Anschütz Modell Match 64

  • Hallo
    Wer kann mir sagen ob ein Match 64 ein gutes und robustes kk Gewehr ist. Ist es mit dem 54ér gleichzusetzen. Welchen Wechselschaft gibt es für das 64ér und Matchabzug.
    Mfg
    Presswurst

    ------ in der Ruhe liegt die Kraft------

  • grüß dich,
    der größere unterschied ist der Verschluss, der einfacher ausgeführt ist.
    wenn ein dicker matchlauf verbaut ist, steht er einem 54er in nichts nach.


    achte aber darauf, dass ein match abzug verbaut ist, ich habe einen hier - ehem. Jagdgewehr - mit richtigem spielzeug abzug.


    mit wechselschäften kenn ich micht nicht aus, aber ich hab den schon in den 90'jahre anschützschaft gesehen, der die üblichen holzschafteinstellungen hat.


    die hersteller sollten aber was im angebot haben, denk ich.
    mfsg daniel

  • Anschütz hat an den 64 an Abzügen alles verbaut was gerade weg musste. Vom Druckpunktabzug bis zum umgebogenen Pressblech. Die Systemhülsen gabs als 25mm und 26mm und als R-System, also für Repetierer. Letztere wurden in Biathlon Waffen verbaut. Auf den 64R basieren heute noch die MPR und 64RB ( also Benchrest ). Auf Grund der schwächeren Systemhülse würde ich immer eine Kunststoffbettung machen.
    Auf der Anschütz Seite gibt es eine Kompatibilitäts Liste Systeme-Schäfte


    Gruß


    Fieli

  • Hallo


    Das hat es:
    Dicker Matchlauf, Einzelladersystem mit Zylinderverschluss & Flügelsicherung,

    einstellbarer Matchabzug.
    Habe es gekauft.

    ------ in der Ruhe liegt die Kraft------

  • Hallo
    Wer kann mir sagen ob ein Match 64 ein gutes und robustes kk Gewehr ist. Ist es mit dem 54ér gleichzusetzen. Welchen Wechselschaft gibt es für das 64ér und Matchabzug.
    Mfg
    Presswurst

    Für welche Disziplinen willst du es einsetzen ?
    Um sich die Basics für die typischen DSB Disziplinen (also liegend bzw. 3-Stellung) anfänglich anzueignen bzw. als Vereinsgewehr mag es vielleicht noch taugen. Sobald aber Leistung gefordert ist ist es nicht mehr geeignet.
    Auch geeignete Wechselschäfte gibt es dafür nicht.


    Eventuell könnte es für die BDS typisch aufgelegt ZF Disziplinen verwendet werden, mehr aber nicht.


    Es wäre besser du hättest die Augen noch ein bisschen aufgehalten und dir ein Modell Match54 (schon mit dem aktuellen Abzug und Sicherung) bzw. aufwärts gekauft.

  • Hallo,


    auch ich bin ein wenig erstaunt über die Antworten hier, denn auch nach meinem Kenntnisstand passen die 64er Systeme nicht (so ohne weiteres) in Schäfte für 54er Systeme. Allerdings kann ich hier auch falsch liegen, denn ich bin auch nicht wirklich der Kenner, wenn es um die 64er Systeme geht.


    Ich kenne zwar jemanden, der auch mit so einer 1903 in der Lage war, hohe 80er Ergebnisse Liegend zu schießen, aber manche treffen ja bekanntlich auch mit einem Besen und zudem ändert es auch nichts daran, dass die 64er Systeme immer nur zweite Wahl sind, wenn es um Anschütz Systeme geht. Und warum soll man sich damit abgeben, wo doch der Markt voll von guten Match 54 ist.



    Wie der Königstiger schon schrieb, ab der inoffiziellen 16XXer Serie, den Übergangsmodellen zur 18XXer Serie schon mit neuem Schloss und Abzug macht man da nur selten was verkehrt. Aber selbst die Modelle der 1400er Serie noch mit dem älteren Schloss und Abzug sind auch nicht so schlecht, dass man damit gar nichts mehr trifft, können in der Regel aber deutlich preiswerter erworben werden.


    Ob schwerer Lauf oder der etwas leichtere Lauf tut sich in der Regel in Sachen Präzision nicht viel und ist daher eher eine Sache der persönlichen Vorliebe. Stehend kann der etwas leichtere Lauf in Bezug auf die Balance und den Schwerpunkt sogar Vorteile haben und auch nicht jeder mag die vollen 7 Kilo auf dem Liegendstützarm.


    Ob ein Lauf noch gut ist, muss man testen. Aber ein sanft durch den Lauf geschobener Reinigungspropfen kann erste Hinweise geben. Der Widerstand sollte dabei beim Übergang vom Patronenlager leicht, aber auch nur leicht ansteigen und danach wieder etwas geringer werden, um dann zum Mündungsende hin wieder deutlich wahrnehmbar ansteigen. Dabei sollten sich während des Verlaufes keine plötzlichen Widerstandsänderungen, weder nach unten noch nach oben hin ergeben und der Widerstand an sich sollte insgesamt noch deutlich wahrnehmbar sein, der Propfen sollte also nicht zu leicht durch den Lauf gleiten. Wenn man das ein paar Mal mit unterschiedlichen Läufen gemacht hat, weiß man, was ich meine. Hoffe ich jetzt mal.


    Das ist dann zwar kein absolutes Kriterium für einen noch gut schießenden Lauf, die Erfahrung zeigt aber, dass Läufe, auf die obiges Verhalten zutrifft, in aller Regel auch (noch) recht gut schießen.


    Zu den Schäften: Das Neue ist ja bekanntlich immer der Feind des Bewährten, ich teile aber nicht die mittlerweile gängige Auffassung, dass die Aluschäfte in der jetzigen Form immer und für jeden besser sind. Liegend und Kniend jedenfalls bevorzuge ich immer noch meinen (nur leicht modifizierten) 1813-Schaft. Nur Stehend profitiere ich wirklich von meinem Keppeler K5, war aber auch noch nie ein wirklich guter Stehendschütze.


    Fazit: Auch mit einem Super Match Schaft aus Holz kann man heutzutage noch recht weit kommen und besonders für die ersten Schritte Liegend und Kniend muss sogar noch nicht einmal ein Standardschaft die schlechteste Wahl sein, insbesondere dann nicht, wenn man als Schütze weitestgehend auf sich alleine gestellt ist und niemanden hat, der einem den modernen Alu-Schaft auch so einstellen kann, dass man damit auch erst mal eine tragfähige Ausgangsbasis bekommt.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Für welche Disziplinen willst du es einsetzen ?Um sich die Basics für die typischen DSB Disziplinen (also liegend bzw. 3-Stellung) anfänglich anzueignen bzw. als Vereinsgewehr mag es vielleicht noch taugen. Sobald aber Leistung gefordert ist ist es nicht mehr geeignet.
    Auch geeignete Wechselschäfte gibt es dafür nicht.


    Eventuell könnte es für die BDS typisch aufgelegt ZF Disziplinen verwendet werden, mehr aber nicht.

    Vor einiger Zeit habe ich mir ein Anschütz 64 MPR gekauft. Das ist ein Repetierer mit schwerem Matchlauf und mit UIT-Schiene unter dem Vorderschaft. Die Schaftkappe ist verstellbar. Mit anderen Worten, es ist eine Multi Purpose Rifle (MPR). Man könnte auch sagen, es ist zu allem und nichts zu gebrauchen.


    Ich schieße die Waffe bds-typisch vorne aufgelegt mit ZF auf 50 m. Die Zehn hat einen Durchmesser von 10,4 mm. Die treffe ich bei 30 Schuß 20 bis 25 mal, der Rest der Schüsse liegen in der Neun. Die Ergebnisse lauten als regelmäßig 290 bis 295.


    Bei einem Munitionstest bei RUAG in Fürth schoß die Waffe mit 20 Schuß einen Streukreis umschlossen von 14 mm. Wenn man davon 2x 5,5 mm für das Geschoß abzieht, erhält man als inneren Streukreis, der für das Ergebnis maßgebend ist, 3 mm. Das sieht mir nicht nach einem einfachen Vereinsgewehr aus.


    Klaas

  • Es kommt doch immer auf den Preis und den Verwendungszweck an. Ich schiesse auch BDS ZF 50 und wenn die Waffe/ Munition die Innenzehn hält, sind von der Waffe her 300 möglich. Die Hülse beim 64er Einzellader ist noch mal stabiler als die vom 64 MPR, weil der ja ein Rep. ist. Erst mal die Möglichkeiten einer 64 ausschöpfen, dann was besseres kaufen. Das Geld das er jetzt bezahlt hat kriegt er wahrscheinlich immer wieder. Die Hauptursache für einen großen Streukreis ist nicht Lauf oder Hülse. Die Hauptursache dafür steht hinter der Waffe. Eine ausgenudelte 54 schießt keinen Deut besser als eine 64er. Die alten 54er hatten sogar eine schmalere Hülse, 25mm, als die 64er mit 26mm. Erst später kamen die 30mm Hülsen und die doppelt gechokten Läufe rein. Die Aussage 64er schlecht, 54er gut, stimmt so nicht.
    Ich habe mal die Tabelle von Anschütz angehängt.


    Gruß


    Fieli

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  • Hallo,


    ich beschränke mich jetzt einfach mal auf die konkrete Beantwortung der Fragen.

    Wer kann mir sagen ob ein Match 64 ein gutes und robustes kk Gewehr ist.

    Unter Berücksichtigung der Unschärfe der Frage Ja. Es ist halt die zweite Wahl, wenn es um Anschütz Matchwaffen geht und das hier schon genannte 64 MPR läuft noch nicht einmal unter Match.

    Ist es mit dem 54ér gleichzusetzen.

    Nein.


    Welchen Wechselschaft gibt es für das 64ér und Matchabzug.

    Weder noch.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Also
    Das 64ér schießt TOP auf 100m (296) mit Federbock und 50m Auflage 291 mit der Match s. Wenn ich sowas lese wie ist nichts oder alter Schrott( übertrieben gesagt)
    überlege ich wirklich ob so manch einer überhaupt Ahnung vom KK hat. Das Grundsystem stammt von diesem alten System ab und baut alles weitere aufeinander auf.
    Das KK hat sich in den letzten 50 Jahren kaum verändert vom System her, gut hier und da etwas verfeinert, längeres Patronenlager oder dicker Matchlauf oder kurzer Verschluss.
    Das aber nur eine Verfeinerung oder Optimierung der Sinn sein soll ist jedem klar, aber viel hat sich nicht grundlegend geändert, das Gegenteil ist sogar manchmal der Fall.
    Vom Schaft her ist auch jedem klar das ein Aluschaft mehr 'Verstellmöglichkeiten hat als ein Holzschaft. Ich habe sogar ein Matchabzug am 64ér auch der ist klasse.
    Ein neuer Abzug ist auch feiner Einstellbar auch klar aber hält der auch 50 oder 30 Jahre.
    Alles in allem bin ich der Meinung ein 64ér steht einem 54ér in nichts nach.

    ------ in der Ruhe liegt die Kraft------

  • ... überlege ich wirklich ob so manch einer überhaupt Ahnung vom KK hat

    ... sagt einer, der ganz offensichtlich noch nicht einmal in der Lage ist, den entscheidenden Unterschied der beiden Systeme zu erkennen, jetzt mal abgesehen von den alten Abzügen und der fehlenden Kompatibilität zu den Schäften für das Match 54 System.



    Es sei Dir vergönnt, mit dem Gewehr glücklich zu werden.


    Nur maße Dir bitte nicht an, daraus auch allgemein gültige Weisheiten ableiten zu können.



    Man kauft kein 3er System, wenn man für das nahezu gleiche Geld auch ein 7er oder 13er System bekommen kann.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Mensch presswurst ?( ... das 64 hat mit dem 54 und Nachfolger überhaupt nichts gemein. 2 völlig unterschiedliche Systeme.

  • Sorry, wollte keinen Angreifen oder beleidigen, war halt sauer. Habe mich wieder abgeregt und mich mal über verschiedene KK Systeme schlau gemacht. Ja, es sind alles verschiedene Systeme. Ich werde auch wenn es der Geldbeutel irgendwann zulässt mir ein neues KK zulegen. Für´s erste ist das 64ér ok zum üben oder auf Kreis -Bezirksebene zu Schießen. Ich werde bei Gelegenheit auch mal ein paar Bilder einstellen vom 64ér. Aber nochmal will keinen Beleidigen oder Angreifen.

    ------ in der Ruhe liegt die Kraft------

  • wenn die büchse trifft, was sie treffen soll, brauchts kein neues!
    über nen aluschaft kann, wie in einem nachbarthread mal nachgedacht werden, wer drauf steht.


    Und bei der politischen lage in hochpreisige feuerwaffen investieren? pfui, ausser du bist bartträger nahöstlicher herkunft und hast den begriff waffengesetz eh noch nicht gehört, da ali alles ausm kofferaum verkauft.


    mfsg daniel

  • Sorry, wollte keinen Angreifen oder beleidigen, war halt sauer. Habe mich wieder abgeregt und mich mal über verschiedene KK Systeme schlau gemacht. Ja, es sind alles verschiedene Systeme. Ich werde auch wenn es der Geldbeutel irgendwann zulässt mir ein neues KK zulegen. Für´s erste ist das 64ér ok zum üben oder auf Kreis -Bezirksebene zu Schießen. Ich werde bei Gelegenheit auch mal ein paar Bilder einstellen vom 64ér. Aber nochmal will keinen Beleidigen oder Angreifen.

    @ presswurst
    Wie schießt Dein 64er??
    Kannst Du schon Ergebnisse mitteilen oder Bilder einstellen?



    Mit bestem Schützengruß


    Fieli

  • Also, wie immer muss man erst Erfahrung sammeln um den richtigen Weg zu finden. Das 64ér ist nicht schlecht, es schießt und funktioniert. Was mich total gestört hat das der Schaft nicht auswechselbar ist, was mir mächtig auf die E... gegangen ist. Ersatzteile sind nur sehr schwer zu bekommen oder fast garnicht. Dafür geht fast jede KK Patrone im 64ér gut, billig oder teuer war Wurst. Aber der Schaft, eine Katastrophe für meine Bedürfnisse. Da ich ja in der Behindertenliga schieße ( KK 100m mit FB) ist eine verstellbare Schaftbacke unumgänglich. Also ab zum Büchsenmacher und fragen was geht. Nach langer Beratung und dann der Preis bei einem Umbau ( über 1000€) war es mir das 64ér nicht Wert. Da es sich um einer der ersten Modelle handelte fragte ein Sammler bei mir nach zum Verkauf, habe also das 64ér wieder verkauft. Habe schon andere KK´s getestet ( FWB 2700 Auflage ok, 1907 Holzschaft auch ok, Walter KK 500 auch ok aber der Preis ist echt hoch) werde nächste Woche ein 54.30 mal testen vom Vereinskammerad, bin mal gespannt wie es ist. Ich werde mir definitiv ein neues KK kaufen, bis jetzt ist das FWB mein Favorit vom Preis her. Mal schauen was es wird, ich Berichte weiter.

    ------ in der Ruhe liegt die Kraft------

  • Danke für die Info.
    Das die Präzision vom 64 gar nicht so schlecht sein kann habe ich ja schon geschrieben. Wenn dann der Schaft aber so gar nicht zum Schützen passt ist die Waffe nicht brauchbar. Viel Erfolg bei der Suche.


    Mit bestem Schützengruß


    Fieli