• .... Allerdings Frage ich mich, woran das System sich orientiert. Wie kann es den richtigen Weg anzeigen, wenn das System das Ziel nicht richtig erkennt.

    Das System zeichnet den Weg der Waffe im Raum auf, mehr nicht. Das hat mit dem Ziel zunächst mal gar nichts zu tun. Ziel und Bewegung der Waffe werden dann per Software über die Optik und irgendwelche geschätzten F-Werte kombiniert und so kommt die Trefferlage zustande. Das ist in jedem Fall eine Schätzung. Die kann stimmen oder auch nicht. Nicht umsonst steht in der Anleitung, dass man diesen F-Wert gegebenenfalls anpassen muss.


    Andere Hersteller waren da konsequenter, die haben die Optik einfach weggelassen, z.B. MantisX. Deren System zeichnet den Weg der Waffe im Raum auf, mehr nicht, genau wie Scatt. Diese Pseudo-Treffpunktlagenberechnung (-schätzung) schenken sie sich bei MantisX einfach. Die MantisX-Aufzeichnungen der Wege im Raum sind meiner Meinung nach genau so aussagekräftig wie die von Scatt. Dafür ist MantisX um den Faktor 10 billiger. Meines Erachtens ist MantisX für moderne Luftpistolen allerdings an der Grenze, ebenso wie bei extrem präzisen KK-Gewehrschießen (Auflage). Die Empfindlichkeit der X/Y-Sensoren scheint geringer zu sein. Für KK-Pistolen und dickeres allerdings gut zu gebrauchen.


    Klaas

  • Meines Wissens arbeitet der Scatt rein Optisch, da gibt es keine X/Y Sensoren.
    Die Funktion auch bei relativ schlechtem Licht habe ich bei uns bereits auf 10m 50m und 100m getestet und das Ding funktoinierte eigentlich ganz gut.
    Wenn die Treffer nicht da angezeigt werden wo sie sein sollten, habt ihr mal versucht die Waffe aufzulegen und dann den Zielweg auf dem PC verfolgt?
    Ich glaube wenn es so schlecht funktionieren würde wie hier teilweise geschrieben wird, dann würden die nichts mehr verkaufen.
    Eventuell liegt ja der Fehler auch beim Bediener?
    Ich weiß dass es Leute gibt die mit der Scatt sogar Munitionstest machen indem sie die Waffe mit dem Scatt auf einen Sandsack legen und dann die Zielline genau auf die 10 ausrichten. Mir persönlich wäre das zu ungenau, aber ich habe das bei einem der besten Internationalen Trainer so gesehen. Davon gibt es sogar Videos!

  • Meines Wissens arbeitet der Scatt rein Optisch, da gibt es keine X/Y Sensoren. ...

    Das sehe ich auch so, falls es einen Scatt-Empfangsrahmen gibt. Aber bei dem MX-02-System?


    Klaas

  • warum ?
    Es steht doch auf der Homepage "Optical Sensor"


    Die Scatt machen ein Bild bzw. Video vom Ziel und rechnen daraus rückwärts die Bewegungen der Waffe die sie dann als Linie anzeigen.


    Wenn es wirklich Bewegungssensoren wären, könnte man ja die Scatt im Dunkeln benutzen.


    Die alten Scatt mit Empfangsrahmen (was falsch ist, da es ein "Senderahmen" war) funktionierten anders, da wurde die Lichtstärke der Sendedioden in dem "Senderahmen" gemessen.

  • Omega24v  
    waren die alten scatt nicht ähnlich gebaut wie die rika simulator? die sendedioden dienen als infrarot lampen, an denen sich die kamera orientiert.... nicht am scheibenbild selbst.

    mfsg daniel

  • Hallo,


    also der Scatt ist rein optisch, ich habe den MX-02 mit prof. Software und er funktioniert sehr gut.

    Voraussetzung ist wie schon beschrieben, passende Helligkeit auf der Scheibe. Wichtig ist aber auch die korrekte Größe des Spiegels zur Entfernung, (deswegen kann man diese auch passend ausdrucken) wobei dem Scatt nur das schwarze Zentrum interessiert. Mitgeschnitten wird sozusagen die Abweichung im und vom Zentrum der Scheibe.

    Mal unabhängig dass der Sinn des Scatt nicht die genaue Darstellung der realen Treffer ist, halten ich eine 0,1 Abweichung für „normale“ Nutzer als optimistisch, wir liegen da eher etwas höher.

    Wenn man es tatsächlich mit den realen Schüssen vergleichen möchte ist nicht nur der Kalibrierungsschuss wichtig, welchen wir mit 2-3 Probeschüsse gegebenenfalls durch ziehen korrigieren, sondern vor allen Dingen auch der F-Koeffizient.

    Dieser ist entscheidend und es gibt auch passende Richtwerte, welche aber eher individuell ermittelt werden sollten. Zumindest in der Software Professionell kann man diesen auch nachträglich für die aufgezeichneten Schüsse anpassen, so dass man das Ergebnis sofort mit dem realen Trefferbild abgleichen kann.

    Man sollte hier schon beachten, dass Schusserfassung, Bewegung der Waffe zum Zeitpunkt, die Ballistik etc. auch eine entscheidende Rolle spielen und sehr individuell sind.

    Aber wie gesagt, der Scatt findet eigentlich eine andere Anwendung…


    Hier hatten wir das Problem auch schon mit Lupi,.. Unabhängig des Problems der Befestigung stellte sich am Ende herraus, dass die Auslösung nicht immer genau zum gleichen Zeitpunkt erkannt wurde, wenn dies um ein paar Millisekunden variiert ist auch ein gute F-Koeffizient machtlos.

    Problem Scatt Lupi


    Gruß André