Man braucht sich ja nur die Aufgaben der Komponenten ansehen:
- Router: Verteilt IP-Adressen im Netzwerk (ggf. anhand von Reservierungen) und stellt eine Internetverbindung allen angeschlossenen Geräten zur Verfügung, benötigt zum Booten etwas Zeit, sollte daher als erstes gestartet werden oder auf Dauerstrom hängen
- Switches: Verbinden alle Geräte mit Netzwerkanschluss untereinander. Switches sind i.d.R. sehr schnell, was den Bootvorgang angeht, können also gleichzeitig mit Netzwerkgeräten wie Netzwerkdrucker, etc. gestartet werden
- AccessPoints: Ermöglichen WLAN-Geräten einen Zugang zum verkabelten Netzwerk, damit z. B. Tablets vom Router eine IP-Adresse beziehen können. Diese benötigen auch etwas Zeit zum Hochfahren und sollten logischerweise etwas vor den Geräten starten, die den AP benötigen; kann gleichzeitig mit den Switches gestartet werden; da AccessPoints selber auch eine IP-Adresse benötigen, müssen vorher Router und Switches laufen; meistens sind APs in WLAN Routern integriert, d.h. nur wenn tatsächlich zusätzliche AccessPoints (z.B. wegen räumlicher Trennung) vorhanden sind, spielen diese eine Rolle
- Gate/Tablets: in der Tablet-Variante stellt das Gate alle Ressourcen für die Tablets zur Verfügung, d.h. es ist unbedingt notwendig. Es sollte erst nach den Switches gestartet werden, da das Gate selbst eine IP-Adresse benötigt. Gleichzeitig zum Gate können die Tablets gestartet werden, da diese auch eine Weile zum Booten benötigen und bis dahin das Gate hochgefahren ist.
- SIZ/TouchScores: diese können parallel zu den Switches gestartet werden, sie brauchen lange genug zum Booten, dass sie noch eine IP-Adresse bekommen
- OpticScorServer: Notwendig, wenn die Ergebnisse der Endgeräte irgendwo in einen Wettkampf gespeichert, oder die Stände visualisiert werden sollen.
Kurz:
- Liegt der Router auf Dauerstrom und der Rest wird am Schießtag eingeschalten, sollte es keine Probleme geben.
- Das WLAN für den Schießstand ist ausschließlich für die Endgeräte des Schießstandes zu verwenden. Privat-Handys etc. haben darin nichts verloren.
- Bis auf die Tablets sollte grundsätzlich alles per Netzwerkkabel verbunden sein. Damit fährt man einfach am sichersten.
Kann das irgendwas mit der Einschaltreihenfolge zu tun haben? Es könnte sein, dass der Switch noch stromlos war, als die SIZs hochgefahren wurden, aber versucht das SIZ dann nicht später erneut, den Messrahmen zu finden?
Tut es schon, nur wenn der Messrahmen und/oder das SIZ keine IP-Adresse beziehen konnten, weil der Switch aus war, dann sind diese Geräte nicht im Netzwerk verfügbar. Die Geräte können nicht unbegrenzt lange auf eine IP-Adresse warten und booten irgendwann ohne Netzwerk-Verbindung (der Messrahmen kann ja z. B. auch per RS232 angeschlossen sein).