Beiträge von Leachimsachet

    Meine persönliche Bestleistung bei grüner RWS Rundkugel mit Hirtenberger liegt bei 288. Rekord meiner Frau mit der Konstellation 281.

    Neben der Munition spielt vor allem das Putzen eine große Rolle. Meine Feststellung ist, dass bei der großen Munition der Lauf schneller verbleibt und dadurch die Präzision nach einer gewissen Schussanzahl wieder schlechter wird.

    Die besten Ergebnisse hatten wir in der Schießmaschine, wenn alle zwei Schuss geputzt wurde. Im Wettkampf natürlich unmöglich zum nachstellen.

    Ja, die Grundfrage ist immer was kann ich mir leisten? Wie gut sind die gebrauchten Anlagen? Da fehlen mir Erfahrungswerte, zu Häring und Co.. Aber Stände zum Ausschlachten sind als Ersatzteilspender sicher sinnvoll. Es ist auch immer eine Frage welche voraussichtliche Nutzungsdauer habe ich?

    Ich hatte ja bereits geschrieben, hier sollte man sich auch mal nach gebrauchten Anlagen von anderen Anbietern umschauen. Evtl. auch mal bei den Herstellern fragen. Meyton hat uns bei der Umrüstung angeboten die alten in Zahlung zu nehmen. Da hätte man ggf. den Vorteil einer Garantie. Evtl. machen das auch andere. In Bay. Schützenzeitung werden auch ab und an Stände angeboten, so eine Kleinanzeigenecke gibt es sicher auch bei den anderen Verbandszeitungen. Ggf. dort eine Anzeige unter Suche aufgeben.

    Wie gesagt, es kommt immer auf die Umstände um. Unsere erste gebrauchte Anlage haben wir 2013 gekauft - 12 Stände für 5.500 Euro. Nach einer kleinen Fundraising-Aktion bei Mitgliedern und lokalen Firmen hatten wir 8.000 Euro zusammen und haben damit die Luftdruckhalle ein wenig aufgehübscht.

    Die großen Messrahmen für 25 und 50 Meter Pistole sind aus meiner Sicht von Meyton sehr teuer. Daher hatten wir das Thema Umrüstung ad Acta gelegt und frei gebrauchte Disag-Stände für 50 Meter Gewehr für jeweils 1.000 Euro geholt.

    2018 hatten wir dann von einem Verein acht Polytronic-Stände mit acht großen und acht kleinen Messrahmen für 5.500 Euro bekommen. Damit haben wir dann die übrigen scharfen Stände umgerüstet.

    Insgesamt haben wir so für 21 Stände 14.000 Euro gezahlt. Neu hätte die Maßnahme vermutlich 80 - 90.000 Euro gekostet.

    Die Luftdruck-Stände von 2010 haben wir 2023 durch gebrauchte Disag-Stände getauscht. Nach Abzug Verkauf der alten Ständen haben wir da für elf Stände dann noch 7.000 Euro gezahlt.

    Dieses Vorgehen muss nicht für alle passen und ist sicherlich Geschmackssache. Uns war es wichtig die komplette Anlage 10, 25 und 50 Meter auf Elektronik umzustellen.

    Unser Vorsitzender hat einen ehemaligen Techniker von Häring um Rat gefragt. Der sagt, ab Baujahr 2004 ist der Kauf ok, weil ab da irgendwelche anderen Platinen verbaut worden sind mit der Bezeichnung PR-6. Hat wohl was mit dem Betriebsystem und der Möglichkeit von neuerer Software zu tun.

    Die Anlage bei Kleinanzeigen ist von 2010 und somit völlig im zeitlichen Rahmen. Sie wurde damals extra mit der Funkstrecke für den Verein konzipiert, kann aber auch ganz normal mit Kabel betrieben werden, wenn man das will.

    Ist gekauft 8):)

    Herzlichen Glückwunsch und willkommen im Elektronik-Zeitalter!

    Wie geschrieben, Meyton kenne ich am besten, als Schütze. Die laufen problemlos, sicher ab und an zickt mal ein Stand. Aber wir hatten noch nie Probleme beim Wettkampf. Unser EDVler hat das gut im Griff.

    Auf Disag schieße ich ab und an mal, bei Wettkämpfen. Da kann ich aber auch nichts negatives sagen.

    Häring, Spieth sind die Exoten und ich sag mal die Technik ist nicht mehr aktuell.

    Dafür kosten sie deutlich weniger und können für manche Vereine ein günstiges Upgrade zu Seilzug darstellen.

    Auf 25 und 50 Meter Pistole haben wir eine alte Polytronic-Anlage im Einsatz. Erfüllt Ihren Zweck und wenn ich sehe, wie viele Schüsse pro Jahr in München in der KK-Halle auf jeden Stand abgegeben werden, dann halten die noch ewig.

    Man muss an der Stelle einfach fragen, wo man herkommt und wie groß das Budget ist. Viele kommen vom rostigen Käfer und hätten am liebsten einem Bentley, den sie sich nicht leisten können. Der BMW dazwischen wird gar nicht beachtet und man fährt lieber mit dem Käfer weiter

    Wir hatten vor einigen Jahren gebrauchte Elektronische von Spieth gekauft, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Die Stände wurden von uns dann, da waren sie 25 Jahre alt, wieder weiterverkauft.

    Was ging in all den Jahren kaputt? Einmal der Motor, der den Kontrollstreifen weiterrückt. Wir haben regelmäßig die Passepartouts gewechselt und Teflonband reingeklebt, damit es besser rutscht.

    In den zwei Jahren seit wir Disag haben, haben wir deutlich mehr Defekte und regelmäßig Ärger.

    Aus meiner Sicht hat es schon irgendwas mit "dem Gefährlichen" zu tun... Es ist echt, greifbar, hör- und fühlbar. Dazu kommt die mechanische Technik und die Ästhetik.

    Bei einem Lichtgewehr fehlt all das. Es geht nicht nur darum, irgendwas ins Ziel zu bringen. Es ist das Ganze drumrum

    Du hast ziemlich genau die Argumente aufgezählt, die Mitglieder unserer Königlich privilegierten Hauptschützengesellschaft 1885 in das Protokoll der Jahreshauptversammlung geschrieben haben, als der Antrag gestellt künftig neben Feuerstutzen auf 130 Metern im Freien auch auf 15 Metern mit Zimmerstutzen in der Halle zu schießen.

    Genau das ist der Grund, warum Deutschland inzwischen als innovationsfeindlich und rückständig gilt. Ein Teil der Schützen verteufelt Elektronische Stände und Pressluftgewehre. Der nächste lehnt Kartenzahlung ab, weil nur Bargeld Freiheit ist und der übernächste will bis zu einem Lebensende Diesel fahren und Heizöl daheim verbrennen, weil Luftwärmepumpen ja nur in aufwendig sanierten Gebäuden funktionieren und das auch nur in milden Wintern. Und Strom, ja Strom muss aus einem Atomkraftwerk kommen.

    Die Welt dreht sich eben weiter und Technik entwickelt sich. Alles andere wäre auch gruselig.

    Danke für diesen Hinweis, lieber Leachimsachet. Ich sage es einmal bewusst zynisch, aber in der Sache überaus zutreffend-präzise, und zwar aus der Sicht des Anwalts und aufgrund meiner Erfahrung mit bürokratischen Prozessen.

    Das was in Gefängnissen und im Krankenhaus der "Sozialdienst" macht (und insbesondere in den Justizvollzugsanstalten hat der Sozialdienst ziemlich viel Arbeit, ziemlich undankbare Arbeit, und macht trotzdem, sehr resilient, eine ganze Menge), macht also im Leistungssport der jeweilige Olympiastützpunkt, dem man zugewiesen ist. Okay.
    Ich kann als Außenstehender nicht beurteilen, wie gut und wie eingehend diese Betreuung ist und wie praktisch und wie hilfreich die entsprechenden Ratschläge und Begleitungen sind, was der Olympiastützpunkt da arrangieren kann, und was nicht.

    Ich würde ja die Hoffnung äußern, dass sich in den letzten 20 Jahren oder jedenfalls in den letzten 10 Jahren da doch einiges verbessert haben würde und die Athleten inzwischen besser betreut würden. Aber da bist du ja der Fachmann, und könntest uns etwas erzählen. Soweit es die Versorgung durch Bundeswehr, Bundespolizei oder Landespolizeien betrifft, und das ist ja nicht nur in Deutschland so, sondern ebenfalls In Italien, hat Mandant auch danach zumindest "einen" Beruf (in Uniform). Ob es jeweils der private Idealberuf ist, weiß ich nicht.

    Dem Vernehmen nach sollen auch nicht alle damit ganz glücklich gewesen sein, beispielsweise nicht Munki, soweit ich weiß, die für ihr neues Vaterland ja sportlich ziemlich viel gegeben hat. Sie wirkte auf mich eher etwas bitter-distanziert im Rückblick, aber das kannst du sicherlich auch besser einschätzen als ich.

    Carcano

    Die OSP machen da inzwischen sehr viel und vermitteln auch. Für manche Programme, zB Studienplätze für Spitzensportler an der HS Ansbach, benötigt man einen schriftlichen Nachweis über die Beratung des OSP. Die Berufsberatung findet glaub ich inzwischen zu Beginn der Kader-Karriere statt, was ja auch Sinn ergibt.

    Munki war in der Sportfördergruppe mit entsprechendem Zeitvertrag wie alle anderen. Die meisten scheiden dann aus, sobald sie die Kriterien nicht mehr erfüllen. Mir fallen da spontan Sebastian Moises und Bernd Schott. Wenige werden dann mit einer sportlichen Verwendung übernommen, zB Rudi Krenn und Jörg Dietrich. Noch weniger werden in nicht sportlicher Verwendung in einer normalen Laufbahn übernommen, zB Sonja Pfeilschifter.

    Ich verstehe nicht, dass "Athleten Deutschland e.V." in diesem gesamten Thread bisher noch nicht namentlich erwähnt worden ist.

    Und gerade deshalb verstehe ich es nicht, weil es sich um eine einzigartig gute und engagierte Lobbyorganisation gerade der Leistungssportler und Leistungssportlerinnen handelt, die eine tolle Arbeit gemacht hat, und in relativ wenigen Jahren schon qualitativ mehr für die Athleten selbst erreicht hat, als die Sporthilfe in den Jahrzehnten vorher.
    Das ist keine Herabsetzung der Sporthilfe, die ganz wichtig und sehr anzuerkennen ist. Es ist vielmehr eine nachdrückliche Erinnerung daran, dass alle Athleten, wenn sie bloß bitten oder demütig auf Anerkennung und Gnade warten, nichts bekommen, wenn sie aber öffentlichkeitswirksam, kraftvoll und dezidiert auftreten, gerne auch mit manchmal notwendiger Schärfe, dann auf einmal deutlich mehr für sie geschieht.

    Das betrifft auch nicht nur Aspekte wie das Geld (ohne Geld ist freilich alles nix, im Spitzensport), sondern insbesondere die Planung ihrer beruflichen Zukunft (nicht jeder kann IOC-Chef/in werden), den angemessenen und wertschätzenden (!!) Umgang mit den Athleten statt eines rüden "wir da oben, ihr da unten", und nicht zuletzt sexuellen und psychischen Missbrauch. Ohne einige Presseberichte und ohne "Athleten Deutschland" sähe es da immer noch sehr schlecht aus.

    Carcano

    Das Thema berufliche Planung ist bei Spitzensportlern am jeweiligen Olympiastützpunkt angesiedelt. Da werden neben theoretischen Plänen auch praktisch Ausbildungen, Weiterbildungen und auf die Bedürfnisse von Spitzensportlern zugeschnittene Studienformate vermittelt.

    Bezahlen tun es die, die es heute schon bezahlen. Auch an den Qualifikationen der Sportler müsste man nichts ändern, die Organisation IOC usw bleibt ja gleich.

    Also fehlt es nur am Willen und scheitert an kleinlichem Nationalgedöns.

    Ich war zehn Jahre in der Nationalmannschaft und habe an zahlreichen internationalen MQS-Wettkämpfen teilgenommen. MQS = Minimum Qualifikation Standard = Mindestnorm, die bei akkreditierten Wettbewerben erzielt werden muss, um bei Olympia theoretisch starten zu dürfen.

    Bei keinem dieser Wettkämpfen hat mir das IOC auch nur einen einzigen Cent gezahlt. Das war immer ein Nationaler Sportverband, der Mitglied beim NOC war. Der Nationale Sportverband bezog sein Geld vom BMI und privaten Sponsoren.

    Das kannst du wiederholen, so lange du willst. An der Tatsache, dass die Nuklearwaffen sowieso Russland gehörten, kommt ihr nicht vorbei. Und einfach realisieren: hätte Hitler nicht den 2.WK vom Zaun getreten, hätte Russland Polen, Finnland etc. nicht angegriffen. Hätte NATO sich nicht nach Osten vergrößert, hätte Russland die Ukraine nicht angegriffen. Alles Frage der Kausalität. Westen stöchert in der Bärenhöhle herum und wundert sich, dass der Bär unzufrieden ist.

    Jedes souveräne Land hat das Recht innerhalb seines Territoriums zu machen, was es will. Es kann sich auch jedem Bündnis anschließen, dem es will. Wer das schon als Bedrohung sieht, der fühlt sich auch von seiner Nachbarin zu sexuellen Tätigkeiten verführt, weil die in ihrer eigenen Wohnung in ihrem Badezimmer nackt in die Dusche steigt.

    Nur gut, dass die wenigsten Sportschützen streng nach diesen ISSF Regeln schießen (müssen).

    Wie viel Golfspieler hast du schon in Jogginghosen aufm Grün gesehen? Und beim Tennis aufm Ascheplatz bei 40° wär eine lange Jeans tatsächlich hinderlich. So schön, wenn man Äpfel mit Birnen vergleichen will, gell?!?

    Beim statischen Sportschießen (Kurzwaffe) bringt die Jogginghose keinerlei Vorteile. Der einzige Grund ist der, dass die Befürworter den optischen Eindruck einer sportlichen Betätigung und keinen Milizcharakter vermitteln wollen.

    Und was genau ist nun an dem Milizcharakter gut?

    Die ISSF schreibt eben Sportkleidung vor und verbietet Arbeitskleidung (= blue Jeans) sowie militärische Kleidung (=Tarnfleck).

    Beim Tennis und Golf tragen auch die Wohlgenährten Sporthosen, da scheint es nicht zu stören.

    Du hängst an der Formulierung Buch. Ich versuche es verständlich zu erklären:

    Früher gab es die Sportordnung als Loseblattsammlung im Ringordner. Hier wurden bei Änderungen einzelne Blätter getauscht. Dadurch entstand dann ein buntes Blattwerk und wenn man eine Anpassung mal verpasst hat, hatte man einen völlig anderen Stand.

    Inzwischen gibt's es diese Ringordner nicht mehr und die Sportordnung wird als Softcover (Taschenbuch mit Rückenbindung und weichem Umschlag) sowie eBook veröffentlicht.

    Ergeben sich Änderungen, wird das ganze Buch in neuer Auflage herausgebracht.

    Um genau zu sein, er hat behauptet daß in seinem Umfeld mehr oder weniger auf Wunsch unberechtigte Atteste und Rezepte ausgestellt werden. Aber selbst dann müssen die Leistungen erstmal gebracht werden und die sehe nicht.

    Genau. Diese Behauptungen konnte oder wollte er nicht belegen und jetzt ist er verschnupft, dass nicht alle seiner Meinung sind.

    Und das passt eigentlich auch zum Ursprünglichen Thema:

    Wenn jemand besser schießt als ein anderer,dann muss das mit unlauteren Mitteln vonstatten gehen. Dass der andere vielleicht mehr trainiert, die bessere Technik, bessere Nerven oder schlicht mehr Talent hat. Das ist in der Welt von Poolbaucenter völlig ausgeschlossen.