Mitgliederentwicklung im Deutschen Schützenbund

  • Ich denke nicht, das GK verboten wird. Sollte es doch passieren, bin ich dabei Petitionen zu unterzeichnen und dafür zu demonstrieren. Jedoch Petitionen von Verbänden wie DSB oder BDMP, jedoch habe ich immer noch keine Zuneigung für Bündnisse wie pro Legal, da ich, wie ich schon mehrfach gschrieben habe, einen anderen Weg für besser ansehe und zwar Dialog, direkt mit den Entscheidern, anstatt auf Konflikt mit zig Briefen, etc. zu gehen.

    Aber den GK-Erhalt zu verteidigen, da bin ich auf alle Fälle dabei!

    Ich denke nicht, das GK verboten wird. Sollte es doch passieren, bin ich dabei Petitionen zu unterzeichnen und dafür zu demonstrieren. Jedoch Petitionen von Verbänden wie DSB oder BDMP, jedoch habe ich immer noch keine Zuneigung für Bündnisse wie pro Legal, da ich, wie ich schon mehrfach gschrieben habe, einen anderen Weg für besser ansehe und zwar Dialog, direkt mit den Entscheidern, anstatt auf Konflikt mit zig Briefen, etc. zu gehen.

    Aber den GK-Erhalt zu verteidigen, da bin ich auf alle Fälle dabei!


    Wenn das GK verboten ist, dann wird es länger dauern, bis man es vielleicht wieder bekommt. Falls überhaupt. vielen Dank für Deine Bereitschaft Dich nach einem Verbot einzusetzen.

    Wer ist denn für Sie ein Entscheider? Und wie sieht denn der Dialog ganz konkret aus? Was haben denn die Repräsentanten anderer Vereine getan, als die Waffenbesitzsteuer an stand? Wir haben alle vier Gutachten verteilt. Wir haben die Stellungnahmen der Datenschutzbeauftragten der Länder erfragt und verteilt. Dieses ungeheuer polemische und aggressive Auftreten ist wohl ungeheuer gefährlich! Für wen soll das eigentlich gelten? Die Bürgermeister und Stadtratsmitglieder mit denen wir gesprochen haben, waren jedenfalls zumeist dankbar informiert zu werden, bevor sich dann in irgendeiner Klage gegen die Waffenbesitzsteuer die Stadtkasse unbeabsichtigt leeren könnte.

  • Die von den Verbänden ermittelten Mitgliederzahlen sind m. E. nicht optimal, da zu pauschal.

    Sie enthalten ausschließlich die in den Vereinen gemeldeten Mitgliedschaften/Beitragszahler. Eine Aufteilung hinsichtlich Zuordnung zu den Disziplinen sei nicht gewollt, wahrscheinlich wegen der Arbeit, diese Zahlen zu ermitteln.

    Für oberflächlich und fatal in Bezug auf die derzeit laufenden Initiative "Ziel im Visier" halte ich diese einfache (da beitragsorientierte) zählweise, die Mehrfachmitgliedschaften nicht berücksichtigt. Angeblich sei eine differenzierte Ermittlung seitens der Landesverbände nicht gewollt/möglich.

    Das glaube ich nicht, da ja mittlerweile in jedem Landesverband die Mitgliederverwaltung nicht mehr auf Karteikarten erfolgt und eine Auswertung hinsichtlich Stammverein und Zweitverein möglich sein sollte.

    Oder?


  • Das glaube ich nicht, da ja mittlerweile in jedem Landesverband die Mitgliederverwaltung nicht mehr auf Karteikarten erfolgt und eine Auswertung hinsichtlich Stammverein und Zweitverein möglich sein sollte.

    Was ist den daran nicht zu verstehen? Es ist nicht gewollt! Schlicht, weil das Ergebnis bezüglich des politischen Gewichtes schlecht ausfallen würde.

    BBF

  • Die von den Verbänden ermittelten Mitgliederzahlen sind m. E. nicht optimal, da zu pauschal.

    Aber genau diese „Ungenauigkeit“ ermöglicht einen sinnvollen Vergleich. Der DFB hat auch keine 6,7 Millionen Fußballprofis sondern umfasst ebenfalls Interessierte bis Berufssportler. Erstverein, Zweitverein oder Drittverein: Sport ist Sport. ;)

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Hallo Gerhard,

    der DFB als erfolgreicher - wachsender - Verband ist mit dem DSB m. E. nicht vergleichbar, schon deswegen nicht, weil er seine Hausaufgaben , was Zukunftsfähigkeit des Verbandes betrifft, schon längst in angriff genommen hat.

    Um eine kritische Situation korrekt zu bewerten müssen die genauen Zahlen ermittelt und zur Analyse bereitgestellt werden. Ohne eine detaillierte Istanalyse kann ich keine zielgerichteten Aktionen starten, weil ich evt. aufgrund von "falschen" Zahlen zu falschen Ergebnissen/Folgen komme.

    Der DSB verliert massiv seine Mitglieder im Kugelbereich und den jüngeren Altersklassen. Er fördert jedoch explizit den Bogenbereich, der nach meiner Einschätzung in den vergangenen Jahren - zumindest in meinem Umfeld - durch Neugründungen von Vereinen und Abteilungen in den Vereinen Mitgliederzuwächse zu verzeichne hat.

    Nehmen die Mitgliederzahlen der Bogenschützen im BSSBdenn auch eher ab?

  • [...] der DFB als erfolgreicher - wachsender - Verband ist mit dem DSB m. E. nicht vergleichbar, schon deswegen nicht, weil er seine Hausaufgaben , was Zukunftsfähigkeit des Verbandes betrifft, schon längst in angriff genommen hat.

    DFB und DSB haben allerdings relativ verschiedene Voraussetzungen. Die kurzerhand hier bescheinigte „Zukunftsfähigkeit“ sehen Trainer und Sportler auch deutlich differenzierter. Da selbst die größeren Fußballvereine oft keine eigenen Mannschaft mehr zusammenbekommen, tendieren sie momentan zu neutralen Fördervereinen. Aber: Mit einigen recht deutlichen Nachteilen. Eine leistungsstarke Vereinsmannschaft aufzubauen wird schwieriger und schwieriger.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Der DSB verliert massiv seine Mitglieder im Kugelbereich und den jüngeren Altersklassen.

    Ich glaub' nicht dass das so ist.
    Ich glaub' eher, dass die Schützen einfach älter werden und von unten einfafach nicht genug nachkommt.

    Bei uns ist dieses Jahr z.B. fast die komplette 1. Mannschaft LG in die Altersklasse gerutscht.
    In der Schützenklasse haben wir es im Moment schwer die drei Leute für die Mannschaften bei Meisterschaften zusammenzubringen.
    Zumal jetzt auch noch ein Leitungsträger studienbedingt nach München abgewandert ist.
    Unsere ältesten Nachwuchsschützen brauchen noch zwei Jahre bis zur Schützenklasse.

    Bei den Vereinen in der Umgebung sieht es ähnlich aus.

    Das Problem, dass der Nachwuchs weniger wird haben aber mehr oder weniger alle Sportarten.

    Deshalb sage ich schon länger, dass man nicht in jedem kleinen Kaff einen Schützenverein braucht sondern man sich zu grösseren Gemeinschaften zusammenfassen sollte.

    In anderen Sportarten wird das schon länger erfolgreich praktiziert.

    Gruss Axel

  • Das Bogenschießen unterliegt einer anderen rechtlichen Voraussetzung, noch!
    Damit ist es einfacher, da nicht negativ behaftet, auch Nachwuchs in jungen Jahren zu rekrutieren.
    Die reinen Bogenvereine, wir haben auch einen in der Umgebung, sind oftmals auch nicht im klassischen Schützenverein angesiedelt, sondern haben ihre eigene Schießstätte. Bei uns ist es unterhalb der Mülldeponie!
    Der Schützenverein des selben Ortes bietet zwar auch Bogenschießen an, aber bei weiten nicht so erfolgreich wie der Bogenverein und weniger auf klassische FITA Scheiben, als viel mehr im Wald auf einem 3D Bogenparcours.

    Ausschlaggebend für den Erfolg im Bogensport ist aber, wie erwähnt, die einfacherer gesetzliche Grundlage wie auch das Fehlen einer Altersbeschränkung. Kinder können in jungen Jahren mit dem Sport anfangen, ohne dabei auf irgendwelche Pseudogeräte zurückgreifen zu müssen, wie Lichtgewehre. Sie können dierekt mit dem richtigen Gerät trainieren und damit schnell Erfolge erzielen.
    Das ist ein riesen Unterschied zum Schützenwesen mit Schusswaffen.

    Viele der Schützenvereine können aber auch oftmals kein geeignetes Gelände, um die vollen Distanzen mit Bogen schießen zu können. Ausser man geht auf die Gewehrstände.
    Hinzu kommt, dass normale Schützenvereine auch geeignetes Personal benötigen, die Kindern wie auch Erwachsenen das Bogenschießen vernünftig vermitteln können.
    Ich selber kenne in meinem Verein keinen, der dazu geeignet wäre.

    Bei dem Vergleich zum Fußball, da kann ich ein Lied davon singen.
    Ich habe ja mit meinen Kindern genau das Problem.
    Es fehlt auch da am Nachwuchs und damit werden ganze Mannschaften aufgelöst. Selbst große Traditionsvereine haben mit dem Problem zu kämpfen.
    Die neue Mannschaft meiner Kinder ist mittlerweile aus vier Ortschaften zusammengewürfelt und die Fahrerei zum Training (derzeit ganz schlimm wegen den Bahn streiks bei uns), umso schwieriger.
    Nichtmal ein geeigneter Treffpunkt bei Auswärtsspielen ist realisierbar, da irgendein Elternteil scih beschwert die "A" Karte gezogen zu haben.

    Spielgemeinschaften, wie man es im Fußball nennt, sind zwar eine Möglichkeit, aber eine die besonders die Eltern vor logistische Probleme stellen kann, die so einfach nicht zu lösen sind.

  • Hallo Dan More,

    vom Verständnis bist Du schon nah dran: der Bogen und die Lichtpunktgeräte sind real keine Schusswaffen, damit unterliegen sie nicht den strengen - hier in D überzogenen Regelungen. Bögen und Lichtgewehre/-pistolen ermöglichen somit Schießsport unter altersgerechten, juristisch erlaubten Bedingungen.

    So wie wir hier in der Region neue Abteilungen mit Kindern, die Bogen und Lichtpunktgewehr/ -pistole schießen, aufgebaut wurden und damit der Mitgliederschwund durch Neuzugänge nicht so dramatisch aussieht, könnte es überall funktionieren.

    Ignoranten und Bedenkenträger werden hier schon einsichtiger.

    Die Industrie, wie jetzt DISAG/Feinwerkbau mit dem "Simulationsgewehr" RdDot Feinwerkbau - Westinger & Altenburger GmbH | Simulationsgewehr RedDot (es handelt sich hier um ein Lichtpunktgewehr bei dem der Laserstrahl mit einem Auswertsystem von DiSAG auf der roten Trefferfläche ausgewertet werden kann) hat mittlerweile auch erkannt, dass mit der Einführung des Licht-/Laser-/Infrarotschießens Kinder und Jugendliche altersgerecht an den Schießsport und die für sie wichtigen zukünftigen Umsätze herangeführt werden können.

    Die Schützenvereine, die sich notgedrungen oder noch nicht, mit neuen Angeboten an "neue Kunden" wenden, werden, wenn sie es richtig machen und sich nicht von den Ignoranten und Bedenkenträgern beeinflussen lassen, aktiv ihre Ziele weiterverfolgen.

    Bogensportanlagen benötigen Platz, das stimmt. Sie in der Nähe von Mülldeponien anzusiedeln gehört eher nicht zu den favorisierten Optionen. Die Vereine, die hier neue Abteilungen Bogenschießen etabliert haben, müssen gute Platz- und Hallen-Lösungen geschaffen haben - ihre Mitgliederzahlen steigen. Selbst konservative Vereine, die sich mit der vorwaffenrechtlichen Nachwuchsarbeit beschäftigen - also mit dem Ausbau der Möglichkeiten des Lichtschießens - stoppen den Mitgliederschwund.

    Es kommt aber noch viel besser, sie sind imstande Schülerteams für LP/LG zu bilden.

    Das Problem, was allerdings alle Vereine hier - und sicher auch in grßen Teilen dieser Republik - haben, ist eine unzulängliche Anzahl von Trainern und Betreuern der Nachwuchsabteilungen.

    Der DSB und seine Untergliederungen hat es bisher versäumt für den vorwaffenrechtlichen Altersbereich Fachwissen aufzubauen, das in den Vereinen durch geschulte Ehrenamtliche angewandt werden kann. Kinder sind mit ihren Entwicklungsstufen anders als Jugendliche zu behandeln. Es müssen wie in allen anderen Sportarten altersgerechte Angebote geschaffen werden.

  • Wenn man die Geburtenraten betrachtet und den deutschen "Lebensbaum" daneben setzt, kann man gut erkennen, daß die sogenannte "Jugendarbeit" zur Mitgliederneugewinnung eher weniger erfolgsversprechend ist. Die demografische Entwicklung zeigt, daß auf Dauer ein Mitgliederverlust vorprogrammiert und unaufhaltbar ist.

    Ein mittelfristiges Bremsen dieser Entwicklung kann nur durch Neumitgliedergewinnung im Altersbereich ab etwa 35 Jahren erreicht werden.
    Das würde für etwa 20-30 Jahre wirken, aber dann wird der Geburtenrückgang endgültig und mit Macht durchschlagen.

    Bei diesen Leuten kämen auch die Probleme mit dem Waffengesetz nicht zum tragen, die könnten gleich alles schießen. Ich würde mir auch zutrauen, einen 35-jährigen innerhalb von 5 Jahren an die Spitze zu trainieren. Dann ist er 40, na und? Könnte immer noch 25 Jahre vorne mitschießen.

  • Hallo Michael,

    dann versuche es.

    Bei Deinen Fähigkeiten und Erfahrungen wirst Du (denke ich) erfolgreich neue Mitglieder werben. Weißt Du denn wen Du ansprechen kannst?

    Ich bleibe dagegen lieber bei der Basisarbeit. Ich denke, dass dort auch meine Fähigkeiten liegen, Freude und Spaß am Schießsport zu vermitteln. Ideen und Chancen wahrzunehmen, etwas Neues zu gestalten motiviert mich. Wobei es mir nicht darauf ankommt, den Spitzensportler zu gewinnen. Was und wie die Kinder/Jugendlichen aus dem großen Angebot im Schützenwesen nutzen, muss ihnen überlassen sein. Für den Fortbestand einer Gruppe im Schützenverein sind auch noch lange nicht nur die aktiven Sportschützen/innen ausschlaggebend.

  • @ Dan More
    ... sollte auch keine Kritik sein - nur der Hinweis, dass man bei neuen Angeboten darauf achten sollte, optimale Bedingungen zu schaffen.

    Dieser Verein macht in der Tat auch mit den vorgestellten Persönlichkeiten einen hervorragenden Eindruck. Dort könnten interessierte Vereine bestimmt viele wertvolle Tipps erhalten.

  • Hallo Wilhelm,

    meine Worte sagen ja nicht aus, daß die Jugendarbeit unnütz ist. Die gehört natürlich dazu und ist auch wichtig!

    Leider ist sie aber im Fall der Schützenvereine ungeeignet, den Mitgliederschwund aufzuhalten. Darum geht es ja in diesem thread.
    Denn erfahrungsgemäß führt die "Sturm- u. Drangzeit" der Jugendlichen dazu, daß ein großer Teil derer, deren Eltern nicht auch im Verein sind, dann für immer verschwinden. Diejenigen, die dabeibleiben, sind die Arbeit aber in jedem Fall wert!

    Meine obigen Ausführungen haben sich wie immer auf Zahlen und Fakten gestützt und sind rein rechnerisch zu sehen.
    Statistisches Bundesamt Deutschland - Geburtenentwicklung in Deutschland im langfristigen Vergleich

    Demografie Deutschlands – Wikipedia

    Das für die Schützenvereine -heute, 2011- interessante Jahr 2003 dürfte einen Restbestand von etwa 95.000 potentiellen Neuzugängen haben.
    Grob 25-30% dieser Kinder dürften aufgrund der Ethnie unerreichbar für uns sein.

    Ganz wichtig:
    Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur - Bevölkerung

    Mit diesen Daten könnte auch der DSB -wenn er denn wollte- etwas anfangen und eine bessere Strategie als er jetzt fährt entwickeln.
    Ich mach's nicht, werde dafür nicht bezahlt.

    Grüße aus der Rhön,
    Michael

  • Hallo Michael,

    die Quellen und Zahlen sind mir bekannt. Als Bilanzbuchhalter in einer Versicherungsgruppe könnte ich hier auch noch Sterbewahrscheinlichkeiten nach den aktuellsten Sterbetafeln präsentieren, den biologischen Untergang darstellen. Das bringt für die praktische Arbeit jedoch nicht wirklich etwas.

    Der DSB hat sich jedoch 2003 schon damit beschäftigt. Dieter Ohmayer (jetzt Bundesreferent Behindertensport im DSB) war es, der in seiner Roashow zur DSB-Initiative Lichtschießen in Malente einen sehr guten Vortrag gehalten hat. Er ist "schuld" daran, dass ihr euch mit mir abgeben müsst. Er hat aber auch dafür gesorgt, dass eine Verbandsarbeit ohne Nachwuchsarbeit - auch unter erschwerten Bedingungen - den Untergang bedeutet.

    Schade nur, dass ihn der DSB aufgrund der Intervention potentieller Sponsoren mit Kurzsicht auf die Umsatzentwicklung aus dem Rennen genommen hat. Aber die Wirtschaft lernt schneller als das Schützenvolk. Wie schon berichtet, wird das Thema jetzt wieder aktiver - mit mehr Weitsicht - behandelt. Erste Gespräche zur technischen Auswertung der unterschiedlichen Lichtstrahlen hat es bereits gegeben. DISAG hat unabhängig davon ein eigenes System entwickelt. FWB hat ein Lichtpunktgewehr in sehr guter Qualität angekündigt. Feinwerkbau - Westinger & Altenburger GmbH | Simulationsgewehr RedDot

    Wir werden hier im Schützenkreis und darüber hinaus neue Wettkampfangebote erstellen. Einen Rundenwettkampf werde ich heute abend auf die Beine gestellt haben. Drei Wettkämpfe auf unterschiedlichen Anlagen soll dabei herauskommen. Ich freue mich bereits darauf. Auch die Kinder, die endlich auch ihre Trainingsarbeit sportlich vergleichen können - schießsportlich betrachtet mit hoher Konzentration Zielen, Abziehen und Treffen.

    Im vergangenen Jahr gab es auch schon ein erstes landesverbandsübergreifendes (NWDSB/NSSV) Vergleichsschießen - natürlich nur inoffiziell auf Kreisverbandsebene- dafür mit über 60 Teilnehmern/innen.

  • @ Dan More
    ... sollte auch keine Kritik sein - nur der Hinweis, dass man bei neuen Angeboten darauf achten sollte, optimale Bedingungen zu schaffen.

    Dieser Verein macht in der Tat auch mit den vorgestellten Persönlichkeiten einen hervorragenden Eindruck. Dort könnten interessierte Vereine bestimmt viele wertvolle Tipps erhalten.

    Optimale Bedingungen hat dieser Verein!
    Die oberhalb gelegene Deponie Brandholz ist nur noch ein Wertstoffhof und die Halde an sich befindet sich in der Regeneration und ist weitgehend wieder begrünt.
    Genauso wie der Schützenverein Bad Homburg, die auch einen eigenen Bogenstand in der Außenanlage haben.
    Diese Variante ist aber eher die Ausnahme, da wie bereits erwähnt, die örtlichen Gegebenheiten oftmals nicht vorhanden sind. Es sei denn, man hat einen Sportplatz in der Nähe, den man dafür benutzen könnte. Fangnetz aufgestellt und los geht`s.

    In den kalten Monaten wird es dann aber oftmals schwieriger. Der Bad Homburger Schützenverein kann da z.B. auf den Luftdruckstand ausweichen können...
    Homburger Schützengesellschaft 1390 e.V.

    Oder eben in eine nahegelegene Turnhalle. Aber diese Möglichkeiten haben nicht alle Vereine. Bogenschießen auf 10m ist wirklich nicht so prall....und im Winter auf der halb offenen 50m KK Bahn ebenfalls nur suboptimal.

    Es gibt sicherlich viele Möglihckeiten neue Mitglieder zu gewinnen, nur passen nicht alle Möglichkeiten auf alle Vereine, da die Gegebenheiten hier einfach viel zu unterschiedlich sind.
    Ein kleiner Dorf Luftdruckverein z.B. wird meist nicht das Gelände und somit die Möglichkeiten haben, vernünftig Bogenschießen anzubieten.
    Sinn macht es aber hier auch, ein Verinsheim zu haben, wo man unter Umständen bei schlchte Wetter auch mal Therie machen kann. Pfeile selber produzieren, einnocken, Nockpukt setzen, Befiedern, Sehnen selber machen, etc.
    Wenn man aber etwas entfernt vom Vereinshaus auf einem Sportplatz oder so trainiert wird das schwierig werden.

    Aber es ist auch nicht unmöglich.

  • Sorry Wilhelm, aber je mehr diese Geräte Einzug finden und damit auch Wettkämpfe abgehalten werden, dies auch noch Publik gemacht wird, desto eher wird den klassichen Disziplinen von der LuPi/Luftgewehr bis hoch zu GK der Hahn zugedreht werden.
    Dafür werden die Antis, die Politiker und sonst wer sorge tragen.

    Im Moment bewegst Du dich von einem Roadshow System zu einer Alternative zum Schützensport und das ist in meinen Augen nicht sinnvoll.

  • Hallo Dan More,

    die größten Fehler/Fehlentwicklungen schaffen sich die Menschen durch Ängste selber. Positiv denken und das Machbare zu gestalten hat zwar mit Arbeit zu tun, bringt sie aber in aller Regel voran.

    Hätten wir in der Vergangenheit mit mehr Wissen und Aufmerksamkeit die Entwicklung unseres Sports kontrolliert gestaltet, würde er ganz anders dastehen. Von allen möglichen Alternativen zur Zukunftsgestaltung ist es die dümmste, nichts anderes zu tun als sich darüber zu beklagen, andere für die Misere verantwortlich zu machen und Ansätze für eine konstruktive, erfolgversprechende neue Nachwuchsarbeit grundsätzlich abzulehnen.

    Der DSB hat die seit 1997 feststellbaren Mitgliederrückgänge wahrgenommen und daran gearbeitet. Das Ergebnis der Überlegungen - Einführung des Lichtschießens - wurde jedoch durch Ängste und Zögern der Wirtschaft und durch Kritik aus den eigenen Reihen (das Schießen auf die unterschiedlichen Ziele der Röhm-Anlage war einigen zu dynamisch) "zurückgestellt". Ein großer Fehler! Die Zeit hätte von allen Beteiligten genutzt werden können, Nachwuchsarbeit im vorwaffenrechtlichen Alter strukturiert einzuführen.

    Angst und fehlendes Selbstvertrauen ist dann wieder der Grund dafür, dass unsere "Gutmenschen des wahren Schießsports" - z. t. immer noch im Tiefschlaf - zur absurden Vorstellung kommen, dass die Lichtpunktgeräte die Schusswaffen ablösen, nur weil es ebenfalls uninformierte Politiker, Medien, Teile der Gesellschaft fordern könnten. FALSCH: Lichtpunktgewehre/-pistolen können die Schusswaffen und den damit betriebenen Schießsport nicht ersetzen.


  • Lichtpunktgewehre/-pistolen können die Schusswaffen und den damit betriebenen Schießsport nicht ersetzen.

    Das ist vollkommen richtig, Wilhelm!

    ..........Vorstellung kommen, dass die Lichtpunktgeräte die Schusswaffen ablösen, nur weil es ebenfalls uninformierte Politiker, Medien, Teile der Gesellschaft fordern könnten.

    Die Erfahrung zeigt, daß genau das passieren wird. Es geht denen nämlich nicht um die Waffen selbst, nein, die sehen Waffen schon als gutes und wertvolles Instrument - zum Töten. Es geht ihnen nur darum, daß, wer an Waffen ausgebildet ist und Waffen besitzt, eine Gefahr für sie selbst darstellt. Weil sie um ihre politischen Ziele wissen und daß der konservative und steuerzahlende Bürger damit nicht einverstanden sein wird. Insofern stimmt das mit der Angst - aber andersrum.

    Der Weg von der Schußwaffe zum Präzisionsleuchten ist nur ein Zwischenschritt zum Totalverbot, was ja von den Grünen und der SPD mittlerweile schon -noch leise- gefordert wird.

    Ich finde das Lichtpunktschießen als Belustigung für Erwachsene und ersthafte Trainingsmethode für KINDER nützlich und hilfreich. Im Wettkampfsport hat es nichts verloren. Aber das hatten wir alles schonmal.

    Welche Gedanken macht sich denn der DSB über die demografische Entwicklung? Was fällt ihm -außer das Bogenschießen zu propagieren- sonst dazu ein? Was ist mit der Altersgruppe 25-55 als Zielgruppe?

    Gruß
    Michael