Schützenwesen im NWDSB

  • Na klar, ich möchte mal die "Steuerbegünstigten" sehen, die ihre Zahlen transparent zur Diskussion stellen, die leben da nicht schlecht mit, deshalb gibt es ja diese niedrigen Beiträge. Man muss nicht alles in x Exceltabellen auseinanderpflücken und nachher in 3facher Durchschrift präsentieren können. Da kannst Du lange auf die Mitarbeit der Finanzminister anderer Vereine warten. Wundert mich aber wirklich, dass du eine Antwort von denen erwartet hast.

    Ich möchte mal bezweifeln dass der Gewinn der "Schattengastronomie" aus der Steuervermeidung resultiert, das könne die "Hauptamtlichen" auch recht gut. (Warum kauft der Wirt den Schnaps nicht beim nächsten Diskounter sondern außerhalb?) Der Vorteil liegt in erster Linie bei den nicht vorhanden Personalkosten.

    Wir konnten z. B. mit unserem Verein beim Sommerfest, mit einer "schwarzen Null" abschließen weil die Mitglieder eben außer Essen und Trinken keine Kosten verursacht haben.
    Selbst wenn wir bei Inanspruchnahme von Profis bei Auf- /Abbau und Betrieb nur die hälfte an Personal od. Zeit gebraucht hätten waren das trotzdem ~ 250 zu zahlende Stunden.

    Wenn ich mir dann noch die Gäste bei den Vereinsveranstaltungen ansehe und die Gäste beim Wirt im Dorf, so sind das nur wenige die auf beiden Hochzeiten tanzen, es dürfte mehr daran liegen das Alkoholfahrten heute anders gesehen werden als vor 40 Jahren.

    Karl

  • Ich möchte mal bezweifeln dass der Gewinn der "Schattengastronomie" aus der Steuervermeidung resultiert, das könne die "Hauptamtlichen" auch recht gut.


    Deshalb werden es auch beide so handhaben, weil es einen resultierenden Gewinn gibt. Ich sprech´ hier auch nicht von den einzelnen Feierlichkeiten, wobei auch hier immer mehr "traditionelle" Feierlichkeiten ausgebrütet werden, wo ein Wille zum Feiern ist, da ist auch ein Weg -ich meinte die ganz normale Bewirtschaftung des Vereinsheimes. Und in vielen Dörfern haben die Kneipen mittlerweile dichtgemacht, weil es zwar weniger Kneipengänger gibt aber von den restlichen viele in den Vereinsheimen ihre Politik machen, dort ist es günstiger und der Überschuss kommt ja "dem Verein" zugute.
    Mit solchen Einnahmen eines florierenden Tresengeschäftes kann ein Verein seinen Beitrag mit eigenem Grund und Boden schon auf 50-60€ festlegen, während ein anderer Verein mit den 10€ pro Monat nicht auskommt. Das regional bevorzugte Flaschenbier gibt es für 1€ den Liter im Einkauf und im Verkauf sind für eine 0.33l Flasche 1€ schon sehr günstig, da bleibt bei einiges hängen. Nur ob und wie und in welchem Umfang so was durchgezogen wird, dass wird keine Vereinsfinanzhai offen darlegen. Das ist Sache des jeweiligen Vorstands und letztendlich haftet er da ja auch für.

  • Wo gibt es das mit der Gilde denn schwarz auf weiß zu lesen?


    hier: http://www.weser-kurier.de/sport/region6/…rid,948656.html

    Interessant fand ich aber auch diese Aussage des Trainers, auch wenn es lt. Vorsitzendem Jobst ja nicht ums Geld ging

    Zitat


    Er rechnet vor, dass dieses Flagschiff auch mit geringeren Kosten zu finanzieren sei. Es könnte mehr als die Hälfte eingespart werden, sagt er, „bislang hat ja noch niemand wirklich überprüft, mit welchem Minimalaufwand die Bundesliga zu bestreiten wäre.“


    Das würde mcih als Mitglied aber enorm stören, wenn da jemand mein Geld ausgibt, obwohl man auch mit deutlich weniger auskommen könnte.

  • Ja, aber blöde Frage - wie geht's mit Bassum weiter - sind die dann Direktmitglied im DSB und zählen die Vereinsmeisterschaften als Quali für die Deutsche ?

    Oder müssen sie einen eigenen Verband gründen ?
    Oder gehen sie in einen anderen Verband ?
    Oder schiessen sie nur noch im Traditionsbereich ?

    Sportlich gesehen haben die ja m.E. keine schlechte Arbeit geleistet ....

    VG

    Holger

    ex C-Trainer DOSB - Steyr Challenge E - Anschütz 1913 im SE Shape H mit Zeiss Diasport - Walther LP 400 - TOZ 35 mit Lottes Balance/Rink-Griff

  • So wie ich den Bericht verstanden habe werden sie sich auf die tradition stürzen so ganz ohne Verbandszugehörigkeit.

    Ich seh aber schon den ein oder anderen Bundesligaschützen bei uns schießen, auch wenn wir noch 2. bundesliga sind, aber wir wollen wieder in die erste.

  • Und was den Minimalaufwand angeht, ich möchte wetten es werden die Tagegelder/die Aufwandsentschädigung gestrichen und die Ausländer nicht bis kaum eingeflogen/eingesetzt

    Wie viele dieser "Ausländer" hatten denn die im Einsatz?

    Axel

  • [
    Er rechnet vor, dass dieses Flagschiff auch mit geringeren Kosten zu finanzieren sei. Es könnte mehr als die Hälfte eingespart werden, sagt er, „bislang hat ja noch niemand wirklich überprüft, mit welchem Minimalaufwand die Bundesliga zu bestreiten wäre.“

    Zitat


    Das würde mcih als Mitglied aber enorm stören, wenn da jemand mein Geld ausgibt, obwohl man auch mit deutlich weniger auskommen könnte.

    Welche Kosten fallen da wirklich an und wo kann da so stark gespart werden?

    Karl

  • Karl, was die Kosten angeht.
    Da sind die Lizenzkosten/Startgebüren, Miete für die Sporthalle (Heimkampf), Miete für den elektronischen Schießstand (Heimkampf), Tagegelder für die Helfer (Heimkampf), Aufwandsentschädigung für die Schützen, evtl noch Kilometergeld für die Schützen wenn nicht in der Aufwandsentschädigung mit drin, Übernachtungsmöglichkeit für die Schützen, usw

    Einsparen kann man da sicherlich beim heimkampf, indem man die Tagegelder streicht, die Kosten bei der Sporhalle und den Schießstand reduziert. Hallenmiete und Schießstandmiete fallen bei der Gilde eh weg, da sie einen elektronischen Schießstand haben.
    Dazu kann man sicherlich noch die Aufwandsentschädigungen kürzen oder ganz streichen.

  • Das würde ich auch gerne wissen, wo kann da gespart werden. Bei uns hat sich ein Kreis auf gelöst und bildet jetzt eine SSG, ich bin mal gespannt ob die ihr Konzept halten können. ALLES WIRD BILLIGER

  • Ja, aber blöde Frage - wie geht's mit Bassum weiter - sind die dann Direktmitglied im DSB und zählen die Vereinsmeisterschaften als Quali für die Deutsche ?

    Eine Direktmitgliedschaft im DSB ist für solche Vereine nicht möglich !


    Oder müssen sie einen eigenen Verband gründen ?


    Die Hürde liegt ja nach der Satzungsänderung beim DSB bei 10.000 Mitgliedern und damit für solche Abweichler ziemlich hoch, zumal auch dann eine Aufnahme noch nicht garantiert ist.


    Oder gehen sie in einen anderen Verband ?


    Wenn sie an den DM teilnehmen wollen, müsste das ja ein DSB-Landesverband sein. Denke mal, dass würde nicht einfach werden, z.B. in den NSSV zu gehen. da würden einige Türen geöffnet, die man lieber geschlossen halten möchte.


    Oder schiessen sie nur noch im Traditionsbereich ?


    So wie sich das in dem Artikel liest, scheint das die wahrscheinlichste Variante. Dabei sehe ich die Liga möglicherweise noch nicht mal als das größte Problem an, da diese zwar Renomeé macht, aber den einzelnen Schützen nur wenig betrifft. Aber wenn gute Sportschützen nicht mehr an den Meisterschaften teilnehmen können, wird denen das bestimmt nicht gefallen.

  • Der NWDSB reagiert mit einer Verlautbarung auf dessen HP zu den jüngsten Gründungen/Aufnahmen von Schießsportgemeinschaften:

    http://www.nwdsb.de/index.php?id=aktuelle_details&tx_ttnews[tt_news]=1517&tx_ttnews[backPid]=12&cHash=fc78ba0ad54a1186c9fb11c6e7eeb2ce


    Inwieweit die Regelungen der Anlage 1 der Satzung vom 9.4.2011 - Beurteilungskriterien zu § 10 Ziff. 4. Satz 2 Buchstabe a):


    4. Der Ausschluss ist zulässig, wenn ein vorsätzlicher oder grober Verstoß gegen die Satzungen, Ordnungen

    oder Beschlüsse des DSB oder des NWDSB oder gegen die allgemeinen Interessen des

    Schützenwesens vorliegt.

    Ein grober Verstoß gegen die allgemeinen Interessen des Schützenwesens liegt insbesondere vor,

    a) wenn ein Verein entgegen § 9 Ziff 2. i.V.m. § 12 Ziff 8. Satz 1 nicht alle Vereinsmitglieder meldet

    und dadurch seine Verpflichtung zur Zahlung der Beiträge teilweise zu umgehen versucht.


    "§ 2 Zweck des NWDSB

    1. Der Zweck des NWDSB ist der freiwillige Zusammenschluss der im nordwestdeutschen Raum bestehenden

    Bezirksschützenverbände mit ihren Gliederungen zu einem Landesschützenverband. In dieser

    Eigenschaft obliegt ihm

    a) die Förderung und Durchführung des Sportschießens,

    b) die Aus- und Fortbildung im Schießsport,

    c) die Einrichtung von Ligen und Klassen unterhalb der Bundes- und Regionalliga,

    d) die Förderung des Schützenbrauchtums und des Musikwesens,

    e) die Vertretung seiner Mitglieder in Verbänden und Vereinen, denen er angehört, sowie gegenüber

    staatlichen und sonstigen Organisationen,

    f) die Förderung der Jugendarbeit nach den Grundsätzen der Deutschen Sportjugend,

    g) die einheitliche Präsentation des Sportschießens und der Schützentradition in der Öffentlichkeit.

    2. Im Rahmen dieser Satzung und der Ordnungen des NWDSB bleibt die innere Selbständigkeit seiner

    Gliederungen gewährleistet."

    entgegensteht, muss wohl abschließend geklärt werden.

    Ich befürchte, auch in diesem Punkt rennt der NWDSB der Entwicklung an der Basis hinterher. Den/die Bezirke dann noch für diese absehbare Entwicklung (Vereinsaustritte und Neugründungen von Vereinen, deren Mitglieder den Schießsport weiterhin aktiv betreiben wollen) verantwortlich zu machen, ist kontraproduktiv.

  • Zitat

    Die Message ist hier doch mehr: die Fürsten können nicht mehr miteinander.

    Dass der Vorsitzende nicht mehr kann ist noch zu verstehen, wie aber der Sportleiter bei fehlender Infrastruktur weitermachen will????


    Ich befürchte, auch in diesem Punkt rennt der NWDSB der Entwicklung an der Basis hinterher. Den/die Bezirke dann noch für diese absehbare Entwicklung (Vereinsaustritte und Neugründungen von Vereinen, deren Mitglieder den Schießsport weiterhin aktiv betreiben wollen) verantwortlich zu machen, ist kontraproduktiv.

    Der Punkt an dem noch sinnvoll was zu retten wäre ist doch da schon lange überschritten.

    Karl

  • Der Link von Wilhelm hier noch mal in funktionierender Form:
    http://www.nwdsb.de/index.php?id=aktuelle_details&tx_ttnews[tt_news]=1517&tx_ttnews[backPid]=12&cHash=fc78ba0ad54a1186c9fb11c6e7eeb2ce

    Neben der Tatsache, dass aus juristischer Sicht da sicherlich einige Dinge anders zu sehen sind, wie es der NWDSB gerne hätte, ist vor allem festzustellen, dass man weiterhin nicht Willens oder in der Lage ist, den Vereinen genug Anreize und Entgegenkommen zu liefern um alle MItglieder angemeldet zu lassen und statt dessen probiert, mit Repressalien zu drohen. Dieser Weg wird auf Dauer eher eine völlige Abkehr vom NWDSB nach sich ziehen denn den erwünschten Erfolg zeigen. Dann gehen die erfolgreichen Schützen halt ganz aus dem NWDSB weg und dem bleibt dann nur noch der völlige Bankrott.
    Ich frage mich manchmal, wie engstirnig oder "jobverliebt" man als Funktionär sein muss, um solche Wendungen nicht wahrzunehmen. :(

  • Es ist einfach lächerlich, wenn die NWDSB Funktionäre glauben, dass sie damit durchkommen. Am Ende verliert der NWDSB nicht nur die Traditionalisten sondern auch die Sportschützen.

    Axel

  • ....... und dem bleibt dann nur noch der völlige Bankrott.


    Der scheint doch schon eingetreten zu sein und man wartet nur noch auf die amtliche Bestätigung.

    Zitat

    Ich frage mich manchmal, wie engstirnig oder "jobverliebt" man als Funktionär sein muss, um solche Wendungen nicht wahrzunehmen. :(

    Nur sagen mir einige Beiträge und Pressemeldungen dass in neuem Gewand nicht viel besseres Nachkommt.
    (Nur eine Vermutung eines Süddeutschen und sicher falsch.)

    Karl

  • Mitglieder des NWDSB sollten hiter dem Verband stehen und diesen nicht weiter in die Kreide ziehen. Es ist schon schlimm genug, das es soweit gekommen ist. Aber lasst die Funktionäre doch endlich ihre Arbeit erledigen und nicht immer Knüppel zwischen die Beine werfen. Wer hat schon Lust, Aufgaben zu übernehmen um ständig kritisiert zu werden

  • Mitglieder des NWDSB sollten hiter dem Verband stehen und diesen nicht weiter in die Kreide ziehen. Es ist schon schlimm genug, das es soweit gekommen ist. Aber lasst die Funktionäre doch endlich ihre Arbeit erledigen und nicht immer Knüppel zwischen die Beine werfen. Wer hat schon Lust, Aufgaben zu übernehmen um ständig kritisiert zu werden

    Du meinst also, dass man weitermachen soll wie in den vergangenen Jahren? Der Stein ist am rollen und dies ist gut so.

    Axel