Landesverbandes unter die Augen, dass so entsetzlich ist, dass man echt glauben muss, man habe die Tätärä unter Pieck und Ulbricht vor sich. Aber wirklich. Da ist in den Köpfen echt die Uhr auf Sozialismus stehengeblieben.
Vielleicht kennt jemand noch den Film "Good bye, Lenin"? Also GENAU so. Bis hin zu den gefälschten VEB-Spreewaldgurken... *kopfschüttel*.
Ich denke, man könnte zu dem Thema (auch zum Thema "Kadernominierungskritieren") tatsächlich einen neuen Thread aufmachen`?
-
Also, lieber Hansaxel, jedenfalls der Christian Reitz konnte für sich selbst denken, so hoffe ich. Denn vor der Teilnahme an dieser Nominierung mussten alle Kandidaten sich selbst das Für und Wider überlegen und ausdrücklich einer denkbaren zukü zukünftigennftigen Nominierung als Fahnenträger zustimmen. Was er demnach auch getan hat.
Wer aber die gewichtige Erwägung von Erzwo gebührend würdigen und berücksichtigen will, der hat es ja ganz in der Hand, sich noch an der Abstimmung zu beteiligen, und für zwei andere Kandidaten zu stimmen. Dann täte er dem Christian Reitz, der das offenbar nicht richtig einschätzen kann, sogar letztlich einen Gefallen...

-
Alles anzeigen
Zu dem Test an sich, der hier von manch User angezweifelt wurde nur mal ein Vergleich zum nachdenken (ich nehme mal den 45 Minuten Lauf, der hier auch explizit erwähnt wurde):
45 min. durchlaufen mit einer Minimum-Strecke Jungs: 6,5km und Mädels: 5,5km
Das entspricht einer Geschwindigkeit von: Jungs 8,67 km/h und Mädels 7,33 km/h
Vergleichen wir das einmal mit dem Deutschen Sportabzeichen, welches für die "normale" Bevölkerung ist - nicht explizit für Leistungssportler. Um den DOSB zu zitieren: "Die Leistungsanforderungen für das Deutsche Sportabzeichen sind mit ein wenig Training für alle zu schaffen (Quelle: DOSB Informationsbroschüre Stand 2024)"
Hier gibt es den 10 km Lauf - also die Leistung ist um 3,5 km oder 4,5 km länger als beim DSB Test.
(...)
Hier dem DSB vorzuwerfen, dass man zwar befürwortet Athletik zu trainieren (im positiven Fall, im negativen wird der Sinn komplett abgesprochen) - dann aber eine Messlatte als zu hart ansieht, die für nicht Leistungssportler im hohen Alter noch erfüllbar ist, ist wirklich absurd.
Also diese Nachricht aus den elysäischen Gefilden... ne ne.
Es geht hier NICHT darum, dass eine gewisse sportliche Grundkondition oder zumindest bescheidene Fitness eine in der Tat gute und vernünftige Grundlage für jeden ist, der irgendeinen Sport leistungsmäßig betreiben will, auch wenn es jetzt kein "Athlet" im engeren Sinne wäre. Gilt auch für Dart, Billiard, Curling.Es geht hier auch nicht darum, dass von Kadermitgliedern durchaus erwartet und verlangt werden könnte (das lässt sich jedenfalls begründen), dass sie zum Verbleib im Kaderstufen bzw. für einen Aufstieg innerhalb verschiedener Kader auch einen solchen sportlichen Basissockel mitbringen, dafür kann man durchaus Gründe haben.
Es geht hier um etwas ganz Anderes. Es geht darum (auch bei Califax, wenn ich ihn recht verstehe), bei einem durchaus talentiert erschienenen jungen Schützen, der relativ rasch seine erste Medaille erzielen könnte und weiter motiviert werden kann, bereits als Voraussetzung (!) für die bloße erste und probeweise (!) Aufnahme in einen Kader eine solche Anforderung a priori zugrundezulegen. Das mag einem Lehrer jetzt vielleicht verständlich erscheinen, den meisten normalen Menschen ohne nachweisliche pädagogische Befähigung aber nicht.
Die meisten Menschen, sogar sportliche, würden eher dazu neigen, eine bestimmte schießsportliche Leistung als Aufnahmevoraussetzung zu fordern (insbesondere deshalb, weil es ohnehin kaum Bewerber im Jugendbereich mehr gibt, und weil die vorhandenen Kaderplätze in den unteren Etagen überhaupt nicht alle gefüllt werden, sondern vielfach leer bleiben (!!), um dann eben nach einer einjährigen Kaderzugehörigkeit für den weiteren Verbleib dann auch eine gewisse (nicht übertriebene) Grundfitness zu fordern. Das wäre logisch und vernünftig.Carcano
-
Erst einmal ein Dankeschön an BennySVW für diese Neuanmeldung aus einem so traurigen Anlass. ich hatte mir euren Verein einmal im Netz angesehen, und trotz seines etwas bieder-altdeutsch klingenden Namens seid Ihr recht engagiert, mit einer eher jungen Führungsmannschaft und auch vielversprechenden und geförderten Nachwuchsschützen (Joshua ist ja nicht der einzige).
Eine hat mich verwundert, und das ist ja keine unbillige Zudringlichkeit oder Neugier hinsichtlich der verstorbenen Person, sondern eher eine generell schießsportliche Frage zum Aufbau jugendlicher Leistungsträger:
Joshua hat zwar die Ranglistenwettkäpfe mitgeschossen, aber ich konnte ihn weder in diesem Jahr noch im vergangenen bei den Bezirksmeisterschaften und den Landesmeisterschaften irgendwo finden. Normalerweise würde man doch einem Jungschützen relativ rasch diese Möglichkeit zur Selbsterprobung geben, einfach auch zum Ansporn. Jetzt frage ich mich, ob ich ihn übersehen habe, oder ob es dafür irgendeinen wohlerwogenen Trainer-Grund gab - wenn man Dich das fragen darf?
Dankeschön, Carcano -
Brauchste? Hab noch ein paar Schachteln aus Breshnews Zeiten im Schützenhaus-Tresor.
Vostok Match, Vostok Extra, oder sogar Olimp?
-
Wenn man einen Sport betreiben will, braucht man von Anfang an das richtige, was zu einem passt, sonst kann es sein das man schnell die Lust daran verliert.
Derartige aufgeblasene Blödsprüche vergessen wir mal ganz schnell wieder. Typisch deutsch eben, kartoffelig.
Wer nicht das letzte Pardini-Modell hat, dem *kann* der Sport ja gar keinen Spaß machen.
-
Weil ich mit der ganzen Sache indirekt befasst und von Anfang an vertraut war, und auch die Genese mitbekommen habe, kann ich insbesondere auf die Bedenken von Califax und Murmelchen in vermutlich besonders sachkundiger Weise eingehen.
Vorab sei aber gesagt, dass ich die rechtlichen und politischen Bedenken gegen diesen Versuch der Indienstnahme von Vereinen und Verbänden zu einem erheblichen Teil (wiewiewohl nicht in jedem Detail) nicht nur gut nachvollziehen kann, sondern sie selbst auch teile, wenngleich nicht vollständig und nicht in genau der Weise, wie es hier im Thread z.T. vorgebracht worden ist.
Insbesondere die zugrunde liegende Änderung in § 5 Abs. 2 Nr. 3 WaffG, die aus dem Jahr 2020 stammt, habe ich für verfassungsrechtlich sehr bedenklich gehalten. Ich habe auch heute erhebliche Vorbehalte gegen die jetzige Formulierung, und es zeigt sich, dass diese Vorbehalte ihren Grund hatten. Immerhin gibt es vereinzelte Gerichtsentscheidungen, die man dem entgegenhalten kann, so z.B. (ausgerechnet !) von dem grundsätzlich als eher streng und nicht eben waffenfreundlich einzuordnenden Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, aber auch in manchen Ansätzen beim Bayerischen VGH. Ein ganz aktuelles Verfahren von mir beim VG München befasst sich auch mit der Rolle von nicht weiter erhärteten Auskünften des Verfassungsschutzes, und mit Denunziationen aus dritter Hand.Aber insgesamt ist diese "Einbindung der Vereine und Verbände" schon deutlich älter. Sie geht zurück auf Vorstöße der Politik und der Ministeriumsspitzen nach dem Jahr 2009 (Winnenden). Von Seiten der Politik, was in diesem Zusammenhang die Spitze der Exekutive meint (nicht etwa aus der Mitte der Landtag oder des Bundestags), war an die Schießsportverbände insgesamt, aber auch insbesondere an den DSB die Aufforderung zu einer Art Sicherheitspartnerschaft und Bündnis gegen Extremismus herangetragen worden.
Es bestanden erhebliche Befürchtungen und Vorbehalte außerhalb der Verbände dahingehend, dass Verrückte oder Rechtsextremisten sich in Schützenvereine einschleichen könnten, um auf diese Weise „an Waffen zu kommen". Diese Befürchtung blieb auch trotz der maßgeblichen Änderung des Waffenrechts nach 2003, trotz des Erfordernisses der Anerkennung der Verbände durch das BVA, der entsprechenden Überwachung und Kontrolle der Vereine durch die Verbände (§ 15 Abs. 1 Nr. 7 WaffG), sowie des deutlich verlängerten Zeitraumes für die vorangehende Ausübung der Schießsport im Verein, und des neuen Erfordernisses einer Verbandsbescheinigung (und nicht nur einer örtlichen Vereinsbescheinigung) für neuen Waffenerwerb.Um Schlimmeres zu verhüten, haben sich damals die Verbände den relativ massiven Umarmungs- und Erstickungsversuchen der oben bezeichneten Machthaber (den ironischen Ausdruck benutze ich insoweit einmal ganz wertfrei und beschreibend) nicht wesentlich und lautstark entgegengestellt, das hilft bei der Schlange Ka bekanntlich auch nicht sehr...
Stattdessen wurde es damals unternommen, die den Verbänden zum Teil von Seiten des BMI und zum Teil von einigen Politikern angesonnenen Vorlagen und Erklärungen mit entsprechend eleganten Bewegungen und Entwindungsversuchen abzuändern. Ich habe selbst derartige Vorlagen und ihre Änderungen etwa durch den DSB auch auf dem Tisch gehabt. Insbesondere den in den ursprünglichen Formulierungen sehr deutlich angesonnenen Überwachungs- und Blockwartwünsche hatten sich die Verbände sprachlich durchaus entgegengesetzt und haben das so, wie die Verwaltung es gerne gehabt hätte, abgelehnt. Es gab dann an deren Stelle sehr allgemeine und staatstragend-verantwortungsvoll formulierte Zusammenarbeitserklärungen, die aber die nachgeordneten Vereine und deren Funktionäre nicht etwa zu Zuträgern, Spitzen und Denunzianten machten.Wir reden hier über einen Zeitraum, der schon deutlich über 10 Jahre zurückgeht. Bereits im Jahre 2014 etwa gab es in Bayern, also unter der Ägide des BSSB, eine vom damaligen Ersten Landesschützenmeister Wolfgang Kink (+) entscheidend mitverfasste Broschüre „Schützenhilfe gegen Rechtsextremismus", aktuell nun schon in 3. Auflage:
https://www.bssb.de/nachrichten/na…-der-broschuere
und das wiederum war eingebunden worden in ein viel weiteres "Bayerisches Bündnis für Toleranz", an dem viele gesellschaftliche Verbände teilhatten.
https://www.bssb.de/nachrichten/na…a-schiessanlage
Kink hatte das damals sehr geschickt gemacht, und er war ihm insbesondere gelungen, sich und die Verbände viel weiter reichenden Zumutungen und auch Einschüchterungsversuchen der Exekutive zu entziehen. Seine sehr gute politische Vernetzung und sein untadeliger beruflicher Ruf als ehemaliger Kriminalbeamter, der gerade auch die Denkweise der Sicherheitsbehörden kannte, ohne ihr aber zu erliegen, verschafften ihm eine "leverage" und ein standing (neudeutsch Standing), welches die anderen Schießsportverbände außerhalb des DSB so nicht hätten aufbringen können. Im Prinzip hat damals der BSSB den DSB maßgeblich beeinflussen und mitziehen können. Es gab und gibt im DSB andere Landesverbände, die viel viel obrigkeitshöriger und autoritär-waffenfeindlicher waren, besonders negativ war damals der NSSV zu nennen. Dessen damaliger Scheffe war auch ein ehemaliger Polizist, aber von ganz anderer und negativer Denk- und Wesensart. De mortuis nil nisi vere...
Carcano -
Ja, "ganz raus" ist es nicht. Aber wir müssen uns zwangsläufig auf die Disziplinen fokussieren, die Punkte bei der Geldvergabe von oben nach unten sind. Und das ist eben keine Disziplin, die bei der DM nicht geschossen wird. Trainingszeit ist ein echt knappes, sehr wertvolles Gut, mit dem wir sorgsam umgehen müssen. (...)
Der Haken ist aber, wie oben geschrieben, die knappe Ressource (Trainings-)Zeit.
Ich versuche mal, Dich da zu verstehen. Das ist bei dir auch meist recht einfach, wofür ich mich bedanke.
Diese (also anscheinend auf Landesebene noch weiter fortbestehende bzw. weiter gepflegte) Disziplin 2.16 ist das Schießen mit der mehrschüssigen Luftpistole auf 5 mechanische Klappscheiben, und zwar in 10-Schuss-Serien (30 Schuss oder 60 Schuss). Es gibt sie mit geringfügiger Abwandlung übrigens auch im internationalen Regelwerk der ISSF.
Das ist also im Prinzip ein Element der klassischen und olympischen Disziplin "Schnellfeuerpistole" (Disziplin-Nr. 2.30 im DSB). Die OSP aber ist nach Auffassung auch der strengsten Pedanten und bayerischen Trainergurus eminent förderungswürdig, und tatsächlich hat man da ja in den letzten Jahren die Teilnahme von Jugendlichen und auch von Mädchen deutlich erleichtert. Das ist verständlich, weil das praktisch nirgendwo auf Vereinsebene geschossen wird, es demnach nirgendwo Vorbilder gibt, und erst recht keine Trainer. Und alleine als Einzelkämpfer ohne Anleitung ist es nicht besonders einfach, in die OSP einzusteigen, abgesehen davon, dass alle sehr böse gucken, weil man die gesamte Pistolenanlage monopolisiert.
D. h., die 2.16 ist eigentlich ein ziemlich guter und sanfter Einstieg in die OSP für Junge. Mit der hier längeren Seriendauer (10 Sekunden) kann man auch das saubere Bewegen erst einmal eintrainieren. Und wegen der Klappscheiben hat man sehr schnell Erfolgserlebnisse.
Das bedeutet, wer erst einmal in der 2.16 geübt und trainiert hat, hat dann einen sanften und positiv gefärbten Einstieg in die OSP und erlebt jedenfalls dann in den 8-Sekunden-Serien auch nicht gleich die großen Frustrationserlebnisse, eher im Gegenteil. Der Frust kommt danach noch früh genug (4-Sekunden-Serie: "Fehler - Fehler !").
LG,
Carcano
-
Die Führung ist die gerechte Strafe für die Zuschauer.
Klingt nach einer ziemlich guten Reichsparteitagslosung. Gefällt mir.
-
Hier ist es sogar jetzt explizit erwähnt, wie diese Grenze unterschritten werden kann.
Wow ! Echt gute Arbeit in Bayern. Herzlichen Dank für diesen schönen und wichtigen Link. Ausgedruckt kann und sollte das durchaus auch als "persuasive authority" bei Waffenbehörden anderer Länder benutzt werden (können).
Carcano -
Also erst einmal fängt man mit Langwaffen an bevor man sich, oder andere mit einer Pistole in die Füße schießt!
Jawoll, Herr Oberkameradschaftsführer, ähh, ich meine natürlich Genosse Diplomlehrer! Das war im Dritten Reich so (HJ), das war in der DDR so (GST), das HAT auch heute noch zu sein!!
Rühren und wegtreten!!! Was damals richtig war, kann heute nicht falsch sein.
[PS: Wer sich das Abzeichen für Gutes Wissen verdienen will, Califax hat vielleicht noch ein paar alte von Anno Erich in der Schublade und könnte sie großzügig unters Volk bringen, der darf mich gerne verbeckmessern bzw. dahingehend verbesserwissern, warum es in casu vielleicht doch nicht Herr Oberkameradschaftsführer, sondern korrekt Herr Oberscharführer heißen müsste; schießsporthistorisch Interessierte könnten das ja wissen...]
(Ohne politischen Gruß),
Carcano -
[1] Und das ist wahrscheinlich das größte Problem: Es gibt eine nicht geringe Anzahl von DSB-Vereinen, die hervorragende Jugendarbeit machen. Aber bei denen fliegst du in der Regel kurz nach der Erwähnung des Wortes "Schmeißer" raus, wenn sie überhaupt wissen, wovon du redest.
[2] Und die Jugendarbeit der anderen, dynamischen Verbände ist - bis auf Ausnahmen - maximal ein Feigenblatt, weils der Gesetzgeber so ins WaffG geschrieben hat. Die Lösung könnte ein DSB-Verein mit BDS- /BDMP-/DSU- ...-Gruppe sein.
Für den regelrechten DSB-Leistungssport dürfte sie mit 12 Jahren bereits fast zu alt sein, wenn sie nicht sehr viel Talent mitbringt. Unsere guten Schützen fangen in der Regel mit 9 Jahren mit dem Schießen an, wir trainieren inzwischen auch Erst- und Zweitklässler (mit Laser"waffen" und viel Bewegungsspielen). Dann haben sie viel Zeit, in der Schülerklasse zu wachsen.
[Zu 1 und 2:]
Das ist ein ganz wichtiger Hinweis, und dazu möchte ich gerne auch noch etwas schreiben, und zwar gleich aus erster Hand, nämlich aus meinem Dachverband, nämlich der Deutschen Schießsport Union (DSU, zur Zeit um die 18.000 Mitglieder), wo ich zwar nicht Jugendbeauftragter bin (das sind dort die Eheleute Horn) aber ehrenamtlicher Justiziar, die Sache ganz ähnlich liegt.
In allen 3 Großkaliber-Schießsportverbänden ist die "Jugendarbeit" halt deshalb drin, weil das Waffengesetz sie verlangt (Vorschrift des §§ 15 Abs. 1 Nr. 4 b) WaffG). Unsere beiden Jugendbeauftragten geben sich seit Jahren Mühe, redlich und viel, aber der Zustrom von jugendlichen Mitgliedern ist unverändert sehr gering. Bei uns gibt es z.B. auch eine eigene Jugend-DM, an der regelmäßig eine niedrige 2-stellige Zahl von Jugendlichen teilnimmt; die hat sogar besondere Disziplinen im Anhang zur Sportordnung, die aber realistisch betrachtet ein Schattendasein führen. aber auf jede Delegiertenversammlung wird natürlich brav auch über die Jugend-DM und die Teilnahme zahlen berichtet.Es gibt nämlich auch, und das ist eigentlich wichtiger und vielleicht auch für den/die eine/n oder andere/n Jungschützen und Jungschützin interessanter, die Möglichkeit, in der ganz normalen Deutschen Meisterschaft in der Jugendklasse ab 14 Jahren mitzuschießen. Da gibt es jedes Mal auch eine Reihe von Teilnehmern und Teilnehmerinnen, und die schießen die ganz normalen DSU-Disziplinen nach Herzenslust, nur eben in der ersten Kaliberklasse .22, die in den meisten, aber nicht allen DSU-Disziplinen auch eröffnet ist (dort mit der .22 lfB, wegen § 27 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2).
Und weil es nicht so viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen in der Jugendklasse gibt, ist die Chance hoch bis sehr hoch, bei den Deutschen Meisterschaften einen der ersten drei 3 Plätze und die entsprechende Medaille zu errringen, was wiederum die Chance deutlich erhöhen könnte, bei der Waffenbehörde eine ausdrückliche Altersausnahme auch unter 18 Jahren nach § 3 Abs. 3 WaffG zu erlangen. Du kennst ja das Procedere, um innerhalb des DSB und seiner Landesverbände für Kadermitglieder derartige Ausnahme-WBKs für Jugendliche zu bekommen, das geht also durchaus. In der DSU hatten wir solche Fälle allerdings bisher noch nicht, dass weiß ich deshalb, weil die mit Sicherheit auch über meinen Tisch gegangen wären. Aber wenn jemand mehrere Medaillen bei den DM vorweisen kann, wären die Chancen tatsächlich ziemlich gut, eine solche Waffenbesitzkarte auch für eine/n Jugendliche/n zu erhalten. Das also gewissermaßen als kleiner Ansporn für interessierte Kinder (ja, Luftdruckwaffen, die gibt es in der DSU auch) und Jugendliche, die vielleicht bei uns Mitglied werden wollten.
[Zu 3:]
Das sehe ich anders, und zwar ganz und gar anders. Und das glaube ich auch gut beurteilen zu können.
In der ganzen ISSF gibt es genügend Fälle, wo die absoluten Spitzenschützen und Spitzenschützinnen, zumal in den außereuropäischen Ländern, erst im Alter von 18-20 Jahren überhaupt mit dem Schießsport angefangen haben, und dann innerhalb relativ kurzer Zeit bis in die Weltspitze vorgestoßen sind. Das ist ohne weiteres machbar, mit entsprechend guter Trainerbetreuung, und den Olympischen MQS kann man in einer solchen Zeit von sagen wir einmal 2-3 Jahren durchaus auch ohne göttlichen Sonderbeistand erreichen.
Beste Grüße,
Carcano -
Ich kenne einen Fall, wo ein Verkäufer eine .32 Pistole mit einem .22 WS schnell loswerden wollte. Nach Absprache mit seinem SB durfte er das Griffstück mit .22 er WS als eine .22er Komplettwaffe verkaufen, das .32 "Oberteil" hat er verschrotten lassen.
Da waren dann ja wohl Idioten auf beiden Seiten... seufz.
-
Der User Fuchs fragte nach "Quellen?" bzgl. der AfD-Aussagen.
Quellen gibt massenhaft, aber Gottlob noch keine Massenhaft. :-|
Die Verfahren sind regional unübersichtlich zersplittert, weil es je nach Land einen Unterscheid für die Haltung der Innenministerien macht, wie die jeweiligen Landesverbände der AfD rechtlich vom dortigen Verfassungsschutz eingestuft werden. Jedenfalls bei "gesichert rechtsextrem" wird vorgegangen.
Ad personam wird vorgegangen gegen Mandatsträger, Funktionäre, Delegierte, aber tlw. auch gegen "einfache" Parteimitglieder.
Soweit es die Verwaltungsgerichte betrifft, gibt es vereinzelte Entscheidungen (vorläufig) zugunsten der Betroffenen (OVG Sachsen-Anhalt, VG Gera), aber mehr Entscheidungen dagegen. Die Materie ist sehr im Fluss.
Carcano -
Das Drama mit der Deko-Waffensammlung von meinen Mann mit über 10.000.-€ Verlust, hat uns in der nicht einfachen wirtschaftlichen Lage, besonders weh getan. Da gab es aber auch Leute, die hatten mit Salutwaffen ganz andere Einbußen zu verkraften.
Speziell zu den Dekowaffen: Die waren ja erst einmal weiter in Eurem fortgesetzt legalen Altbesitz, durften aber nicht mehr weiter an Dritte ohne WBK überlassen werden.
Deren "schwarzer" Abverkauf wäre zu riskant gewesen, das ist klar, obwohl die Schwarzmarktpreise eben wegen der Neuregelung sogar gestiegen sind. Vor allem bei "Altdeko" oder '"schonend abgeändert" - von derlei Ansinnen weiß übrigens auch jeder Händler ein Lied zu singen. Also, das kann man gutem Gewissens niemandem empfehlen, sondern müsste davor warnen.Der Verkauf von zerlegten Dekowaffen minus der wesentlichen Teile als "freier Teilesatz" hingegen läuft ganz gut. Insbesondere bei Langwaffen bringt's preislich noch etwas, weil die Schäfte durchaus gefragt sind, aber auch bei Kurzwaffen bekommt Du auf eGun für einen Satz "aller erlaubnisfreien Teile" durchaus je nach Knarre 20 bis 70 Euro.
Carcano -
Da wäre es doch sinnvoll, wenn wir hier die Meinung des zuständigen FDP-Politikers Konstantin Kuhle MdB im Originalton hören würden:
Zitat"Die Tat zeigt jedoch auch, dass die Möglichkeiten des Waffenrechts, schwere Straftaten zu unterbinden, begrenzt sind. Der Umgang mit Messern und das Führen dieser Gegenstände in der Öffentlichkeit sind bereits stark reguliert. Wenn man den Umgang mit Messern stärker einschränken würde, stünden diese als Werkzeuge für Jäger, Angler, Handwerker oder Wanderer nicht mehr zur Verfügung. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass sich Straftäter von einer solchen Regulierung nicht davon abhalten lassen würden, auch weiterhin Messer für Körperverletzungs- und Bedrohungsdelikte einzusetzen.
Es ist deshalb für uns Freie Demokraten nicht nachvollziehbar, dass der Bundesrat am 14. Juni einem Entschließungsantrag der niedersächsischen Landesregierung zugestimmt hat, der unter anderem weitere Verbote von Messern vorsieht. Gefordert wird hier beispielsweise, das Führen von Messern im öffentlichen Personennahverkehr zu untersagen. Diese Möglichkeit räumt das Waffengesetz den Ländern jedoch bereits ein. Eine Rechtsänderung braucht es nicht. Aus unserer Sicht müssten die Länder die bestehenden Regeln vielmehr konsequent umsetzen. Auch um Extremisten zu entwaffnen, bräuchte es keine neuen Gesetze. Die Länder müssen dafür sorgen, dass die Waffenbehörden der Kommunen, die Kontrollen durchführen und bei Zweifeln an der persönlichen Eignung oder Zuverlässigkeit Waffenerlaubnisse auch wieder einziehen, personell und technisch ausreichend ausgestattet sind. Zudem müssen wir deutlich besser erfassen, wo bei Straftaten verwendete Waffen herkommen. Deshalb haben wir uns mit Grünen und SPD im Koalitionsvertrag für die Wahlperiode darauf verständigt, eine bessere statistische Erfassung dieser Straftaten sicherzustellen. Ohne eine solche statistische Erfassung ist es nicht möglich, zielgerichtet gegen Waffenkriminalität vorzugehen. Aus diesem Grund sehen wir Freie Demokraten derzeit keine Notwendigkeit, das Waffenrecht weiter anzupassen.“
-
In erster Linie hatte die FDP den Faeserschen Referentenentwurf aufgrund der Finanzen in Zusammenhang mit dem Entwurf geblockt
Nein, das stimmt nicht. Das war nur der notwendige Vorwand, um die formale Mitzeichnungsbefugnis nach GGO-M (und damit Blockadebefugnis) des Finanzministeriums zu erreichen. Nicht der Grund dahinter.