Aus der Drucksache 263/24 des Bundesrates vom 29. Mai 2024:
Zitat
Anstelle des ursprünglich verständlichen Gesetzes haben sowohl die Waffenbehörden als
auch die Polizeien heute mit einer komplexen Rechtsmaterie zu kämpfen.
...
Der Bundesrat hält daher eine Neufassung und Vereinfachung der waffenrechtlichen Vor-
schriften für dringend geboten und bittet hierzu die Bundesregierung nach Abschluss der ak-
tuellen Gesetzesnovellierung, entsprechende Schritte zu unternehmen.
Das stimmt so nur bedingt. Schon das ursprüngliche Gesetz war handwerklich sehr schlecht gemacht und zudem in seiner Intention äußerst restriktiv. Das ist jetzt nicht nur meine eher unbedeutende Meinung, das habe ich sogar schriftlich von einem ehemals hoch angesehenen Sachbearbeiter.
Es stellst sich aber noch mehr die Frage, wer hat denn daraus das jetzige Monster erschaffen?
Etwa Zauberlehrlinge? Und jetzt heult man Krokodilstränen und fordert ein neues Gesetz, stellt aber gleichzeitig in dem 'Antrag' weitere Forderungen, die wieder nur geeignet sind, das Gesetz noch monströser und konfuser zu machen, den gesetzestreuen Bürger weiter zu gängeln und zu vergraulen, mit denen aber wieder kein effektiver Beitrag zur Verbesserung der tatsächlichen Sicherheit geleistet werden kann.
Wenn die Damen und Herren Volksvertreter es wirklich ernst meinen würden, könnten sie ja stattdessen auch erst mal etwas kleiner anfangen und eine aussagefähige 'Polizeiliche Kriminalstatistik' (PKS) bzw.ein aussagekräftiges 'Lagebild Schusswaffenkriminalität' in Auftrag geben, bei der sauber nach erlaubnisfreien / erlaubnispflichtigen und legal / illegal besessenen Waffen unterschieden würde. Diese Daten liegen ja vor, man müsste sie nur richtig aufarbeiten und darstellen. Damit hätte man dann auch eine Grundlage für weitere Entscheidungen, würde man es wirklich aufrichtig meinen.
Mit bestem Schützengruß
Murmelchen