Fragwürdige Zusammenarbeit?

  • Wenn der HSB sich darauf einlässt, und die Vereine die dem HSB angeschlossen sind mitspielen, selbst schuld. Ich glaube aber nicht, dass die Vereine da auch nur irgendetws machen werden.

  • ... in Verbandsarbeit tätig .. als Deligierter benannt etc. .... ich war 2023 BDS Delgierter ... konnte DIESE Art von Kritik nicht wahrnehmen

    Feinwerkbau P8X

    SigSauer P 226 X-Six Club 30

    Pardini SP22 High-Tech in grün :D

    Ruger 10/22

  • Ich war im BDMP mehrfach Delegierter auf den Bundes- wie auch Landesdelegiertentagen und dort meldet sich kaum einer zu Wort und hinterfragt die Berichte der Vorstände, hinterfragt Anträge, etc.

    Ist wie in den Vereinen, wo alles einfach nur abgenickt wird und die, die dann ferngeblieben sind, maulen dann hinterher

  • Es geht hier um den Spagat zwischen

    a) ich sehe, dass was wirklich faul und gefährlich ist und hole mir Hilfe, ggf. auch on den Behörden

    und

    b) ich bin Blockwart und melde, was gemäß der aktuellen politischen Lage verdächtig ist.

    Und das Ganze eingebettet in ein "Schulungskonzept".
    Als ehemaliger Bürger des demokratischsten Deutschlands, dass je auf dem Papier existiert hat, habe ich da gewisse Bauchschmerzen, dank persönlicher Erinnerungen. Meine Klassenlehrerin der 10. Klasse riet mir sogar, "meinen Klassenstandpunkt und meine Weltanschauung zu überprüfen". Das tat ich zwar als braver Schüler, stellte aber bei dieser Überprüfung fest, dass ich da eigentlich nichts ändern wollte.

    Manche Menschen haben nämlich einen Horizont mit dem Radius Null und nennen das ihren Standpunkt.

    Btw: Schulung: Hatten wir regelmäßig. Nannten wir "Rotlichbestrahlung". Die Nase wurde trotzdem nicht freier.

    Freiheitlich demokratische Grundordnung bedeutet nämlich, dass durchaus unterschiedliche politische Meinungen vertreten werden dürfen, diese im fairen Wettstreit mit- und gegeneinander stehen - und der kritische Bürger vor dem übergriffigen Staat geschützt werden soll. Nicht andersrum, dass die, die sich als "Staat" sehen, vor dem kritischen Bürger geschützt werden müssten.

    Was aktuell hier als "demokratisch" verkauft wird, erinnert mich stark an Stalinismus / Faschismus im neuen Gewand.

    Ich erinnere daran: Es gab noch nie in der Geschichte der Menschheit einen einzigen Staat, der sich im Namen "demokratisch" nannte und dies wirklich (im Sinne und im Vergleich zum/des deutschen Grundgesetzes) war: DDR, KDVR, DR Kongo, ...


    Kurzgefasst: Gefährder dürfen definitiv keine Waffe bekommen. Aber eine Spitzelstruktur wird das nicht verhindern.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Kurzgefasst: Gefährder dürfen definitiv keine Waffe bekommen. Aber eine Spitzelstruktur wird das nicht verhindern.

    Das Kernproblem hier wird aber auch sein, wie ein Vereinsmitglied oder Funktionär fragwürdige Personen identifizieren soll.

    Das kann man nicht in einen Workshop vermitteln. da spielen einfach viel zu viele Faktoren eine Rolle.

    Man läuft schnell Gefahr, Menschen in eine Schublade zu stecken, nur weil sie sich evtl nicht immer pro der dann aktuellen Regierung äußern, sondern auch mal Gesetze oder Vorgaben kritisch hinterfragen.

    Diese Entwicklung finde ich äußerst bedenklich. Wenn sich aber, und das ist eines der Probleme hierbei, der HSB gegen diese Form der Zusammenarbeit mit den Behörden, also diese quasi Spitzelstruktur, aussprechen würde, würde das vermutlich sofort negativ aufgefasst und so gedeutet werden, dass der HSB Extremisten in seinen Reihen dulden würde.

    Wie gesagt, ich finde das mittlerweile sehr bedenklich und hat in meinen Augen in einer freiheitlichen Demokratie keinen Platz.

  • Kommen denn nach den Schulen jetzt auch Schützenvereine?

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Jap, nicht nur die Schützenvereine, ich denke das wird in allen Vereinen jeder Sportart Einzug finden, weil die Behörden (auch die Regierung) für sich kein probates Mittel gefunden haben und nicht finden werden, um tatsächlich dem Extremismus, egal aus welcher Ecke, entgegenzuwirken.

    Die Politik hat sich den Extremismus teilweise importiert aber auch selbst, durch die fehlgeleitete Politik, heran gezüchtet. Und jetzt wissen sie nicht, wie sie das vernünftig in den Griff bekommen können.

  • Das Kernproblem hier wird aber auch sein, wie ein Vereinsmitglied oder Funktionär fragwürdige Personen identifizieren soll.

    Das kann man nicht in einen Workshop vermitteln. da spielen einfach viel zu viele Faktoren eine Rolle.

    Weil wir das nicht zu 100% können machen wir lieber überhaupt nichts, nach dem Beamtenmotto wer nichts macht nichts falsches.

    Wenn sich aber, und das ist eines der Probleme hierbei, der HSB gegen diese Form der Zusammenarbeit mit den Behörden, also diese quasi Spitzelstruktur, aussprechen würde, würde das vermutlich sofort negativ aufgefasst und so gedeutet werden, dass der HSB Extremisten in seinen Reihen dulden würde.

    Wenn man es so bezeichnet hast Du natürlich recht.

  • Das Kernproblem hier wird aber auch sein, wie ein Vereinsmitglied oder Funktionär fragwürdige Personen identifizieren soll.

    2016 hat die Apotheken Umschau Eltern in einem Artikel Kriterien für Nazi-Familien festgelegt. Darunter: die blonden Kinder benehme sich brav und sind ordentlich angezogen, Mädchen mit Zöpfen und langen Röcken...

  • Weil wir das nicht zu 100% können machen wir lieber überhaupt nichts, nach dem Beamtenmotto wer nichts macht nichts falsches.

    Wenn man es so bezeichnet hast Du natürlich recht.

    Betrachte es mal von der anderen Seite.

    Aufgabe der Behörden ist es auch Extremisten zu identifizieren. Dafür sind Behörden wie Polizei, Verfassungsschutz, etc. ausgebildet.

    Hier werden aber Vereine, ohne eine entsprechende Ausbildung zu haben, Extremistische Tendenzen zu identifizieren und zu melden.

    Welche Konsequenzen müssen aber diejenigen erwarten, beruflich, privat und waffenrechtlich, die den Behörden als potentielle Extremisten vom Verein gemeldet werden, sich aber herausstellt, nach wochen- oder monatelangen Untersuchungen der Behörden, dass nichts an der Anschuldigung dran war? Die Person nur gemeldet wurde, weil er mal einen dummen Kommentar von sich gegeben hat oder einfach nicht der dann aktuellen Regierung nach den Mund spricht.

    Ich halte das für sehr fragwürdig und stimme Califax 100% zu

  • Die Person nur gemeldet wurde, weil er mal einen dummen Kommentar von sich gegeben hat oder einfach nicht der dann aktuellen Regierung nach den Mund spricht.

    Oder Personen denen man mal so richtig eins auswischen wollte.

  • 2016 hat die Apotheken Umschau Eltern in einem Artikel Kriterien für Nazi-Familien festgelegt. Darunter: die blonden Kinder benehme sich brav und sind ordentlich angezogen, Mädchen mit Zöpfen und langen Röcken...

    Das würde mich interessieren.

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    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Einmal editiert, zuletzt von Murmelchen (7. Juli 2024 um 19:43)

  • Das würde mich interessieren.

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    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Es ist nun schwer, das Original zu finden (war, glaube ich, Februarausgabe). Hier ein Artikel von Stern dazu. Ich habe mal ein Video auf YT gesehen, da wurde direkt aus dem Artikel vorgelesen.

  • Freunde,

    ihr wisst, was ich von diesen neuen oder auch alten Braunen und anderen Fanatikern und Gestörten halte,

    es gilt aber immer noch und heutzutage wieder mehr denn je:

    "Der schlimmste Lump im ganzen Land das ist und bleibt der Denunziant!"


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen