Schützenwesen im NWDSB

  • @Kogge
    Na, da würde mich aber mal interessieren, was du mit den 120,- €/Mitglied pro Jahr anstellst, wenn ihr keinen eigenen Schießstand habt, denn die sind meist das Kostenintensive !
    Beiträge an andere Verbände udn Versicherungen dürften ja nur einen Bruchteil davon aufbrauchen.

    Aber das führt uns ggf. etwas vom eigentlichen Thema des Threads, nämlich wie der NWDSB mit dem Geld seiner Mitglieder umgeht, weg.

  • Ich lebe in einer Stadt mit etwas über 100000 t. Einwohner wir haben 15 Schützen Vereine was glaubst Du was das für ein Buhlen um Mitglieder ist. Aber wenn ich bestehen will muss ich Beiträge über 10,00 € im Monat nehmen und wir haben noch nicht mal einen eigenen Schießstand und müssen Miete zahlen. Bei uns sind auch nur ca. 40% Sportschützen wen ich das Auflageschießen dazu zähle allerdings mit Jugend.

    Ihr solltet euch auf Schießen statt Werbung umstellen.

    Nachdem hier in München auch Vereine ohne eigene Anlage mit deutlich geringeren Beiträgen überleben können möchte ich dann doch mal wissen was ihr im einzelnen den Schützen bietet.

    Karl

  • Bei uns kann KK und LG und LP geschossen werden. Wir haben auch die dementsprechenden Trainer und Sportleiter. Wir sind mit den Beitrag auch über 10,00 € das neben bei . Natürlich wäre es schwer wenn man die Nebenkosten abrechnet klar zu kommen, was macht man? Mann sucht sich Sponsoren, nun erzähle mir keiner das geht nicht, es ist schwer aber wir haben es geschafft. Veranstaltungen wie Pokalschießen und andere Dinge die Einnahmen bringen. Sonst kann man den Laden dicht machen, wichtig ist dabei die Mitglieder ziehen mit.
    Nun zu den 1,50 € für drei Jahre sind es ja 4,50 € bei uns zahlen die Mitglieder die Summe aus eigener Tasche. Dafür decken wir die Beitragserhöhung des NWDSB ab ohne unsere Mitgliedsbeiträge an zu heben. Ich denke jeder Verein muss sehen wie er zurecht kommt, aber sich hinstellen und jammern weil eine falsche Beitragspolitik seit zig Jahren gemacht wird ist das die Quittung. Wir haben seit Jahren passive Mitglieder abgeschafft und keiner ist aus getreten, Hier sollte der Gemeinschaftsgeist zählen, ob Sportschütze oder Traditionsschütze.

  • Hallo @all,

    ich verfolge den Thread nun schon länger, und da werden ja etliche Baustellen gleichzeitig abgearbeitet.

    Wäre nicht ein Thread "Chronisch unterfinanzierte Schützenverein - Abhilfe, aber wie " interessant, wo sowohl neudeutsch best-practice als auch low-performance diskutiert und
    Handlungsmöglichkeiten gezeigt werden ?

    VG

    Holger

    ex C-Trainer DOSB - Steyr Challenge E - Anschütz 1913 im SE Shape H mit Zeiss Diasport - Walther LP 400 - TOZ 35 mit Lottes Balance/Rink-Griff

  • SG Bassum 98 am Scheideweg

    Heutige außerordentliche Mitgliederversammlung entscheidet über Austritt oder Verbleib im NWDSB.

    http://www.weser-kurier.de/sport/region6/…rid,946327.html

    Bogenschießen geht auch ohne Verband auch hier im Süden.
    Eine eigene Art gegen rückgehende Starterzahlen zu kämpfen!
    Ist das Niveau auch so stark gefallen oder läd man nur nicht mehr jeden der ein Gewehr halten kann zur LM ein?

    Für die Finanzierung der Bundesliege ist doch meines Wissens nicht der Landesverband zuständig?

    Karl

  • @Kogge
    Na, da würde mich aber mal interessieren, was du mit den 120,- €/Mitglied pro Jahr anstellst, wenn ihr keinen eigenen Schießstand habt, denn die sind meist das Kostenintensive !
    Beiträge an andere Verbände und Versicherungen dürften ja nur einen Bruchteil davon aufbrauchen.


    Und in gleicher Weise hakte auch Karl nach:

    Zitat

    Nachdem hier in München auch Vereine ohne eigene Anlage mit deutlich geringeren Beiträgen überleben können möchte ich dann doch mal wissen was ihr im einzelnen den Schützen bietet.

    Kogge hat die Frage ja bewusst nicht beantwortet, sondern ist ihr erst einmal ausgewichen.
    Wer sich _nur_ aus Beiträgen finanzieren muss, hat es natürlich schwer. Bei uns z.B. - wie bei vielen Vereinen - sind die Bewirtungseinnahmen des Schützenhauses eine ganz wichtige Einkommensquelle. Auch Vermietungen sind möglich. Andere Vereine suchen und finden Sponsoren. Staatliche und gemeindliche Zuschüsse können Sonderausgaben gut abpuffern.
    Aber jetzt bitte doch noch einmal zu der obigen Frage zurück, die ist nämlich wirklich interessant. Erzähl doch mal, wieso du solch einen (nicht extremen, aber doch hohen) Beitrag verlangen "musst".

    Gruß, Carcano

  • Carcano,
    wieso habe ich die Frage nicht beantwortet? Wir finanzieren uns durch unsere Beiträge, aus Sponsoring und verschiedene Veranstaltungen im laufe des Jahres. Nun zu deiner Frage wieso so hohe Beiträge weil wir hohe Nebenkosten haben. Ich will hier nichts falsches sagen, aber ich glaube wir haben kaum noch einen Verein der unter 10,00 € Monatsbeitrag liegt, wohl gemerkt in unserem Kreis. Die Jugend hat bei uns Scheiben und Munition frei, die Erwachsenen zahlen nur ihre Munition. Dann möchte ich noch bemerken die reinen Sportschützen Freihand, dass sind Jugendliche schießen die Meisterschaften so weit wie sie kommen. Im erwachsenen Bereich schießen unsere Auflage und nehmen auch an den DM teil.

  • Also du weichst der Frage immer noch sehr bewusst aus.
    Das ist auch dein gutes Recht, schließlich geht eure interne Finanzierung erst einmal vor allem eure Mitglieder selbst an.
    Hier im Forum gibt es aber viele Vereine (auch mit eigenen Ständen und den damit verbundenen Unterhaltskosten), die deutich weniger als ihr nehmen, also Beiträge zwischen 50 und 80 € jährlich haben. Und dabei mehr bieten. Die Frage nach den Unterschieden ist insoweit legitim, weil viele Vereine natürlich schauen und vergleichen, was man ggf. von anderen lernen könnte.

    Einmal editiert, zuletzt von Carcano (19. September 2014 um 21:01)

  • Carcano,
    Ich weiche nicht aus, dass ist das was ich sagen kann, doch die Vereine mit den geringen Beiträgen leben von der Hand in den Mund und da muss eben jeder sich Gedanken machen wie wird es besser. Da sind Beiträge 10,00 € aufwärts realistisch. Man muss seiner Fantasie freien Lauf lassen und es muss passen. So kann man seinen Verein positiv ins Gespräch bringen und das eine oder andere Mitglied gewinnen.

  • Ein Dilemma im Schützenwesen ist u. a. die Intransparenz der wirtschaftlichen Verhältnisse.

    Ein Versuch meinerseits, über einen Arbeitskreis der Schatzmeister, die Jahresabschlüsse ihrer Vereine miteinander zu vergleichen um so Unterschiede bei den vergleichbaren Ansätzen aufzuzeigen, im zweiten Schritt Maßnahmen für Optimierungen, Zusammenarbeit und betriebswirtschaftliche Konzepte abzuleiten, ist gescheitert. Hauptgrund neben dem Anspruch systematischer Aufbereitung der Jahresabschlüsse und großem Wortgetöse zur Schützenbrüderlichkeit und „wir müssen zusammenstehen“: Misstrauen und Neid.

    Ich nenne es Ignoranz vor den Entwicklungen der Zeit – noch einfacher gesagt: DUMMHEIT!

    Was für die Vereine gilt, gilt natürlich erst recht für die Verbände! Oder ?


  • Ich nenne es Ignoranz vor den Entwicklungen der Zeit – noch einfacher gesagt: DUMMHEIT!

    Ich würde es als Dummheit bezeichnen, wenn sie die Zahlen offenlegen würden. Manchmal ist es auch ganz geschickt nicht alle Karten offen auf den Tisch zu legen und einiges unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit abzurechnen, es bleibt unterm Strich mehr bei über. Die Vereinsheime werden von der DEHOGA nicht ohne Hintergedanken mit der Schwarzgastronomie in Zusammenhang gebracht.
    Die Ursache sei verändertes Freizeitverhalten und vor allem die Konkurrenz durch Hobby-Gastronomie in Vereinsheimen und Dorfgemeinschaftshäusern. "In vielen dieser Einrichtungen herrscht ein fast professioneller Barbetrieb und das unversteuert und ohne Auflagen...
    Solange das stillschweigend von offizieller Stelle geduldet wird, wird keiner von denen mit offenen Karten spielen.

  • Na klar, ich möchte mal die "Steuerbegünstigten" sehen, die ihre Zahlen transparent zur Diskussion stellen, die leben da nicht schlecht mit, deshalb gibt es ja diese niedrigen Beiträge. Man muss nicht alles in x Exceltabellen auseinanderpflücken und nachher in 3facher Durchschrift präsentieren können. Da kannst Du lange auf die Mitarbeit der Finanzminister anderer Vereine warten. Wundert mich aber wirklich, dass du eine Antwort von denen erwartet hast.

  • Hallo Scherge,

    deine Einschätzung trifft zu, ich bin Optimist. Bei dir vermute ich, handelt es sich um einen Delegierten des NWDSB-Tages, der führungsgläubig abstimmt nach der Devise "Augen zu und durch". Meckern kann ich anschließend immer noch und Schuld an den Blindflugergebnissen sind ja sowieso die Anderen. Oder bist Du auch Optimist?

  • Dann ist nun sogar die Sportgilde Bassum weg.
    Wenn nicht mal die den Mehrwert des LLZs erkennen, was wollten wir doch gleich noch mal damit?
    Ach ja. Die Zukunft des Schützenwesens stärken. Ohne LLZ war die ja abgeschrieben.
    Na dann.

  • Hallo Wilhelm,

    ich komme überhaupt nicht aus dem Bereich des NWDSB. Dein Vorhaben wird auch nicht nur in Schützenkreisen scheitern. Es wird kein kleiner Verein, der die Möglichkeit 'gedulteter' Einnahmequellen gefunden hat diese öffentlich diskutieren. Das ist, passend zur Jahreszeit, wie mit den Geheimstellen der Pilzsucher. Der eine weiß über die Jahre wo er zu suchen hat und kommt mit vollen Körben nach Hause, der andere sucht nach Anleitung aus dem Pilzratgeber und weiß drei Jahre später noch wo er seine zwei traumhaften Steinpilze gefunden hat.