Warum jetzt von bisher nicht so aktiven Mitgliedern (den Begriff Karteileiche hat ein anderer genannt) das anscheinend verhindert werden soll muss ich nicht verstehen.
Das hat Wilhelm nicht vor, er weißt nur darauf hin
Bei der ganzen Diskussion sollte man aber nicht vergessen dass für einen derartigen Verein von Amtswegen ein Notvorstand bestellt werden kann.
Das ist nichts schlimmes...
Ende Aus und Vorbei für einen Schützenverein?
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Habe ein wenig die Tante google belästigt und bin auf folgende Links gestoßen, in denen das Vorgehen grob skitziert wird:
Nach § 41 BGB kann ein Verein nur durch Mitgliederbeschluß in die Liquidation geschickt werden. Allerdings ist der § 41 BGB hier auch wieder etwas schwammig formuliert.
https://deutsches-ehrenamt.de/vereinswissen/vereinsaufloesung/
https://www.vereinswelt.de/aufloesung-des-vereins
https://vereinsmeier.online/wie-du-einen-verein-aufloest/
Schlußendlich gleicht die Auflösung eines Vereins einem Insolvenzverfahren.
Interessant finde ich diese Aussage aus dem ersten Link
- Die Vereinsauflösung ist immer ein Beschluss der Mitgliederversammlung (gemäß § 41 BGB), der mit 75% der Stimmen bzw. mit der in der Satzung festgelegten Mehrheit gefasst wird.
Wenn der Verein also noch 106 Mitglieder hat, benötigt der Verein über 75 Stimme (außer in der Satzung ist eine andere Mehrheit geregelt), um eine Vereinsauflösung zu beschließen.
Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, aber wenn Du schreibst, dass von 160 Mitgliedern noch 106 Mitglied sind, was ist der Grund für die Auflösung?
Findet sich einfach kein neuer Vorstand?
Ist die Vereinssubstanz schlecht und der Verein kann sich eine Sanierung/Renovierung nicht leisten?
Sind die 106 verbliebenen Mitglieder alle passiv und das Vereinsleben findet defakto nicht mehr statt?
Ist der Verein einfach pleite?
Grumpy, vielen Dank für die Informationen.
Mit einem aktuellen Geldbestand von 10 T€ ist der Verein finanziell betrachtet nicht pleite.
Bereits Anfang der 90er Jahre stand der Verein nach dem geschlossenen Rücktritt des Vorstandes schon kurz vor der Zwangsauflösung. Mit einem verjüngtem neuen Vorstandsteam, Aufarbeitung der abgefragten und ausgewerteten Interessen der Mitglieder (116) und Maßnahmen (Reduzierung des zeitlichen Aufwandes für den Besuch traditioneller Schützenfeste, neuen Angeboten für Vereinsmitglieder und Besuchern/Externen, Ausbau und Investition in den Sportbereich, verstärkter Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedermanagement, Lockerung des Uniformzwanges, Maßnahmen zur Stärkung der Innenfinanzierung (= Beibehaltung niedriger Mitgliedsbeiträge) entwickelte sich der Verein in allen Bereichen positiv und steigerte die Mitgliederzahl auf 167.
Die Kehrtwende wurde eingeleitet, als der Vorschlag des Vorstandes zum Neubau eines größeren, multifunktionalen Schützenhauses mit einem Finanzierungsvorschlag von 200 Euro pro Erwachsenem und einer Kreditaufnahme in einer Versammlung mehrheitlich abgelehnt wurde. Mit dem Vorhaben sollte die Abhängigkeit vom Zeltwirt für die Schützenfeste abgebaut werden, das alte - aus einer maroden Bretterbude bestehende - Schützenhaus zukunftsgerecht neu und größer (Platz für 12 LG-Anlagen) aufgebaut werden.
Enttäuscht vom demokratischen Ergebnis, aber auch von der Kurzsicht und Ideenlosigkeit der Mitglieder, war das dann auch der Grund, mich von der Vorstandsarbeit zurückzuziehen.
Es wurde dann zwar noch die Bretterbude mehr oder weniger 1:1 durch ein neues Gebäude ersetzt, welches jedoch keinen wesentlichen Zusatznutzen für die Zukunftsfähigkeit des Vereins generierte.
Die bisherigen Erfolge (Firmenpokalschießen, Forest-Party, gestiegener Bekanntheitsgrad, Mitgliederwachstum, sportliche Erfolge, Beteiligung am Kinderschützenfest) blieben in der Folge aus. Hinzu kamen personelle Unstimmigkeiten auf Vorstandsebene und die wieder einsetzende Polarisierung zwischen Sport und Tradition. Verlierer waren die Sportschützen/innen, die es im Grunde nicht mehr im Verein gibt, Die Ausrichtung des Schützenfestes musste wegen der Pandemie abgesagt werden. In diesem Jahr gab es zwar noch eine kleine Feier ohne Zelt und ohne Königsschießen, nicht einmal für die Kinder. Jüngere Vereinsmitglieder, die gerne Feiern, finden sich in den Reihen benachbarter Vereine wieder.
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Grumpy, vielen Dank für die Informationen.
Mit einem aktuellen Geldbestand von 10 T€ ist der Verein finanziell betrachtet nicht pleite.
Bereits Anfang der 90er Jahre stand der Verein nach dem geschlossenen Rücktritt des Vorstandes schon kurz vor der Zwangsauflösung. Mit einem verjüngtem neuen Vorstandsteam, Aufarbeitung der abgefragten und ausgewerteten Interessen der Mitglieder (116) und Maßnahmen (Reduzierung des zeitlichen Aufwandes für den Besuch traditioneller Schützenfeste, neuen Angeboten für Vereinsmitglieder und Besuchern/Externen, Ausbau und Investition in den Sportbereich, verstärkter Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedermanagement, Lockerung des Uniformzwanges, Maßnahmen zur Stärkung der Innenfinanzierung (= Beibehaltung niedriger Mitgliedsbeiträge) entwickelte sich der Verein in allen Bereichen positiv und steigerte die Mitgliederzahl auf 167.
Die Kehrtwende wurde eingeleitet, als der Vorschlag des Vorstandes zum Neubau eines größeren, multifunktionalen Schützenhauses mit einem Finanzierungsvorschlag von 200 Euro pro Erwachsenem und einer Kreditaufnahme in einer Versammlung mehrheitlich abgelehnt wurde. Mit dem Vorhaben sollte die Abhängigkeit vom Zeltwirt für die Schützenfeste abgebaut werden, das alte - aus einer maroden Bretterbude bestehende - Schützenhaus zukunftsgerecht neu und größer (Platz für 12 LG-Anlagen) aufgebaut werden.
Enttäuscht vom demokratischen Ergebnis, aber auch von der Kurzsicht und Ideenlosigkeit der Mitglieder, war das dann auch der Grund, mich von der Vorstandsarbeit zurückzuziehen.
Es wurde dann zwar noch die Bretterbude mehr oder weniger 1:1 durch ein neues Gebäude ersetzt, welches jedoch keinen wesentlichen Zusatznutzen für die Zukunftsfähigkeit des Vereins generierte.
Die bisherigen Erfolge (Firmenpokalschießen, Forest-Party, gestiegener Bekanntheitsgrad, Mitgliederwachstum, sportliche Erfolge, Beteiligung am Kinderschützenfest) blieben in der Folge aus. Hinzu kamen personelle Unstimmigkeiten auf Vorstandsebene und die wieder einsetzende Polarisierung zwischen Sport und Tradition. Verlierer waren die Sportschützen/innen, die es im Grunde nicht mehr im Verein gibt, Die Ausrichtung des Schützenfestes musste wegen der Pandemie abgesagt werden. In diesem Jahr gab es zwar noch eine kleine Feier ohne Zelt und ohne Königsschießen, nicht einmal für die Kinder. Jüngere Vereinsmitglieder, die gerne Feiern, finden sich in den Reihen benachbarter Vereine wieder.
Danke für die sehr ausführliche Darstellung, die ich im Ablauf wenig nachvollziehbar finde.
In den 90ern kurz vor der Abwicklung das Ruder herumgerissen und sogar den Mitgliederbestand erhöht.
Problem klingt für mich die finanzielle Seite des vorgeschlagenen Neubaus (nenne ich jetzt einfach mal so) zu sein.
Die genannten € 200,- sollte das ein Finanzieller Beitrag sein, oder sollte das die Berechnungsgrundlage für die Finanzierung sein, also gerechneter Aufwand je Mitglied (erwachsen) darstellen?
Aber im Grundsatz glaube ich eine größere Diskrepanz in Richtung der Traditionsabteilung zu erkennen. Mag ggf. eine Generationenfrage sein?
Du hattest ja weiter oben geschrieben, dass rund 60 Mitglieder jetzt abgewandert ist und noch immer über 100 Mitglieder im Verein sind. Da wundere ich mich doch eher, dass es da zu einer Liquidation kommen soll.
Irgendwie erscheint mir das ganze etwas suspekt, was aber auch daran liegen kann, dass nicht alle Hintergrundinfos in der Tiefe bekannt sind, nicht hier jedenfalls.
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Die 200 Euro persönlicher Finanzierungsbeitrag (100 Geldleistung, 100 /20 Stunden Arbeitsleistung mit 5€) waren der Vorschlag neben der Aufnahme eines Kredites.
Von den aktuell 106 Mitgliedern sind viele inaktiv, sehr alt, aber "vereinstreu".
Suspekt finde ich, die an die nicht an der MV teilnehmenden Mitglieder aufzufordern, der möglicherweise mehrheitlich beschlossenen Vereinsauflösung zu widersprechen.
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Das auch. Auch wenn viele Mitglieder inaktiv sind, so hat der Verein ja eine gesunde Mitgliederbasis zahlender? Mitglieder.
Einen Finanzierungaufwand nicht zuzustimmen ist eine Sache. Aber wie ich es verstanden habe, wurde ja ein neues Vereinshaus errichtet, als Ersatz für den Bretterverschlag. Also scheinen die Mitglieder den Verein noch nicht wirklich aufgegeben zu haben.
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Also scheinen die Mitglieder den Verein noch nicht wirklich aufgegeben zu haben.
Zu der Zeit noch nicht.
Das Gebäude hat jedoch keinen echten Mehrwert für die Zukunftsplanung gebracht. Zusammen mit Fehlentscheidungen, personellen Streitigkeiten und Animositäten auf Vorstands- und Mitgliederebene sowie der Polarisierung zwischen Sport und Tradition ist für viele Mitglieder die Identifikation mit dem Verein verlorengegangen.
Wie Anfang der 90er Jahre, hat der Vorstand zum Schluss sehr viele Arbeiten selber übernommen. Die Mehrheit der Mitglieder hat dabei mit verschränkten Armen zugesehen und verstanden, wenn ich da mitmache (im Vorstand, der zum Schluss u. a. aus drei Mitgliedern einer Familie bestand), bedeutet es für mich sehr viel Arbeit - also lasse ich das lieber.
Schlussendlich fehlt es den Mitgliedern an Inhalten, Perspektive und Identifikation mit dem Verein.
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Schlussendlich fehlt es den Mitgliedern an Inhalten, Perspektive und Identifikation mit dem Verein.
Da geht es Schützenvereinen genau so wie mit z.B. Katholischen Gemeinden.
Mit einem kleinen Unterschied - hier ist man nicht auf Bischof und seine immer weniger vorhandenen Priester angewiesen,
sondern kann selber des Heft rumreißen.
Der Fragebogen am Anfang des Threads ist schon mal ein guter Ansatz (wenn ich den auch umformulieren würde):
Welche Inhalte wünschen die Mitglieder?
Warum sind sie überhaupt eingetreten?
Was macht Spaß?
Was können die anderen besser als wir?
Wie können wir das leisten?
Identifikation kommt nur durch mit-"machen", nicht, wenn ich nur Geld zahle - dann bin ich nämlich Kunde und nicht Teil des Vereins.
Glaubt nicht, dass das bei unserem - sportlich sehr erfolgreichen - Verein glatt und reibungsarm läuft.
Was ist es für ein Krampf, immer genügend Aufsichten zu haben und Menschen, die bei den Einsätzen mitmachen (obwohl es danach immer was Leckeres zu Essen und zu Trinken für lau gibt)!
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Es ist in vielerlei Hinsicht wohl auch ein Generationenproblem.
Immer weniger die ein aktives Vereinsleben suchen, und immer mehr die nur konsumieren wollen.
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Es ist in vielerlei Hinsicht wohl auch ein Generationenproblem.
Immer weniger die ein aktives Vereinsleben suchen, und immer mehr die nur konsumieren wollen.
Auch die Generationenproblematik spielt hier eine Rolle.
Gelingt es jedoch einem Verein, ein Generationen gerechtes Angebot zu erstellen, relativiert sich die Problematik.
Ich war gestern als Fördermitglied der Freiwilligen Feuerwehr in zwei des aus drei Ortschaften bestehenden Schützenvereins zu einem "Hydrantenfest" eingeladen worden. Es war die erste Veranstaltung der FF nach der Corona-Krise. Ich war überrascht und habe mich sehr gefreut, als mitgeteilt wurde, dass in der veranstaltungslosen Zeit über eine Werbeaktion die Anzahl der aktiven Kameraden von 19 auf 40 um mehr als 100 Prozent gesteigert werden konnte. Alles junge Menschen, die dort schon längere Zeit leben und mittlerweile ihren aktiven Dienst leisten und sich ausbilden lassen. Es gab auch zwei Männer, die auf den Schützenverein zugegangen waren und nach der Möglichkeit Bogenschießen fragten - und leider abgewiesen wurden.
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Ja, das Thema Bogenschießen, betrifft mich auch, ist während Corona regelrecht geboomt, insbesondere das 3D Bogenschießen.
War heute erst wieder eine Runde im örtlichen Parcours unterwegs.
Wenn ein Verein (Schützenverein) die nötigen Flächen im Bestand hat kann man wunderbar auch einen einfachen Bogenstand errichten und damit Mitglieder gewinnen. Der Invest ist meist recht überschaubar.
Aber die Freiwlligen Feuerwehren haben in vielen Orten ebenfalls mit Nachwuchs zu kämpfen.
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Auch die Generationenproblematik spielt hier eine Rolle.
Ja, Generationen X, Y und Z - immer weniger arbeiten, dafür immer mehr Freizeit. und "work live balance"
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Ja, Generationen X, Y und Z - immer weniger arbeiten, dafür immer mehr Freizeit. und "work live balance"
Was ja vollkommen in Ordnung ist; das Problem ist nur, dass Einsatz im Verein und für den Verein nicht mehr als "Freizeit" gesehen / empfunden wird, wie früher vielfach, sondern eher als Fron.
Das wiederum mag (nicht allein, aber unter anderem) an dem gänzlich verkorksten "Ehrenamts"begriff liegen.
Carcano
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gänzlich verkorksten "Ehrenamts"begriff
Ein an ein höheres Wesen glaubender Verein hatte ein Mitglied, im fortgeschrittenen Rentenalter und inzwischen mit schlechter Prognose krank, das jahrelang in seiner Freizeit und auf seine Kosten die Rosen rund um das mit einer Glocke gekrönte Vereinshaus pflegte und hegte. Nun geschah es zu einer dunklen Stunde, dass dieses Vereinsmitglied zum Abdecken seiner geliebten Rosen etwas Reisig brauchte. Er gewann es dadurch, dass er die Holunder-Hecke, die vor vielen Jahren auf dem Vereinsgrundstück vom inzwischen verstorbenen Ehrenpräsidenten gepflanzt worden war, schnitt und ein wenig ausdünnte.
Dabei betrat er - wahrscheinlich - auch das Grundstück des Nachbarn, um den Heckenschnitt fachgerecht wie möglich auszuführen. Ob dem so war, ließ sich nicht wirklich gerichtsfest beweisen.
Selbiger Nachbar beschwerte sich gar bitterlich beim vom zuständigen Landesverband bestellten Vorsitzenden und auch beim Geschäftsführer dieses Vereines und drohte mit Klage, denn der vorher vorhandene Sichtschutz wäre an einer Stelle nicht mehr gegeben gewesen.
Vorsitzender und Geschäftsführer machten das Vereinsmitglied dafür rund wie einen Buslenker, der daraufhin den endgültigen Bruch mit seinem Verein verkündete. Der Vereinsvorsitzende hat diesbezüglich keine Bauchschmerzen. Und es interessiert ihn auch nicht, dass der Nachbar im Gegenzug bauliche Sicht- und Betretungsmaßnahmen auf dem Vereinsgelände (!) ungefragt angebracht hat.
So kann man effektiv gegen die drohende Mitgliederschwemme und deren ungewünschtes Engagement vorgehen.
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Ein an ein höheres Wesen glaubender Verein hatte ein Mitglied
Höre ich da ganz schwach die zweite Strophe der Internationale mitklingen...? 😉
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Was ja vollkommen in Ordnung ist; das Problem ist nur, dass Einsatz im Verein und für den Verein nicht mehr als "Freizeit" gesehen / empfunden wird, wie früher vielfach, sondern eher als Fron.
Das wiederum mag (nicht allein, aber unter anderem) an dem gänzlich verkorksten "Ehrenamts"begriff liegen.
Carcano
Das ist in meinen Augen eines der Kernprobleme des Ehrenamts in der heutigen Zeit, was auch mit der heutigen Generation zu tun hat.
Nicht in allen Vereinen aber in vielen krankt es sehr an der Konsummentalität. Ich bezahle für etwas, also will ich es haben und alles andere interessiert mich nicht. Ihr bekommt Kohle von mir, also haltet die Anlage in Schuss, baut sie aus und geht mir nicht auf den Keks……..ich habe genug Stress in der Uni, auf der Arbeit und wenn ich noch mehr Zeiot hier verbringe, macht mir mein Partner die Hölle heiß.
Das Ende vom Lied ist dann, es muss für teuer Geld ein Hausmeister eingekauft werden, der sich um all das kümmert, was sonst von den Mitgliedern erledigt wurde, Rasenmähen, Blumenbete pflegen, Reparaturen an den Zuganlagen, tauschen der Filtereinsätze für die Absaugung, Kugelfang aussieben, usw. usf.
Wie gesagt, es gibt Vereine/Regione da sind diese Probleme nicht so groß und es gibt Vereine wo das teils zum massiven Problem wird.
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Das Ende vom Lied ist dann, es muss für teuer Geld ein Hausmeister eingekauft werden, der sich um all das kümmert, was sonst von den Mitgliedern erledigt wurde, Rasenmähen, Blumenbete pflegen, Reparaturen an den Zuganlagen, tauschen der Filtereinsätze für die Absaugung, Kugelfang aussieben, usw. usf.
Nun solange unsere Mitglieder solche Probleme haben: Verzögerung WBK durch Behörde, was bedeutet dies für 2 Waffen pro 6 Monate sollte der Gegenwert einer Schachtel Munition doch nicht gegen den Verein sprechen.
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Nun solange unsere Mitglieder solche Probleme haben: Verzögerung WBK durch Behörde, was bedeutet dies für 2 Waffen pro 6 Monate sollte der Gegenwert einer Schachtel Munition doch nicht gegen den Verein sprechen.
Leider eben doch.
Das ist letztlich kein ureigenes Problem der Schützenvereine, sondern im Vereinswesen grundsätzlich.
Bei uns ist es halt so, Schießen ist Freizeit, Arbeitseinsatz ist Arbeit und so denken halt viele. Für meine Freizeit gebe ich gerne Geld aus, für die Arbeit nicht, dafür entrichte ich letztlich auch meinen Mitgliedsbeitrag.
Das ist die Denkweise vieler.
Und zu dem anderen Thema (2/6er regel)
Es gibt ein WaffG und das zeigt uns den Spielraum auf.
2/6er Regel bedeutet nun mal 2 Waffen je Halbjahr. Die Behörde kann im Zuge des Ermessensspielraumes den Erwerb weiterer Waffen zustimmen, wenn entsprechende Gründe vorliegen.
Fertig……….verstehe die seitenlange Diskussion daher nicht wirklich.
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Ich habe heute die Satzung meines Heimatvereins erhalten.
Es ist zwar nicht die lt. Vereinsregister aktuellste Satzung, ich gehe jedoch davon aus, dass diese Version 02/2008 der eingereichten Version als direkte Vorlage diente 08/2009.
Wie befürchtet, fährt der Verein auch bezüglich der Anwendung der Satzung neben der Spur.
Austritt aus dem Deutschen Schützenbund kann m. E. nicht ohne Satzungsänderung erfolgen (§ 3 Zweck 4.)
Wer würde zudem diese "Kündigung" denn rechtsverbindlich erklären, wenn es nach der Versammlung keinen handlungsfähigen Vorstand mehr gibt? Wobei, irgendwie geht es ja dann doch weiter, wenn "ein Beitritt mit den "alten" Rechten zu beiden Bünden jederzeit möglich ist"
Aus der Satzung geht nicht hervor, dass das Stimmrecht auch über ein schriftliches Verfahren möglich ist (hier Widerspruch zur möglichen (auch wahrscheinlichen) Auflösung des Vereins. D. h. von aktuell 106 Mitgliedern müssen für eine beschlussfähige außerordentliche Mitgliederversammlung mindestens 1/3 der stimmberechtigten Mitglieder (§10 Nr. 5.) anwesend sein (z. B. 35). Um die Vereinsauflösung zu beschließen, müssen gem. § 17 Auflösung Nr. 1. 9/10 (z.B. 32) für die Auflösung stimmen.
Die der Einladung zur ao MV beigefügte vorbereitete Widerspruchserklärung muss wohl im Zustand einer Wahrnehmungsstörung zur Anwendung kommen:
Nach Jahren des vorhergesagten und dokumentierten Niedergangs und mehreren Mitgliederversammlungen mit erfolglosen Wahlen des Vereins wird jetzt am Ende angemerkt:
"Wir gehen davon aus, dass die Mitglieder, die einer Auflösung widersprechen zu einer Mitarbeit im Vorstand/erweiterten Vorstand zur Verfügung stehen."
Sollte die zum 9.12. einberufene ao MVersammlung um 19:15 Uhr nicht beschlussfähig sein, kann auch nicht wie im Kleingedruckten mitgeteilt, 19:30 Uhr eine beschlussfähige Versammlung durchgeführt werden, ohne Rücksicht auf die Anzahl der stimmberechtigten Mitglieder. Eine entsprechende Passage ist in der Satzung nicht enthalten.
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Eine entsprechende Passage ist in der Satzung nicht enthalten.
Hm, also eigentlich schon, denn während die erste Versammlung noch dazu dient, im Rahmen einer ordentlichen Mitgliederversammlung den Vorstand zu besetzen, zielt die zweite Versammlung dann darauf ab, im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung den Verein aufzulösen. Man spart sich lediglich eine erneute Einladung.
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