Beiträge von Murmelchen

    Hallo Freunde,

    das seit gefühlten Ewigkeiten von der ISSF herausgegebene Magazin, die ISSF News, scheint es seit Anfang des Jahres 2019 nicht mehr zu geben.

    Hat jemand von euch die Zeitschrift ebenfalls abonniert und diesbezüglich eine Nachricht erhalten oder wurde das sonst wo in irgendeiner Form kommuniziert?

    Ich beziehe diese Zeitung jetzt seit über 30 Jahren und bin mir eigentlich ziemlich sicher, keine entsprechende Nachricht erhalten zu haben, kann da aber durchaus auch etwas überlesen oder übersehen haben. Zumindest ein Kündigungsschreiben hätte man als langjähriger Kunde ja erwarten können, oder?


    Apropos, mir fällt gerade auf, hier fehlt noch eine Rubrik "Dies und Das", denn "Off Topic" ist es ja nicht wirklich und die von mir gewählte Rubrik "Öffentlichkeitsarbeit" passt auch nur bedingt. Hat jemand bessere Vorschläge?


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    ich denke dann würde ein ganzes Preissegment dieser Diabolos weg fallen. Weil die Formen und Arbeitsgänge nebst Mess- und Kontrollvorgänge sehr viel anspruchsvoller und damit teuerer ausfallen müssten.

    Die Hersteller und nicht nur diejenigen, welche Diabolos herstellen, haben ein Interesse daran, dass Du das so glaubst.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Diabolo_Nero,

    Du hast Recht, ich habe da wohl nicht sauber formuliert.

    Wichtig erschien mir bei dem Aspekt aber, das jemand, der so eine Flasche auf dem Versandweg bestellt, in der Regel nicht davon ausgehen kann, auch eine gefüllte Flasche zu erhalten.

    Dein Hinweis auf Gase-Dopp ist auch gut. Wenn ich deren WEB-Seite richtig verstanden habe, dann versenden die die gefüllten Pressluftflaschen sogar versandkostenfrei.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Die Schweden hätten ihn 2004 in Athen ruhig starten lassen sollen, nachdem die ISSF ihm ja schon eine Wildcard überlassen hatte. Spiele der Jugend hin oder her, in Wirklichkeit geht es doch und insbesondere im Sportschießen um die Besten der Besten und ich bin mir auch ziemlich sicher, er hätte sich auch in Athen mit seinem Ergebnis nicht zu verstecken gebraucht.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Pinguin3,

    Ich werde demnächst 10 Ltr Fl. bei Gehmann für 152,00 Eu. bestellen und dann in Tauchshop laden lassen, danke für eure Tips :thumbup:

    die Nordlichter, sprich http://www.allermann.de und https://www.klingner-gmbh.de/ bieten die 10 Liter 200 Bar Flaschen für unter 140,- EUR zuzüglich Versand an. Die Differenz zu Gehmann ist zwar jetzt auch nicht die Welt, aber wie heißt es so schön, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

    Apropos, die Flaschen dürfen wohl nur ungefüllt versandt werden. Gefüllt geht also nur bei Abholung.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo @Chugen,

    Welches Kaliber verschießt man damit, scheint ja riesig zu sein und der Schaft ist so lang, damit die Microschwingungen des Laufs weitestgehend kompensiert werden sollen?

    wie der Königstiger schon schrieb, beides sind Gewehre im Kaliber .22 lfB, in den Kolonien auch gerne .22 lr genannt, sozusagen the real KK. Bei dem ersten Gewehr wird als System das neuere runde Anschütz Match 54 verwendet, so wie es auch in den Baureihen 16XX, 18XX und 19XX von Anschütz verwendet wurde bzw. wird. Beim zweiten Gewehr wird das eckige 20er System von Anschütz verwendet. Frag jetzt aber bitte nicht, welches besser ist. Die Läufe sind custom made und stammen in diesem Fall von der Firma Shilen und der Barrel Tuner ist wohl eine Eigenentwicklung von Martin Menke.

    Die Schäfte sind so lang und auch breit, damit man das Gewehr für die Disziplin Bench Rest auch schön satt auflegen kann. Aber auch da gibt es ein umfassendes Regelwerk, was erlaubt ist und was nicht. Auf das Schwingungsverhalten des Laufes sollte der Schaft keinen Einfluss haben. Der Schaft ist (in der Regel) so ausgelegt, dass der Lauf damit nicht in Berührung kommt. Der Lauf ist somit freischwingend und nur über das eigentliche System mit dem Schaft verbunden.

    Für eine Beeinflussung des Schwingungsverhaltens des Laufes ist in diesem Fall der Barrel Tuner zuständig. Sinn der ganzen Angelegenheit ist, durch Gewichtsverschiebung das Schwingungsverhalten des Laufes an das jeweilige Munitionslos anzupassen und damit das Schussbild positiv zu beeinflussen. Klappt sogar auch manchmal. :)

    Ich schrieb bezüglich des freischwingend in der Regel, weil es auch Konstruktionen wie die von FWB gibt, wo z. Bsp. eine Art O-Ring im Vorderschaft gegen den Lauf drückt und so schon von Hause aus das Schwingungsverhalten positiv verändern soll. Da muss man aber wohl auch etwas dran glauben. :whistling: Es gibt wohl auch Schützen, die schmeißen das Teil auch gleich raus.

    Hoffe, damit habe ich nun etwas Dunkel in das Licht gebracht oder so.


    Ansonsten geht mir hier aber inzwischen auch schon einiges etwas zu sehr durcheinander. Die gezeigten Schussbilder sind natürlich für eine Freie Pistole sehr gut, für eine Match Büchse und insbesondere nach heutigen Maßstäben aber nicht mehr. Für ein Gewehr für die ISSF-Disziplinen will man ein Gewehr mit einer gewissen Massenträgheit, welches man aber auch noch halten kann und welches auch noch und wieder in Abhängigkeit vom individuellen Haltevermögen mit einer möglichst langen Visierung ausgestattet ist. Für die Freie Pistole gilt zwar ähnliches, nur wird wohl niemand eine Pistole mit einem 70 cm langen Lauf halten können. Auch sind die Unterschiede an die tatsächliche Präzision der Waffe doch sehr unterschiedlich. Man vergleiche nur mal die jeweiligen Scheiben und die aktuell in der Weltspitze erzielten Ergebnisse. Bench Rest ist wieder eine ganz andere Nummer, weil man da ja die ganze Chose nicht halten muss und wie der Name schon sagt, auf der Bench resten kann.

    Es hat ja in der Vergangenheit für die ISSF-Disziplinen auch Gewehre mit Kurzlauf gegeben. Nur war es oft schwierig, aus denen dann auch gute Schussleistungen zu kitzeln. Und das Problem der Kopflastigkeit ist heutzutage bedingt durch die modernen Schäfte auch nicht mehr so groß. Mit so einem Schaft kann man den Schwerpunkt doch deutlich zurücknehmen, ohne groß über sagen wir mal 6 kg zu kommen. Mit den alten Super Match Schäften war man da entweder ganz schnell deutlich über 7 kg oder aber man musste weiter mit der Kopflastigkeit leben. Wirklich weg vom Fenster sind diese Kurzläufe übrigens auch nicht, auch wenn die großen Hersteller diese nicht mehr anbieten. Aber etliche Gewehre nicht nur von Spitzenschützen werden auch mit Custom Läufen ausgestattet und da gibt es dann auch schon noch Kurzläufe. Das auf den obigen Foto gezeigte Gewehr von der Frau Beyerle ist ja auch mit so einem Lauf, wahrscheinlich von der Firma Lilja ausgestattet und die schon sehr lange Hülse dürfte auch eine Einzelanfertigung sein oder aus einer Kleinserie stammen.

    Bliebe noch das von mir erwähnte etwas schnellere Wegkommen des Geschosses von dem Mensch-Maschine System. Natürlich hat no.limits schon Recht, wenn er sagt, man kann eine unsaubere Technik so nur bedingt kompensieren. Aber so ganz vergleichbar sind die jeweiligen Schießtechniken Gewehr und Pistole dann doch auch wieder nicht. Auch heutzutage ist nicht jeder gute Gewehrschütze in der Lage, Stehend auf 50 m mehr oder weniger beliebig in der Zehn zu stehen, er muss also immer auch ein wenig auf Reaktion schießen und da kann dann ein Gewehr, bei dem das Geschoss etwas eher frei kommt, schon den Unterschied zwischen Zehn oder Neun ausmachen. Aus diesem Grunde bevorzugen ja auch etliche Schützen Stehend eine etwas schnellere Patrone mit etwas mehr Bums, während Liegend dann oft zu einer weicheren Patrone gegriffen wird.

    Apropos, jedes moderne Match LG ist ja heutzutage auch mit einem Kurzlauf ausgestattet.

    Es gibt halt viele Wege nach Rom und für in Schönheit sterben gibt es ja auch beim Schießen keinen Preis.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Karl,

    Auch wenn es keine Rolle spielt https://lot-tissimo.com/de/i/15098389 der hat einen kürzeren Lauf.

    das dürfte dann aber custom made sein, die Gesamtlänge stimmt ja auch nicht. Möglicherweise sind es aber schlicht auch Fehler bei der Angabe der Werte. So etwas findet man manchmal selbst bei den hauseigenen Publikationen von Anschütz.

    Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass Anschütz da auch mal was anderes als das System mit dem 500 mm Lauf auf den Markt gebracht hätte, jedenfalls nicht serienmäßig.


    Aber egal, der Hauptbeweggrund für die Entwicklung dieser Kurzläufe war sicher nicht die Verbesserung der Schussleistung. Durch die Kurzläufe sollte wohl zum einen das Geschoss möglichst schnell aus dem Einflussbereich des Schützen gebracht werden, etwas, was ich durchaus zumindest bei mir auch nachvollziehen konnte, und zweitens sollte damit der Schwerpunkt etwas näher zum Schützen gebracht werden und damit auch ein leichteres Modell möglich werden, bei FWB etwas mehr, bei Anschütz nicht ganz so ausgeprägt. Bezüglich der Schussleistungen zumindest bei den Waffen, die auch Normalsterblichen zugänglich waren, gab es aber neben ein paar Höhen auch etliche Tiefen, was zum Teil sicher auch auf die Hülse und deren oft vernachlässigte Pflege zurück zuführen war.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Freunde,

    Sowohl von Anschütz als auch von FWB gab es KK Gewehre mit kurzen Läufen, ich meine mich daran erinnern zu können daß diese eine Länge um die 550 mm hatten.

    Die Läufe waren sogar noch kürzer, um 40 cm Geschoßführung

    ihr liegt beide ganz gut im Rennen. Die Kurzläufe der Anschütz 2007/13 waren 50 cm lang und die kurzen Läufe der FWB 2602 brachten es auf 42,5 cm.

    So eine 2007/13 habe ich auch mal gehabt und für mich als eher lausiger Stehendschütze brachte sie genau dort auch Vorteile. 100 m habe ich damit sogar mal meine persönliche Bestleistung geschossen. Wichtig war, dass man die Hülse immer schön sauber hielt.

    ????

    Das darfst Du jetzt nicht so eng sehen. Das kommt bei Karl schon mal vor. Ansonsten ist er aber auch einer von den Guten.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo shooty59,

    Danke für den Hinweis.

    Ich war jetzt tatsächlich davon ausgegangen, dass der Teil 10 in sich geschlossen ist, das heißt, alles was dort behandelt wird, auch nur den neuen Klassen für Schützen mit Behinderung vorbehalten ist. An die Möglichkeit der Rückkopplung auch auf die 'regulären' Disziplinen und Klassen hatte ich bis jetzt nicht gedacht.

    Aber da ich da vermutlich auch nicht der Einzige bin, dem das bisher entgangen ist, würde ich auch einen Hinweis auf die Möglichkeit im allgemeinen Teil der SpO begrüßen.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Das ist wohl auch heute teilweise noch so, da der ehemalige bayrische Landesschützenmeister, selbst BEEIDETER Sachverständiger in Bayern (also die bayrische Sonderlösung, die auch zulässig war) , bis zuletzt noch in der entsprechenden Kommission "mitgemischt" hat, und lange verhindern wollte, dass die alte Regelung wiederhergestellt wird.

    Ja, so ganz könnte man es der guten schwäbischen Hausfrau nicht verübeln, wenn sie da von einem leichten Geschmäckle sprechen würde.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hi,

    Vor längerer Zeit ist es mehrfach vorgekommen dass älteren Schützen Hilfsmittel (Hocker) genehmigt

    vor 'längerer' Zeit bekamen nicht nur ältere Schützen Hilfsmittel oder Erleichterungen genehmigt, sondern alle Schützen mit bescheinigtem Handicap, sofern sie an den regulären Wettbewerben des DSB teilnehmen wollten. Es gab zu der Zeit noch keine Disziplinen und Klassen für Behinderte beim DSB.

    Nur war zu der Zeit die Mehrheit der Schützen mit Behinderung aber auch im DBS organisiert mit eigenen Disziplinen und Kassen.

    Durch die Integration dieser Schützen in den DSB scheint man beim DSB wohl die Auffassung zu vertreten, man startet entweder als Nichtbehinderter in den 'alten' Disziplinen und Klassen des DSB oder aber man ist entsprechend behindert und startet dann in den vom DBS übernommenen Kassen. Die Möglichkeit, auch als Behinderter mit einer Erleichterung bz. mit einem Hilfsmittel in den 'alten' Disziplinen zu starten, scheint die aktuelle Sportordnung des DSB nicht mehr vorzusehen, sollte ich da nicht etwas wesentliches übersehen haben. Ob das jetzt aber auch so gewollt ist oder einfach nur eins der üblichen Versehen und redaktionellen Fehler, mit denen unsere SpO inzwischen ja so reichlich versehen ist, weiß ich nicht. Ich bin aber ansonsten auch nicht wirklich mit dieser speziellen Materie vertraut.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo @SteWies and all,

    Und konkurrenzfähig bei älteren Luftgewehren würde ich nicht 1:1 auf KK ummünzen.

    ich würde Dir ja sofort zustimmen, wenn Du es nicht genau gegenteilig meinen würdest.

    Mit einem alten Luftgewehr ist man heutzutage ganz klar im Nachteil. Das liegt zum einen an der Technik, wobei in meinen Augen die deutlich langsamere Schußentwicklungszeit neben der Unruhe während der Schußabgabe hier das größte Problem darstellt. Aber auch die modernen Schäfte erleichtern heutzutage dem Schützen eine deutliche bessere Anpassung an den Anschlag.

    Letzteres gilt sicher auch für die modernen KK-Gewehre. Aber da muss man auch und insbesondere auch im Hinblick auf ein Vereinsgewehr ein wenig differenzieren. Die modernen Schäfte spielen aus meiner Sicht ihre Vorteile insbesondere Stehend aus. Aber gerade Liegend und auch Kniend können sie auch und gerade am Anfang auch problematisch sein, denn falsch eingestellt zwingen sie den Schützen unweigerlich in eine Haltung, aus der kein vernünftiger Anschlagsaufbau möglich ist. Und wenn dann auch noch kein Betreuer oder Trainer mit dem richtigen Blick und Händchen da ist, der dann weiterhelfen kann, dann wird es für die Mehrzahl der Anfänger nahezu unmöglich, echte Fortschritte zu erreichen. Aus meiner Sicht kann man mit einen Standardschaft, sofern die Backe und Kappe gut einstellbar sind, Liegend und Kniend oft sogar einfacher die Grundlagen vermitteln und Stehend bieten dann der Austausch gegen eine moderne Handstütze bzw. Vorderschaftverstärkung nebst moderner (Haken)kappe) auch noch genügend Potential.

    Aber technisch hat sich an den KK-Systemen seit den ersten Match 54 doch eher wenig verändert und spätestens ab der Übergangsreihe vom Match 54 zur 18er, also schon neues Schloss und neuer Abzug, sind zumindest die Systeme noch voll konkurrenzfähig, sofern der Lauf noch mitspielt. Und das kann man von den Luftgewehren aus der Zeit nun wirklich nicht mehr guten Gewissens behaupten. Da haben inzwischen doch schon deutliche Technologiesprünge stattgefunden während ich im KK-Bereich doch eher von einer sanften Evolution sprechen würde.

    Hinzu kommt hier allerdings auch noch die Anschaffung als Vereinsgewehr, was die Sache noch komplizierter macht, zumal die Vereine ja oftmals auch noch recht unterschiedlich strukturiert sind. Daher auch meine Fragen an Reiner.


    Zur eigentlichen Fragestellung:

    Je nach erwünschter Anzahl der anzuschaffenden Gewehre könnte die von @Karl ins Spiel gebrachte 1903 doch eine Option sein, auch wenn man da die Sackgasse bezüglich möglicher Aufrüstung im Hinterkopf behalten sollte und ich den 'Blechverschluss' generell nicht mag. Aber Liegend oder den Dreistellungskampf kann man damit auch heutzutage schon noch erlernen und treffen tut das Dingen in der Regel auch noch.

    Die preislich nächsthöhere Alternative, wenn es um Neuanschaffungen geht, das 1907, ist keine Sackgasse und bietet zudem auch noch das deutlich höherwertige System, liegt aber auch gleich einen Tausender im Preis höher und das dürfte für die meisten Vereine doch auch eine Menge Kohle sein. Ob es sich lohnt, ist schwierig zu sagen.

    Noch einen Tacken höher vom Preis liegen dann das Walther KK300 Blacktec oder das Tesro SBR100 Basic. Das sind beides dann schon richtig moderne KK-Gewehre mit vielfältigen Anpassmöglichkeiten. Aber diese Gewehre sind auch etwas filigraner ausgelegt und wie lange die wirklich halten, wenn da auch oft recht unbedarft dran rumgeschraubt wird, wie es bei Vereinsgewehren ja vorkommt, weiß ich nicht. Mir scheinen die älteren KK da in der Regel doch etwas robuster zu sein, zudem sich die Schrauberei ja dort auch in Regel in Grenzen hält.

    Eine weitere Option wäre sicher der Gebrauchtmarkt. Und wenn man sich da zum Beispiel auf die 1807 und 1907 von Anschütz mit den Standardschäften konzentriert, enthält man nach und nach eine solide Basis an Gewehren für ein 1/4 bis ein 1/3 des heutigen Neupreises, welche man dann auch noch bei Bedarf und Anspruch nach und nach mit entweder modernen Einzelteilen wie Handstütze und Schaftkappe ausstatten kann oder gar durch den kompletten Tausch der Schäfte in komplett moderne Gewehre verwandeln kann.


    Wie ich schon schrieb, alles keine ganz einfache Entscheidung.

    Man muss halt als Verein abwägen, was man erreichen will, welches Potenzial schon vorhanden ist, und welche Möglichkeiten der Verein selbst hat. Es ist aber auch keineswegs so, dass man nicht auch mit einer 1903 im Standardschaft noch etwas reißen kann. Im Gegenteil, auch heutzutage kann man damit noch und gerade auch als Jugendlicher zur Deutschen kommen und nicht wenige der Schützen tun sich auch heutzutage sogar noch mit einem Standardschaft für den Einstieg leichter.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    was hat der DSB damit zu tun?

    Der hatte mal die Hoheit über die Erstellung der Schießstandrichtlinien inne und war auch für die Ausbildung und Anerkennung der Sachverständigen zuständig.

    Es gibt Stimmen, die meinen, der DSB hätte diese Zuständigkeit zu leicht aufgegeben, andere sprechen gar von verschlafen. Zudem ließ der DSB da wohl auch Kräfte über einen langen Zeitraum werkeln, welche dabei wohl oft eher ihre ganz eigenen Interessen verfolgten denn die des DSB.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Karl,

    als Vereinsgewehr mit eher breitensportlicher Ausrichtung vielleicht eine Option, ansonsten will man das aber eher nicht.

    Das System des 1903 ist nicht wirklich viel leichter, aber durch den Blechverschluss noch kopflastiger und ansonsten ist das ganze Gewehr wegen der fehlenden Kompatibilität eh eine Sackgasse.


    Richtige Kurzsysteme wie das von FWB werden heute nicht mehr neu angeboten und das kurze 2007/13 von Anschütz war zwar oft nicht schlecht, aber schon vom System her viel zu schwer und zu klobig für ein Jugendgewehr oder sagen wir besser für eher etwas zarter gebaute Menschlein.

    Die alten KK-Standard-Gewehre haben die damaligen Limits von 5 kg und später 5,5 kg nur deshalb einhalten können, weil sie durch die leichten Holzschäfte sehr kopflastig waren. Aber gerade diese damalige Kopflastigkeit passt nicht mehr besonders gut zum heutzutage weitgehend praktizierten Stehendanschlag. Ein Jugendlicher, welcher schon eine gewisse Grundfertigkeit mit einem modernen LG mitbringt, wird in der Regel erst mal gehörige Umstellungsprobleme mit einem derart kopflastigen Gewehr bekommen, zumal diese Kopflastigkeit eh nicht mehr dem modernen Stehendanschlag entspricht, also keine Dauerlösung sein kann. Gleicht man aber die Kopflastigkeit durch zusätzliches Gewicht am hinteren Teil des Schafts aus, dann ist man auch bei diesen Gewehren ganz schnell bei den üblichen 6 kg und mehr. Für die meisten Jugendlichen auch kein Problem, aber wenn jemand bisher wirklich nur mir einen sehr leichten LG geschossen hat, möglicherweise für den Anfang doch ein bisschen zu viel des Guten.


    Es gäbe dazu und gerade auch zu den Schäften auch noch deutlich mehr zu schreiben, aber dazu würde auch ich gerne erst mal den Reiner fragen, was mit dem Gewehr überhaupt erreicht werden soll?

    Muss es Neuware sein oder kann es auch etwas Gebrauchtes sein?

    Soll es nur ein Gewehr sein oder sollen gleich mehrere angeschafft werden?

    Soll das bzw. die Gewehre in erster Linie als Vereinsgewehre angeschafft werden oder jeweils individuellen Schützen zur Verfügung gestellt werden?

    Welche Fertigkeiten und Kompetenzen bringen die Schützen schon mit?

    Soll damit in erster Linie auf der unteren Leistungsebene geschossen werden oder sollen auch höhere Weihen angestrebt werden?

    Und zu guter Letzt: Welche Kompetenzen bringen die Betreuer und Trainer bezüglich des Gewehrschießens und der Vermittlung der jeweiligen Anschläge selbst mit?

    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    ... kann Resi die sowieso nicht nicht in der Lage und auch nicht willens ist (sonst würden sie anders trainieren) Meister zu werden, nicht einfach aus Spaß an der Freude am Schießen teilnehmen?

    Sicher, nur dazu müsste man die Resi ja bekanntlich erst mal mit dem Traktor abholen. Dann würde das auch mit der Resi klappen.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    5 Kurzwaffen im B-Schrank sind meines Wissens kein Problem - so sie denn hineinpassen.

    Liegt das Gewicht des Behältnisses oder eine gleichwertige Verankerung gegen Abriss über 200 kg, dürfen bis 10 Kurzwaffen darin aufbewahrt werden, liegt es unter 200 kg, dann dürfen nur 5 Kurzwaffen darin aufbewahrt werden.

    Das gilt seit dem 6.07.2017 aber auch nur dann noch, wenn Bestandsschutz besteht, das heißt, das Behältnis wurde auch schon vor dem genannten Datum durch den Besitzer zur Aufbewahrung genutzt (oder erworben). Eine Mitbenutzung in häuslicher Gemeinschaft ginge dann auch noch.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen