Beiträge von Murmelchen

    Hallo Katja,

    vielen Dank für deinen konstruktiven Ansatz. Wir sollten die Gelegenheit nutzen, unsere Schießsportfreunde in aller Welt auf diese Idee und Chance hinzuweisen. Mein Englisch in Schriftform ist zwar mehr als holperig, aber ich werde versuchen, deinen Ansatz weiterzugeben. Wem die englische Sprache flüssiger von der Hand geht und wer sich auch schon mal in den englischsprachigen Foren "rumtreibt", sollte das auch tun.

    Es wäre doch ein deutliches und schönes Zeichen, wenn nächstes Jahr in London die Tribünen bei den Schießsport-Bewerben überwiegend mit jungen Menschen und Schülern besetzt wären.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael Kuhn,

    eine vorherrschende Meinung gibt es hier aus meiner Sicht nicht, höchstens einen Konsens, dass die Art, wie z. Bsp. BBF an die meisten Sachen ran geht, der Sache nicht dienlich ist.

    Ich finde es nicht richtig, dass der BSSB und leider auch der DSB sich genötigt sieht, sich von einer Organisation wie prolegal distanzieren zu müssen. Man sollte immer berücksichtigen, dass, wenn auch unterschiedliche Wege gegangen werden, hier doch klar gemeinsame Interessen und Ziele verfolgt werden.

    Für dingos Thesen bezüglich der angeblich zu aggressiven Vorgehensweise kann ich so auch keine Belege finden. Ich glaube, hier wird der Fehler begangen, irgendwelche zum Teil wirklich fragwürdigen Äußerungen in den Foren von vermeintlichen Bekennern mit der offiziellen Sichtweise und den offiziellen Äußerungen und der Vorgehensweise von prolegal gleichzusetzen. Und mit den Politikern in Bayern wäre ich auch etwas vorsichtiger. Die meisten dort sind nämlich mittlerweile auch recht geschmeidig, um es mal vorsichtig auszudrücken.

    Leider merken immer noch viele Schützen nicht, dass wir uns durch die ganzen Distanzierungen und das Klein-Klein-Denken nur weiter schwächen und unsere Gegner (ja, die gibt es) nur weiter stärken.

    Leider hat aber auch jemand wie BBF in den letzten Monaten hier alles daran gesetzt, die Gräben weiter zu vertiefen. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Aber für diese Maßnahme des BSSB habe ich auch kein Verständnis.

    Wie gesagt, ich sehe hier keine einheitliche vorherrschende Meinung. Daher solltet wir das Thema hier auch diskutieren können und daher würde ich auch einen Beitrag von Dir hier begrüßen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo IamSoLaZe,

    gut, dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu ab. Ich bin zwar eher ein Gewehrschütze, aber ich habe auch schon mal eine Pistole in der Hand gehalten. In den Neunzigern habe ich sogar ein paar Jahre in einer Mannschaft geschossen und an guten Tagen konnte ich auch so um die 360 Ringe erreichen, mit FWB LP 100. Eine FWB LP 65 ist mir auch nicht fremd, aber ich habe auch schon mit neueren Pistolen wie Steyr LP1 CO2 und Steyr LP 10 Pressluft geschossen.

    Vorweg, eine HW40 ist sicher keine schlechte Pistole, aber doch eher für das beidhändige GK-Training gedacht. Dem sportlichen Lupi-Schießen kommt daher meiner Meinung nach selbst die betagte FWB LP 65 näher, auch wenn die durch die Technik nicht mehr mit heutigen Pistolen wie der Steyr LP 10 vergleichbar ist. Aber die Teile sind ziemlich unverwüstlich und man kann sich damit immer noch gut die Grundlagen beibringen und auch durchaus auf einem höheren Level mit schießen. Etwas nachteilig ist der seitliche Spannvorgang, der einem leicht die Pistole etwas aus der Hand, aus dem Griff, dreht. Aber man kann sich damit auch arrangieren. Aber wenn schon ein Modell aus der Reihe, dann die LP 65 und nicht die Modelle LP 80 oder LP 90. Die haben etwas anfälligere Abzüge ohne wirkliche Vorteile.

    Die nächste Stufe wären dann Modelle wie die FWB 100, 102, 103 mit vorkomprimierter Luft. Das sind auch heute noch moderne Pistolen, auch wenn man für das Spannen etwas Kraft braucht. Ist aber aus meiner Sicht nicht so dramatisch und vom Kraftverlauf auch besser gelöst als bei den Seitenspannern. Damit hättest Du eine noch halbwegs moderne Pistole ohne die Abhängigkeit von Pressluft oder CO2.

    Recht preiswert werden heutzutage auch die Modelle mit CO2 angeboten. Auch das sind immer noch moderne und gut schießende Pistolen, wo dann auch der Kraftaufwand beim Spannen weg fällt. Die oft kritisierte Temperaturabhängigkeit von CO2 ist zwar vorhanden, aber auf halbwegs temperierten Ständen auch nicht wirklich problematisch. Das macht sich normalerweise erst richtig bemerkbar, wenn man bei Minus-Graden schießt. Neben den Modellen von FWB und Walther würde sich hier auch sehr gut das Modell LP 1 von Steyr anbieten, welches man glaube ich sogar auch auf Pressluft umrüsten lassen kann.

    Mit das Top-Modell ist heutzutage zweifelsohne die Steyr LP 10 mit Pressluft. Natürlich schreckt da der Preis erstm al ab, aber es gibt die Pistolen ja auch gebraucht und der Wertverlust hält sich ja auch noch in überschaubaren Grenzen.


    Zum Schuss noch zwei Buchempfehlungen:

    Das aktuellste und wohl auch zur Zeit fundierteste Werk ist "Olympisches Pytolenschießen" von Heinz Reinkemeier und MEC. Nicht ganz billig, aber wie ich die Herausgeber kenne, lohnt es sich bestimmt.

    Nicht mehr im Handel erhältlich, aber immer noch sehr gut ist auch das Werk "Sportliches Pistolenschießen" von Ragnar Skanaker und Laslo Antal, Übersetzung und Überarbeitung von Ulrich Eichstätt. Achte aber auf die 4. und letzte Auflage.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hier eine Stellungnahme, veröffentlicht auf http://www.targettalk.org

    The Shooting Manager for the 2012 Olympics has stated the following:-

    LOCOG's position is this;

    - Shooting tickets are included in the Ticketshare programme;
    - The Ticketshare programme includes a range of groups - schools, BOA/BPA and Tickets for Troops;
    - There are a small number of shooting tickets in the Ticketshare programme, and we planned to issue the tickets where the demand was greatest;
    - Our initial consultation with schools suggested that there wasn't a demand for shooting tickets;
    - However, if schools request shooting tickets, we will provide them, subject to availability;

    We are absolutely clear that children are allowed into the venue at Games time - indeed, shooting is one of our Pay Your Age sports, and we have sold tickets to children and will continue to do so dependent upon availability.

    I hope this clarifies the position.

    Es ist und bleibt eine Sauerei, aber ganz so dramatisch, wie zuerst angenommen, ist es auch nicht. Ludwig hat die Sache ja schon etwas entschärft. Es geht oder ging hier um (ein paar) Frei-Tickets für Schulkinder. Für Jugendliche oder Kinder können aber durchaus Eintrittskarten erworben werden und diesen wird auch der Zutritt zu den Schießsport-Bewerben uneingeschränkt gestattet..


    Es ist auch ganz schön, dass auf der Seite der Zeitung bei mittlerweile über 70 Kommentaren nicht ein einziger darunter ist, der die Sache gutheißt. Ich befürchte, dass sähe hier bei uns in Deutschland anders aus. Hier finden sich leider immer genug Idioten, die auch noch die schrägste Sache irgendwie gut finden oder rechtfertigen müssen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Mario,

    bezüglich deiner Frage, ob eine Visiererhöhung die Auswirkungen bei Abweichungen vom gewählten Verkantungswinkel vergrößert, kann ich Dich beruhigen. Eine Visiererhöhung vergrößert diese Fehler nicht, auch wenn das oft behauptet wird. Beim LG sind kleine Abweichungen vom Verkantungswinkel oder besser ausgedrückt Haltewinkel eh nicht ganz so dramatisch, da man sich, alle anderen Fehler mal ausgenommen, nach jeder Seite fast 8 Grad erlauben kann, bis man aus der Zehn kommt. Das sollte ein Schütze eigentlich erkennen und auch fühlen können. Beim KK sieht die Sache schon ganz anders aus. Da sind es nur noch knapp 4 Grad. Ich habe zum Thema Verkantungsfehler hier schon mal etwas ausführlicher geschrieben.

    Aber abgesehen von von den nicht vorhandenen Auswirkungen auf das Verkanten stellt sich mir ähnlich wie sobigrufti die Frage, ob man sich mit einer Visiererhöhung wirklich immer einen Gefallen tut. Man sieht zwar heutzutage sehr oft diese Türmchen auf den Gewehren und die Schützen treffen auch damit und es ist auch richtig, dass die Kopfhaltung möglich entspannt und bequem sein sollte, aber ich bilde mir ein, dass man durch ein leichtes Herunternehmen des Kopfes die Festigkeit des Anschlages etwas verbessern kann. Ich meine hier eine eher passive Festigkeit, die dadurch entsteht, dass man den Kopf einfach etwas sacken lässt. Also ohne Kraft oder aktive Anspannung. Aber im Grunde muss jeder für sich entscheiden, wie und womit er besser klar kommt. Daher probiere die Sache mit der weiteren Erhöhung ruhig mal aus. Behalte aber im Hinterkopf, dass "ganz entspannt" auch bedeuten kann, dass man nur noch "rumeiert".


    sobigrufti

    Danke für die Blumen. Freut, mich, wenn meine Beiträge als hilfreich angesehen werden. Aber ich bin da auch nur ein ziemlich kleines Licht und oft eher unsicher als sicher. Hinzu kommt auch noch, dass ich oft den Eindruck habe, etliche Schützen nicht wirklich zu erreichen und mich selbst erreiche ich erst recht regelmäßig nicht. :wacko: Aber so einige Sachen kriegen wir glaube ich hier Forum gemeinsam auch ganz gut hin.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    @BBF,

    das ist zwar eine ganz üble Nachricht, aber den lachenden Smiley in deinem Beitrag finde ich fast noch übler.

    Für mich hast Du damit endgültig jede Reputation verloren, dich in irgendeiner Form über den Schießsport zu äußern. Meine gute Erziehung verbietet mir zwar, zu sagen, was ich denke, aber Du darfst Dich nicht nicht wunderen, wenn Schützen Dich für ein Riesenarschloch halten.


    Dan

    Wenn man nicht beteiligt ist und wohl auch überhaupt nicht beurteilen oder nachvollziehen kann, was die Teilnahme für einen Schützen an den Olympischen Spielen bedeutet, kann man leicht "gute" Ratschläge geben. Sollte man aber besser nicht tun.


    Mit etwas verärgertem Schützengruß

    Frank

    Sonja Pfeilschifter war mit ihren 591 im Vorkampf KK 3x20 jetzt auch nicht sooo schlecht. Das Ergebnis liegt auch nur 3 Ringe unter ihrem eigenen seit 2006 gehaltenen Weltrekord und damit hat man auch International recht gute Chancen auf den Sieg. Zweimal 9,9 sollen wohl auch noch in die Sache involviert gewesen sein. Da konnte sie dann auch ihren Vorsprung von 5 Ringen recht locker nach Hause schaukeln. Wobei 5 Ringe zwar schon ein Wort sind, aber mit dem KK Stehend auch nicht so eine sichere Bank sind, wie mit dem LG. Interessant ist, dass sie ihre beiden "schlechtesten" Serien im Anschlag Kniend schoss.

    Carcano Viel Erfolg und natürlich auch ein bisschen Spaß


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Doppel- bzw. Dreifachsieg für Westfalen

    Marco Hummler ( 596 / 104,9 ) und Christian Butz ( 599 / 101,8 ) haben im olympischen Liegend-Kampf die Gold- und Silbermedaille errungen. 1/10 Ring entschied dabei nach 70 Schuss über den DM-Titel. Dabei zeigte Marco Hummler im Finale eine tolle Aufholjagd und konnte erst mit dem letzten Schuss den Sieg für sich erringen. Richard Dietzsch aus Bayern belegte mit ( 598 / 102,6 ) Ringen den dritten Platz.

    Gemeinsam mit dem Altinternationalen Maik Eckhardt, der mit 595 Ringen auf Platz 10 kam, siegten die für den SSC Bruchmühlen startenden Westfalen auch in der Mannschaftswertung.


    Mit westfälischem Schützengruß

    Frank

    Hallo neuenkruger,

    deine Überlegung ist ja so auch richtig. Nur war vermutlich der alte Anschlag eben noch gar nicht nicht richtig ausbalanciert.

    Eine Erklärung für das jetzt etwas stärker ausgeprägte Hohlkreuz, die mir noch so einfällt, wäre die jetzt etwas höhere Lage des Gewehrs. Vielleicht wählt die Schützin (unbewusst) diese Position, um trotz der etwas höheren Lage des Gewehrs bei gleicher Position des Stützarms wieder auf die Hüfte zu kommen. Denn durch das Hohlkreuz kommt ja auch die linke Schulter und damit auch der Stützarm etwas tiefer. Ist aber jetzt nur so eine Vermutung. Um da etwas genaueres zu sagen können, müsste ich die Schützin wirklich mal live auf dem Stand sehen können.

    Aber wie gesagt, so schlecht sieht der Anschlag jetzt nicht aus. Beachte auch mal die Anmerkungen von Hotwheel und frank17 bezüglich der vermutlich etwas verdrehten bzw. nicht richtig ausgerichteten Hüfte. Die Rücklage sieht jetzt zumindest auf den Fotos auch nicht so dramatisch aus. Wenn die Schützin so das Gefühl der Balance hat, kann das auch so bleiben. Die Probleme mit dem Rücken sollten sich mit ein bisschen Training legen, wenn es nur an der Ungewohntheit liegen sollte.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo neuenkruger,

    ein direkter Zusammenhang zwischen Hohlkreuz und einer etwas zu tief liegenden Visierlinie erschließt sich mir so zumindest auf Anhieb nicht. Von der Kopfhaltung her auf den neueren Fotos würde ich auch nicht unbedingt auf eine wesentlich zu tiefe Visierlinie schließen wollen.

    Die Rücklage dient ja auch mehr der Balance und dem Schwerpunktausgleich und wird oft vom Schützen her schon beim Einsetzen auch unbewusst etwas übertrieben. Wenn die Muskulatur nicht an die Rücklage gewöhnt ist, kann es am Anfang auch zu leichtem Muskelkater führen. Das sollte sich aber nach ein paar Wiederholungen legen. Aber beim Rücken ist auch immer eine gewisse Vorsicht angebracht. Sollte die Schützin da auch sonst schon mal Probleme andeuten, ist vielleicht auch mal ein Besuch beim Doc nicht ganz verkehrt. Da aber zu viel Rücklage auch nicht als optimal angesehen wird, versuche doch mal gemeinsam im Dialog mit der Schützin herauszufinden, ob sie überhaupt soviel Rücklage braucht. Führe aber die Veränderungen immer nur in kleinen Schritten durch und versuche mal die Aufmerksamkeit der Schützin auf die Nullstellung zu legen, am besten erst mal ohne Schussabgabe, auch wenn es etwas langweilig erscheint. Frage sie, wie sich der Anschlag so anfühlt und wie kraftfrei sie das Gewehr halten kann und ob es auch leidlich ruhig steht. Frag sie nach der Wiederholgenauigkeit. Solche doch stärkeren Veränderungen des Anschlags gehen nicht von heute auf morgen. Hinzu kommt auch noch, dass sich viele Schützen auf diesem Level oft schon ein paar unsaubere Technikelemente angewöhnt haben, die man als Trainer auch erst mal mitkriegen muss und dann muss man auch noch den Schützen davon überzeugen, dass das so auf Dauer seine Entwicklung erschwert. Wichtig ist, dass man den Schützen und das Gewehr immer als eine Einheit ansieht. Damit ist dann die Nullstellung auch immer festgelegt. Es kommt also auf die Wiederholgenauigkeit an. Abweichungen und Unsauberkeiten führen immer wieder zu leicht anderen Nullstellungen. Irgendwann weiß sich der Schütze dann nicht mehr anders zu helfen, als das Gewehr mit Kraft ins Ziel zu drücken. Oft wird dabei mit dem Stützarm gesteuert. Manche Schützen trainieren das dann regelrecht und werden dann irgendwann auch ganz leidliche Schützen, aber richtig gut wird man so nur schwerlich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Das-Ü,

    einige deiner Angaben muss man aber etwas relativieren.. Ein Vergleich von Alu und Holz nur alleine in Hinblick auf das spezifische Gewicht ist nicht ganz sinnvoll. Die unterschiedliche Festigkeit spielt auch eine wichtige Rolle. Das ist ja auch der entscheidende Vorteil von Alu gegenüber Holz. Man kann die Schäfte an den entsprechenden Stellen schlanker auslegen.

    Die 4,8kg der Anschütz 1907 beziehen sich auf ein Modell mit den Standard-Schaft, die 5,6kg dagegen auf ein Modell mit den neuen Precise-Schaft komplett mit Hakenkappe und der auch nicht gerade ganz leichten alten Vorderschaftverstärkung.

    Bei den Angaben für die Modelle von FWB ist es ähnlich. Auch dort wird ja das Holzmodell mit Standardschaft und Kappe mit der Super Match mit Hakenkappe verglichen.

    Die Gewichtsangabe 5,6kg der 1913 mit Holzschaft ist mir etwas suspekt. Die älteren Ausführungen dieser Modellreihe sind jedenfalls noch deutlich schwerer. Da das System ja nicht verändert wurde, kann ich mir die Gewichtseinsparungen nur am Schaft nicht so ganz vorstellen.

    Hier mal ein paar andere Angaben: (Allermann Katalog 1999 - Stelljes Katalog 1991)

    Anschütz 1913 6,5kg - 7,0kg
    Anschütz 2013 7,0kg

    Das Modell 1911 (Liegendschaft) wird 1991 mit 5,4kg angeben, das Modell 1910 mit 6,5kg. Die Standardgewehre werden immer mit 4,9kg angegeben. Das war ja auch die alte Gwichtsgrenze.

    Meine 1807 im 1813-Schaft mit modifizierter Hakenkappe und den Schiebegewichten auf dem Reiter von Anschütz unter dem Lauf wiegt auch knapp 6,5kg. Der Gewichtsunterschied zwischen den Systemen 1807 und 1813 beträgt ca. 600g. Das passt also ganz gut zu meinen obigen Angaben.

    Ich meine jedenfalls, dass der 2213 Alu-Schaft etwas leichter als mein 1813-Schaft ist. Das ist jetzt aber jetzt subjektiv, ich habe die Teile noch nicht gewogen. Bei Bedarf kann ich aber mal nur meinen Schaft ohne System und Zubehör auf die Waage legen.

    Man darf aber auch nicht nur die reinen Schäfte vergleichen. Die Beschlagteile spielen, wie man beim Vergleich Super Match zu Standard sieht, eine entscheidende Rolle. Da kommt es dann auch noch darauf an, ob aus Stahl oder aus Alu.


    @sobigrufi

    Ist ja bei Anschütz auch nicht anders. Der Gewichtsunterschied zwischen den Systemen mit den schweren Läufen (XX13) und den Systemen mit den leichteren Läufen (XX07) beträgt ca. 600g. Wenn man nicht zu kopflastig schießen möchte, was ja auch nach heutiger Lehrbuchmeinung nicht mehr als optimal angesehen wird, muss man bei den schwereren Läufen hinten am Schaft was an Gewicht drauflegen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael Kuhn,

    hier ein Auszug aus dem Waffengesetz:

    § 37 Anzeigepflichten

    (1) Wer Waffen oder Munition, deren Erwerb der Erlaubnis bedarf,

    1. beim Tode eines Waffenbesitzers, als Finder oder in ähnlicher Weise,
    2. als Insolvenzverwalter, Zwangsverwalter, Gerichtsvollzieher oder in ähnlicher Weise

    in Besitz nimmt, hat dies der zuständigen Behörde unverzüglich anzuzeigen.

    Für mich liest sich das so, dass der Gesetzgeber die Inbesitznahme durch einen Finder nicht grundsätzlich ausschließt und auch nicht generell unter Strafe stellt. Daher meine Anmerkungen in dem zweiten Beitrag. Der Oma hat das ganze "Problem" natürlich nie jemand mal richtig erklärt.

    Der Lehrer mit der geklauten Patrone mit Hartkerngeschoss war ja noch schräger. Aber für den tut es mir im Gegensatz zu der älteren Dame auch nicht leid. Generell leisten damit aber unsere Behörden einen weiteren Beitrag zu Staatsverdrossenheit.

    Bin ja mal gespannt, wann die erste Mutti mit Küchenmesser im Einkaufskörbchen angezeigt wird.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Schaftkappe ist eine der Schnittstellen zwischen dem Schützen und dem Gewehr. Durch den Sitz in der Schulter (der Begriff Schulter ist hier ziemlich unscharf) wird die Position und damit auch die Ausrichtung des Gewehres in hohen Maße festgelegt. Die Kappe sollte daher (im Rahmen der jeweiligen Sportordnung) verstellbar sein, um einen möglichst flächigen, festen und vor allem auch wiederholbaren Sitz zu gewährleisten.

    Die Hakenkappe ist eine Erweiterung der normalen Kappe und nicht ganz ohne Tücke. Durch den langen Hebel wirken sich hier Kräfte stärker auf das Gewehr aus. Die ganz alten starren Hakenkappen kann man eigentlich komplett vergessen, denn sie passen nur ganz wenigen Schützen, zwingen aber den Rest in eine unnatürliche Haltung. Wenn also schon eine Hakenkappe, dann auch eine ordentlich verstellbare. Bei den neusten Modellen ist sogar der Haken auch seitlich versetzbar, was auch gerade Liegend Sinn machen kann. Es gibt aber generell ganz schöne Unterschiede bei den Hakenkappen und nicht jede liegt auch jedem Schützen. Die Hakenkappen wurden wohl mal eingeführt, weil früher mit deutlich kopflastigeren Gewehren geschossen wurde und so der Hacken einen Gegenpol liefern sollte. Heute schießen aber nur noch die wenigsten Schützen so. Der Haken wird daher auch nicht mehr immer aktiv (in Bezug auf Kräfte) genutzt, sondern liefert vielen Schützen hauptsächlich eine Art Führhilfe und eine Kontrollmöglichkeit für den wiederholgenauen Sitz in der Schulter. Liegend gibt es sogar Schützen, die komplett auf den Haken verzichten, weil er gerade dort je nach Anschlag auch mehr stören als nutzen kann.

    Hier noch ein sehr schönes Beispiel für eine, sagen wir mal, interessante Einstellung der Hakenkappe. Allerdings scheint er ja auch so etwas zu treffen. Ob aber wegen oder trotz der Hakenkappe, ist natürlich (wie immer) unklar. ;) Vielleicht hat ihm ja auch noch keiner gesagt, dass man das Teil auch verstellen darf. :rolleyes:

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Nur wenn unsereiner jetzt damit "erwischt" wird, ich meine das kleine, dann ist aber der Teufel los. Dann wird hart durchgegriffen und der Sicherheit genüge getan. Ganz sicher.

    Sagt mal, es ist verboten, Autos anzuzünden? Ja aber warum brennen die dann doch regelmäßig?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Katja,

    Frau Altpeter findet es jedoch nicht gut, wenn Minderjährige Zugang zu Druckluftwaffen bekommen und daher hat der Ausschuss Frauen, Sport & Co. eine Vertagung der Vorschrift, die seit 2006!!!!!!!!!!!! fast steht erneut vertagt.


    hier würde ich gerne nachhaken. Stört sich jetzt diese Frau Altpeter an den möglichen Sondergenehmigungen, die Kindern unter 12 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen doch das Schießen mit Druckluft ermöglichen können, oder stört sie sich sich generell an den Altersgrenzen. Vermutlich auch letzteres. Aber um die zu ändern, wäre aber doch eine Gesetzesänderung nötig, nicht nur eine Korrektur der Verwaltungsvorschrift. Aber auch die Möglichkeit der Sondererlaubnis ist doch im WaffG fixiert und kann doch so auch nicht (mal einfach so) durch die Verwaltungsvorschrift außer Kraft gesetzt werden.

    Mal etwas provokant gefragt, kann es sein, dass sich da (wiedermal) Leute mit einer Sache beschäftigen, denen schlicht die dazu die nötige Kompetenz fehlt?


    Apropos, auch unser Vize Jürgen Kohlheim hatte ja schon mal etwas "Spaß" mit Frau Altpeter. Na ja, ob das jetzt eine Ehre ist?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Noch eine Anmerkung: Wenn die ältere Dame die Patronen wirklich gefunden haben sollte und dieses den Behörden auch so mitgeteilt haben sollte, müsste sie doch eigentlich straffrei bleiben. Nur der Transport von Munition alleine ist kein Vergehen und die Sache mit den Funden ist ja auch im Gesetz geregelt. Wie gesagt, ich sehe hier nur das mögliche Problem, dass die Dame auch angegeben haben könnte, dass sich die Patronen schon länger in ihren Besitz befunden haben.

    Oder übersehe ich hier jetzt etwas wesentliches? Bin ja nur interessierter Laie.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wobei der Bericht natürlich wieder dem typischen Bild-Unfug entspricht.

    Nicht der Transport ist hier das Problem, für den gibst es keine besonderen Vorschriften, sondern schlicht der Besitz.

    Anzumerken bliebe auch noch, das der Besitz von "normaler" Munition, also Munition, welche nicht dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegt, nach dem alten Waffengesetz noch legal war. Auch wenn die Bild da etwas von Maschinengewehrmunition "faselt", muss das ja so noch lange nicht stimmen.

    Ich habe inzwischen ein Foto im Netz gefunden. Für mich sehen die Teile aus wie Manöverpatronen aus Messing, wie sie auch für das MG verwendet werden. Also stimmt zumindest schon mal die grobe Richtung der Bild. Allerdings sind auch diese Patronen, auch wenn es sich um Platzpatronen handelt, in Deutschland erlaubnispflichtig. Somit ist die ältere Dame auch formal richtig erst mal wegen unerlaubten Besitzes dran.

    Ob man allerdings auch in so einem Fall wie hier wirklich immer mit der vollen Härte des Gesetzes agieren muss, weiß ich nicht. Unerfreulicher Nebeneffekt ist ja auch noch, dass bald kaum noch einer mit solchen "Funden" zur Polizei gehst, sondern das Zeug irgendwo klammheimlich entsorgt und damit dann unter Umständen erst recht Gefahren herauf beschwört. Aber ich mein ja nur,


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Feinwerkbau p700 Läufe sind erste Sahne, da hat sich Feinwerkbau selbst übertroffen!


    Ich habe auch schon durchaus berufene Stimmen gehört, wonach die Qualität der Läufe, was die Munitionsverträglichkeit angeht, im Vergleich zur P70 eher etwas nachgelassen haben soll. Das kann man aber wohl auch nicht verallgemeinern, denn es gab schon immer auch bei den LG-Läufen kleine Unterschiede, welche dazu führten, das eben einige Läufe etwas empfindlicher auf unterschiedliche Munitionserien als andere reagierten.

    Das soll aber jetzt nicht gegen die P700 sprechen. Ich persönlich halte sie zur Zeit immer noch für eines der gelungensten Match-LGs, auch in Bezug auf die Verarbeitungsqualität. Aber auch da muss man heutzutage trotz der hohen Preise wohl kleine Abstriche in Kauf nehmen. Technisch haben die Gewehre zweifelsohne stark zugelegt, aber die Robustheit und teilweise auch die Qualität der Materialien hat im Vergleich zu den Modellen von noch vor 20/30 Jahren doch etwas nachgelassen.


    lauki

    wie meine Vorgänger schon schrieben, versteife Dich nicht zu sehr auf ein Fabrikat oder Modell. Gut schießen tun die Gewehre alle. Aber es gibt von Hersteller zu Hersteller und teilweise auch von Modell zu Modell doch deutliche Unterschiede, einmal in Richtung gefühlte Schussauslösekarakeristik und dann natürlich auch noch in Richtung Schäftung. Was anderen liegt und auch ein Stück weit gefällt, muss nicht unbedingt auch Dir liegen. Nimm Dir daher viel Zeit mit und teste die Gewehre mal in aller Ruhe durch. Bezüglich FWB machst Du sicher nichts falsch, aber es kann auch sein, dass Dir ein Modell eines anderen Herstellers persönlich noch besser liegt. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Dir die Besonderheiten der Auflage-Gewehre bezüglich Schäftung (hier insbesondere Vorderschäftung und Schaftkappe) und Visierung (hier die Möglichkeit der Visierrückverlagerung) bekannt sind.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Lilly,

    das Gewicht der 1807 müsste serienmäßig unter 5kg liegen. Es kann aber sein, dass da nachträglich Gewichte in den Schaft eingebracht worden sind, da die Gewichtsgrenzen ja seit der 1807-Serie erst auf 5,5kg und dann sogar auf 6,5 bzw. 8,5kg erhöht wurden. Lege das Gewehr mal auf eine Waage und schaue, sollte es deutlich über 5kg liegen, mal unter die UIT-Schiene oder oder die Schaftkappe. Es kann auch sein, dass da im 1807-Schaft ein schwereres 1813-System steckt. Das müsste dann aber auch auf dem Lauf stehen.

    Zu den Schmerzen im Arm: Es ist auch eine Frage der Optimierung und auch der Gewöhnung, wir hier schon gesagt wurde, aber auch eine Frage des Handstops und wie der Schießriemen verläuft. Mach doch mal ein paar aussagekräftige Fotos von deinem Sohn im Anschlag. Schaue Dir dazu mal hier im Forum die Beiträge von kruemelgirl an. Ein Ferntraining ist zwar nicht optimal, aber grobe Schwachstellen sollten wir hier doch noch erkennen können, jedenfalls meistens. ;)

    Der 1807-Schaft, also der Standard-Schaft, ist gar nicht so schlecht. So spontan fallen mir nur zwei Schachpunkte ein. Die Form der Schaftbacke aus Kunststoff verläuft, sage ich mal, sehr spitz und ist auch seitlich nicht verstellbar. Man kann sie aber mit etwas Basteln auch austauschen, zum Beispiel gegen das Modell der (älteren) 1907, oder sich bei Bedarf auch mit dem Aufdicken durch z. Bsp. Lederstücke behelfen. Der Abstand Pistolengriff zum Abzug ist auch recht groß und so nicht für jedermann optimal. Aber auch hier kann man bei Bedarf mit Kittmasse etwas nachhelfen.

    Die Match 54 (im weiteren Sinne zählen auch 18XX und 19XX dazu) passen in alle Schäfte für die runden Systeme. Man muss aber unter Umständen etwas Platz für entweder die alte Flügelsicherung oder den neuen Abzug schaffen. Solltest Du weiterhin mit der Anschaffung eines modernen Schaftes liebäugeln, so sucht euch am besten erst mal eine Möglichkeit, diese Schäfte auch vor Kauf ausgiebig zu testen. Denn bei all den vielfältigen Einstellmöglichkeiten und auch der leichten Gewichtsreduzierung haben die Schäfte auch Eigenschaften, die auch nicht jedem auf Anhieb liegen, z. Bsp. die sehr flachen Vorderschäfte.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank