Beiträge von Lanfear
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Ich ... schwanke zwischen , evo 10e sx und der Morini cm200el.
Hat jemand Erfahrung zu den beiden Pistolen und hat sie ordentlich verglichen?
Griff ist mir egal , der wird bei Meshpro gemacht.Zwischen den beiden Waffen liegen in Sachen Griffgestaltungsoptionen Welten. Bei der Morini muss viel Elektronik an bestimmten Stellen im Griff untergebracht werden. Das wirkt sich erheblich auf die Griffgestaltungsoptionen aus. Bei der Steyr hast Du mehr Optionen in Sachen Griffgestaltung.
Für die Steyr SX spricht der Druckverlaufssensor. Das hat derzeit niemand anderes auf dem Markt. Walther will im Herbst nächstes Jahr nachziehen. Vom Rest hört man nichts.
Dass der Griff Dir egal ist, gibt mir zu denken. Auch die Jungs von Meshpro können nicht zaubern. Der Griff für die CM200 wird sich allein wegen der zuvor genannten Gründe deutlich vom Griff der Steyr unterscheiden müssen.
Ein Bekannter hat sich von einem renommierten Griffbauer den Griff seiner FWB P44 auf eine Morini CM200 umsetzen. Der Bekannte schießt immer noch seine P44, weil der Griff nicht seinen Vorstellungen entspricht. Liegt aber nicht am Griffbauer, sondern an den von mir oben aufgezeigten Gründen. Hat der Griffbauer ihm auch vorher gesagt. Es wollte das Geld für den Griff dennoch verbrennen. -
Danke für den Rat. Ich kenne viele Wege und noch mehr Methoden. Nach Pädagogikstudium und jahrzehntelanger Praxis ist genau das eine meiner Qualitäten. Ich wünsche euch eine gute Zeit und verabschiede mich aus diesem Thread.
Bevor Du Dich verabschiedest, könntest Du uns ja vielleicht noch mitteilen, wo und in welchem Umfeld Du diese vielen Wege und Methoden in der Praxis anwendest. Dann kann ich Deine Arroganz besser einordnen.
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Ein weiterer Vorteil von Elektronik auf 25m ist, dass auf den Ständen unterschiedliche Teildisziplinen trainiert werden können. Bei der Drehscheibenanlage kann nicht einer Duell trainieren wenn die anderen Präzission oder GK schießen. Beim elektronischen System geht das bunt wie gewünscht und ohne laufend vorzudackeln und die Scheiben abzukleben.
Im Bezug auf die Sius- und jetzt auch die neuen Meyton-Anlagen ist das leider nicht so. Die Ampel- und Zeitsteuerung funktioniert derzeit immer nur für einen ganzen 5er-Block.
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Am Kurs den ich gestern gegeben habe, habe mir die Teilnehmenden das nicht geglaubt. Nein, ich habe sie davon überzeugt, weil es ganz einfach stimmt! Das Missverständnis liegt darin, das wir das Wort trainieren unterschiedlich verstehen. Wenn ich es im Sinne von Erernen einer Fähigkeit verstehe, ist mein aufgezeigter Weg tatsächlich der einzige. Wenn ich es im Sinne von Erhalten einer bereits erlernten Fähigkeit verstehe, taugt der schwarze Fleck auch, macht es aber sicher nicht einfacher.
Ich bleibe bei meiner Einschätzung: Es ist nicht der einzige Weg. Es gibt auch andere Herangehensweise. Die Begründung "... weil es ganz einfach stimmt!" ist keine Begründung. Sie ist nur eine bloße Behauptung.
Als Trainer ist man gut beraten, mehrere Wege und Methoden zu kennen. Mit dogmatischen Sichtweisen engt man den Horizont ein. Das Scheitern ist dann nicht weit weg. -
Glückwunsch zur PB.
Schussbildanalysen ohne den Schützen beim Schießen gesehen zu haben, sind Kaffeesatzleserei.
Und selbst mit Beobachtung des Schützen ist das sehr schwierig.
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Ob HITECH oder nicht. Bei Pardini empfehle ich SK Standard Plus. Pistol Match oder Rifle Match geht auch ohne Probleme. Das wird seit Jahren bei uns im Verein, Landeskader und auch im Schnellfeuer-Bundeskader geschossen.
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Daher nicht der Einzige Weg, aber Unsinn ist es nicht.
Der Unsinn liegt nicht in den Methoden Kugelfang, Weiße Scheibe oder Trocken. Der Unsinn liegt darin, das als einzige gültige Methoden für Auslöse/Abzugstraining zu titulieren. Dass die Methoden hilfreich sein können, habe ich doch gar nicht bestritten.
Ebenso wenig habe ich bestritten, dass es in der frühen Phase des Techniktrainings oder bei Technikanpassungen sehr hilfreich ist, auf die Ergebnisregistrierung zu verzichten. Dafür gibt es sogar eine Methode: Schießen ohne Beobachtung. Bei Trockentraining hat man diesen Methode mit eingebaut.
Zum grundsätzlichen Aufbau einer Saison hatte ich hier schonmal was geschrieben:
Der P8X Klub bei den Meisterschützen -
Nein ist es nicht, sofern jemand tatsächlich seine Technik verbessern will. Das geht überhaupt nicht, wenn ich auf den schwarzen Fleck schiesse. Warum? Ganz einfach! Wir sind so gebaut, dass unsere Konzentration nur bei einer Sache sein kann. Sobald vorne der schwarze Fleck mit oder ohne Ringzahlen hängt, ist unsere Konzentration beim Zielbild. Wenn ich also mein Auslösen trainieren will, funktioniert das nur im Trockentraining mit der Pistole im Sitzen, auf die weisse Wand sowie beim Schiessen auf den leeren Kugelfang oder die weisse Scheibe. Verlangt Disziplin und Ausdauer, ist aber der einzige Weg zur angestrebten Ziel.
Jetzt mach aber mal halblang. Das ist doch Unsinn, was Du da schreibst. Selbstverständlich kann man Auslösen und Abziehen auch auf eine Spiegelscheibe trainieren. Wo hast Du denn die Weisheiten her, dass man Auslösen nur so trainieren kann? Und dann auch noch schreiben, dass sei der einzige Weg.
Am Ende glaubt das auch noch jemand. -
In der "Fertighaltung" wird praktisch kein Muskel angespannt, es erhöht sich nur der Muskeltonus. Anspannung heißt, dass sich der Muskel (hier Agonist ) verkürzt und sich gleichzeitig der Gegenspieler (Antagonist) entspannt oder gedehnt wird.
Bin kein Sportwissenschaftler oder Mediziner. Für mich war Muskeltonus und Muskelanspannung begrifflich bisher das gleiche.
In der Fertighaltung hängt der Arm ja nicht nur durch die Schwerkraft einfach nur nach unten. Schon das Regelwerk verlangt, dass er soweit angehoben, dass es keine Sicherheitsbedenken gibt (Waffe muss nach vorne zeigen). Zeitgleich darf er nicht höher als 45° angehoben werden, weil es so im Regelwerk steht.
Das wird dann irgendwo zwischen 10° und 45° sein. Je höher der Arm angehoben wird, desto mehr Kraft muss die dafür genutzte Muskulatur aufbringen. Daher die Empfehlung, den Arm nicht bei knapp vor 45° zu halten. Das ist anstrengender und bringt keinen nennenswerten Vorteil von weiter oben zu starten. Bleibt bei der Arm in der Fertighaltung in der untersten Position bei den geschätzten noch zulässigen 10°, ergibt sich zwar ein niedrigeres Kraftniveau, dass aufrecht erhalten werden, dennoch wird empfohlen, den Arm weiter oben zu positionieren. Die Begründung für die höhere Position war für mich bisher die einfacher zu koordinierende Aufwärtsbewegung. Die bessere Koordination hat sich für mich bisher daraus ergeben, dass zum Beispiel der mittlere Deltamuskel bereits angespannt ist (oder nach meinem Verständnis einen höheren Tonus hat). Diese "Vorspannung" erleichtert die Koordination der senkrechten Aufwärtsbewegung. Ob das sportwissenschaftlich begründbar ist, wäre spannend. Ich bin aber nicht der einzige Trainer, der das so sieht. Faktisch empfehle ich den Schützen, die Fertighaltung so weit oben zu haben, dass der mittlere Deltamuskel bereits angespannt ist. Das lässt sich mit den Finger der anderen Hand ganz gut spüren.Der Arm wird mit Waffe in der Halteraum geführt. Von dort startet die Absenkbewegung in die Fertighaltung. Ich vermittle dabei das Bild einer Armbrust oder auch eines Katapults, das gespannt wird. Der Arm geht senkrecht nach unten. Beim Startsignal wird der Riegel weggenommen und der Arm schnellt nach oben. Der Schütze befindet sich dabei im ausgeatmeten Zustand und begleitet die Aufwärtsbewegung mit einem der gewollten Bewegungsgeschwindigkeit entsprechenden Einatmung.
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... nebenbei wäre ich auch im Stande einen Griff selbst zu drucken …
Nur zu! Ist ganz leicht, habe ich gehört. Würde das dann so aussehen?
https://egun.de/market/item.php?id=20094951#img oder so
https://egun.de/market/item.php?id=19927240#img -
Naja, das sind 600km bzw 6h Fahrt je Richtung — also definitiv nicht meine erste Wahl.
Mit meinem Griff werde ich nicht glücklich. Und ja, auch wenn ich es besser weiß: Ich habe mir jetzt dennoch den Massgriff von Meshpro bestellt - ich brauche einfach einen Vergleich zu meinem aktuellen Griff. Ich glaube auch nicht, dass damit meine Suche abgeschlossen ist, aber ein nächster Schrott ist dann gemacht.
Dann ist Dir momentan nicht zu helfen. Sowohl in der Trainings- als auch in der Grifffrage.
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Der DSB bietet doch Lehrgänge an ... durchgeführt werden die in Wiesbaden.
Habe ich bereits in Beitrag 48 vorgeschlagen. Keine Reaktion. Fehlt anscheinend die Bereitschaft.
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Inzwischen gibt's es diese Ringordner nicht mehr und die Sportordnung wird als Softcover (Taschenbuch mit Rückenbindung und weichem Umschlag) sowie eBook veröffentlicht.
Ergeben sich Änderungen, wird das ganze Buch in neuer Auflage herausgebracht.
Gefällt mir besser als die Ringbuchlösung mit dem ganzen Austauschaufwand. Ist ja jetzt nicht mehr ganz neu.
Abgesehen davon gibt es sie ja auch online nutzbar. Wo ist das Problem? -
Einen Griff nachträglich nicht mehr anpassen zu können, ist ein Nachteil, den ich für mich nicht haben wollen würde. Grundsätzlich sollte es aber auch bei dem von Meshpro verwendeten Nylon PA12 möglich sein, eine Epoxidharzverbindung hinzubekommen. Zur Not muss man das "Mesh" als Endoskelett verwenden und mit Glasfaserstreifen arbeiten. Dann ganz normale Feinspachtelmasse drauf packen. Nicht toll, aber immer noch besser als den Griff wegzuwerfen.
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Ich habe letztes Jahr bei Mouche 2 Stück MX-02 gekauft. Lieferzeit waren knapp 3 Wochen.
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Nur mal am Rande:
Hatte gestern Abend jemand im Verein mit einer Walther LP500 Blue Angel zum Probetraining da. Abzug hat sich stramm angefühlt. Das hat sich dann auch bei der Kontrollmessung bestätigt. 450g auf dem Vorzug und insgesamt 720g Gesamtauslösegewicht. Die betreffende Schraube für das Druckpunktgewicht haben wir komplett rausgedreht. Damit haben wir die LP500 auf 580g Gesamtauslösegewicht bekommen. Weiter runter ging nicht. Den Vorzug hätten wir genauso einstellen können wie wir es gewollt hätten. Wir haben ihn jetzt halbwegs passend auf 360g eingestellt.Für den Schützen ein Riesenunterschied, aber dennoch ärgerlich, dass der Abzug nicht auf 315g/515g einstellbar war.
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Grundsätzlich wäre ein echter Trainer bei uns im Verein ja ein Hit, aber es scheint mir, also ob dieser Sport in Österreich wesentlich weniger professionell aufgestellt ist - es mangelt also schlichtweg an einem verfügbaren Trainer.
In Österreich ist es tatsächlich viel schwieriger einen ausgebildeten Trainer zu finden. Eine vergleichbare Ausbildungsstruktur mit C-, B- und A-Trainern gibt es meines Wissen nach nicht.
Ich habe neulich vertretungsweise einen Jedermann-Lehrgang für die Sportpistole beim DSB angeleitet. Da war auch jemand aus Österreich dabei. Das wäre die bessere Alternative für jemanden persönlich voranzukommen anstelle die Trainerausbildung zu machen. Geht viel schneller und es geht nur darum selbst weiter zu kommen und nicht Wissen an andere zu geben.Vielleicht auch erwähnenswert: die Doppelatmung wende ich auch nicht an, ich werde dabei zu unruhig. Ich schieße mit "Einfachatmung" - fühle ich dabei aber sehr wohl - empfinde es als technisch deutlich weniger komplex.
Dann muss ich da doch etwas ausholen:
Warum Doppel- und nicht Einfachatmung bei Anfängern?
Was ist den relevant, um zu treffen? Ruhiges Stehen an de richtigen Stelle im Halteraum mit möglichst kleinen und langsamen Bewegungen gepaart mit einem geduldigen und gefühlvollen Auslösen des Schusses, ohne negative Auswirkung auf die Position oder Größe des Halteraums.
Wie komme ich dahin? Um die zuvor beschriebene Situation im Halteraum herbeiführen zu können, erscheint mir eine schnelle hektische Annäherung an den Halteraum ungeeignet. Die Annäherung muss umso langsamer und kontrollierter werden, je näher man dem Halteraum kommt.Um das zu erreichen, braucht es aus meiner Sicht einen Tempowechsel in der gesamten Bewegungsführung Richtung Halteraum. Dieser Tempowechsel trennt den ersten Teil der Bewegungsführung, der vergleichsweise grob undzügig daher kommt, von dem dann kontrollierten, exakten und langsamen Teil der Bewegungsführung, mit dem sich der Sportler dem Halteraum nähert. Diesen Tempowechsel in einer fließenden Bewegung stattfinden zu lassen, ist nach meiner Erfahrung mit der Einfachatmung deutlich schwieriger zu erlernen als mit der Doppelatmung.
Der Tempowechsel findet dergestalt statt, dass im Doppelatmungsbereich (in manchen Regionen auch 1. Halteraum genannt) der Übergang von grob und zügig zu präzise und langsam stattfindet. Am einfachsten macht man das, in dem man dort anhält und zur Ruhe kommt und aus der Ruhe heraus die finale Annäherung in Richtung Halteraum startet. Der Doppelatmungsbereich liegt bei Anfängern an der Scheibenoberkante und bei Fortgeschrittenen Sportlern zwischen Scheiben- und Spiegeloberkante.
Teilt man die Bewegung nicht in diese zwei Abschnitte, erscheint die Doppelatmung wenig hilfreich. Sie ergibt erst Sinn, wenn man sich dieser Zweiteilung bewusst ist. Im Doppelatmungsbereich anzuhalten, zur Ruhe zu kommen und dann den zweiten langsamen und kontrollierten Teil einzuleiten ohne erneut Luft zu holen, wäre unklug oder nur etwas für Apnoe-Taucher. Den meisten von uns wird das zweite mal Luft an der Stelle sinnvoll und schlüssig erscheinen. Wer da nicht anhält, braucht auch nicht ein zweites mal atmen.Es gibt und gab Sportler, die eine kontrollierte Annäherung an den Halteraum auch mit einer Einfachatmung auf hohem Niveau hinbekommen. Liselotte Breker zum Beispiel konnte das nach meiner Kenntnis sehr gut. Es gibt aber auch erfolgreiche Sportler, die dreimal atmen.
Ich hoffe, ich konnte die hinter der Doppelatmung stehende Grundidee der Bewegungsführung etwas nachvollziehbarer darstellen.
Es lohnt sich definitiv, dem eine Chance zu geben. Da sind mehr Ringe zu holen als beim Thema Steiler vs Offener Anschlag oder in der Griffanpassung. -
Pistole ist eingetroffen. Verbindung zu App problemlos. Allerdings geht aktuell neben iOS, auch iPadOS und MacOS nicht. Verbindung mit Pistole problemlos. Messung Druckverlauf ist der Hammer. Rest noch nicht ausprobiert. Ich muss jetzt zuerst mal die Nacharbeiten am angepassten Linksgriff meiner Pistole ausführen und dann kann ich intensiv testen. Heute Nachmittag habe ich Zeit!

Habe beim Steyr-Stand in München bei der DM gesehen, dass die App auch auf Windows läuft. Kannst Du das bestätigen, dass es auch ein Windows-Lösung gibt? Wäre für mich aus leistungsdiagnostischer Sicht sehr interessant.
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Ich finde es interessant wie viele "Nicht-Pistolenschützen" oder erklärtermaßen Anfänger im Pistolenschießen hier Ratschläge erteilen.
Wäre da denn das Motto "Wenn ich keine Ahnung habe, dann bin ich lieber mal still" der bessere Ansatz?Auch die Datei "Training LP 2020" ist sicherlich keine Hilfe für Anfänger, wenn schon in Trainingseinheit 3 mit Leistungstraining begonnen wird. Ansonsten steht beim ersten Querlesen jedenfalls kein hanebüchener Unsinn drin. Wenn man weiß was man tut, kann man sich sicherlich daraus etwas entnehmen. Das ist eher eine Kurzanleitung für Trainer, die schon wissen, was sie machen.
Ein gutes zeitgemäßes Buch zum Thema "Wie lerne ich olympischen LP-Schießen" gibt es nach meiner Wahrnehmung nicht. Am ehesten dran, kommt nach meiner Meinung das Buch "Sportliches Pistolenschießen Luft- und Sportpistole" von Elfe Stauch von 1997.
Auch wenn man eher Autodidakt ist, sollte Proton ernsthaft in Erwägung ziehen, sich Trainerstunden zu nehmen.
Ich hatte an andere Stelle mal was zur grundsätzlichen Saisongestaltung geschrieben:
BeitragRE: Der P8X Klub bei den Meisterschützen
[…]
Vielleicht darf ich hier etwas Orientierung geben:
Das Schießtraining richtet sich in einer Saison grob nach folgendem Schema:- Materialcheck - Prüfen/Anpassen von Griff, Munition, Schießbrille und sonstiger Ausrüstung
- Anschlag
- Technikelementetraining
- Atmung und Bewegung
- Abziehen
- Zielen
- Teilkoordinatives Training (Kombination von einzelnen Technikelementen)
- Atmung und Bewegung kombiniert mit Abziehen
- Atmung und Bewegung kombiniert mit Zielen
- Erste Leistungskontrollen und ggf. Kontrollwettkämpfe
Lanfear3. Januar 2025 um 22:42 Das gilt aber Fortgeschrittene. Im Anfängerbereich gilt es erstmal Grundfertigkeiten wie Zielen und Abziehen zu erwerben. Weil das schon anspruchsvoll ist, fängt man im Anfängerbereich nicht stehend freihändig an, sondern mindestens aufgelegt, wenn nicht sogar sitzend. Unter Auflegen ist hier nicht das sportliche Auflageschießen gemeint, sondern das methodisch stark vereinfachende Auflegen im Anfängerbereich.
Dabei achtet man darauf, dass schon in diesen Trainingseinheiten der Anschlag (hier gerne auch mal als Stand bezeichnet) weitestgehend so eingenommen wird, wie er auch freihändig geschossen werden soll.Erst wenn der Sportler sitzend aufgelegt/stehend aufgelegt im Spiegel bleibt fängt man mit freihändigem Schießen an. Es sei am Rande gesagt, dass der Griff am Anfang nur halbwegs passen muss. Da gibt es zuerst andere Baustellen als den Griff. Anschlagsfindung/Nullstellung sollte man gerade am Anfang nicht überbewerten. Details sind hier nicht angezeigt.
Die Hauptaufgabe im Anfängerbereich beim freihändigen Schießen ist die Bewegungsführung. Da hält man sich am besten an das 5-Phasen Technikleitbild des DSB. Und auch hier müssen Schwerpunkte gebildet werden: Die Hauptfunktionsphase ist die Auslösephase und die maßgebliche Hilfsfunktionsphase ist die Arbeitsphase. Alles andere ist halb so wild. Also entscheidend sind die Annäherung an den Halteraum, der Übergang von Ankommen im Halteraum zu stabilen möglichst kleinen Bewegungsamplituden bis hin zum Lösen des Schusses. Maßgeblich wird der Bewegungsablauf durch die Atmung gesteuert. Also konsequent Doppelatmung von Trainingseinheit 1 des freistehenden Schießen anwenden. Wer glaubt, dass Einfachatmung im Anfängerbereich die bessere Option sei, sollte darüber nochmal intensiv nachdenken.
Genau genommen könnte man das Training der Bewegungsführung schon als das erste teilkoordinative Training ansehen. Macht aber niemand wirklich.
Bewegung ohne Atmung geht nicht wirklich gut. Von daher ist Bewegungstraining eigentlich immer Training von Atmung und Bewegung.Kann der Sportler die Bewegungsführung grob umsetzen, dann kommen die anderen Technikelemente ernsthaft ins Spiel. Aus dem Aufgelegtschießen kennt der Sportler ja schon das Thema Druckverlauf und Blickführung. Das muss jetzt an den Bewegungsablauf adaptiert werden. Es ist nicht falsch bei dem anfänglichen freihndigen Training im Bereich Atmung und Bewegung auch schon die Druckpunktnahme zu integrieren. Sie passt einfach gut an das Ende der Auftaktphase im Doppelatmungsbereich. Aktive Druckerhöhung hat genauso wenig im Anfängerbereich zu suchen wie eine 450/50-Gramm Abzugskonfiguration. Auch sollte man bei unzureichender Annäherungsgeschwindigkeit darüber nachdenken den Doppelatmungsbereich auf die Scheibenoberkante zu legen.
Sorry, wieder viel zu viel geworden. Wollte mich eigentlich auf die ersten beiden Sätze beschränken.