Verkanten bei der LP

  • Habe gestern mal wieder LP geschossen, dabei ist mir aufgefallen, dass ich den rechten Arm leicht ein drehe und die Visierung nicht 100 Prozent gerades ist. Wenn ich nun zwinge dies zu Ändern, dann neige ich zu einem Zucken, was leider leicht dazu führt, dass es einen 6er gibt. Am Griff lässt sich an meiner FWB C25 da nichts verstellen. Hat jemand einen Tipp für mich?


    BBF

  • Ja, einen ganz einfachen sogar:


    Schieß so weiter, solange es immer und immer wieder der selbe ablauf und das Zielbild immeer das selbe ist musst du nix ändern.
    Versuch nur nicht andere Muskeln anzuspannen, das geht wie du bemerkt hast in die Hose.

  • Was spricht denn dagegen, leicht verkantet zu schießen? Du musst nur zusehen, dass Du den Winkel immer möglichst gleichmäßig einhältst. Das ist bei der Pistole zwar etwas schwieriger als beim Gewehr, da man dort das Korn bzw. den Korntunnel (und sogar einige Diopter) schwenken kann oder bei einigen Disziplinen sogar eine Wasserwaage zur Verkantungskontrolle nehmen kann. Aber auch mit der Pistole kann man doch den Winkel mit etwas Blick dafür und Gefühl zum Bsp. am Scheibenrand oder Hintergrund kontrollieren oder bei Pappscheiben diese sogar auch leicht schräg in den Halter einstecken. Bei der Lupi und bei LG hat man auch etwas mehr Reserve bezüglich Verkantungfehler als bei KK.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Nun, auf der Scheibe gibt es waagrechte und senkrechte Orientierungen ob sich das verkannten so genau wiederholen lässt? Nun, besser als ein hinausgezuckter 6er wird es sein.


    BBF

  • Ein Schützenkamerad schiesst schon seit Jahren auf diese Art. Er qualifiziert sich regelmäßig mit bis zu 7 Disziplinen zur DM des DSB, von Lupi über Freie Pistole bis zur .45ACP. Er war schon Deutscher Meister mit der Standardpistole und in diesem Jahr Vizemeister mit der SpoPi.

  • Es ist vielleicht nicht hundert Prozent optimal zu verkanten mit der Lupi aber 1000 mal besser als die Muskeln anzuspannen.
    Von daher so weitermachen.


    Aber evtl. kannst du deinen Griff bearbeiten um einen Winkel herauszubekommen?

  • Im Idealfall sollte sich beim Schützen ein so ausgeprägtes Anschlagsgedächtnis ausbilden, das der jeweilige Verkantungswinkel recht ordentlich reproduzierbar ist. Du kannst Dir bei der Lupi schon noch ein paar Grad Abweichungen erlauben, ohne aus der Zehn zu kommen. Die schon angesprochenen Hilfsmittel zur Kontrolle (Scheibe schräg stellen) dienen wirklich nur der Kontrolle. Wenn man beim Absenken der Pistole in den Zielraum (Halteraum) Abweichungen von normal gewählten Verkantungswinkel erkennt, dann sollte man besser absetzen und den Anschlag noch einmal neu aufbauen. Wenn man dann nämlich noch versucht, den Winkel und damit auch den ganzen Anschlag zu korrigieren, dann baut man unweigerlich so starke Verspannungen auf, dass diese sich auch auf die Schussabgabe auswirken können und das auch tun.

    Die Sache mit dem Anschlagsgedächtnis ist aber bei den Menschen unterschiedlich gut ausgeprägt bzw. lässt auch nur unterschiedlich gut ausprägen. Bei manchen Schützen stellt sich dieses Gedächtnis sehr schnell ein und führt zu dann einem sehr wiederholgenauen Anschlag und bei anderen stellt man trotz intensiven Trainings über einen längeren Zeitraum dabei nur geringe Fortschritte fest. Ich bin da auch nicht so der ganz große Held. Auch bei mir fühlt sich der Anschlag (speziell Liegend) oft unterschiedlich an und ich weiß dann oft auch nicht (sofort) die Ursache. Am effektivsten ist hier wohl Trockentraining, wobei man die Augen beim Anschlagsaufbau dann auch ruhig schließen darf. Bei wirklicher Schussabgabe ist es wohl besser, den Blick nur zu senken bzw. von der Visierung zu nehmen.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank - eher Gewehrschütze