Mitgliederentwicklung im Deutschen Schützenbund

  • Aber was ist dann die Konsequenz? Ausschließlich Aktionen auf Vereinsebene? Sicher besser als Nichts und Hochachtung den Akteuren, aber ist das ausreichend? ich meine Nein, die Politik nimmt nur die Masse war. Die Masse muss vertreten werden, dies geht nun mal nur über Verbände, Lobbygruppen, etc.

    Klar, die breite Masse muss sicherlich auch verteten werden. Ich denke der DSB geht da aber keinen ganz falschen Weg, indem er nicht drohend oder angreifend wie die bekannten Lobbytruppen, sondern immer dialogbereit reagiert. Ein forsches Auftreten einer Teilgruppe darf niemals die Bemühungen anderer Teilgruppen schädigen oder zerstören. Und genau die Gefahr sehe ich halt bei Lobbytruppen. Die Antwort auf alles oder nichts lautet häufig: Nichts. ;)

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Klar, die breite Masse muss sicherlich auch verteten werden. Ich denke der DSB geht da aber keinen ganz falschen Weg, indem er nicht drohend oder angreifend wie die bekannten Lobbytruppen, sondern immer dialogbereit reagiert. Ein forsches Auftreten einer Teilgruppe darf niemals die Bemühungen anderer Teilgruppen schädigen oder zerstören. Und genau die Gefahr sehe ich halt bei Lobbytruppen. Die Antwort auf alles oder nichts lautet häufig: Nichts. ;)

    Du bist dir aber darüber im klaren, dass dieses devote Verhalten keine Garantie ist? Alles oder nicht? Niemand will Alles (niemand verlangt z.B. ernsthaft nach vollautomatischen Waffen wie es z.B. in machen Staaten der USA und in der Schweiz möglich ist ohne das Bürgerkrieg ausbricht), aber die Salami wird immer kürzer und irgendwann wird eine Grenze überschritten (hier Unverletzlichkeit der Wohnung bzw. Verlust der Zuverlässigkeit), dann kommt der Moment wo es heißt: Bis hierher und nicht weiter.

    BBF

  • Dazu möchte ich nochmal auf meinen Beitrag Nr. 268hier verweisen:

    Es würde bereits 1€ pro Jahr reichen von allen Sportschützen und allen Jägern, sowie € 100,00 von jedem Händler, € 1000 von jedem Großhändler und €500,00 bis €10.000 von jedem Hersteller, je nachdem wieviel Waffen bzw. Accessiores er für Waffenbesitzer herstellt = 2,5 Mio + 100.000 + 500.000-1 Mio
    = 3,1 - 3,7 Mio. € pro Jahr

    Wir ALLE sollten uns für ein EINMALIGES Notopfer in der doppelten Höhe wie oben engagieren.= 6,2-7,4 Mio €

    Dann geben wir den Verantwortlichen zwei Jahre Zeit für PR und Kampagnen pro-Waffen. Ändert sich in dieser Zeit die öffentliche Meinung, wird ein ähnlicher Betrag jährlich zum Zwang; ändert sich nichts, bleibt es wie jetzt: minimale Beiträge und keine Lobbyarbeit.

    Vorteile:

    • geringe EINMALIGE Mehrbelastung zum Wohl des Waffenbesitz
    • Planungssicherheit für zwei Jahre
    • mittelfristige Beschäftigung eines professionellen Lobbyisten (mit Kontakten zu den Ministerialbehörden und den Innen- und Rechtsausschüssen) mit der Aussicht - bei Erfolg - auf eine dauerhafte Einstellung (kostet sicherlich 100.000€ pro Jahr). Der Rest des Etats wird in Kampagnen, Studien und PR aufgeteilt

    Nachteile

    • alle müssten einen Obolus geben (stößt einigen schwer auf)
    • alle Verbandsspitzen müssten sich einigen, es GLEICHZEITIG zu tun
    • alle Verbandsspitzen müssten sich entscheiden, einem Profi einen Haufen Geld anzuvertrauen und gemeinsam geeignete Mittel der Kontrolle finden (Gegenargument: dieser behält seinen Job nur, wenn er etwas bewirkt, sonst läuft dieser aus - kapitalistisch könnte man noch eine Erfolgsprämie oben drauf setzen, damit er sich während der zwei Jahre nicht auf die faule Haut legt, d.h. 100.000 Gehalt plus 100%, wenn sich Wirkung zeigt)

    IANSA und Co. haben wesentlich höhere Beiträge für ihre Anti-Waffen-Kampagnen zur Verfügung. Siehe hier

    Vereinigungen und Regierungsprojekte, die sich nach dem 2- Weltkrieg bis 1990 finanziell gut gesponsert gegen Atomwaffen und Land-/Streuminen eingesetzt hatten, sahen ihre Schäfchen (Bezahler) davonschwimmen. Sie verlagerten sich ab 1990 lt. der verlinkten Studie des Prof. Bob Clifford auf den Kampf gegen Kleinwaffen (zu denen alle legalen Schusswaffen gehören). Während die NRA jedoch vehement gegen die IANSA kämpft, scheinen die Deutschen die IANSA stärker zu unterstützen als die Rechte der LWBs - bzw. ihnen keine Kampagnen entgegenzusetzen.

    Solange die Forderungen der Grünen zur Abschaffung aller Waffen öfter in den Zeitungen erscheint als die Gegenmeinung von FWR, DSB, DJV &Co. haben unsere Verbände etwas falsch gemacht. (Die NRA ist in jedem waffenrechtpolitischen Thema im Radio, TV oder Zeitung mit ihrer Meinung zumindest in Erwähnung vertreten, oft auch personell)

  • Klar, die breite Masse muss sicherlich auch verteten werden. Ich denke der DSB geht da aber keinen ganz falschen Weg, indem er nicht drohend oder angreifend wie die bekannten Lobbytruppen, sondern immer dialogbereit reagiert. Ein forsches Auftreten einer Teilgruppe darf niemals die Bemühungen anderer Teilgruppen schädigen oder zerstören. Und genau die Gefahr sehe ich halt bei Lobbytruppen. Die Antwort auf alles oder nichts lautet häufig: Nichts. ;)


    Geronimo,

    wirf doch endlich mal überboard, wie einige (da zähle ich ja auch dazu) hier aufgetreten sind.
    Mein Vorschlag oder der von Katja, der meinem sehr nahe ist und in seinem Ursprung von mir stammt, hat nichts damit zu tun, wie die Lobbyvertreter auftreten, indem wir drohend agieren würden.
    Davon spricht doch keiner!

    Die PR und Aufklärung kann vielschichtig sein. Um aber den sinnvollsten und effekttivsten Weg zu finden, müssen die Verbände sich bewegen, und da scheitert es schlichtweg.

    Aber Grundsätzlich: Was ist falsch daran, wenn wiedermal durch Waffengegner in den Medien behauptet wird, dass wir Sportschützen nur Mörder ausbilden, unsere Kinder potentielle Amokläufer sind, weil der Papa Sportschütze ist und seine Sportwaffen zu Hause aufbewahrt, etc., wenn hier in den Medien ein Kontra kommt. Ein offender Brief, in dem genau diese Frage kritisch, nichth drohend, hinterfragt und geradegerückt werden?

    Das ist besser, als die Diffamierungen und Beleidigungen unkommentiert im Raum stehen zu lassen.
    Und genau hier haben die Verbände gar nichts getan, sondern nur PL.

  • Geronimo,

    alle Schießsportverbände äußern sich gegenüber Politikern und Journalisten eher vorsichtig und leise. Der DSB Präsident vergisst in öffentlichen Interviews sogar sein Interesse an den eigenen Großkaliber-Kurzwaffendisziplinen, es ist zu verstehen aber nicht zu akzeptieren.

    Journalisten (die meisten) hetzen gegen den Schießsport, sie hetzen bei Bedarf auch gegen Stierkampf, gegen Motoradfahren, gegen die Kirche, gegen Fußballtrainer, gegen schwache Politiker - sie hetzen gegen alles was dem gemeinen Volk Schadenfreude bringt, denn diese erhöht die Zahl verkaufter Exemplare. Ich weis, das war jetzt böse von mir, sogar sehr böse. Mit dieser Aussage zeigt eigentlich, dass ich vor solchen Leuten keinen Respekt mehr habe.

    Dan hat zuvor zu Recht nach der Rolle der Verbände gefragt, diesen Manipulationen entgegenzutreten. Eine Information der Öffentlichkeit setzt sich vor allem durch ihre ständige Wiederholung und nicht durch ihre inhaltliche Qualität durch. Werden Diffamierungen nur oft genug wiederholt, werden sie für wahr gehalten.

    Die Chancen, öffentlich für den Waffenbesitz Stellung zu nehmen sind dünn gesäht. Wenn diese dann noch durch Zögerlichkeiten und Angst um das eigene Ansehen und um die eigenen Vorteile vergeben werden, dann kann ein solches Verhalten nicht mehr mit Attributen wie höflich, überlegt, gewinnend und diplomatisch belegt werden. Ich bin jetzt nochmal böse: Ich würde es mit dem Attribut "feig" belegen.

    Wir dürfen den Journalisten und Politikern nicht die Meinungsführerschaft überlassen, wir brauchen entschlossene Interessenvertreter die zwar höflich und ruhig in der Art aber kompromisslos und klar in der Sache Stellung beziehen. Sicher, wir können dabei verlieren aber wir haben schon verloren, wenn wir es nicht tun.

    Die Geschichte des Waffenrechts zeichnet sich durch eine monotone Zunahme an Einschränkungen und Misstrauen gegenüber Legalwaffenbesitzer aus. Die bisherige Schmusepolitik konnte dem nichts entgegensetzen. Gehen wir wenigstens jetzt einen konsequenteren Weg, wenn vielleicht auch das letzte Mal. Und Geronimo, auch das Schießen mit Luftdruckwaffen und Kleinkaliber ist am Ende vom Verbot betroffen.

    Ceterum censeo IANSAm esse delendam

  • Grosse Preisfrage, um zu zeigen, wie ernst die Lage ist:

    Gerade aus den Nachrichten.
    Ein Mann hat in Erfurt, ca. 1Km vom Domplatz entfernt, bei einer Einlaßschleuse mit einem Luftgewehr auf einen Sicherheitsbeamten geschossen.

    Papst-Besuch: Benedikt XVI. zu Besuch in Deutschland - alle Infos im Live-Ticker -
    Politik Inland -
    Bild.de

    Wie groß werden die Rufe nach Einschränkungen werden, auch bei den Luftdruckschützen, wenn sich herausstellen sollte, dass es sich bei dem Schützen um einen Sportschützen oder ehemaligen Sportschützen handelt?
    Alleine schon ein Kommentar in den Nachrichten, dass ein Luftgewehr verwendet wurde, wie sie Sportschützen benutzen, ist fatal.

    Und wie groß wird die Relatierung seitens der Verbände sein, um zu retten, was zu retten ist?

  • Hallo,

    ich möchte noch einmal kurz auf Katjas Bericht eingehen. Die Idee war ja schon öfter diskutiert worden, aber ich erwähnte es ja schon mal kürzlich, WER SCHIEBT DAS AN? Darüber sind wir uns doch sicher einig, wird die Sache in Gange gebracht, werden ziemlich alle mit ziehen.

    Der LG Schütze der auf Sicherheitskräfte geschoßen hat, der fehlt uns natürlich noch. Hoffen wir das der DSB die richtigen Worte in der Öffentlichkeit findet um das Schützenwesen davon zu distanzieren.

    Kogge

  • Hallo,

    ich möchte noch einmal kurz auf Katjas Bericht eingehen. Die Idee war ja schon öfter diskutiert worden, aber ich erwähnte es ja schon mal kürzlich, WER SCHIEBT DAS AN? Darüber sind wir uns doch sicher einig, wird die Sache in Gange gebracht, werden ziemlich alle mit ziehen.

    ...
    Kogge

    Das kann nur jemand machen, der einen guten Draht zu einem der LV Leiter hat, der dieselbe Sichtweise hat, oder z.B. von jemandem hier aus dem Forum, der einen sehr guten Draht zur Fürhung des DSB hat, bzw. auch in die anderen Verbände. Ansonsten werden die Verbandschefs das einafch abwinken.

  • Ich würde es mit dem Attribut "feig" belegen. [...] Wir dürfen den Journalisten und Politikern nicht die Meinungsführerschaft überlassen, wir brauchen entschlossene Interessenvertreter die zwar höflich und ruhig in der Art aber kompromisslos und klar in der Sache Stellung beziehen. Sicher, wir können dabei verlieren aber wir haben schon verloren, wenn wir es nicht tun.

    Vorsichtig. Ich glaube man muss auch recht vorsichtig sein, möchte man nicht selbst gängige Vorurteile verbreiten, verstärken und bestätigen. Schon alleine die völlig richtige Aussage „Sportschützen sind keine Amokläufer“ bringt das Sportschießen bereits mit Amokläufern in Verbindung und liefert eine komfortable Steilvorlage: Kamen denn nicht alle Amokläufer aus dem Dunstkreis der Sportschützen? An dieser Stelle schwächeln unsere ansonsten recht lauten Lobbyisten. Die traurige Antwort lautet halt schlicht: Ja; Gut gemeint und schlecht umgesetzt. Aus diesem Grund bevorzuge ich eindeutig die positive Öffentlichkeitsarbeit durch Berichterstattung von Schießsport und Brauchtum.

    Der LG Schütze der auf Sicherheitskräfte geschoßen hat, der fehlt uns natürlich noch. Hoffen wir das der DSB die richtigen Worte in der Öffentlichkeit findet um das Schützenwesen davon zu distanzieren.

    Egal ob richtige oder unglückliche Worte: Das würde die Verbindung zu Waffenbesitz und Sportschießen erst herstellen bzw. hervorheben. Wir müssen noch lernen so manches zu ignorieren.

    Die Idee war ja schon öfter diskutiert worden, aber ich erwähnte es ja schon mal kürzlich, WER SCHIEBT DAS AN? Darüber sind wir uns doch sicher einig, wird die Sache in Gange gebracht, werden ziemlich alle mit ziehen.

    Der eine oder andere Entscheidungsträger liest hier bereits mit. ;)

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Nein Geronimo, nicht ignorieren!

    Was passieren muss, ist eine öffentliche Wortmeldung zu einem solchen Ereignis durch die Verbandsspitzen oder eben durch das FWR als Sprachrohr der Verbände.
    Es muss mitgeteilt werden, dass entweder solche Menschen seit Zeitraum "X" kein Mitglied im Verband und Verein sind oder eben dazu stehen, dass sie es waren.
    Wenn auch nur ein Bezug der Medien bei solchen Fällen zum Sportschießen oder Jagen gezogen wird, muss es kommentiert und nicht ignoriert werden.
    Nur so bekommen dann mit der Zeit auch die LWB ein Ohr in die Medien.

    Bislang haben die Verbände nur damit geglänzt nichts zu sagen oder eben immer nur darauf zu verweisen, dass Deutschland eines der restriktivsten Waffengesetze in der EU hat.
    Dieser Satz ist aber so abgelutscht, wie ein Hustenbonbon nach 10 Minuten.
    weder die Medien noch die Öffentlichkeit will das hören. Nicht mal ist will dieses Satz noch hören, weil er nichts über das eigentliche Problem aussagt, sondern einfach nur eine plumpe, abgegriffene Ausrede ist.

  • Das klingt für mich ein bisschen nach Hauptsache erst einmal distanzieren. Warum kann man nicht einfach mal einsehen, dass man nicht zu jedem Thema das irgendwie mit Schusswaffen zu tun hat etwas sagen muss? Schützen, Vereine und Verbände stehen für unsere Sportart und nicht für Waffenmissbrauch und das sollte auch so bleiben.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Das klingt für mich ein bisschen nach Hauptsache erst einmal distanzieren. Warum kann man nicht einfach mal einsehen, dass man nicht zu jedem Thema das irgendwie mit Schusswaffen zu tun hat etwas sagen muss? Schützen, Vereine und Verbände stehen für unsere Sportart und nicht für Waffenmissbrauch und das sollte auch so bleiben.

    Zu jedem Thema? ROFL es würde mir reichen wenn der DSB zu 10 Prozent eine deutliche Meinung vertreten würde und einem nicht permanent den Eindruck vermitteln würde man sei nur geduldet aber nicht gleichberechtigt mit den olympischen Disziplinen. Für mich sieht es so aus, dass sie erst mit ernsthaften Maßnahmen anfangen wollen wenn es auch den olympischen an den Kragen geht. Wobei ... vielleicht geht ihnen selbst selbst dies am A.... vorbei, Hauptsache sie bekämen Sportförderung für Taschenlampen leuchten.

    BBF

  • Hallo Geronimo,

    das Wort Dunstkreis ist alleine schon problematisch, da suggestiv und trotz seiner Schwammigkeit nicht haltbar. Es ist die Sprache der Gegner. Es ist genauso haltlos wie das berühmt-berüchtigte Restrisiko, dass z. Bsp. angeblich von Schulständen ausgehen soll. Siehe dazu Zebos Beitrag. So etwas trägt nur weiter zur Legendenbildung bei und festigt die veröffentlichte und gemachte Meinung.

    Letzte Woche hörte ich noch von einer Journalistin im Radio im Rahmen eines Interviews mit der Tat von Norwegen die folgende Fragestellung. Sie sagte, dass nach den bisherigen Amokläufen immer das Waffenrecht verschärft worden sei und fragte, ob das nicht jetzt auch wieder geschehen müsse. Ja, wo denn, in Deutschland, wenn in Norwegen ein Attentat passiert? Von Reflektion keine Spur. Das ist mittlerweile so in den Köpfen drin, nicht nur bei ausgesprochenen Dummköpfen.

    Die Täter in Deutschland waren alle keine Sportschützen. In Erfurt wurde die Erlaubnis zum Erwerb erschlichen. Einzig die Rechtsanwältin könnte man zu den Sportschützen zählen, aber auch sie war eben objektiv und auch rechtlich schon lange keine Sportschützin mehr. Den Fall würde ich aber auch eher unter erweiterte Beziehungstat einordnen wollen. Der Typ in Emsdetten hatte überhaupt keinen Bezug zum Schützenwesen oder zum Schießsport. Aber auch die anderen Täter waren keine Sportschützen. Wenn jemand sich illegal Waffen aneignet, wird er dadurch nicht zum Sportschützen. Wenn einem Sportschützen wie in Winnenden oder Bad Reichenhall die Waffen entwendet werden, dann muss man das auch so nennen und nicht nebulös von Dunstkreis sprechen. Wäre jemand bei der Bundeswehr oder bei den Behörden eingebrochen, hätte man ihm ja auch nicht dem Dunstkreis der Bundeswehr oder den Behörden zugeordnet.

    Generell ist die Anzahl dieser Taten aber gottlob auch viel zu gering, um da wirkliche Gemeinsamkeiten und Bezüge ableiten zu können. Wenn man das trotzdem tut, wie es ja in Bezug auf die Tatwerkzeuge immer wieder versucht und gemacht wird, dann könnte man auch formulieren, dass wohl alle Täter Brot konsumiert haben und da wohl die Ursache für die Tat liegen könnte. Bitte, das ist nicht respektlos gegenüber den Opfern gemeint, verdeutlicht aber bestimmte Denkstrukturen und systematische Fehler.


    Aber ich kann deinen Vorbehalt bezüglich der Positionierung der Verbände zum Teil nachvollziehen. Auch ich weiß nicht immer, ob man jeden Vorfall wirklich immer kommentieren sollte oder ob es nicht manchmal wirklich besser wäre, bestimmte Aussagen überhaupt nicht zu kommentieren.

    Nur hatten wir es in den letzten Jahren mit gezielten Kampagnen zu tun, wo durch permanentes Wiederholen von Falschaussagen, durch völlig aus dem Zusammenhang gerissene Fakten ein Bild von uns in der veröffentlichten Meinung erzeugt wurde, das mit der Realität nicht mehr das Geringste zu tun hat. Durch die ständigen Wiederholungen ist dieses Zerrbild leider in den Köpfen von nicht wenigen Mitbürgern zum Fakt geworden. Bis auf wenige unermüdliche Schreiber aus den Reihen der Schützen gab es nur ganz selten Richtigstellungen.

    Da der Schießsport keine mediale Plattform hat oder diesem keine eingeräumt wird, kann auch hier kein wirksames Gegenbild erzeugt werden. Beim Biathlon mit der Teilsportart Schießen hätte man diese Plattform, aber da wird sie nicht genutzt oder wohl besser gesagt, bewusst nicht genutzt.

    Ich habe es ja schon mal geschrieben. Unter den jetzigen Bedingungen können wir uns noch wehren und uns für den Erhalt unseres Sports in der jetzigen Vielfalt und den dazu auch zwingend nötigen legalen Waffenbesitz einsetzen, oder wir werden untergehen. Andere Optionen sehe ich nicht (mehr) und ich sehe mich normalerweise nicht als Schwarzmaler.


    Es ist doch absurd. Wir betreiben eine der friedfertigsten Sportarten, die es auf dieser Welt gibt und die mit Gewalt nicht das Geringste zu tun hat. Und gerade wir sollen als Sündenbock für alle Verfehlungen dieser Gesellschaft gerade stehen und bestimmten Gruppierungen ermöglichen, sich auf unsere Kosten zu profilieren und davon zu profitieren.


    Noch können wir uns wehren und gemeinsam für unseren Sport kämpfen. Noch sind wir viele. Wir müssen es nur wollen und auch tun.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Es ist doch absurd. Wir betreiben eine der friedfertigsten Sportarten, die es auf dieser Welt gibt und die mit Gewalt nicht das Geringste zu tun hat. Und gerade wir sollen als Sündenbock für alle Verfehlungen dieser Gesellschaft gerade stehen und bestimmten Gruppierungen ermöglichen, sich auf unsere Kosten zu profilieren und davon zu profitieren.

    Danke. :)

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Wir sind aber zum Sündenbock geworden, weil nie Kontra geboten wurde!

    Die haltlosen Unterstellungen wurden nie ins rechte Licht gerückt.
    Wir lassen uns immer noch gefallen, dass man unsere Kinder, auch Deine Schützenjugend Geronimo, als potentielle Mörder und Amokläufer bezeichnet.

    Und keiner der Verbandsfürsten tut etwas gegen diese sehr persönlichen Angriffe, die weit, weit unetrhalb der Gürtellinie sind.

  • Dan More,

    ich will Deine Aufregung ja verstehen, aber die Behauptung, dass "nie Kontra geboten" und "Die haltlosen Unterstellungen wurden nie ins rechte Licht gerückt" ist mit dieser pauschalen Schärfe unzutreffend.

    Bei vielen schießsportlichen Veranstaltung, in der Öffentlichkeit vorhanden ist, selbst auf Schützenfesten, wurden die negativen Themen von uns, aber sogar von Politikern angesprochen und größtenteils über korrekte Berichterstattung in der Presse verbreitet . Nicht immer, aber so, dass das Problembewusstsein angesprochen wurde.

  • Also bei uns werden wohl die Wenigsten Leute unsere Jungschützen als potentielle "Mörder und Amokläufer" ansehen, sondern unseren Verein als wichtigen Faktor im Gemeindeleben.

    Aber wir machen das anders: Wir stellen eine positive Außenwirkung her, wir berichten über Jugendaktivitäten, über Wohltätigkeitsaktionen, über Königsehrungen, über Wettbewerbe, über Ausflüge, über Erfolge, etc. in den örtlichen Medien (vor allem Print-Medien). Die Leute können sehen: Schau, da rührt sich was, das ist eine tolle Gesellschaft. Das klingt alles positiv.

    Wenn man immer nur das Negative anspricht und sagt, dass das NICHT zum Schützensport gehört, verbindet sich im Gehirn automatisch der Schützensport mit dem ausgesprochenen Negativen, denn der Geist kennt kein Nicht/Nein. Das ist wissenschaftlich belegt!! Somit gehen hier die ganzen Lobbyistenvereinigungen wie PL oder FWR genau den falschen Weg und verschlimmern die Problematik teilweise noch!! Aus diesem Grund auch die ablehnende Haltung des DSB (und auch von mir) gegen diese Gruppierungen.

    Eure Lobbyarbeit gleicht mir doch sehr der Politik der Grünen, die ihr doch so verabscheut, denn euer Hauptpunkt ist: Immer gegen alles sein, dass im entferntesten gegen Schützensport gehen könnte (aber nur durch das Aufbauschen wird man erst darauf aufmerksam), und vor allem: Immer gegen alles sein, dass der DSB oder euch nicht wohlgesinnte Verbände tun!! Ihr seid somit die "Dagegenpartei" der Sportschützen, somit die "Grünen" im Schützensport.


    Und bevor ihr mich jetzt wieder zerfleischen wollt (womit ich rechne), lest meine Worte nochmals durch und lasst sie euch mind. 5 Minuten durch den Kopf gehen. Drescht dann bitte nicht wieder die immer gleichen Phrasen, sondern bringt neue Argumente für eure Vereinigung. Darauf können wir aufbauen!

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Leute, ich glaube wir redenhier aneinander vorbei, oder Ihr wollt es bewusst nicht verstehen.

    Ich rede hier nicht vom Schützenfest, vom Regionalpolitiker, etc.
    Ich rede hier von den Bundesweiten Nachrichten und Berichterstattungen.

    Was interessiert mich (objektiv betrachtet), was in Bayern oder NRW, etc. in einer Dorfzeitung berichtet wird.
    Wichtig ist die Zeitungsgröße, die von den Politikern gelesen werden und das sind Zeitungen wie "Die Welt", "FAZ", etc.
    Und wenn dort, oder in einer TV Diskussionsrunde die Behauptung aufgestellt wird, was getan wurde, mehrfach, und sei es nur ein Zitat des AAW oder von Roman Grafe, dass die Kinder von Sportschützen alle potentielle Amokläufer sind, dann muss unverzüglich in derselben Zeitung etwas von unserer Seite her kommen.
    Und das heist eben nicht, der Landrat, der Bürgermeister oder der Sportdezernent, sondern das bedeutet die jeweiligen Verbandsspitzen und die hochrangigen Politiker müssen diesen Diffamierungen entgegentreten und ihnen ein Ende setzen.

    Darum und nur darum geht es dabei!

    Alle Berichte, die Ihr in die Medien bringen könnt, so gut und sinnvoll sie auch sind, enden spätestens an der jeweiligen Kreisgrenze.
    Was in Eurem Verein passiert, wie da die Wettkämpfe ausgegangen sind, wie Eure Jugendarbeit Früchte trägt, kommt im benachbarten Landkreis nichth mal an, geschweige denn bei mir in Hessen, oder in irgendeinem anderen Bundesland. Es ist rein Regional wenn nnicht sogar nur rein Lokal.
    Und genau da muss das Umdenken ansetzen.
    Weg von nur Lokal und Regional und mehr hin zu Überregional. Aber das geht eben nur mit den Verbandsspitzen!

    Und selbst wenn Ihr es mal tatsächlich in eine der großen Zeitungen schaffen solltet, dann auch wieder nur im Lokalteil, der im nächsten Bundesland nicht mit beiliegt.

    Und auf Schützenfesten oder den Veranstaltungen des DSB diese Themen anzusprechen, ja was soll der Politiker sonst ansprechen, wenn er da da eine Rede halten soll, über die Finankrise sprechen?
    Nein er spricht genau die Dinge an, die uns zwar auf dem Herzen liegen, rammt uns aber dann kurze Zeit darauf das Messer wieder in den Rücken.

  • Hallo,

    aber das ist doch genau das was ich in einer meiner letzten Berichte sagte. Dan More wenn wir auf den Vorschlag eingehen einen Euro für PR auszugeben, dann sollte ein guter PR Manager uns in der die überregionale Presse vertreten und jegliche Angriffe gegen uns entschärfen. Da wäre der Euro gut angelegt, unseren Sport und die Tradition ins rechte Licht zu rücken. Aber genauso sollten wir in unseren Regionen unser Schützenwesen vertreten und die Presse eines besseren belehren wenn sie zum Teil aus Unwissenheit und zum Teil auch großer Dummheit Blödsinn verbreitet. Wenn wir einen guten Draht in unseren Kreisen zur Presse haben, können wir auch dazu beitragen das Falschmeldungen gerade gerückt werden.

    Kogge